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Die Systematik der Vögel

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(c) brian stahls

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(c) Robin Gwen Agarwal

Überklasse: Kiefermäuler (Gnathostomata)
Reihe: Landwirbeltiere (Tetrapoda)
ohne Rang: Amnioten (Amniota)
ohne Rang: Sauropsiden (Sauropsida)
ohne Rang: Archosauria
Klasse: Vögel (Aves)
Unterklassen:

  • Urkiefervögel (Palaeognathae)

  • Neukiefervögel (Neognathae)

Die Vögel sind eine Klasse der Wirbeltiere, deren Vertreter als gemeinsame Merkmale unter anderem Flügel, eine aus Federn bestehende Körperbedeckung und einen Schnabel aufweisen.

Vögel leben auf allen Kontinenten. Bislang sind über 11.270 existente rezente Vogelarten bekannt, die 2392 Gattungen, 254 Familien und 44 Ordnungen zugeordnet werden. Zusätzlich sind 163 Arten in historischer Zeit ausgestorben. Bei Anwendung des moderneren, phylogenetischen Artkonzepts kommt man auf etwa 18.000 (15.845 bis 20.470) Vogelarten, und auch genetische Daten deuten auf eine in etwa doppelt so hohe Anzahl von Vogelarten hin.

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Somalistrauß (Struthio molybdophanes);

ein Vertreter der Urkiefervögel (Palaeognathae)

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Mandarinente (Aix galericulata);

ein Verteter der Neukiefervögel (Neognathae)

(c) Lioneska

Äußere Systematik

Die Vögel werden so wie die Amphibien, Reptilien und Säugetiere traditionell als eigene Klasse von Landwirbeltieren (Tetrapoda) betrachtet. Dies ist allerdings aus moderner, kladistischer Sichtweise betrachtet falsch, da die Vögel als einzige überlebende Gruppe der Klade Dinosaurier eine Teilgruppe der Reptilien sind. Um eine einheitliche Terminologie zu bewahren, wird das monophyletische Taxon, welches die traditionellen Klassen Reptilien und Vögel vereint, als Sauropsida bezeichnet. Dementsprechend heißen die drei Klassen der Landwirbeltiere nach heutigem wissenschaftlichem Standard:
 

  • Amphibien (Amphibia)

  • Sauropsiden (Sauropsida)

  • Säugetiere (Mammalia)

Ordnungen und Familien der Vögel

Die Klasse der Vögel ist die artenreichste der Landwirbeltiere. Sie umfasst etwa 10.700 rezente und etwa 150 in historischer Zeit ausgestorbene Vogelarten. Von ihren zwei Unterklassen (Urkiefer- und Neukiefervögel) ist erstere klein und bis auf fünf Familien ausgestorben. Hierhin gehören insbesondere die Laufvögel, die wegen des fehlenden Brustbeinkamms flugunfähig sind. Von den weiteren etwa 30 Ordnungen der Neukiefervögel umfasst jene der Sperlingsvögel fast 60 Prozent aller Arten. In dieser Gruppe ist wiederum die Unterordnung der Singvögel (Passeri) die umfangreichste.

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Der Kronentyrann (Onychorhynchus coronatus) ist ein besonders auffälliger Vertreter aus der Unterordnung der Schreivögel (Tyranni) in der Ordnung der Sperlingsvögel (Passeriformes) (c) cristianrial 

Urkiefervögel (Palaeognathae)

Die Urkiefervögel sind eine der beiden Unterklassen der Vögel. Sie setzen sich in der traditionellen Systematik aus den beiden Ordnungen der Laufvögel (Struthioniformes) und Steißhühner (Tinamiformes) zusammen und umfassen etwa 60 Arten in 6 rezenten Familien.

Unterschieden werden sie von den Neukiefervögeln (Neognathae) hauptsächlich durch eine andere Gaumenstruktur sowie ein Fenster in den Beckenknochen, zwischen Ilium und Ischium. Die Laufvögel haben allesamt die Fähigkeit zum Fliegen verloren, und auch die Steißhühner sind keine kräftigen Flugvögel. Andererseits sind nicht alle flugunfähigen Vögel auch Urkiefervögel: Die Pinguine beispielsweise werden zu den Neukiefervögeln gerechnet.

Außerdem haben Urkiefervögel ein etwas schlechteres Farbunterscheidungsvermögen als Neukiefervögel. Beim Brutgeschäft und der Aufzucht der Jungen ist der Anteil des Hahnes immer sehr groß, häufig übernimmt er diese Aufgaben allein. Die Jungen sind Nestflüchter.

Urkiefervögel (Palaeognathae)

→ Verlinkungen zu Wikipedia

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Afrikanische Strauße (Struthio camelus)

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Kastanientinamu (Crypturellus obsoletus)

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Darwinnandu (Rhea darwinii)

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Nordstreifenkiwi (Apteryx mantelli)

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Helmkasuar (Casuarius casuarius)

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Großer Emu (Dromaius novaehollandiae)

Neukiefervögel (Neognathae) 

Die Neukiefervögel bilden eine der beiden Unterklassen der Vögel und umfassen mit etwa 9000 Arten den überwiegenden Anteil der Vogelvielfalt, darunter die Sperlingsvögel (Passeriformes) mit über 6500 Arten.

Das bedeutendste Merkmal, das sie von den Urkiefervögeln (Palaeognathae) unterscheidet, ist die Gaumenstruktur: Neukiefervögeln fehlt die Versteifung des sogenannten „Pterygoid-Palatinum-Komplexes“ (PPC), einer Knochenkonfiguration, die aus Flügelbein (Pterygoid), Gaumenbein (Palatinum) und Pflugscharbein (Vomer) besteht. Anders als bei den Palaeognathae gibt es darüber hinaus aber kein besonders herausragendes Charakteristikum: So gibt es innerhalb der Neukiefervögel neben fliegenden Vögeln auch nicht-fliegende Vögel wie zum Beispiel die Pinguine, den zu den Papageien zählenden Kakapo oder den in seiner eigenen Familie stehenden Kagu. Der größte Neukiefervogel ist der Andenkondor mit einer Länge von bis zu 1,30 Metern und einer Flügelspannweite von bis zu 3,20 Metern.

Der Ursprung der modernen Vögel reicht bis in die Kreidezeit zurück. Im März 2020 beschrieben belgische Wissenschaftler einen taubengroßen 66,7 Millionen Jahre alten fossilen Vogel (Asteriornis maastrichtensis), der Merkmale von Gänsen und Hühnern zeigt.
Die Neukiefervögel werden in über 30 Ordnungen unterteilt, darunter:

  • Hühner- und Gänsevögel (Galloanserae): Eine basale Gruppe, zu der Enten, Gänse, Schwäne sowie Fasane und Haushühner gehören.
     

  • Greifvögel und Falken: Beutegreifer wie Adler, Bussarde und Falken.
     

  • Eulen: Nachtaktive Jäger mit spezialisiertem Gehör und Gefieder.
     

  • Pinguine: Hochspezialisierte, flugunfähige Meeresvögel.
     

  • Singvögel: Die vielfältigste Untergruppe der Sperlingsvögel, bekannt für ihren komplexen Gesang

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Die Darstellung oben zeigt verschiedene Arten aus der Unterklasse der Neukiefervögel (Neognathae) 

Neukiefervögel (Neognathae) 

→ Verlinkungen zu Wikipedia

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Fasan (Phasianus colchicus) (c) Frank Lin

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Halsband-Wehrvogel (Chauna torquata)

(c) Hugo 

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Spaltfußgans (Anseranas semipalmata)

(c) benjamynweil

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Stockente (Anas platyrhynchos) (c) Frank Lin

  • Neoaves

  • Mirandornithes

    • Phoenicopteriformes, 6 Arten

    • Podicipediformes, 23 Arten

  • Columbaves

    • Otidimorphae

      • Musophagiformes, 23 Arten

      • Kuckucksvögel (Cuculiformes), 150 Arten

      • Otidiformes, 26 Arten

    • Columbimorphae

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Glanzhaubenturako (Tauraco porphyreolophus)

(c) clicque

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Bronzekuckuck (Chalcites lucidus)

(c) Caiden B

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Rotschopftrappe (Lophotis ruficrista)

(c) Albert Beccu

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Turteltaube (Streptopelia turtur) (c) Paul Cools 

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James-Flamingos (Phoenicoparrus jamesi)
(c) Slunky

Brandseeschwalbe (Thalasseus sandvicensis)
(c) BJ Stacey 

(c) Анна Голубева_edited.png

Großer Brachvogel (Numenius arquata)
(c) Анна Голубева

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Südafrika-Kronenkranich (Balearica regulorum)

(c) Martin Grimm 

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Sturmmöwe (Larus canus)

(c) anna_parkhaeva

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Austernfischer (Haematopus ostralegus)
(c) Paul Cools 

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Ziegenmelker (Caprimulgus europaeus)
(c) Andrew Bazdyrev 

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Kaiserpinguine (Aptenodytes forsteri)
(c) Greg Lasley 

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Bronzeschwanz-Saphirkolibri
(Chrysuronia oenone) (c) Steven Easley 

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Weißstorch (Ciconia ciconia) (c) Li Jianong

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Schuhschnabel (Balaeniceps rex) (c) Nik Borrow

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Braunpelikan (Pelecanus occidentalis ssp. californicus) (c) Tania Pérez Fiol

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Harpyie (Harpia harpyja)
(c) Christoph Moning

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Gänsegeier (Gyps fulvus)
(c) Cloudtail the Snow Leopard

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Uhu (Bubo bubo) (c) Paul Cools

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Eisvogel (Alcedo atthis) (c) Mark Kilner 

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Riesentukan (Ramphastos toco) (c) Paul Steeves

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Turmfalke (Falco tinnunculus)
(c) Manuel Raab

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Rotkardinal (Cardinalis cardinalis)

(c) Michael Hains 

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Iiwikleidervogel (Drepanis coccinea)
(c) Greg Lasley 

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Goldkehlpitta (Hydrornis gurneyi)

(c) Ian Dugdale 

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Wellensittich (Melopsittacus undulatus)
(c) Michael Hains

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Nacktaugenameisenvogel
(Rhegmatorhina gymnops) Foto: Paulo Mascaretti 

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Cayenneklippenvogel (Rupicola rupicola)

(c) Tomaz Nascimento de Melo 

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Gabeltyrann (Tyrannus savana)

(c) Ad Konings

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Gelblappenhonigfresser (Anthochaera paradoxa)
(c) Simon Grove (TMAG) 

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Gelbköpfchen (Mohoua ochrocephala)
(c) Ben Ackerley

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Spiegelkleiber (Daphoenositta chrysoptera)
(c) Kym Nicolson 

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Glockenflöter (Psophodes occidentalis)
(c) Grigory Heaton 

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Helmvanga (Euryceros prevostii)

(c) markusgmeiner 

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Trauerdrongo (Dicrurus adsimilis
(c) markus lilje

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Hudsonelster (Pica hudsonia)
(c) Vitalii Khustochka 

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Rotstirnschnäpper (Petroica goodenovii)
(c) Andrew Allen

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Haubenmeise (Lophophanes cristatus)
(c) Paolo Zucca

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Schwarzwangenlerche (Eremopterix australis)

(c) Greg de Klerk

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Rohrspottdrossel (Donacobius atricapilla

(c) Dario Sanches

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Schuppenbülbül (Rubigula squamata)

(c) Ben Tsai蔡維哲

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Kilimandscharo-Brillenvogel
(Zosterops eurycricotus) (c) Alex

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Kastanienalcippe (Schoeniparus castaneceps)

(c) Markus Lilje

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Rotkopflaubsänger (Phylloscopus castaniceps)
(c) James Bailey 

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Schieferkopf-Dickichtsänger
(Abroscopus schisticeps) (c) markus lilje

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Zaunkönig (Troglodytes troglodytes)
(c) Qiuhan Zhang 

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Wasseramseln (Cinclus cinclus)

(c) Pierre-Marie Epiney

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Grauschnäpper (Muscicapa striata)

(c) Ximo Galarza 

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Seidenschwanz (Bombycilla garrulus)
(c) Steven Mlodinow 

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Rotkehlhüttensänger (Sialia sialis)

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Gimpel (Pyrrhula pyrrhula)

(c) Jonny Campbell 

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Gouldamadine (Chloebia gouldiae)

(c) Roberto Ghiglia

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Weidenammer (Emberiza aureola)

(c) Анна Голубева

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Gelbbrustwaldsänger (Icteria virens)
Foto: Andy Wilson 

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Türkisnaschvogel (Cyanerpes cyaneus)

(c) Greg Lasley 

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Rotkardinal (Cardinalis cardinalis)

(c) Laura Keene 

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Hispaniolastreifenkopftangare 
(Spindalis dominicensis) (c) Juan Sangiovanni 

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Gelbbrust-Kubasänger (Teretistris fornsi)

(c) Robin White

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