
Unsere Hühner im Portrait
Auf dieser Seite stellen wir alle Hühner-Rassen vor, die wir schon einmal, hier in Andi´s Tier- & Pflanzenwelt gehalten haben.

Unsere "Hühner-Herde" im Jahr 2019.
So sehen glückliche Freilandhühner aus.


Amrock
Das Amrock-Huhn ist eine ursprünglich aus den USA stammende Hühnerrasse, die in Deutschland als Wirtschaftshuhnrasse weitergezüchtet wurde. Die amerikanische Ursprungsrasse ist Plymouth Rock, wegen der ursprünglich gestreiften Farbvariante auch Barred Rock genannt. Amrock ist in den USA und Europa verbreitet und liefert über mehrere Jahre eine hervorragende Eierleistung. Die Rasse Amrock ist ein schweres Huhn mit einer guten Eierleistung von ca. 200 Eiern pro Jahr und einem Schlachtkörper von 2,5 bis 4 kg. Die Rasse ist schnellwüchsig und Küken werden rasch geschlechtsreif. Die Fleischqualität ist gut. Die Rasse gilt als robust und stellt keine besonderen Haltungsanforderungen. Die Tiere neigen mit zunehmendem Alter jedoch zur Verfettung, was bei der Fütterung bedacht werden sollte. Auf zu viel Futter reagieren die Amrocks mit schlechter Legeleistung.

Amrock-Henne in unserem Hühnerstall

Amrock-Hühner (Foto: Wolfgang_44)

Amrockhenne mit Kücken (Foto: Dustin Brinktriene)
Gewicht Hahn: 4,00 kg
Gewicht Henne: 3,00 kg
Legeleistung: bis zu 220 Eier
Schalenfarbe der Eier: braun
Bruteimindestgewicht: 58 g
Bruttrieb: ausgeprägt
Kammform: Einfachkamm
Farbschläge:
nur ein Farbschlag: Gestreift
Herkunft:
Wirtschaftshuhnrasse aus den USA,
aus Dominikanern, schwarzen Cochin und schwarzen Javahühnern gezüchtet.
Die Rasse wurde 1874 unter der Bezeichnung „Barred Rocks“ anerkannt.
Amrocks haben einen ruhigen Charakter ohne apathisch zu wirken und fliegen nicht gerne. Die Tiere werden, die nötige Geduld vorausgesetzt, leicht handzahm.
Der Körper ist glockenförmig und der Kamm ist einfach. Sie existiert nur in der gestreiften Farbvariante. Als Besonderheit unterscheiden sich die Geschlechter schon als Eintagsküken. Hähne haben hier einen weißen Kopfflecken, welcher bei den Hennen auch vorhanden ist, aber eher gestreut wirkt.
Von dieser Rasse existiert eine sehr verbreitete Zwergform. Der Zwerg-Amrock-Hahn wiegt bis 1,2 kg und die Henne bis 1,0 kg. Die bräunlichgelben Eier wiegen 40 Gramm und die Legeleistung liegt bei 140 Eiern im Jahr.
Zwerg-Amrocks stammen aus Deutschland. Sie haben eine sehr geringe Brutlust, allerdings lassen sich die Bruteier gut im Kunstbrüter ausbrüten. Es ist eine sehr robuste und wetterfeste Zwerghuhnrasse. Außerdem sind sie sehr friedlich und zutraulich.
Araucana
Araucana-Hühner (auch Araucans, Araukaner oder Araucaner) gehören zu einer Hühnerrasse, deren Ursprung nicht mit letzter Sicherheit nachgewiesen ist, die aber aus Südamerika stammen. Als Liebhabergeflügel wurden sie erst ab den 1960er Jahren populär. Mehrere Eigenschaften unterscheiden diese Rasse von anderen Hühnerrassen. Sie haben eine vergleichsweise aufrechte Körperhaltung und an der Stelle, wo sich am Kopf des Huhnes normalerweise die Ohrlappen befinden, haben Araucanas eine walzenähnliche Hautfalte, auf der Federn wachsen. Diese sogenannten Bommeln sind eines der charakteristischsten Merkmale der Rasse. Mit den Zwerg-Araucana existiert auch eine Zwergform, die mit Ausnahme der Größe der Stammform entspricht.

Araucana-Henne in unserem Hühnerstall
Gewicht: Hahn: 2,0 bis 2,5 kg;
Henne: 1,6 bis 2,0 kg
Legeleistung: bis 180 Eier pro Jahr
Eierschalenfarbe:
Türkis (grünlich-blau, selten olivgrün)
Bruteier-Mindestgewicht: 50 Gramm

Araucana-Henne (Gold-weizenfarbig)
Farbschläge & Typen:
Wildfarbig, Blau-wildfarbig, Goldhalsig, Blau-goldhalsig, Silberhalsig, Schwarz, Gold-weizenfarbig, Blau-weizenfarbig, Schwarz-rot, Blau-rot, Weiß, Blau (mit und ohne Saum), Gesperbert
Araucanahühner können einen Backen- und Kehlbart haben. Im reinrassigen Zustand sind sie schwanzlos, d. h. ihnen fehlen nicht nur die Schwanzfedern, sondern auch Schwanzwirbel, sowie die Bürzeldrüse.
Ihre Eigenart, grünliche bis bläuliche Eier zu legen, vererben Araucanas dominant weiter. Die Eier haben außerdem nachweislich einen geringeren Cholesteringehalt als normale Hühnereier.
Der Name der Rasse leitet sich von den Araukanern (frühere Bezeichnung der Mapuche-Indianer) ab, bei denen sie um 1890 erstmals als halbwild lebende Hühner dokumentiert sind. Es gilt als sicher, dass diese indigene Bevölkerungsgruppe, die im Gebiet des heutigen Chile lebt, Hühner dieser Rasse seit mehreren Jahrhunderten hielt.

Araucana-Henne mit „Bommeln“
Herkunft:
Im 19. Jahrhundert (ca. 1890) bei den Mapuche-Indianern in Chile entdeckt.

Grünes Araucana-Ei im Vergleich mit weißen und braunen Eiern
Barnevelder
Barnevelder sind eine Zweinutzungsrasse, da bei ihnen eine gute Legeleistung, Mastfähigkeit und Fleischqualität vorhanden ist.
Sie gelten als relativ ruhige und zutrauliche Hühner. Sie fliegen nur ungern auf, was sie für eine Privathaltung im Freien besonders geeignet macht.
Die Eier haben eine recht dicke, braune Schale, was sie für die Nutzung in Brutmaschinen attraktiv macht.

Unser Barnevelder-Hahn Franz im Sommer 2022

Unser Barnevelder-Hahn mit einigen Hennen der Rassen Brahma und Marans.

Barnevelder-Hahn und Hennen
(Foto: Outback hens)
Gewicht Hahn: 3,50 kg
Gewicht Henne: 2,75 kg
Nutzungsart: Zweinutzungsrasse
Legeleistung: 160 bis 185 Eier
Schalenfarbe der Eier: dunkelbraun
Bruteimindestewicht: 60 g
Bruttrieb: kaum ausgeprägt
Charakter: lebhaft
Kammform: Einfachkamm
Farbschläge & Typen:
braun-schwarzdoppeltgesäumt, braun-blaudoppeltgesäumt, silber-schwarzdoppeltgesäumt, dunkelbraun, schwarz, weiß, blau, rebhuhnfarbig (nur in England zugelassen)
Herkunft:
Barnevelder wurden ab 1850 zuerst in Gelderland gezüchtet, kamen von dort auch nach Deutschland. Die Rasse entstand aus Landhühnern, in denen Privatzüchter Cochins einkreuzten. Später wurden auch Goldwyandotten, Rhodeländer und vermutlich auch Indische Kämpfer eingekreuzt.
Das Barnevelder-Huhn überzeugt nicht nur durch das edle Federkleid, das sowohl Hahn als auch Henne ziert, auch die Farbe der Eierschalen sind besonders. Darüber hinaus ist das Huhn so robust und gutmütig, dass es auch Anfänger erfolgreich halten können. Kaum zu glauben, dass dieses Huhn eher durch Zufall entstanden ist.
Das Barnevelder-Huhn ist selten und wurde in die Liste der gefährdeten Haustierrassen aufgenommen. Die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung führt die Barnevelder in der "Roten Liste der gefährdeten Nutztierrassen 2013" in der untersten Gefährdungsklasse V (Beobachtung). Danach gab es 2009 in Deutschland 585 Hähne und 2764 Hennen. Im gleichen Sonderverein wie die Großrasse werden die Zwerg-Barnevelder betreut.
Brahma
Brahmas sind eine alte Hühnerrasse, wahrscheinlich in Nordamerika aus Kreuzungen von Cochin-, Malaien- und Chittagong-Hühnern entstanden und können somit den Hühnern asiatischen Ursprungs zugeordnet werden. Der Name stammt vom indischen Strom Brahmaputra. Brahmas verkörpern Mut und Kraft, hervorgerufen durch ihre Größe, den massigen Körper und den breiten mittelhohen Stand. Sie zeichnen sich durch ein ruhiges Wesen, eine herausfordernde Haltung und einen kühnen Blick aus.

Unser ehemaliger Brahmahahn "Friedel"

Brahmahenne im Farbschlag Rebhuhnfarbig

Brahmahahn (Schwarz-weiß-Columbia)
Gewicht: Hahn 3,5 bis 5,0 kg;
Henne 3,0 bis 4,5 kg
Legeleistung: 140 Eier
Eierschalenfarbe: Gelbbraun, gelbrot
Eiergewicht: 53 Gramm
Bruttrieb: sehr stark
Farbschläge & Typen:
weiß-schwarzcolumbia, gelb-schwarzcolumbia, gelb-blaucolumbia, silberfarbig-gebändert, rebhuhnfarbig-gebändert, blau rebhuhnfarbig-gebändert, blau silberfarbig-gebändert mit Orangerücken, blau, schwarz, blau silberfarbig-gebändert, weiß
Herkunft:
Riesenhuhn mit asiatisch-amerikanischem Ursprung, um 1850 eingeführt.
Als die zu den Riesenhühnern zählenden Brahmas im 19. Jahrhundert nach Europa kamen, waren sie erst in England und später auch in Deutschland die „große Mode“ der Rassegeflügelzucht.
Brahmas legen normalgroße Eier, die im Verhältnis zur Körpergröße jedoch relativ klein erscheinen. Die Legeleistung eines Brahmahuhns erreicht im ersten Jahr um die 140 Eier pro Jahr, im zweiten um die 100.
Eine weitere Besonderheit sind die Federn an den Läufen, die vorwiegend an den Außenseiten der Läufe zur Seite wachsen. Die Brahmas haben einen kleinen Kamm, ihre Kopfform ähnelt der eines Adlers.
Diese Hühnerrasse zeichnet sich durch einen sehr ruhigen Charakter aus, sie sind eher zurückhaltend und werden leicht zutraulich. Die Hennen haben einen ausgeprägten Bruttrieb. Die Küken sollten im Frühjahr schlüpfen, da sie langsam wachsen und ebenso langsam befiedern.
Brahmas sind bei allzu starker Aufregung ziemlich empfindlich und bekommen bei zu großer Aufregung nur allzu leicht einen Herzschlag. Die Tiere fallen dann scheinbar ohne erdenklichen Grund einfach um und sind tot.
Rassemerkmale der Brahmas sind:
-
der große breite, tiefgestreckte und waagerecht getragene Rumpf
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eine volle und gut gerundete Brust
-
der dreireihige Erbsenkamm ohne Dorn
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der breite, kleine Kopf mit vorspringenden Scheitel über den Augen, im Genick gut abgesetzt
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ein kurzer und kräftiger Schnabel
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stark befiederte Läufe

Unser ehemaliger Brahmahahn "Friedel"

Unsere Brahmas am Futterautomat

Brahmahahn und Brahmahenne
Jersey Giant
Jersey Giants sind die größte Hühnerrasse weltweit. Der Zuchtstandard der Schwarzen Jersey Giants wurden 1922 in den USA im American Standard of Perfection veröffentlicht. Die Ursprungsrassen beinhalten Javahuhn, Croad-Langschan und Brahma. Der Zuchtstandard für weiße Jersey Giants wurde 1947 festgelegt, im Durchschnitt sind schwarze Hühner etwa 0,5 kg schwerer als weiße Jersey Giants.
Die Hühnerrasse wurde zeitweise als Kapaun und Fleischhuhn in größerem Maßstab verwendet, aber moderne Hybridrassen wachsen deutlich schneller als Jersey Giants und werden deswegen heute von der fleischproduzierenden Industrie eingesetzt. 1985 wurde der Zuchtstandard der Jersey Giants in Deutschland durch den BDRG festgelegt. Verbreitet sind sie hauptsächlich in den USA mit etwas Glück findet man diese Rasse auch auf Ausstellungen in Europa oder anderen Erdteilen.

Jersey Giant-Henne in unserem Hühnerstall

Jersey Giants (Foto: Troubadix)

Jersey Giant-Hahn (Foto: DanielPenfield)
Gewicht Hahn: 5,50 kg
Gewicht Henne: 4,50 kg
Legeleistung: ca. 180 Eier
Schalenfarbe der Eier: braun
Bruteimindestewicht: 60 g
Bruttrieb: normal
Kammform: Sonstige
Farbschläge:
schwarz, blau-gesäumt, weiß
Herkunft:
Jersey Giants wurden am Ende des 19. Jahrhunderts von John und Thomas Black in den USA (New Jersey) erzüchtet. Die Absicht der Zucht war eine Hühnerrasse, um den Truthahn als Hauptquelle für die Erzeugung von Geflügelfleisch abzulösen.
Wie der Name Jersey Giant andeutet, gehört diese Rasse zu den größeren und schwereren Hühnern. Der Rücken ist breit und lang, man sieht eine waagerechte Körperhaltung. Die Hühner besitzen einen leicht gebogenen Hals, welcher voll befiedert ist. Der Rumpf ist lang und auch breit. Die Schultern sind auch breiter. Der Hahn ist sehr voll befiedert. Gesicht wie Kamm sind rot. Der Kamm ist einfach, groß und gerade. Die Lappen sind ebenfalls rot. Die Augen sind dunkelbraun, für den Laien scheinen sie schwarz. Die Schenkel sind auffallend, da sie im Verhältnis zum üppigen Körper dichter befiedert sind, was einen breiten Stand verursacht. Die Beine (Läufe) sind häufig dunkelgrau und kräftig. Typisch für die Rasse sind die weißen Sohlen. Hennen legen braune Eier.
Marans
Marans ist die Bezeichnung einer großen Hühnerrasse, die in Frankreich um die Stadt Marans erzüchtet wurde. Marans sind sehr auslauffreudige, lebendige und dennoch etwas scheue Tiere, manche können auch einen leicht kämpferischen Charakter entwickeln. Bei der Zucht wird nebst dem Körperbau und dem Federkleid jeweils auch auf eine möglichst dunkle Färbung der Eier geachtet. In Deutschland wird die Rasse vor allem in Schwarz-Kupfer und in weit geringerem Umfang Blau-Kupfer (spalterbig!) gezüchtet, seltener in Silber-Sperber. Seit 2011 sind auch die Farbenschläge Schwarz-silber und einige mehr durch den Bund Deutscher Rassegeflügelzüchter anerkannt, für die es aber nur sehr begrenzt Züchter gibt. In Frankreich gibt es noch weitere Farbschläge.

Marans-Henne in unserem Hühnerstall

Marans-Henne (schwarz-kupfer) in unserem Außengehege. Im Hintergrund zwei Brahmas
Gewicht: Hahn 3,5 bis 4,0 kg;
Henne 2,5 bis 3 kg
Legeleistung: ca. 180 bis 200 Eier
Eierschalenfarbe: rotbraun bis hellbraun mit dunklen Flecken
Eiergewicht: 65 Gramm
Farbschläge:
Schwarz-Kupfer, Schwarz-Silber, weizenfarbig, gesperbert, Weiß und Blau-Kupfer, Blau-Silber
Eine Eigenschaft dieser Hühnerrasse sind die hell- bis dunkelbraunen Eier, welche mit dunklen Flecken bedeckt sein können und deren Farbe im Jahresverlauf heller wird. Im Verlauf des Legejahrs hellen die Eier immer mehr auf, sie sind dann immer noch satt braun, teils mit etwas dunkleren Flecken, aber nicht mehr ganz so dunkel wie zu Beginn. Mit Beginn der nächsten Legeperiode fangen die Eier wieder so dunkel an wie im Jahr davor. Eine weitere Besonderheit dieser Eier ist ihre sehr dicke Schale, welche die Verdunstung von Flüssigkeit und das Eindringen von Keimen erschwert. Dadurch können sie nicht nur sehr lange gelagert werden, sondern taugen teilweise auch noch nach Monaten zum Ausbrüten.

Marans-Hahn (Schwarz-Kupfer)
(Foto: Nienetwiler )

Marans-Hahn (Blau-Silber)
(Foto: Nienetwiler)

Marans-Henne (schwarz-kupfer), unterwegs in unserem Garten
Herkunft:
Ende des 19. Jahrhunderts im Westen Frankreichs, um die Stadt Marans erzüchtet. In Deutschland ist die Rasse seit 1979 anerkannt.


Marans-Hahn (Schwarz-Silber)
(Foto: Un.marans)
Seidenhuhn
Das Seidenhuhn ist eine Rasse des Haushuhns. Die Besonderheiten an den Seidenhühnern sind ihre fünf Zehen und die verschiedenen Formen: Das Japanische mit schwarzblauer Haut und das Siamesische Seidenhuhn mit weißer Haut. Ihre Federn wirken ausgefranst und fellartig. Das liegt daran, dass den Konturfedern die Hakenstrahlen an den Nebenästen fehlen.
Trotz vieler Belege in der Literatur und durch andere Überlieferungen bleibt der exakte Ursprung unklar. Authentisch ist jedoch, dass der venezianische Kaufmann und Reiseschriftsteller Marco Polo nach einer Reise in die Mongolei und nach China 1292 von schwarzen Hühnern berichtete, die er als katzenhaarig bezeichnete. Später beschrieb dann der Schweizer Naturforscher und Schriftsteller Conrad Gessner in seinem um 1555 erschienenen Vogelbuch die Seidenhühner als schneeweiße Wollhühner mit schwarzer Haut, die in China bekannt seien. Eine andere Aufzeichnung von 1793 verweist auf das Vorkommen des Seidenhuhns in Holland, Westfalen und Burgund. Aus jener Zeit gibt es auch den Hinweis auf fahrende Schausteller, die auf Jahrmärkten Seidenhühner als Kreuzung zwischen Huhn und Kaninchen vorführten.

Unser ehemaliger weißer Seidenhahn (Speedy)

Unsere Seidenhühner im Stall

Seidenhühner können sehr zutraulich werden
Gewicht: Hahn 1,4 bis 1,7 kg;
Henne 1,1 bis 1,4 kg
Legeleistung: 80 Eier
Eierschalenfarbe: Hellbraun
Eiergewicht: 40 Gramm
Nahrung: Gras, Würmer, Körner
Lebenserwartung: ca. 5 Jahre
Bruttrieb: sehr stark
Farbschläge:
weiß, schwarz, blau, perlgrau, gelb, rot, splash, gesperbert, wildfarbig, silber-wildfarbig, weiß schwarz-gefleckt, jeweils auch mit Bart
Herkunft:
Ostasien; Seit fast 700 Jahren nachweisbar. Marco Polo berichtete nach einer Reise in die Mongolei und nach China 1292 von schwarzen Hühnern, die er als katzenhaarig bezeichnete.
Seidenhühner sind etwas kleiner als normale Hühner. Männliche Seidenhühner besitzen einen maulbeerförmigen Kamm.
Die Besonderheiten an den Seidenhühnern sind ihre fünf Zehen und die schwarzblaue Haut. Ihre Federn wirken ausgefranst und fellartig. Das liegt daran, dass den Konturfedern die Hakenstrahlen an den Nebenästen fehlen, die die Federn normalerweise zu einer zusammenhängenden Fläche verbinden (Seidenfiedrigkeit). Außerdem haben die Federn der Seidenhühner einen weichen Schaft. Daher sind sie flugunfähig und sind für niedrig eingezäunte Gehege geeignet. Ihre eingefärbten Federn werden auch zum Basteln im Bastelladen verkauft.
Die Ohrscheiben sind leuchtend türkisblau. Die derzeit anerkannten Gefiederfarben sind weiß, schwarz, blau, perlgrau, gelb, rot, splash, gesperbert, wildfarbig und silber-wildfarbig (ehemals als silbergrau bezeichnet). Wie bei allen anderen Hühnerrassen auch ist der blaue Farbenschlag spalterbig. In der Zucht dieser Farbe fallen bei der Verpaarung von blau x blau ca. 25 % schwarze, 50 % blaue und 25 % splash-farbige Nachkommen. Weitere besondere Kennzeichen sind der haubenartige Schopf auf dem Kopf und das bis zu den Füßen reichende Gefieder. Hier handelt es sich um eine kurze Befiederung der Läufe und der äußeren Zehe. Ein Seidenhuhn legt circa 80 Eier pro Jahr. Seidenhühner sind sehr gute und zuverlässige Brüter. Es gibt insgesamt drei Rassen von Seidenhühnern, Große-Seidenhühner, Zwerg-Seidenhühner und von beiden Sorten auch noch welche mit Bart. Diese heißen dann Bart-Seidenhühner.

Seidenhühner in unserem früheren Gehege

Blaues Seidenhuhn und rotes Seidenhuhn
(Foto: Camille Gillet)

Gesperbertes Seidenhuhn
(Foto: Camille Gillet)
Sulmtaler
Das Sulmtaler Huhn ist eine österreichische Haushuhnrasse, die auch in Deutschland gehalten wird. Die Hennen haben eine hohe Legeleistung, zudem sind Sulmtaler gute Futterverwerter und leicht mästbar. Wegen der hohen Fleischqualität sind Sulmtaler heute vor allem in der Gastronomie der Steiermark begehrt. Sulmtaler sind selten und gelten als gefährdete Hühnerrasse. Das Sulmtaler Huhn ist ein Nachfahre des einstigen steirischen Landhuhns, das besonders im Kainachtal, Laßnitztal, Sulmtal und Saggautal gehalten und durch die Zucht und Mast zu einem schweren Landgeflügel entwickelt wurde. Besondere Bedeutung hatte der „steirische Kapaun“, der wegen seiner Größe, der Zartheit und des Wohlgeschmacks seines Fleisches auch exportiert und an europäischen Fürstenhöfen geschätzt war. Zur Krönungsfeier von Napoleon Bonaparte im Jahre 1804 wurden unter anderem 150 Kapaune und 50 Hühner vom steirischen Landesamt geordert. Noch heute erinnert der Kapaunplatz in Graz an das Quartier, in dem früher die Geflügelhändler, die Gilde der „Kapaun-Fratschler“, ansässig waren.

Sulmtaler-Henne in unserem Außengehege


Sulmtaler-Hahn und Henne (Foto: Krapfengut)
Sulmtaler-Henne (Foto: Uikitireza)
Gewicht Hahn: 4,00 kg
Gewicht Henne: 3,50 kg
Legeleistung: ca. 180 Eier
Schalenfarbe der Eier: creme
Bruteimindestewicht: 55 g
Bruttrieb: ausgeprägt
Kammform: Wickelkamm
Farbschläge:
gold-weizenfarbig, weiß
Herkunft:
Die Rasse wurde um 1880 zur Kapaunerzeugung ausgehend von bodenständigen Landschlägen des Steirerhuhns erzüchtet und später zum Zweinutzungshuhn weiterentwickelt.
Sulmtaler sind wetterharte Zweinutzungshühner mit zartem, weißen Fleisch. Sie sind sehr frohwüchsig, ausgezeichnete Futterverwerter und daher leicht mästbar. Die Legeleistung im ersten Jahr liegt bei ca. 180 rahmfarbigen bis hellbraunen Eiern mit einem Bruteier-Mindestgewicht von 55 g. Der Bruttrieb ist eher gering. Die Tiere haben einen ruhigen Charakter und lassen sich leicht zähmen. Trotz ihres hohen Gewichts können Sulmtaler recht gut fliegen. Die Küken sind frohwüchsig, die Aufzucht ist problemlos.
Aufgrund von traditionellem Wissen um die Zucht und Haltung der Rasse wird das Sulmtaler in Österreich im Register der Traditionellen Lebensmittel auch als Sulmtaler Hendl, Sulmtaler Kaiserhahn und Sulmtaler Kapaun geführt.
Seit 2004 hat sich eine Züchtergruppe in der Südsteiermark organisiert und zusammen mit den Universitäten Laibach und Marburg an der Drau die Erhaltung der Rasse zur Aufgabe gestellt. 2006 wurde das Sulmtaler Huhn zum Leitprojekt im Naturpark Südsteirisches Weinland erklärt und 2007 von Slow Food Österreich in die „Arche des Geschmacks“ aufgenommen.
Sulmtaler Hühner sind tiefgebaute, schwere und als „vierschrötig“ bezeichnete Landhühner mit kaum mittelhoher Stellung und feinem Knochenbau. Sie weisen einen vollen, tiefen und breiten Rumpf in Kastenform auf. Der Schwanz ist aus mittellangen Federn aufgebaut und hat viele Nebensicheln.
Der Hahn wiegt zwischen 3 und 4 kg, die Henne wird 2,5 bis 3,5 kg schwer. Ein auffälliges Erkennungsmerkmal dieses Huhns ist der nur bei den steirischen Rassen (wie z. B. auch beim Altsteirer) aufrecht stehende Wickelkamm bei Hennen und der kecke Federschopf. Die Ohrscheiben sind weiß und klein, wobei auch eine rot-weiße Ausprägung erlaubt ist. Die Augenfarbe ist orangerot, die Kehllappen sind mittelgroß. Die Rasse hat kaum hervortretende, gut bemuskelte Schenkel und mittellange Läufe. Meist werden weizenfarbige Formen gezüchtet, seltener auch weiße, wobei beide Schläge anerkannt sind.
Die Zwergform der Sulmtaler wurde um 1920 in Deutschland von Hans-Joachim Webers aus Isernhagen unter Beteiligung von großen Sulmtalern sowie anderer Zwergrassen wie Zwerg-Paduanern, wildfarbige Deutsche Zwerge und gelbe Zwerg-Orpington gezüchtet. Erstmals wurden die Zwerg-Sulmtaler 1960 in Hannover mit 32 Tieren vorgestellt. Bei der weiteren Zucht wurden neben einer rasselosen Zwerghenne weizenfarbige Zwerg-Kämpfer, Deutsche Zwerg-Lachshühner und rote Zwerg-Orpington verwendet. Besonderes Merkmal ist der kleine Schopf, vor dem ein Einzelkamm sitzt. Die Schläge sind gold-weizenfarbig oder blau-weizenfarbig, wobei letztere Variante vor allem in Österreich verbreitet ist. Ebenso wie die „großen“ Sulmtaler können die Zwergformen gut fliegen. Sie sind zutraulich und genügsam und weisen eine hohe Legeleistung auf.
Vorwerkhuhn
Das Vorwerk-Huhn ist besonders winterhart, zutraulich und gutmütig. Es gilt für den kleinen Haushalt und als Blickfang im Garten als bestens geeignet. Zudem glänzt es durch seine gleiche Farbgebung bei Hahn und Henne. Das Vorwerkhuhn ist in ganz Europa verbreitet und bietet neben einer guten Legeleistung noch einen guten Schlachtkörper. Es ist also ein Zweinutzungshuhn.
Vorwerkhühner haben einen kräftigen Körperbau in gedrungener, abgerundeter Landhuhnform. Die Läufe sind schieferblau und nicht zu kräftig. Auf dem Kopf haben die Tiere einen Einfachkamm.
Diese Rasse stellt keine besonderen Haltungsanforderungen und zeichnet sich durch ein ruhiges und zutrauliches Wesen aus.

Vorwerkhenne in unserem Garten


Vorwerkküken (Foto: Dr lukanov)
Gewicht Hahn: 3,00 kg
Gewicht Henne: 2,50 kg
Legeleistung: ca. 100 Eier
Schalenfarbe der Eier: creme
Bruteimindestgewicht: 55 g
Bruttrieb: kaum
Kammform: Einfachkamm
Farbschläge:
nur ein Farbschlag, gelb mit schwarzem Hals und schwarzem Schwanz
Herkunft:
Deutschland; ab 1900 in Hamburg durch den Kaufmann Oskar Vorwerk erzüchtet. 1912 wurde die Rasse erstmals öffentlich zur Junggeflügelschau in Hannover vorgestellt.
Das Vorwerkhuhn gilt als gefährdete Nutztierrasse und steht auf der Vorwarnstufe in der Liste gefährdeter Nutztierrassen der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e. V. Seit 1926 existiert ein Sonderverein, der ’Sonderverein zur Zucht und Erhaltung der Vorwerk- und Zwerg-Vorwerkhühner’. Durch den Zweiten Weltkrieg kam die Rasse an den Rand des Verschwindens. Reinrassige Vorwerkhühner blieben nur bei einem Züchter im Thüringer Wald mit 26 Hennen und 2 Hähnen erhalten. Im Jahr 2013 wurde ein Bestand von 718 Hähnen und 3141 Hennen ermittelt. Da bei der geringen Gesamtzahl der Exemplare die Gefahr der Inzucht droht, wurde 1999 für das Vorwerkhuhn ein Zuchtring gegründet. Mittlerweile gibt es wieder eine solide Bestandsgröße an Vorwerkhühnern.
Die Zwergform des Vorwerkhuhns ist ebenfalls gut verbreitet. Sie wurde 1965 anerkannt. Der Hahn wiegt 1100 Gramm und die Henne 900 Gramm. Die jährliche Legeleistung beträgt 140 Eier mit gelblicher Schale. Bruteier sollten mindestens 37 Gramm wiegen.
Zwerg-Cochin
Die Haushuhnrasse Zwerg-Cochin (alte Bezeichnung Peking-Bantam) ist eine alte chinesische Zwerghuhnrasse. Sie zählt zu den „Urzwergen“ und existiert in 24 verschiedenen Farbenschlägen. Von diesen sind alle auch mit gelockten Federn anerkannt.
Diese federreichen, tiefgestellten und allseits gut gerundeten Hühner mit Fußbefiederung werden in Züchterkreisen auch „rollender Federball“ genannt. Die Tiere sind einfachkämmig.

Zwerg-Cochin-Henne vor unserem Hühnerstall

Zwerg-Cochin-Hahn (Foto: Pleple2000)

Henne mit Küken (Foto: Calistemon)
Gewicht Hahn: 0,85 kg
Gewicht Henne: 0,75 kg
Legeleistung: ca. 80 Eier
Schalenfarbe der Eier: braun
Bruteimindestewicht: 30 g
Bruttrieb: sehr ausgeprägt
Charakter: ruhig und friedlich
Kammform: Einfachkamm
Farbschläge:
goldhalsig, gold-weizenfarbig, kennfarbig, blau-goldhalsig, silberhalsig, birkenfarbig, silber-weizenfarbig, weiß-schwarzcolumbia, weiß-blaucolumbia, gelb-schwarzcolumbia, gelb-blaucolumbia, schwarz, perlgrau, blau, weiß, gelb, rot, gesperbert, gelb gesperbert, braun gebändert, silberfarbig gebändert, schwarz-weiß gescheckt, perlgrau gesperbert, gold-porzellanfarbig, bobteilfarbig
Herkunft:
Palast des Kaisers von China,
1886 ertmals nach Deutschland eingeführt
Zwerg-Cochin sind robuste Tiere, jedoch benötigen sie auf Grund der tiefen Stellung und der Fußbefiederung einen sauberen und trockenen Stall und Auslauf. Das dichte Gefieder erfordert zudem eine gründlichere Parasitenprophylaxe.
Die Tiere werden ausschließlich wegen ihres anziehenden Äußeren gehalten und werden sehr zutraulich. Die Zucht ist gut möglich, da die Hennen zuverlässige Glucken sind.
Die existierende große Rasse Cochin hat eine völlig andere Herkunft als die Zwerg-Cochin. Nur das Äußere ist sich sehr ähnlich. Es existiert keine bekannte Großform der Zwerg-Cochin.

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→ Hühner-Hof.com

