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Wachtel-Haltung

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Auf dieser Seite geben wir euch Informationen und Wissenswertes rund um die Haltung und Pflege von Wachteln und stellen einige häufig gehaltene Wachtelarten genauer vor.

Wachteln als Heimtiere

Wachteln sind sowohl als Ziervögel als auch als Nutztiere gleichermaßen beliebt. Ihre Eier sind für Gourmets und Feinschmecker wahre Delikatessen. Außerdem sind Wachteln auch deswegen beliebte Heimtiere, weil sie im Gegensatz zu Hühnern viel weniger Platz beanspruchen und leiser sind. Bei einer artgerechten Haltung und intensiver Pflege können Japanische Legewachteln sehr zutraulich werden.

Auf dieser Seite gibt es wichtige Ratschläge zur artgerechten Wachtelhaltung, die mit ein wenig Einsatz und Engagement das Leben Ihrer gefiederten Freunde um ein Vielfaches verlängern können.

Wachteln sind die kleinsten Hühnervögel der Welt und vor allem in Europa und im westlichen Asien sowie in Afrika heimisch. Die Wachteln, die wir als Heim- und Nutztiere halten, sind in der Regel Japanische Legewachteln. Aber auch besonders auffällige Arten wie die Kalifornische Schopfwachtel oder die Blauschuppenwachtel erfreuen sich immer größerer Beliebtheit und werden zusehends häufiger gehalten und gezüchtet. Die einzige bei uns heimische Wachtel ist übrigens die Europäische Wachtel, die man zwar selten sehen, aber manchmal hören kann!

Wachteln werden immer beliebter und sind gesellige, pflegeleichte, sowie lebensfreudige Vögel. Sie vereinen praktischen Nutzen und liebenswerten Charakter und sind dadurch auch als Heimtiere immer beliebter. Allen voran ist hier die Legewachtel, eine Haustierform der Japanwachtel (Coturnix japonica) zu nennen. Ihr ruhiger Charakter, vorausgesetzt sie stammen aus einer hochwertigen Zuchtlinie, und ihre leckeren Eier sind die optimale Kombination.

Wachteln als Heimtiere liegen voll im Trend – sie sind pflegeleicht und liefern dazu noch gesunde Eier. Besonders die Japanische Legewachtel hat sich als ideal für Einsteiger bewährt.

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Wachteln können sehr zutraulich werden und lassen sich manchmal sogar in die Hand nehmen.

Japanwachtel 
Coturnix japonica

Die Japanwachtel, auch Japanische Wachtel genannt, ist eine Vogelart aus der Familie der Fasanenartigen (Phasianidae).
Sie ist in Ostasien verbreitet und ähnelt in Habitus, Verhalten und Lebensweise der auch in Mitteleuropa vorkommenden Wachtel. Wegen abnehmender Bestände stuft die IUCN die Japanwachtel seit 2010 als in geringem Maße gefährdet ein. 

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Coturnix japonica (c) Gideon Lam

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Coturnix japonica (c) wsw_flycatcher

Japanwachteln erreichen eine Körperlänge von etwa 20 Zentimeter und wiegen zwischen 90 und 100 Gramm. Ausgewachsene Männchen haben eine graubraune Gesamtfärbung mit einer Vielzahl rotbrauner und schwarzer Striche. Auf der Mitte des Kopfes sowie an den Seiten des Scheitels bilden die weißen Schaftstriche der Federn drei Längsstreifen. Kehle, Vorderabschnitt des Halses und Wangen sind hellbraun. Bei einigen Exemplaren findet sich eine deutlich ausgeprägte Längszeichnung in Form eines hellen Schaftstreifens auf den Schwanzfedern, wobei die Querbänder reduziert sind oder sogar gänzlich fehlen. Die Weibchen gleichen weitgehend den Männchen. Die Schaftstriche am Kragen sind bei ihnen jedoch etwas spärlicher und größer. 

Das Verbreitungsgebiet der Japanwachtel erstreckt sich von der nördlichen Mongolei, Transbaikalien und dem Amurgebiet in südlicher Richtung bis in die zentralen Teile Chinas und in westlicher Richtung bis zum Talkessel des Uws Nuur und Nanchang. Sie kommt außerdem auf den japanischen Inseln, den südlichen Kurilen und dem Sachalin vor.
Anders als die Wachtel hat die Japanwachtel eine Vorliebe für feuchte Auwiesen, wobei sie hohes Gras meidet. In der Region Primorje ist der typische Lebensraum der Japanwachtel feuchte Wollgraswiesen in Hainen aus Japanischen Erlen mit trockenen Erhebungen und Strauchvegetation. 

In der Regel leben Japanwachteln einzeln oder paarweise. Sie ernähren sich von Samen verschiedener Stauden und vor allem Gräser. Sie nehmen außerdem Insekten und grüne Pflanzenstängel zu sich.
Außer dem Balzruf des Männchens, der über den gesamten Sommer zu vernehmen ist, sind keine weiteren Stimmäußerungen der Japanwachtel beschrieben. Auf Grund der langen Balzaktivität der Männchen wird davon ausgegangen, dass zwei Jahresbruten für die Art typisch sind. Das Nest befindet sich am Boden. Es besteht gewöhnlich aus 10 bis 15 Eiern. 

Japanwachteln und Mensch:
Japanwachteln werden als Geflügel gehalten. Verzehrt werden sowohl das Fleisch als auch die Eier. Von den wildlebenden Japanwachteln unterscheiden sich domestizierte Japanwachteln mittlerweile deutlich. So entspricht die Durchschnittsmasse der Eier der domestizierten Japanwachteln 146 % der Masse der wilden Japanwachteln. Männchen erreichen ein Gewicht von 140 Gramm und Weibchen 120 und sind damit deutlich schwerer als die Wildform.

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Coturnix japonica var. domestica
(Weiße Zuchtform) (c) Walter Allmandinger

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Krähender Wachtelhahn
Coturnix japonica var. domestica (c) jimchurches

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Coturnix japonica var. domestica
(c) jimchurches

Für die Geflügelhaltung gibt es verschiedene Zuchtformen der Japanischen Wachtel, welche in der Wildform unserer heimischen Wachtel (Coturnix coturnix) ähneln. Als Zuchtform unterscheidet sich die Japanische Legewachtel jedoch deutlich von der Europäischen Wachtel, denn sie ist deutlich größer. Außerdem kann sie ein höheres Gewicht erreichen, je nachdem, um welche Zuchtrichtung es sich handelt.

  • Kleine Zuchtrichtung: 110 – 150 g 

  • Mittlere Zuchtrichtung: 160 – 250 g

  • Große Zuchtrichtung: ab 260 g

Das Wachtelei

Als landwirtschaftliches Produkt wird das Wachtelei als Nahrungsmittel und Delikatesse verwendet. Wachteln sind die kleinsten aller Hühnervögel und so ist ein Wachtelei auch nur 10–12 Gramm schwer und wesentlich kleiner als das 5- bis 6-mal so schwere Hühnerei. Die Schale des Wachteleis ist gesprenkelt, was bei der Tarnung hilft.
Wachteleier können wie andere Eier zubereitet werden. Sie werden gerne in der gehobenen Küche verwendet. Der Geschmack der Eier ist intensiver als der von Hühnereiern.
Bereits im alten Ägypten wurden die Wachtel und ihr Ei als Delikatesse geschätzt.
Hildegard von Bingen, eine Universalgelehrte des 12. Jahrhunderts, sagte den Wachteleiern nach, dass sie den Organismus stärken. Heilpraktiker bzw. die alternative Medizin gehen zum Teil davon aus, dass Wachteleier das Immunsystem stärken und Allergien (hier speziell Heuschnupfen) lindern können. Ein wissenschaftlicher Nachweis wurde dafür aber bislang nicht erbracht.
Die Japanwachteln sind bekannt für ihre hohe Legeleistung von bis zu 330 Eier pro Jahr. Die meisten Europäischen Wachteln schaffen es gerade einmal auf bis zu 4-8 Eier pro Jahr. Die Durchschnittsmasse der Eier der domestizierten Japanwachteln beträgt 146 % der Masse, der wilden Japanwachteln.

Wachteleier, kein Ei gleicht dem Anderen!

Wachtelhenne mit Wachteleiern

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Steckbrief der Legewachtel:
  • Legewachteln sind eigentlich Zugvögel

  • Sie können bis zu sechs Jahre alt werden

  • Wachteln werden zwischen 15 und 20 cm groß

  • Sie wiegen zwischen 260 und 450 Gramm

  • Legewachteln können, je nach Farbschlag ganz unterschiedlich gefärbt sein

Unterbringung:
  • Wachteln brauchen viel weniger Platz als Hühner

  • Wachteln sind wesentlich leiser als Hühner

  • Wachteln können sehr zutraulich und zahm werden

  • Wachteleier sind eine wahre Delikatesse

  • Wachteleier sind gesund und werden sogar in der Naturheilkunde eingesetzt

  • Wachtelgehege

  • Ausstattung für die Wachtelunterkunft

  • Hauptfutter

  • Leckerbissen & Snacks

  • Futterergänzungen

  • Einstreu

  • Verstecke

  • Pflanzen

Das braucht man dafür:
  • im Stall,

  • in der Voliere

  • oder im Gatter,
    aber keinesfalls im Käfig! 

Warum Wachteln halten?
Die richtige Unterbringung 

Wachteln hält man am besten an der frischen Luft. Dennoch ist eine sichere Unterkunft zwingend erforderlich, damit Ihre Tiere Schutz vor Witterungen wie Regen, Wind, Kälte und Sonne finden. Außerdem dient ein gemütliches und artgerechtes Gehege als Eierablageort, Rückzugsort sowie ggf. Brutplatz. Achten Sie unbedingt darauf, dass Ihr Wachtelzuhause absolut fressfeindsicher ist. Sie können Ihre Tiere sowohl im Gatter als auch im Stall oder einer Voliere halten. Eine Unterbringung im Käfig halten wir für absolut nicht artgerecht! 

Käfighaltung ist keine artgerechte Wachtelhaltung!

Die Wachtelhaltung im Käfig ist nicht empfehlenswert und wenig artgerecht. Sogenannte Wachtelmastbetriebe halten ihre Tiere in 80 x 40 cm großen Käfigen auf Gitterdraht. Hier leben etwa 100 Wachteln auf einem Quadratmeter. Nur wenn man viele Wachteln auf kleinstem Raum halten möchte und ausschließlich am Profit interessiert ist, kommt eine Käfighaltung in Frage. Wem das Wohl seiner Tiere wichtig ist, wird seine Wachteln nicht den engen Zuständen eines solchen Käfigs aussetzen.

Stallhaltung von Wachteln

Der Stall stellt eine gängige und unkomplizierte Möglichkeit dar, seine Wachteln zu halten. Bei der Wachtelhaltung im Stall nutzt man meistens einen geschlossenen Raum, der mindestens eine Gesamtgröße von ca. 1 m x 1,5 m mitbringen sollte. Selbstverständlich ist die erforderliche Größe immer von der Anzahl der gehaltenen Wachteln abhängig. Ist das Stallgehege ausreichend groß und artgerecht mit Sandplätzen sowie Verstecken ausgestattet, fühlen sich die kleinen Hühnervögel rundum wohl.

Wachtelhaltung in Volieren

Die Wachtelhaltung in einer Voliere ist wohl die bekannteste und beliebteste Art der Wachtelhaltung. Bei dieser Wachtelunterkunft werden Gatter und Stall geschickt miteinander kombiniert. Die Tiere sind dank des stabilen Dachs und den Wänden vor Regen oder anderen Umwelteinflüssen geschützt, während der feine Draht an der Frontseite durch die Luftzirkulation frische Luft spendet.

Eine Voliere besteht in der Regel aus einem Natur-, Stein oder Holzboden und einem kompletten Dach. Das Dach sollte den gesamten Volierenbereich abdecken, damit die Wachteln vor Feuchtigkeit geschützt werden. Die Vorderfront ist mit feinmaschigem Draht und die seitlichen Enden sind mit Holzbrettern oder -platten ausgestattet. Natürlich kann auch mit Stein oder anderen Materialien gearbeitet werden.
Wer sich eine Voliere selbst baut, achtet darauf, dass keine offenen Ecken oder Ritzen zurückbleiben, da diese eine willkommene Einstiegsmöglichkeit für Marder, Wiesel oder Ratten darstellen. Auch der Boden muss geschlossen sein! Zudem sollte an der Rückseite ein kleines, vergittertes Fenster für eine gute Belüftung angebracht sein. Im Sommer besteht sonst die Gefahr von zu hohen Temperaturen und stauender Hitze, was sich auf das Wohlbefinden der Wachteln negativ auswirken kann.

Volieren sind jedoch nicht nur für die Tiere, sondern auch für den Wachtelhalter praktisch, denn sie sind dank ihrer großen Höhe leicht zu begehen und zu reinigen. Der Raum nach oben schafft dementsprechend Komfort und Bewegungsfreiheit beim Arbeiten im Stall. Außerdem schützt die Höhe vor Verletzungen bei Schreckflügen.
In der Regel können in einer Voliere abhängig von der Bodenbeschaffenheit max. 5 Wachteln pro 1 m² gehalten werden. Dabei ist der Reinigungs- und Arbeitsaufwand überschaubar. Bei einem Naturboden empfiehlt es sich, den Besatz nicht voll auszuschöpfen, da die Erde ansonsten sehr darunter leidet. Will man gute Hygienebedingungen schaffen und den zeitlichen Aufwand überschaubar halten, sollte auch bei anderen Böden die Zahl von 5 Wachteln pro 1 m² nicht überschritten werden.

Eine gute Wachtelunterkunft:
  • hat eine Besatzdichte von max. 4-7 Wachteln pro Quadratmeter.

  • bietet viele Versteck- und Rückzugsmöglichkeiten.

  • ist vollständig überdacht und bietet Schutz vor Feuchtigkeit und Wind.

  • ist problemlos gut zu reinigen und schützt vor Kälte, Nässe und Fressfeinden.

Gatter in Kombination mit Stall

Ein Gatter ist wie ein mobiler Käfig, den man auf dem Rasen immer ein Stück weit versetzen kann. Diese Haltung ist sehr naturnah, denn im Gehege können die Wachteln im frischen Gras picken, scharren sowie Insekten und Würmer aus der Erde verspeisen. Als Gatter kann eine Holzkonstruktion dienen, die lediglich mit feinem Zaun verkleidet wird. Wichtig ist dabei, dass die Maschengröße maximal 12 mm beträgt, da sonst Fressfeinde den Wachteln gefährlich werden könnten. Das Ausmisten entfällt, da das Gatter nach einigen Tagen einfach versetzt wird.
Auf diese Weise wird  gleichzeitig der Rasen gedüngt. Das gilt natürlich nur für einen beaufsichtigen Auslauf tagsüber. Nachts oder wenn die Wachteln unbeaufsichtigt sind, müssen sie eine Konstruktion haben, die unbedingt auch von unten gegen Fressfeinde abgesichert ist. Im Winter ist der Umzug in einen Stall erforderlich. Dementsprechend ist die Kombination aus Stall und Gatter empfehlenswert.

Verstecke

Wachteln sind Bodenbewohner und brauchen deshalb viele Verstecke am Boden! Verstecke sind die perfekten Ruheplätze und für eine artgerechte Wachtelhaltung zwingend erforderlich. Sie können so auch Reibereien aus dem Weg gehen, was der Struktur und Harmonie in Ihrer Wachtelgruppe sehr gut tun wird. Wachteln fühlen sich in einem kahlen Stall oder einer offenen Voliere nicht wohl. Die Tiere brauchen Möglichkeiten, sich zu verstecken. Ob man fertige Verstecke kauft oder selbst welche baut ist den Wachteln dabei egal. Bei den Verstecken kann man kreativ werden: Einen Blumentopf, den man auf die Seite legt, ein Korb oder Äste, ein Stück Holz oder Reisig finden die neugierigen Tierchen spannend. 

Einstreu

Hat man keinen Naturboden, sondern einen Holz- oder Steinboden, so ist eine passende Einstreu ebenfalls ein wichtiges Kriterium für eine artgerechte Wachtelhaltung. In naturnahem Buchenhack oder Pinienrinde fühlen sich Wachteln besonders wohl.

Tränke und Futterplatz

Eine Tränke und Futter sind für das Überleben Ihrer Tiere essentiell. Die Tränke stellt man am besten an einen höher gelegten Platz (z. B. auf einen Backstein oder ein Holzstück) und nicht auf dem Boden auf, da ansonsten Einstreu sowie Kot das Wasser verunreinigen können. Es gibt auch Wachteltränken, die hängend befestigt werden können.

Sandbad

Ebenfalls unerlässlich für eine tierfreundliche Wachtelunterkunft ist ein Sandbad. In diesem können sich die Tiere von Ungeziefer befreien, ihr Gefieder pflegen sowie kleine Steinchen aufpicken, die die Verdauung fördern. Darüber hinaus wirkt sich ein Sandbad positiv auf das Zusammenleben Ihrer Vögel aus.

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Gut strukturierte, versteckreiche Gehege sind ein artgerechter und ansprechender Lebensraum für Wachteln. Schön gestaltete Wachtelheime bieten den Tieren viel Abwechslung und Beschäftigung.

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Für Wachteln eignet sich am besten ein natürlicher Boden in Kombination mit saugfähiger Einstreu, die ihren Grab- und Scharrinstinkten entgegenkommt. Kahle Beton- oder Holzböden sollten vermieden werden.

Pflanzen für die Wachtelvoliere

Pflanzen bieten den Wachteln zusätzliche Verstecke und bereichern ihren Speiseplan. Wichtig ist, keine giftigen Pflanzen wie Farn, Buchsbaum, Efeu oder Thuja in die Voliere zu setzen! Auch über Wildkräuter freuen sich die Wachteln! Direkt in der Voliere angepflanzt, haben sie jedoch meist wenig Überlebenschancen. Löwenzahn, Spitzwegerich, Klee und Co. können auf unbelasteten Wiesen gesammelt und in das Wachtelgehege geben werden.

Diese Pflanzen eignen sich für Wachteln:
  • Bambus

  • Schilf

  • Gräser

  • Heide

  • Lavendel

  • Kräuter

  • Haselnuss

  • Weide

  • Johannisbeere, Apfelbaum ...

  • Fichte & Tanne

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(c) sm22lb

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Mehr Abwechslung im Wachtelstall

Wachteln sind neugierige kleine Tierchen, die Abwechslung mögen. Für ein artgerechtes Leben ist es deshalb wichtig, ihnen genügend Beschäftigungen anzubieten. Um eine Wachtel glücklich zu machen, reicht schon ein Laubhaufen zum Buddeln, Snacks, die man versteckt, frische Holunderbeeren oder ein umgedrehter Stein mit leckeren Insekten – hier sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt! Frische Zweige von Haselnuss, Weide, Johannisbeere, Apfelbaum oder anderen ungiftigen Gehölzen bieten den Wachteln Versteckplätze und Futter zugleich. Im Winter können auch Fichten- oder Tannenzweige eingebracht werden.
Aus Laubhaufen oder frischem Heu lassen sich kleine Abenteuerspielplätze für die Tiere bauen oder man bringt den Wachteln etwas aus dem Wald mit. Wichtig ist, dass Wachteln immer wieder eine neue, spannende Beschäftigungsmöglichkeit bekommen – denn gelangweilte Wachteln kommen auf blöde Ideen und beginnen mit Federpicken, mobben oder sogar Kannibalismus. Das kann durch eine artgerechte und abwechslungsreiche Haltung verhindert werden.

Wachteln sind Bodenbewohner und leben ihrem Naturell entsprechend im Dickicht. Durch das Einbringen von Ästen, Totholz und Wurzelstöcken kann man im Wachtelheim für Abwechslung und Versteckmöglichkeiten sorgen.

Wachteln sind neugierige kleine Tierchen, die Abwechslung mögen. Für ein artgerechtes Leben ist es deshalb wichtig, ihnen genügend Beschäftigungen anzubieten. Um eine Wachtel glücklich zu machen, reicht schon ein Laubhaufen zum Buddeln, Snacks, die man versteckt, frische Holunderbeeren oder ein umgedrehter Stein mit leckeren Insekten – hier sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt! Frische Zweige von Haselnuss, Weide, Johannisbeere, Apfelbaum oder anderen ungiftigen Gehölzen bieten den Wachteln Versteckplätze und Futter zugleich. Im Winter können auch Fichten- oder Tannenzweige eingebracht werden.
Aus Laubhaufen oder frischem Heu lassen sich kleine Abenteuerspielplätze für die Tiere bauen oder man bringt den Wachteln etwas aus dem Wald mit. Wichtig ist, dass Wachteln immer wieder eine neue, spannende Beschäftigungsmöglichkeit bekommen – denn gelangweilte Wachteln kommen auf blöde Ideen und beginnen mit Federpicken, mobben oder sogar Kannibalismus. Das kann durch eine artgerechte und abwechslungsreiche Haltung verhindert werden.

Gruppenhaltung

Wachteln sollte man ausschließlich in Gruppen halten – eine Einzelhaltung ist absolut nicht artgerecht. Wachteln fühlen sich unter ihresgleichen nachweislich wohler, da sie sich gerne aneinander kuscheln oder zusammen Eier legen. Ausnahmen gibt es selbstverständlich auch hier. So dürfen viele Zierwachtelarten wie die Kalifornische Schopfwachtel oder Zwergwachteln nur paarweise gehalten werden. Missachtet man die Monogamie dieser Arten, kann es zu ernsthaften Verletzungen der Tiere untereinander bis hin zum Tode kommen. 

Wachtelhaltung im Winter

Wenn es kälter wird, kämpfen die Wachteln zudem mit der Herausforderung der Mauser, wodurch sie besonders viele Nährstoffe benötigen. Für die Wachtelhaltung im Winter ist eine geschützte Behausung unabdingbar.  Dementsprechend sind Rückzugsorte, die bei kalten Temperaturen von den Tieren aufgesucht werden können essenziell. Temperaturen bis ca. -15°C stecken Wachteln in windgeschützter und trockener (!) Umgebung problemlos weg. Zusätzliche Infrarot- oder Wärmelampen bringen eine angenehme Wärme in die Voliere oder den Stall bei Außentemperaturen von unter -10 °C.

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(c) D.A. Ostiarius

Wachteln sind robust und wetterfest. Bei Gehegen ohne geschlossenes Dach, wie etwa Gattern oder Volieren mit Gitterabdeckung müssen  auch trockene, überdachte und windgeschützte Bereiche vorhanden sein.

 (c) kyla rhoads

Frei im Garten umherlaufende Wachteln sind keine so gute Idee, auch wenn es  den Wachteln sicherlich gefallen dürfte, so lauern doch zu viele Gefahren!

Vorsicht!

Wachteln dürfen auf keinen Fall unbeaufsichtigt frei im Garten herumlaufen! Wachteln sind, anders als Hühner, nicht standorttreu und kommen nicht unbedingt wieder zu ihrem Stall zurück. Außerdem sind sie so ein leichtes Ziel für Fressfeinde wie Hunde, Katzen, Marder, Greifvögel oder Ratten.

Parasiten im Wachtelstall

Niemand denkt gerne über die kleinen Krabbler und Schmarotzer nach. Damit man sich bestenfalls erst gar nicht mit ihnen beschäftigen muss, sollte man die Voliere entsprechend vorbeugend behandeln. Gegen die rote Vogelmilbe, die dunkle Ritzen liebt, hilft es, alle Ecken und Ritzen mit Silikon auszuspritzen.
Um einen Befall vorzubeugen, hat es sich auch bewährt, jedes Halbjahr den Wachtelstall zu reinigen und mit Kieselgur auszustäuben. Und letztlich gibt es auch viele natürliche Mittel, die vorbeugend gegen Parasiten helfen und den Wachteln nicht schaden.

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Die Rote Vogelmilbe (Dermanyssus gallinae) ist ein blutsaugender Ektoparasit von Vögeln.

Das optimale Wachtelfutter

Ein optimal auf Wachteln abgestimmtes, hochwertiges  Wachtelfutter ist die wichtigste Basis für gesunde, glückliche Tiere. Hier sind Proteinquellen wichtig, genauso wie essenzielle Aminosäuren und gesunde Kräuter. Auch Bierhefe hat sich sehr bewährt.
Bestes Wachtelfutter versorgt die Tiere nicht nur optimal, sondern ist auch artgerecht und nah an der Natur. Wer hier auf gute Qualität setzt, tut nicht nur seinen Wachteln, sondern auch sich selbst einen großen Gefallen.
Das richtige Futter beugt Mangelerscheinungen vor, stärkt das Immunsystem und sorgt für gesunde Tiere. Gerade Legewachteln, die auf eine enorme Legeleistung gezüchtet sind, brauchen eine ausreichende Versorgung!

Grundfutter & Snacks

Das Hauptfutter für die Wachteln muss ständig zur Verfügung stehen. Darüber hinaus sollte dieses abwechslungsreich auf die Tiere abgestimmt sein. In der Praxis hat sich eine Mischung aus Grundfutter und kleinen Leckereien bewährt.
Als Grundfutter empfiehlt sich ein Futter mit einem Rohproteingehalt von 17-20%. Wachtelfutter mit einem Proteingehalt von weniger als 17 % lässt die Legeleistung sinken und die Wachteleier kleiner werden. Ein höherer Anteil an Protein hingegen kann eine Gewichtszunahme Ihrer Schützlinge bedeuten und kann das Legeverhalten auf unnatürliche Weise beeinflussen. So kann es zu einem krankhaften Dauerlegen kommen, was die Alterserwartung Ihrer Wachteln verringert und die Lebensqualität senken kann.
Köstliche Leckerbissen wie Gammarus, geriebene Möhren, getrocknete Kräuter und Blüten bieten den kleinen Hühnervögeln, über die Grundversorgung hinaus die nötige Abwechslung.

Zusätzliche Vitamine

Wachteln brauchen als optimale Basis ein vollwertiges Futter. Dieses sollte so hochwertig mineralisiert sein, dass man es nicht dauerhaft mit Vitaminen ergänzen muss. Aber es gibt gewisse Leistungsphasen im Leben der Wachtel, in denen zusätzliche Vitamine sehr hilfreich sind.
Beispiele sind Mauser, Krankheit, extreme Hitze oder Kälte oder die Legeperiode. Wachteln legen alle 18 Stunden ein Ei. Das ist sogar noch häufiger als bei Hühnern und zehrt an den Tieren. Da Obst gar nicht und Gemüse nur begrenzt gefüttert werden sollte, empfehlen sich hier Vitaminpräparate, die auf Wachteln perfekt abgestimmt sind.

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(c) jimchurches

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Weitere häufig gehaltene Wachtelarten

Harlekinwachtel 
Coturnix delegorguei

Die Harlekinwachtel ist ein im tropischen Afrika südlich der Sahara, in Madagaskar und Südarabien heimischer Hühnervogel. Lebensraum sind offenes Grasland und landwirtschaftliche Flächen mit niedriger Vegetation.

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Coturnix delegorguei (c) Niall Perrins 

Coturnix delegorguei (c) Bernhard Bekker

Die Harlekinwachtel wird 16 bis 19 cm lang. Männchen erreichen ein Gewicht von 49 bis 81 Gramm, Weibchen werden 63 bis 94 Gramm schwer. Männchen haben besonders an der Kopf- und Kehlpartie eine kontrastreiche schwarz-weiße Färbung. Die Kehle der Männchen ist weiß mit schwarzer, ankerförmiger Zeichnung. Die Hennen sind unscheinbar braun.
Die Brutzeit liegt in der Regenzeit und ist von Region zu Region unterschiedlich. Die Hennen legen an einem geschützten Ort etwa 4 bis 8 gesprenkelte Eier, die 14 bis 18 Tage vom Weibchen bebrütet werden. Die kleinen Küken sind Nestflüchter. Der Hahn bleibt in der Nähe und versucht, potenzielle Feinde auf Distanz zu halten.
Harlekinwachteln ernähren sich vor allem von Gras- und Unkrautsamen, sowie von Gliedertieren wie Grashüpfern, Käfer, Wanzen, Ameisen, Termiten, Tausendfüßern und von kleinen Schnecken.

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Harlekinwachtel-Paar (c) Mathias D'haen

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Coturnix delegorguei (c) Nik Borrow

Haltung:

Die Haltung der Harlekinwachtel erfordert aufgrund ihres territorialen Verhaltens und ihrer tropischen Herkunft spezifische Bedingungen.
 

Unterbringung & Platzbedarf:

  • Harlekinwachteln sollten idealerweise paarweise gehalten werden. In größeren Gruppen können Hähne während der Brutzeit aggressiv gegeneinander werden.

  • Für ein Pärchen wird eine Volierenfläche von mindestens 1,5 m² empfohlen.

  • Struktur: Als Bodenbewohner benötigen sie eine gut strukturierte Umgebung mit Grasbüscheln, Wurzeln, Steinen und belaubten Ästen als Versteckmöglichkeiten.

  • Da sie bei Schreck steil nach oben auffliegen, sollte die Voliere entweder sehr hoch (über 2m) oder niedrig und oben mit einem weichen Netz abgepolstert sein, um Genickbrüche zu vermeiden.
     

Klima & Temperatur:

  • Wärmebedürfnis: Im Gegensatz zu einigen robusteren Arten sind Harlekinwachteln nicht vollständig winterhart.

  • Überwinterung: Sie benötigen einen frostfreien, zugluftfreien Schutzraum. In sehr kalten Regionen ist eine Beheizung des Schutzraums sinnvoll, um Stress und Krankheiten vorzubeugen. 

Ernährung:

  • Basis: Ein hochwertiges Wachtelfutter (Ziergeflügelfutter) mit einem Proteinanteil von ca. 18–22 % für erwachsene Tiere.

  • Zusätze: Sämereien (Hirse), Grünfutter (Vogelmiere, Löwenzahn) und Insekten (Mehlwürmer, kleine Grillen).

  • Täglich frisches Wasser.

Chinesische Zwergwachtel
Synoicus chinensis

Die Zwergwachtel oder Chinesische Zwergwachtel ist eine Vogelart aus der Familie der Fasanenartigen (Phasianidae), die zur Ordnung der Hühnervögel (Galliformes) gehört. Mit einem Gewicht von nur 45 bis 70 Gramm und einer Körpergröße von ca. 14 cm sind die Zwergwachteln die kleinsten Hühnervögel.

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Synoicus chinensis (c) lonelyshrimp

Zwergwachtel-Hahn (Synoicus chinensis)

Zwergwachteln zeigen einen ausgeprägten Geschlechtsdimorphismus. Bei der Nominatform S. c. chinensis haben Wachtelhähne einen rostbraunen Scheitel und Nacken, der schwarz gebändert ist. Kopfseiten und Hals sind schiefergrau und ein weißer Streifen, der als Unterzügelstreifen bezeichnet wird, zieht sich von der Schnabelbasis bis zu den Augen. Darunter verläuft ein schwarzes Band, das sich vorne zu einem breiten schwarzen Kinn- und Kehlfleck vereint. Es säumt eine breite, weiße Bartregion.

Die Hennen haben eine breite, hellrostbraune Region am Vorderhals und eine weiße Kehle. Ihr Obergefieder ist sandfarben. An der Unterseite sind sie hell isabellrötlich mit einer schwarzen Bänderung. Bei beiden Geschlechtern ist der Schnabel schwarz gefärbt, die Beine zeigen eine orangegelbe Färbung und die Iris der Augen ist karminrot.

Zwergwachteln sind auf dem indischen Subkontinent, in Myanmar, Thailand, Taiwan, der Volksrepublik China, Borneo, den Nikobaren und den Philippinen, Java, Lombok, Flores, Timor, Sumatra, Neuguinea und Australien beheimatet. Innerhalb dieses großen asiatischen Verbreitungsgebietes haben sie mehrere Unterarten ausgebildet. So lebt beispielsweise S. c. novaeguineae in den Bergtälern Zentral-Neuguineas bis zu einer Höhe von 2200 Metern, und S. c. lipida ist nur auf dem Bismarck-Archipel zu finden.

Die Nominatform ist S. c. chinensis, die von Indien über Thailand und Indochina bis ins südöstliche China verbreitet ist. Zwergwachteln bewohnen dichtes, feuchtes Grasland auf Ebenen und Gebirgen. Trittpfade durchziehen tunnelartig das Gras ihrer Reviere.

Zwergwachteln sind monogam lebende Vögel. Während der Paarungszeit ist vom Hahn häufig ein hoher, dreisilbiger Pfiff zu hören. Er erinnert an ein Kwuiii-kii-kju. Das Nest wird nur vom Weibchen gebaut und besteht aus einer gescharrten Kuhle unter überhängenden Grashalmen. Das Gelege besteht in der Regel aus vier bis zehn, selten auch bis zu 14 Eiern. Ihre Färbung kann sehr variabel sein, sie reicht von einfarbig gelblich bis braun und ist gelegentlich fein schwarzbraun gesprenkelt.

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Synoicus chinensis ssp. chinensis (c) harshithjv

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Synoicus chinensis ssp. lineatus (c) Dixon Lau

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Synoicus chinensis ssp. victoriae (c) Indra Bone

Zwergwachteln als Ziervögel:
Zwergwachteln werden seit langer Zeit in China als Ziervogel gehalten. Gebräuchlich war es, diese während der Winterzeit in den Rocktaschen mitzuführen, um sich an ihnen die Hände zu wärmen.

Nach Europa wurden die Vögel bereits 1794 eingeführt. Sie sind bis heute beliebte Ziervögel, was dazu führte, dass verschiedene Farbschläge, wie pastellfarbene Wachteln und Wachteln ohne Kielzeichnung, erzüchtet wurden. Unterschätzt wird allerdings regelmäßig der Platzbedarf, den diese kleinen Vögel benötigen. Für eine artgerechte Haltung sollte die Voliere pro Zwergwachtelpaar nicht kleiner sein als ein Quadratmeter. Zwergwachteln können mit kleineren Vögeln, die sich hauptsächlich im oberen Bereich der Voliere aufhalten, etwa mit Prachtfinken oder verschiedenen Tauben, vergesellschaftet werden.

Die in Gefangenschaft gehaltenen Wildformen sind selten Kreuzungen verschiedener Unterarten und differieren in ihrer Gefiederfärbung fast nicht. Gezüchtet wurden aber eine Reihe unterschiedlicher Farbschläge der Nominatform, so dass auch weiße, silberne, rehbraune, isabellfarbene, geperlte und gescheckte Farb-Mutanten existieren. Auch Hähne ohne die oben beschriebene Maske sind inzwischen gezüchtet worden, bekannt als silber und dunkelbraun ohne Maske. Bei den dazugehörigen Hennen sind die Schaftstriche auf den Federn nicht mehr zu erkennen.

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Zwergwachtel beim Brüten (Foto: karstenknuth)

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Ein Zwergwachtelküken und Eier (Foto: メルビル)

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Plusternder Zwergwachtelhahn (c) Jade Neo GC

Haltung:

Chinesische Zwergwachteln sind die kleinsten Hühnervögel der Welt und gelten als beliebte, recht pflegeleichte Mitbewohner für Volieren.

Sozialstruktur & Platzbedarf:

  • Sie leben streng monogam und sollten daher unbedingt als Paar gehalten werden.

  • Für ein Paar wird eine Grundfläche von mindestens 1,5 m² empfohlen.

  • Wohnung oder Garten: Eine Haltung ist in großen Zimmervolieren oder winterfesten Außenvolieren, bis -15 °C möglich, sofern zugfrei und trocken.

Einrichtung der Voliere:

  • Verstecke: Da sie Fluchttiere sind, benötigen sie viele Rückzugsorte wie Äste, Wurzeln, Grasbüschel oder kleine Häuschen.

  • Bodenbeschaffenheit: Eine Einstreu aus Erde, Rindenmulch oder Hanf sowie ein Sandbad zur Gefiederpflege.

  • Die Voliere muss windgeschützt und zugfrei sein. 
     

Ernährung:

  • Basis: Eine hochwertige Exotenfuttermischung oder spezielles Zwergwachtelfutter (Hirsevarianten).

  • Proteine: Gelegentlich Mehlwürmer oder Insekten, besonders während der Brutzeit.

  • Zusätze: Grit oder Sepiaschale für die Kalziumversorgung.

  • Täglich frisches Wasser. 

Vergesellschaftung: 

  • Sie lassen sich gut mit friedlichen Vögeln vergesellschaften, die den oberen Bereich der Voliere nutzen (z. B. Prachtfinken oder Kanarienvögel).

Kalifornische Schopfwachtel
Callipepla californica

Die Schopfwachtel, auch Kalifornische Schopfwachtel genannt, ist eine Art aus der Familie der Zahnwachteln. Es werden vier Unterarten unterschieden, die anhand der Färbung der Körperoberseite differenziert werden. Sie verdanken ihren Namen der Federhaube, die bei beiden Geschlechtern vorkommt.

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Schopfwachtel- Hahn
Foto: Carey_Knox_Southern_Scales

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Schopfwachtel-Henne mit Küken 
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Schopfwachteln (Callipepla californica
(c) Tom Rickman

Schopfwachteln fressen überwiegend Gras- und Kräutersamen sowie gelegentlich Baumsamen und Früchte. Adulte Vögel fressen in geringem Maße auch kleine Wirbellose. Schopfwachteln halten sich überwiegend am Boden auf, schlafen jedoch in Bäumen. Sie sind Bodenbrüter, die ihr Nest versteckt in Bodenmulden anlegen und mit Blättern und Halmen auspolstern. Die Brutzeit ist verhältnismäßig spät und fällt in den Zeitraum Juni bis September.

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Schopfwachteln erreichen eine Körperlänge von 23 bis 25 Zentimetern. Männchen und Weibchen sind ähnlich gefärbt, das Federkleid der Weibchen ist jedoch etwas matter, das Männchen hat zusätzlich einen schwarzen Kehldeckel und eine Gesichtsverzierung. 

Ihr Verbreitungsgebiet umfasst die nordamerikanische Westküste. Sie ist außerdem als Neozoon eingebürgert in British Columbia, auf Hawaii, in Neuseeland, in Chile, in Argentinien, in Uruguay, in Brasilien, in Peru, in Südafrika und auf der Norfolkinsel und auf King Island in Australien. In Europa gab es Einbürgerungsversuche z. B. in Dänemark, Italien und auf Korsika. Nur auf Korsika gibt es aktuell einen sich selbst erhaltenden Bestand an der Ostküste. Der Lebensraum der Schopfwachtel sind aride Grasländer und verbuschtes Gelände vom Meeresniveau bis in Höhenlagen von 2.450 Metern. Die Art bevorzugt Regionen, in denen Büsche eine Höhe zwischen einem und sieben Metern erreichen. Auch vom Menschen stark geformte Landschaften werden genutzt, wenn diese in hinreichender Nähe zu Wasserstellen liegen. Die Schopfwachtel ist überwiegend ein Standvogel. Kleine Trupps, die gewöhnlich zwischen zehn und vierzig Vögel umfassen, bewohnen normalerweise Winterquartiere von einer Größe zwischen 9,6 und 33,6 Hektar.

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Schopfwachteln und Mensch:
Im Südwesten der Vereinigten Staaten von Nordamerika ist die Schopfwachtel ein wichtiges Federwild. Seit den 1960er Jahren ist der Bestand dort deutlich zurückgegangen, was aber vor allem auf eine Veränderung des Lebensraumes zurückgeführt wird. Im Verbreitungsgebiet in Mexiko ist die Art noch relativ häufig und hat von der Umwandlung von Wäldern in Weideflächen profitiert. Die Schopfwachtel ist der Staatsvogel von Kalifornien.

Schopfwachteln sind als Ziervogel sehr beliebt. Sie lassen sich sehr gut in Volieren gemeinsam mit baumbewohnenden Vogelarten halten. Nicht empfehlenswert ist dagegen die Haltung gemeinsam mit anderen Hühnervögeln.

Die Haltung der Kalifornischen Schopfwachtel erfordert aufgrund ihrer Flugfreudigkeit und sozialen Bedürfnisse spezifischere Bedingungen als die herkömmlicher Legewachteln. 

Gehege und Platzbedarf:

  • Volierenhaltung: Eine Haltung in der Wohnung oder in kleinen Käfigen ist nicht artgerecht. Ideal ist eine geräumige Außenvoliere mit mindestens 2 m Höhe, da diese Tiere gerne auffliegen und höhergelegene Schlafplätze nutzen.

  • Fläche: Planen Sie mindestens 0,5 m² pro Tier ein. Für eine kleine Gruppe ist eine Grundfläche von etwa 4–6 m² empfehlenswert.

  • Schutzraum: Die Voliere sollte über einen frostfreien Schutzraum verfügen, um die Tiere im Winter vor extremer Kälte und Nässe zu schützen. 

Einrichtung und Struktur:

  • Verstecke aus Grasbüscheln, Wurzeln, Steinen und belaubten Äste gehören zur Grundausstattung.

  • Ein Sandbad ist für die Gefiederpflege essenziell.

  • Untergrund: Als Einstreu eignen sich Pinienrinde, Hobelspäne oder Naturboden. 

Fütterung:

  • Basis: Eine Mischung aus verschiedenen Hirsearten, Sämereien (z. B. Glanzsaat, Hanf) und hochwertigem Zierwachtelfutter.

  • Frischfutter: Regelmäßig Löwenzahn, Vogelmiere, Kräuter (Petersilie, Basilikum) sowie geraspelte Karotten oder Zucchini.

  • Proteine: Gelegentlich getrocknete oder lebende Insekten wie Mehlwürmer.

  • Zusätze: Muschelgrit und Magenkiesel sind für die Verdauung und Kalziumversorgung wichtig. 

  •  

     

    Täglich frisches Wasser. 

Sozialverhalten:

  • Schopfwachteln leben in der Natur monogam. In der Voliere empfiehlt sich die Haltung als Paar oder in kleinen Gruppen
    (1 Hahn mit mehreren Hennen).

  • Vergesellschaftung: Eine gemeinsame Haltung mit Legewachteln wird aufgrund unterschiedlicher Ansprüche und aggressivem Verhalten oft nicht empfohlen.

Haltung:

Virginiawachtel
Colinus virginianus

Die Virginiawachtel, seltener auch Virginia-Baumwachtel genannt, ist ein in Amerika heimischer Hühnervogel aus der Familie der Zahnwachteln. Sie gilt als die am weitesten verbreitete und bekannteste Vertreterin der Familie und weist zahlreiche Unterarten auf.

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Colinus virginianus (c) Andrea Kingsley

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Colinus virginianus (c) Greg Lasley

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Colinus virginianus (c) Faby Galleta

Die 24–27 cm lange Virginiawachtel wird bei einer Flügelspannweite von 36–41 cm zwischen 140 und 200 g schwer. Der Vogel trägt ein braun gesprenkeltes Gefieder mit hellerer Unterseite, wobei beim Männchen die Musterung kräftiger ausfällt als beim Weibchen. Weiterhin unterscheiden sich die Geschlechter beim Überaugenstreif und beim Kehlfleck, welche beim Männchen weiß, beim Weibchen aber beigefarben sind.

Die Virginiawachtel kommt vom südlichen Kanada bis zum Golf von Mexiko zwischen Atlantikküste und Rocky Mountains natürlich vor. Weiter westlich (in Kalifornien, Oregon und Washington) wurde sie zu Jagdzwecken ausgesetzt. Obwohl die Virginiawachtel in Teilen ihres Verbreitungsgebietes noch häufig ist, ist ihr Bestand in den Vereinigten Staaten insgesamt auffällig zurückgegangen und fehlt in Teilen ihres früheren Verbreitungsgebietes vollständig. Als Ursachen des Bestandsrückgangs gelten Habitatvernichtung und die Ausbreitung der in den USA eingeschleppten Roten Feuerameise.

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Die Virginiawachtel lebt in buschreichen Wiesen und lichten Wäldern. Sie brütet an Waldrändern. In landwirtschaftlich genutzten Regionen nutzt sie Hecken und Gebüsche für die Nestanlage.

In Europa gab es Einbürgerungsversuche z. B. in Frankreich, Italien, Irland, Großbritannien, Deutschland, Kroatien, Spanien, Slowenien und Schweden. Nur in Nordwestitalien und möglicherweise in Kroatien und Frankreich gibt es aktuell sich selbst erhaltende Bestände.

Die Virginiawachtel lebt außerhalb der Brutzeit in Gruppen von 5 bis 30 Tieren. In der Nacht liegen sie kreisförmig in einer Erdmulde, mit den Köpfen nach außen, um sich gegenseitig zu wärmen und Fressfeinde aus jeder Richtung rasch zu erkennen.
Die Brutperiode beginnt im Süden Nordamerikas ab Mitte März, in nördlicheren Regionen dagegen bis Ende Mai. Virginiawachteln können zwei Bruten pro Jahr großziehen.

 

Es werden 21 Unterarten anerkannt, die in vier Gruppen aufgeteilt werden. Eine Unterart ist mittlerweile ausgestorben.

 Unterarten (Verlinkung zu Wikipedia)

Rufende, männliche (links) und weibliche Virginiawachtel

(c) Araks Ohanyan

(c) Mike Stewart

Virginiawachtel und Mensch:
Die Virginiawachtel zählt zu den wichtigsten Federwildarten Nordamerikas. Wegen der Bedeutung der Jagd auf sie erhielt sie im US-Bundesstaat Tennessee sogar den Titel „official game bird“ (offizielles Federwild).

Deswegen wurde die Virginiawachtel außerdem als Federwild in mehreren Weltregionen angesiedelt. Eingeführt wurde sie unter anderem im Nordwesten Nordamerikas, das nicht zu ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet gehört, auf den Bahamas, auf verschiedenen Inseln der Karibik sowie in Neuseeland. Einbürgerungsversuche gab es außerdem auf den Britischen Inseln sowie in Mittel- und Südeuropa.

Die Virginiawachtel ist ebenfalls ein sehr beliebter Ziervogel, weswegen es bei der Virginiawachtel z. B. weiße, rotbraune oder isabellfarbene Tiere gibt. Die Wachteln können paarweise gehalten werden, es empfiehlt sich jedoch einen Hahn mit mehreren Hennen, nicht aber mit anderen Hähnen, zu halten. Eine Vergesellschaftung mit baumbewohnenden Vögel, wie Sittichen oder Tauben, ist möglich, jedoch nicht mit anderen bodenbewohnenden Vogelarten. Virginiawachteln sollten am besten in dicht bepflanzten Außenvoliere mit einem gut geschützten Schlag gehalten werden.

Haltung:

Die Haltung der Virginiawachtel, auch als Baumwachtel bekannt, gilt als relativ unkompliziert, sofern ihre natürlichen Bedürfnisse an Raum und Deckung erfüllt werden.
 

Unterbringung & Platzbedarf:

  • Voliere: Aufgrund ihres Bewegungsdrangs und Flugvermögens sollten Virginiawachteln in ausreichend großen, gut strukturierten Volieren gehalten werden. Eine Mindestfläche von 2 m² pro Paar ist empfehlenswert.

  • Höhe: Da die Tiere bei Schreck steil nach oben auffliegen, sollte die Voliere entweder ausreichend hoch (ca. 2 Meter) oder die Decke weich abgepolstert sein, um Kopfverletzungen zu vermeiden.

  • Einrichtung: Als „Baumwachteln“ benötigen sie erhöhte Sitzgelegenheiten wie stärkere Äste zum Aufbaumen. Versteckmöglichkeiten durch dichte Büsche, Tannenwedel oder Schilfmatten sind für ihr Sicherheitsempfinden essenziell. Ein Sandbad zur Gefiederpflege muss dauerhaft zur Verfügung stehen.
     

Sozialstruktur & Zucht:

  • Während der Zuchtzeit ist die paarweise Haltung (1 Hahn, 1 Henne) ideal, da die Hähne gegenüber Artgenossen sehr aggressiv werden können. Außerhalb der Brutzeit leben sie in der Natur in Gruppen („Coveys“), was im Winter oft auch in Gefangenschaft möglich ist.

  • Brut: Die Henne legt bis zu 100 Eier pro Saison in gut versteckte Bodenmulden. Die Brutdauer beträgt ca. 22 bis 23 Tage. 

Fütterung:

  • Basis: Ein hochwertiges Ziergeflügelfutter oder Wachtelfutter bildet die Grundlage.

  • Ergänzung: Sämereien, Hirse, Getreide (Weizen) sowie regelmäßig Grünfutter (Salat, Kräuter, Obst) und Insekten (Mehlwürmer) für den Eiweißbedarf sind wichtig.

  • Täglich frisches Wasser. 

Winterhärte & Klima:

  • Virginiawachteln gelten als winterhart, benötigen aber einen trockenen und zugfreien Schutzraum. Bei extremen Minusgraden ist darauf zu achten, dass das Trinkwasser nicht einfriert.

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