
Wachteln im Portrait



Auf dieser Seite stellen wir den Großteil aller Wachtelarten vor. Neben den bekannten Vertretern aus dem Tribus Coturnicini und der Gattung der Erdwachteln stellen wir auch die Vertreter aus der Familie der Zahnwachteln vor, auch wenn sie im genaueren Sinne keine "echten" Wachteln sind. Kurz gesagt: All jene Hühnervögel, die das Wort Wachtel im Namen tragen kommen auf dieser Seite vor und noch einige darüber hinaus.

Harlekinwachtel (Coturnix delegorguei)
© Niall Perrins
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Schopfwachteln (Callipepla californica)
© steinhardt

Straußwachteln (Rollulus rouloul)
Foto: Лариса Артемьева
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Augenwachteln (Caloperdix oculeus)
(c) Ken Butler

Fasanenartige (Phasianidae)
Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Hühnervögel (Galliformes)
Familie: Fasanenartige (Phasianidae)
Die Fasanenartigen (Phasianidae) stellen die mit Abstand größte Familie der Hühnervögel. 193 Arten werden hierher gerechnet, dazu gehören neben den eigentlichen Fasanen so bekannte Vögel wie das Bankivahuhn (mit seiner domestizierten Form, dem Haushuhn), das Rebhuhn, die Wachtel, das Truthuhn, das Auerhuhn und die Pfauen. Neben den Erdwachteln der Gattung Coturnix, gehören die meisten, durch Körperform und Verhalten als "Wachtel" bezeichnetetn Vögel zu dieser Familie.

Tribus Coturnicini
Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Hühnervögel (Galliformes)
Familie: Fasanenartige (Phasianidae)
Unterfamilie: Pavoninae
Tribus: Coturnicini
In der Tribus Coturnicini sind die meisten "wachtelartigen" Vögel enthalten. Die bekanntesten Gattungen sind wohl Coturnix, mit Vertretern wie unserer heimischen Wachtel oder der Japanwachtel, deren Haustierform wohl zu den bekanntesten Vertretern unter den Wachteln gehört und Synoicus, mit der Chinesischen Zwergwachtel, welche ein beliebter Ziervogel ist.
Die folgenden Gattungen und Arten werden den Coturnicini zugerechnet:
-
Tibet-Königshuhn
(Tetraogallus tibetanus) -
Kaukasus-Königshuhn
(Tetraogallus caucasicus) -
Kaspisches Königshuhn
(Tetraogallus caspius) -
Himalajakönigshuhn
(Tetraogallus himalayensis)
-
Persisches Sandhuhn
(Ammoperdix griseogularis)
-
Ypsilonwachtel
(Synoicus ypsilophorus)
-
Himalayawachtel, Hangwachtel
(Ophrysia superciliosa)
Die Art ist vermutlich ausgestorben,
letztmals im 19. Jahrhundert gesichtet!
Pternistis
-
Rotschnabelfrankolin
(Pternistis adspersus) -
Rotkehlfrankolin
(Pternistis afer) -
Ahantafrankolin
(Pternistis ahantensis) -
Doppelspornfrankolin
(Pternistis bicalcaratus)
-
Kamerunfrankolin
(Pternistis camerunensis) -
Kapfrankolin
(Pternistis capensis) -
Braunnackenfrankolin
(Pternistis castaneicollis) -
Clappertonfrankolin
(Pternistis clappertoni) -
Erckelfrankolin
(Pternistis erckelii) -
Graustreifenfrankolin
(Pternistis griseostriatus) -
Hartlaubfrankolin
(Pternistis hartlaubi) -
Harwoodfrankolin
(Pternistis harwoodi) -
Hildebrandtfrankolin
(Pternistis hildebrandti) -
Gelbschnabelfrankolin
(Pternistis icteorhynchus) -
Bambusfrankolin
(Pternistis jacksoni) -
Gelbkehlfrankolin
(Pternistis leucoscepus) -
Natalfrankolin
(Pternistis natalensis) -
Edelfrankolin
(Pternistis nobilis) -
Wacholderfrankolin
(Pternistis ochropectus) -
Graubrustfrankolin
(Pternistis rufopictus) -
Schuppenfrankolin
(Pternistis squamatus) -
Swainsonfrankolin
(Pternistis swainsonii) -
Swierstrafrankolin
(Pternistis swierstrai)

Erdwachteln (Coturnix)
Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Hühnervögel (Galliformes)
Familie: Fasanenartige (Phasianidae)
Unterfamilie: Pavoninae
Tribus: Coturnicini
Gattung: Erdwachteln (Coturnix)
Die Erdwachteln sind eine Vogelgattung aus der Familie der Fasanenartigen (Phasianidae), die zur Ordnung der Hühnervögel (Galliformes) gehört. Die Gattung umfasst 7 Arten, von denen die Neuseeländische Schwarzbrustwachtel (Coturnix novaezelandiae) im 19. Jahrhundert ausgerottet wurde und die Kanaren-Wachtel (C. gomerae) eine subfossile Art darstellt. Erdwachteln haben neben einer geringen Größe durchgängig eine runde Gestalt und einen sehr kurzen, von den langen Flügeln bedeckten Schwanz. Die unbefiederten Läufe sind spornlos, die Schnäbel sind kurz und klein.
Arten der Gattung Coturnix:
Die zeitweilig auch zu den Erdwachteln gezählten Arten Adansonwachtel, Chinesische Zwergwachtel und Ypsilonwachtel werden jetzt der Gattung Synoicus zugeordnet.
(Europäische) Wachtel
Coturnix coturnix
Die Wachtel (Coturnix coturnix) ist ein ungefähr starengroßer, im Verborgenen lebender Vogel, der in fast ganz Europa, dem westlichen Teil Asiens und einem großen Teil Afrikas vorkommt. In Europa ist sie der kleinste Hühnervogel. Der weit vernehmbare sogenannte Wachtelschlag ist gelegentlich zu hören, die unauffälligen Vögel sind jedoch nur selten zu sehen. Sie sind während der Fortpflanzungszeit vor allem in der Morgen- und Abenddämmerung aktiv. Während des Höhepunkts der Balz sind sie auch gelegentlich während des Tages zu vernehmen. Wachteln sind Bodenvögel und brüten in trockenen Wiesen, auf Ackerland, in Steppen und locker bestandenem Buschland.

Coturnix coturnix (c) Ján Svetlík
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Coturnix coturnix (c) orijit
In Mitteleuropa gehen die Bestände seit vielen Jahren zurück. Ursache des Bestandsrückgangs ist die Lebensraumzerstörung sowie in Teilen des Verbreitungsgebiets die Jagd. In Deutschland ist die Wachtel bereits seit vielen Jahren von der Jagd ganzjährig verschont. Wachteln galten schon bei den alten Ägyptern und gelten bis heute sowohl wegen ihrer Eier als auch wegen ihres Fleisches als Delikatesse. Daneben werden sie als Ziervögel gehalten. Zu beiden Zwecken werden weniger die hier beschriebenen Wachteln, sondern andere Wachtelarten gehalten. Bei den Römern wurden Wachtelhähne als Kampfhähne eingesetzt. Die als Heim- oder Nutztier gehaltene Legewachtel ist eine Haustierform der Japanwachtel Coturnix japonica.
Der Lebensraum der Wachtel sind offene Feld- und Wiesenflächen mit einer hohen, Deckung gebenden Krautschicht. Sie bevorzugt dabei Flächen mit tiefgründigen bis etwas feuchten Böden. Typische Brutbiotope sind Getreideflächen, Brachen, Luzerne- und Kleeschläge. Sie kommt aber auch in Salzsümpfen mit Salzkrautbeständen und in lehmigen Wermutsteppen vor. In höheren Lagen besiedelt sie auch von Wald umgebene Wiesenstücke. In Armenien kommt sie in Höhenlagen bis 2575 Metern, im Transili-Alatau in Zentralasien sogar bis 3000 Metern über dem Meeresspiegel vor.

Coturnix coturnix (c) Яков Любченко

Coturnix coturnix (c) Ján Svetlík

Coturnix coturnix
(c) Alena Fionina / Алёна Фионина
Japanwachtel
Coturnix japonica
Die Japanwachtel, auch Japanische Wachtel genannt, ist eine Vogelart aus der Familie der Fasanenartigen (Phasianidae).
Sie ist in Ostasien verbreitet und ähnelt in Habitus, Verhalten und Lebensweise der auch in Mitteleuropa vorkommenden Wachtel. Wegen abnehmender Bestände stuft die IUCN die Japanwachtel seit 2010 als in geringem Maße gefährdet ein.
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Coturnix japonica (c) Gideon Lam
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Coturnix japonica (c) wsw_flycatcher
Japanwachteln erreichen eine Körperlänge von etwa 20 Zentimeter und wiegen zwischen 90 und 100 Gramm. Ausgewachsene Männchen haben eine graubraune Gesamtfärbung mit einer Vielzahl rotbrauner und schwarzer Striche. Auf der Mitte des Kopfes sowie an den Seiten des Scheitels bilden die weißen Schaftstriche der Federn drei Längsstreifen. Kehle, Vorderabschnitt des Halses und Wangen sind hellbraun. Bei einigen Exemplaren findet sich eine deutlich ausgeprägte Längszeichnung in Form eines hellen Schaftstreifens auf den Schwanzfedern, wobei die Querbänder reduziert sind oder sogar gänzlich fehlen. Die Weibchen gleichen weitgehend den Männchen. Die Schaftstriche am Kragen sind bei ihnen jedoch etwas spärlicher und größer.
Das Verbreitungsgebiet der Japanwachtel erstreckt sich von der nördlichen Mongolei, Transbaikalien und dem Amurgebiet in südlicher Richtung bis in die zentralen Teile Chinas und in westlicher Richtung bis zum Talkessel des Uws Nuur und Nanchang. Sie kommt außerdem auf den japanischen Inseln, den südlichen Kurilen und dem Sachalin vor.
Anders als die Wachtel hat die Japanwachtel eine Vorliebe für feuchte Auwiesen, wobei sie hohes Gras meidet. In der Region Primorje ist der typische Lebensraum der Japanwachtel feuchte Wollgraswiesen in Hainen aus Japanischen Erlen mit trockenen Erhebungen und Strauchvegetation.
In der Regel leben Japanwachteln einzeln oder paarweise. Sie ernähren sich von Samen verschiedener Stauden und vor allem Gräser. Sie nehmen außerdem Insekten und grüne Pflanzenstängel zu sich.
Außer dem Balzruf des Männchens, der über den gesamten Sommer zu vernehmen ist, sind keine weiteren Stimmäußerungen der Japanwachtel beschrieben. Auf Grund der langen Balzaktivität der Männchen wird davon ausgegangen, dass zwei Jahresbruten für die Art typisch sind. Das Nest befindet sich am Boden. Es besteht gewöhnlich aus 10 bis 15 Eiern.
Japanwachteln und Mensch:
Japanwachteln werden als Geflügel gehalten. Verzehrt werden sowohl das Fleisch als auch die Eier. Von den wildlebenden Japanwachteln unterscheiden sich domestizierte Japanwachteln mittlerweile deutlich. So entspricht die Durchschnittsmasse der Eier der domestizierten Japanwachteln 146 % der Masse der wilden Japanwachteln. Männchen erreichen ein Gewicht von 140 Gramm und Weibchen 120 und sind damit deutlich schwerer als die Wildform.

Coturnix japonica var. domestica
(Weiße Zuchtform) (c) Walter Allmandinger

Krähender Wachtelhahn
Coturnix japonica var. domestica (c) jimchurches
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Coturnix japonica var. domestica
(c) jimchurches
Für die Geflügelhaltung gibt es verschiedene Zuchtformen der Japanischen Wachtel, welche in der Wildform unserer heimischen Wachtel (Coturnix coturnix) ähneln. Als Zuchtform unterscheidet sich die Japanische Legewachtel jedoch deutlich von der Europäischen Wachtel, denn sie ist deutlich größer. Außerdem kann sie ein höheres Gewicht erreichen, je nachdem, um welche Zuchtrichtung es sich handelt.
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Kleine Zuchtrichtung: 110 – 150 g
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Mittlere Zuchtrichtung: 160 – 250 g
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Große Zuchtrichtung: ab 260 g


Wachtelhahn
Wachteln können sehr zutraulich werden und lassen sich manchmal sogar in die Hand nehmen.
Das Wachtelei:
Als landwirtschaftliches Produkt wird das Wachtelei als Nahrungsmittel und Delikatesse verwendet. Wachteln sind die kleinsten aller Hühnervögel und so ist ein Wachtelei auch nur 10–12 Gramm schwer und wesentlich kleiner als das 5- bis 6-mal so schwere Hühnerei. Die Schale des Wachteleis ist gesprenkelt, was bei der Tarnung hilft.
Wachteleier können wie andere Eier zubereitet werden. Sie werden gerne in der gehobenen Küche verwendet. Der Geschmack der Eier ist intensiver als der von Hühnereiern.
Bereits im alten Ägypten wurden die Wachtel und ihr Ei als Delikatesse geschätzt.
Hildegard von Bingen, eine Universalgelehrte des 12. Jahrhunderts, sagte den Wachteleiern nach, dass sie den Organismus stärken. Heilpraktiker bzw. die alternative Medizin gehen zum Teil davon aus, dass Wachteleier das Immunsystem stärken und Allergien (hier speziell Heuschnupfen) lindern können. Ein wissenschaftlicher Nachweis wurde dafür aber bislang nicht erbracht.
Die Japanwachteln sind bekannt für ihre hohe Legeleistung von bis zu 330 Eier pro Jahr. Die meisten Europäischen Wachteln schaffen es gerade einmal auf bis zu 4-8 Eier pro Jahr. Die Durchschnittsmasse der Eier der domestizierten Japanwachteln beträgt 146 % der Masse, der wilden Japanwachteln.

Wachteleier, kein Ei gleicht dem Anderen!

Wachtelhenne mit Wachteleiern
Schwarzbrustwachtel
Coturnix pectoralis
Die Schwarzbrustwachtel ist eine Art der Erdwachteln, die ausschließlich zur Avifauna Australiens gehört. Die Art erreicht eine Körperlänge von 16 bis 20 Zentimetern und eine Flügelspanne zwischen 25 und 33 Zentimetern. Von der Körperlänge entfallen rund 3,3 Zentimeter auf das Schwanzgefieder. Ihr Gewicht liegt zwischen 75 und 125 Gramm. Es besteht ein geringer Geschlechtsdimorphismus. Verwechslungsmöglichkeiten bestehen vor allem mit den fünf australischen Laufhühnchenarten, die jeweils in nur sehr kleinen Verbreitungsgebieten auf dem australischen Festland vorkommen.

Coturnix pectoralis (c) Nik Borrow
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Coturnix pectoralis (c) Ashley Anderson
Die Schwarzbrustwachtel kommt weiträumig in Australien vor. Die Verbreitungsschwerpunkte sind der Osten und der Süden. Sie fehlt lediglich in Nordaustralien. Sie kam ursprünglich auch in ganz Tasmanien vor, ist dort mittlerweile aber weitgehend verschwunden, obwohl sie bereits in den 1940er Jahren dort unter Schutz gestellt wurde. Ein Teil der Population sind Standvögel, ein anderer Teil wandert ungerichtet abhängig vom Nahrungsangebot. So wird die Schwarzbrustwachtel gelegentlich auch in der Nullarbor-Ebene gesichtet, obwohl diese Ebene mit ihrem ariden bis semiariden Klima nur eine spärliche Flora aufweist und damit im Regelfall keinen geeigneten Lebensraum für diese Wachtel bietet.
Die Schwarzbrustwachtel lebt einzelgängerisch, paarweise oder in kleinen Trupps. Ihre Anwesenheit fällt vor allem durch ihren Ruf auf. Beunruhigte Schwarzbrustwachteln suchen meist zu Fuß dichtere Deckung auf, nur bei unmittelbarer Gefahr fliegen sie auch auf. Auffliegende Schwarzbrustwachteln erzeugen mit ihren Flügeln einen schwirrenden Instrumentallaut.
Die Schwarzbrustwachtel ist tagaktiv und frisst überwiegend Samen.
Im australischen Bundesstaat Victoria wurden in den 1930er Jahren jährlich zwischen einer halben und einer Million Schwarzbrustwachteln geschossen. Sie gehören bis heute in den Bundesstaaten Queensland, New South Wales, Victoria und South Australia zum Federwild.

Coturnix pectoralis (c) lesgeorge

Coturnix pectoralis (c) lesgeorge

Coturnix pectoralis (c) lesgeorge
Harlekinwachtel
Coturnix delegorguei
Die Harlekinwachtel ist ein im tropischen Afrika südlich der Sahara, in Madagaskar und Südarabien heimischer Hühnervogel. Lebensraum sind offenes Grasland und landwirtschaftliche Flächen mit niedriger Vegetation.

Coturnix delegorguei (c) Niall Perrins

Coturnix delegorguei (c) Bernhard Bekker
Die Harlekinwachtel wird 16 bis 19 cm lang. Männchen erreichen ein Gewicht von 49 bis 81 Gramm, Weibchen werden 63 bis 94 Gramm schwer. Männchen haben besonders an der Kopf- und Kehlpartie eine kontrastreiche schwarz-weiße Färbung. Die Kehle der Männchen ist weiß mit schwarzer, ankerförmiger Zeichnung. Die Hennen sind unscheinbar braun.
Die Brutzeit liegt in der Regenzeit und ist von Region zu Region unterschiedlich. Die Hennen legen an einem geschützten Ort etwa 4 bis 8 gesprenkelte Eier, die 14 bis 18 Tage vom Weibchen bebrütet werden. Die kleinen Küken sind Nestflüchter. Der Hahn bleibt in der Nähe und versucht, potenzielle Feinde auf Distanz zu halten.
Harlekinwachteln ernähren sich vor allem von Gras- und Unkrautsamen, sowie von Gliedertieren wie Grashüpfern, Käfer, Wanzen, Ameisen, Termiten, Tausendfüßern und von kleinen Schnecken.
Es werden drei Unterarten unterschieden:
-
Coturnix delegorguei arabica im Jemen.
-
Coturnix delegorguei delegorguei, die Nominatform lebt auf dem festländischen tropischen Afrika von der Elfenbeinküste bis Äthiopien und südlich bis Südafrika und auf Madagaskar.
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Coturnix delegorguei histrionica auf São Tomé.

Harlekinwachtel-Paar (c) Mathias D'haen

Coturnix delegorguei (c) Nik Borrow

Coturnix delegorguei (c) Nik Borrow

Perlwachtel (Margaroperdix)
Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Hühnervögel (Galliformes)
Familie: Fasanenartige (Phasianidae)
Unterfamilie: Pavoninae
Tribus: Coturnicini
Gattung: Margaroperdix
Die Perlwachtel (Margaroperdix madagarensis) ist eine Art aus der Familie der Fasanenartigen und die einzige Art in der monotypischen Gattung Margaroperdix. Ihr Hauptverbreitungsgebiet ist Madagaskar.
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Margaroperdix madagarensis (c) sabinaphilippe

M. madagarensis (c) CORDENOS Thierry
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Margaroperdix madagarensis (c) pierrickferret
Die Perlwachtel erreicht eine Körperlänge von 24 bis 28 Zentimetern, wobei das Männchen in der Regel das Weibchen an Körpergröße übertrifft. Das Gewicht beider Geschlechter beträgt etwa 220 Gramm.
Die Perlwachtel kommt nur auf Madagaskar natürlich vor. Sie fehlt im äußersten Süden dieser Insel. Auf Réunion und Mauritius wurde sie eingeführt. Auf Réunion ist sie ein mittlerweile häufiger Vogel, während sie auf Mauritius selten ist. Ihr Lebensraum sind buschige und grasige Habitate. Dies reicht von trockenen Feldern bis zu Waldlichtungen. Die Höhenverbreitung reicht vom Meeresniveau bis auf Höhenlagen von 2.700 Metern.
Die Fortpflanzungsgewohnheiten der Perlwachtel sind bislang nicht hinreichend erforscht. Sie brütet auf dem Hochplateau von Madagaskar im Zeitraum März bis Juni. Das Nest ist eine einfache Bodenmulde, die unter Grasbüscheln oder Sträuchern versteckt ist. Bei in menschlicher Obhut gepflegten Wachteln beträgt die Gelegegröße acht bis 15 Eier. Die Brutzeit beträgt 18 bis 19 Tage.

Frankolinwachteln (Perdicula)
Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Hühnervögel (Galliformes)
Familie: Fasanenartige (Phasianidae)
Unterfamilie: Pavoninae
Tribus: Coturnicini
Gattung: Frankolinwachteln (Perdicula)
Die Frankolinwachteln (Perdicula) sind eine Gattung der Vögel aus der Ordnung der Hühnervögel. Die Verbreitung der vier Arten umfassenden Gattung ist auf den Indischen Subkontinent beschränkt. Frankolinwachteln besiedeln Steppen- und Halbwüstenhabitate in der Ebene und im Hügelland. Während die Manipurwachtel (Perdicula manipurensis) von der IUCN als „gefährdet“ (vulnerable) angesehen wird, sind die übrigen drei Arten nicht im Bestand bedroht (least concern).
Frankolinwachteln sind mit einer Körperlänge von 17 bis 20 cm etwa wachtelgroß. Von den recht ähnlichen Arten der Gattung Coturnix unterscheiden sie sich durch den kurzen, recht hohen Schnabel, das etwas borstige Kopfgefieder und den aus zwölf Steuerfedern bestehenden Schwanz, bei Coturnix sind es 8–12 weiche Federn. Zudem sind bei Dschungel- und Madraswachtel die Läufe mit Sporenhöckern ausgestattet. Die Geschlechter unterscheiden sich im Gefieder und geringfügig in der Größe.
Arten der Gattung Perdicula:
-
Dschungelwachtel oder Frankolinwachtel
(Perdicula asiatica) -
Madraswachtel
(Perdicula argoondah)
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Buntwachtel, Indische Rotschnabelwachtel
(Perdicula erythrorhyncha) -
Manipurwachtel
(Perdicula manipurensis)
Dschungelwachtel
Perdicula asiatica
Die Dschungelwachtel oder Frankolinwachtel ist eine Wachtelart aus der Familie der Fasanenartigen (Phasianidae). Sie ist auf dem indischen Subkontinent beheimatet und kommt in Südindien und Sri Lanka vor. Auch aus Nepal wurde sie gemeldet, ist dort aber seit dem 19. Jahrhundert nicht mehr gesichtet worden. Auf der Insel Réunion existiert eine eingeführte Population.

Perdicula asiatica (c) K S Gopi Sundar

Perdicula asiatica (c) Wildlife SOS
Diese kleine Wachtelart erreicht eine Länge von 15–18 cm und ein Gewicht von 57–82 g und weist einen deutlichen Geschlechtsdimorphismus auf. Die Männchen haben ein braunes Obergefieder mit schwärzlichen und gelblichen Zeichnungen und ein weißliches Untergefieder mit schwarzen Querbändern.

Das Gesicht ist überwiegend dunkelrotbraun, mit braunen Ohrdecken, einem gelblich-weißen Schnurrbartstreifen und einem zum Nacken hin weißlichen Überaugenstreif. Die Weibchen weisen ein ähnliches Muster auf, allerdings mit rosabrauner Unterseite, einheitlicheren Flügeln und matteren Schnurrbartstreifen.
Es gibt fünf anerkannte Unterarten der Dschungelwachtel. ☞ Unterarten (Verlinkung zu Wikipedia)

Perdicula asiatica (c) Sriram Ranganathan
Buntwachtel
Perdicula erythrorhyncha
Die Buntwachtel, auch Indische Rotschnabelwachtel genannt, ist eine Wachtelart, die in den Bergwäldern Indiens vorkommt. Sie zieht in kleinen Gruppen an Berghängen entlang und ist an ihrem roten Schnabel und ihren roten Beinen zu erkennen. Ihr Warnruf ist flüssig, und kleine Gruppen laufen hintereinander die Wege entlang, bevor sie bei Gefahr auffliegen.

Buntwachtel-Paar (c) Devaraja.N
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Buntwachtel-Hahn (c) shajanshaki
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Buntwachtel-Henne (c) sameer_kote
Buntwachteln sind dunkel bis leuchtend gefärbt, mit einem tiefroten Schnabel und roten Beinen, die selbst im Flug auffallen. Das Weibchen hat eine ziegelrote Unterseite und besitzt nicht den weißen Kehl- und Kopfstreifen des Männchens. Das Männchen hat ein schwarzes Gesicht mit weißem Überaugenstreif und weißer Kehle. Die Tiere sind typischerweise in Gruppen von 6 bis 10 Vögeln anzutreffen. Sie suchen auf offenen Grasflächen oder an Waldwegen und Karrenpfaden nach Samen oder Körnern (und kleinen Insekten) und nehmen morgens und abends ein Staubbad.
Die Art kommt hauptsächlich in den Hügelwäldern des indischen Subkontinents vor. Es existieren zwei offenbar voneinander getrennte Populationen. Die Unterart Perdicula erythrorhyncha blewitti ist in den Satpuras verbreitet und erstreckt sich bis in die nördlichen Ostghats (östlich bis Lammasinghi). Das Männchen hat ein schmaleres schwarzes Stirnband und ein breiteres weißes Band darum. Die kastanienbraune Färbung des Bauches ist heller. Insgesamt ist P. e. blewitti kleiner und blasser als die Nominatform.
Buntwachteln sind üblicherweise in kleinen Gruppen von 8 bis 10 Tieren anzutreffen. Werden sie aufgescheucht, zerstreuen sie sich in verschiedene Richtungen und beginnen dann, durch Rufe wieder zusammenzufinden. Die Männchen leben vermutlich monogam. Der Ruf des brütenden Männchens ist ein „Kirkee…Kirkee“, und andere Rufe umfassen leise Pfiffe mit steigender und fallender Tonhöhe. Die Brutzeit variiert regional, die Brutzeit erstreckt sich aber hauptsächlich von Dezember bis März. Die Nester befinden sich typischerweise im Boden und sind manchmal dünn mit Gras ausgekleidet. Das Weibchen legt 4 bis 7 Eier, die 16–18 Tage lang bebrütet werden.

Zwergwachteln (Synoicus)
Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Hühnervögel (Galliformes)
Familie: Fasanenartige (Phasianidae)
Unterfamilie: Pavoninae
Tribus: Coturnicini
Gattung: Synoicus
Synoicus ist eine Wachtel-Gattung aus der Familie Fasanenartigen (Phasianidae) mit vier Arten, deren Verbreitungsgebiete in der Alten Welt liegen, wie etwa in Afrika, südlich der Shara, im tropischen Asien und in Australasien. Zwei der vier Arten wurden ursprünglich der Gattung Excalfactoria zugeordnet, eine der Gattung Anurophasis und eine der Gattung Coturnix. Mehrere phylogenetische Studien kamen zu dem Schluss, dass alle diese Arten in einer einzigen Gattung zusammengefasst werden, was 2021 vom Internationalen Ornithologischen Kongress bestätigt wurde.
Arten aus der Gattung Synoicus:
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Adansonwachtel
(Synoicus adansonii) -
Chinesische Zwergwachtel
(Synoicus chinensis)
-
Schneegebirgswachtel
(Synoicus monorthonyx) -
Ypsilonwachtel
(Synoicus ypsilophorus)
Adansonwachtel
Synoicus adansonii
Die Adansonwachtel ist eine Vogelart aus der Familie der Fasanenartigen (Phasianidae) die in Afrika südlich der Sahara weit verbreitet ist. Lange Zeit galt sie als Unterart der Chinesischen Zwergwachtel (Synoicus chinensis), heute wird sie jedoch als eigenständige Art angesehen. Das Verbreitungsgebiet reicht von Sierra Leone im Westen bis Kenia im Osten, KwaZulu-Natal im Südosten und Angola im Südwesten. Sie fehlt allerdings im Zentrum von Tansania und im Kongobecken.
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Synoicus adansonii ♂

Synoicus adansonii ♀
Die Adansonwachtel wird 12 bis 15 Zentimeter lang und erreicht ein Gewicht von 33 bis 48 Gramm und ist damit verglichen mit der in weiten Teilen des Verbreitungsgebietes sympatrisch vorkommenden Harlekinwachtel (Coturnix delegorguei) deutlich kleiner. Das Männchen ist überwiegend bläulich gefärbt, wobei das Bauchgefieder durch dunkle Federränder schuppig erscheint. Flügeldecken und Flanken sind kastanienbraun gefärbt. Wie bei zahlreichen anderen Hühnervögeln zeigen die Weibchen ein bräunliches Tarngefieder, wobei ihre Oberflügeldecken und die Bauchseite deutlich gebändert sind.
Die Adansonwachtel kommt in dicht mit Gras bewachsenen Lebensräume vor. Darunter sind grasbewachsene Ufer von Bächen, Flüssen, Sümpfen und Reisfelder, sowie die Randstreifen von Äckern. Hin und wieder sieht man sie auch auf Lichtungen und in Sierra Leone in von Granitfelsen geprägten Gegenden. In Kenia lebt sie in feuchteren Regionen als die Harlekinwachtel. Die Lebensräume der Adansonwachtel liegen vor allem im Tiefland, in Ostafrika wurde sie bis in Höhen von 1800 Metern beobachtet, in Malawi bis in Höhen von 2100 Metern und in Simbabwe kommt sie hauptsächlich oberhalb von 1400 Metern vor. Sie ernährt sich von den Samen von Gräsern und anderen Pflanzen, von verschiedenem Grünzeug und von Insekten, darunter auch Termiten. Das Zugverhalten der Adansonwachtel ist nur wenig bekannt aber die wenigen Beobachtungen deuten darauf hin, dass die Wachteln teilweise dem Regen hinterherziehen.
Die Adansonwachtel brütet während oder kurz nach der Regenzeit und aufgrund des großen Verbreitungsgebietes aber in verschiedenen Monaten. Im südlichen Afrika (Sambia, Simbabwe, Südafrika) findet sie Brut während des Südsommers statt. Wahrscheinlich haben die Vögel eine feste Paarbindung und sind monogam.

Adansonwachteln Autor: C. G. Finch-Davies (1875–1920) Horsbrugh, Boyd (1912) The game-birds and water-fowl of South Africa. Witherby & Co. London)
Chinesische Zwergwachtel
Synoicus chinensis
Die Zwergwachtel oder Chinesische Zwergwachtel ist eine Vogelart aus der Familie der Fasanenartigen (Phasianidae), die zur Ordnung der Hühnervögel (Galliformes) gehört. Mit einem Gewicht von nur 45 bis 70 Gramm und einer Körpergröße von ca. 14 cm sind die Zwergwachteln die kleinsten Hühnervögel.

Synoicus chinensis (c) lonelyshrimp

Zwergwachtel-Hahn (Synoicus chinensis)

Zwergwachteln zeigen einen ausgeprägten Geschlechtsdimorphismus. Bei der Nominatform S. c. chinensis haben Wachtelhähne einen rostbraunen Scheitel und Nacken, der schwarz gebändert ist. Kopfseiten und Hals sind schiefergrau und ein weißer Streifen, der als Unterzügelstreifen bezeichnet wird, zieht sich von der Schnabelbasis bis zu den Augen. Darunter verläuft ein schwarzes Band, das sich vorne zu einem breiten schwarzen Kinn- und Kehlfleck vereint. Es säumt eine breite, weiße Bartregion.
Die Hennen haben eine breite, hellrostbraune Region am Vorderhals und eine weiße Kehle. Ihr Obergefieder ist sandfarben. An der Unterseite sind sie hell isabellrötlich mit einer schwarzen Bänderung. Bei beiden Geschlechtern ist der Schnabel schwarz gefärbt, die Beine zeigen eine orangegelbe Färbung und die Iris der Augen ist karminrot.
Zwergwachteln sind auf dem indischen Subkontinent, in Myanmar, Thailand, Taiwan, der Volksrepublik China, Borneo, den Nikobaren und den Philippinen, Java, Lombok, Flores, Timor, Sumatra, Neuguinea und Australien beheimatet. Innerhalb dieses großen asiatischen Verbreitungsgebietes haben sie mehrere Unterarten ausgebildet. So lebt beispielsweise S. c. novaeguineae in den Bergtälern Zentral-Neuguineas bis zu einer Höhe von 2200 Metern, und S. c. lipida ist nur auf dem Bismarck-Archipel zu finden.
Die Nominatform ist S. c. chinensis, die von Indien über Thailand und Indochina bis ins südöstliche China verbreitet ist. Zwergwachteln bewohnen dichtes, feuchtes Grasland auf Ebenen und Gebirgen. Trittpfade durchziehen tunnelartig das Gras ihrer Reviere.
Zwergwachteln sind monogam lebende Vögel. Während der Paarungszeit ist vom Hahn häufig ein hoher, dreisilbiger Pfiff zu hören. Er erinnert an ein Kwuiii-kii-kju. Das Nest wird nur vom Weibchen gebaut und besteht aus einer gescharrten Kuhle unter überhängenden Grashalmen. Das Gelege besteht in der Regel aus vier bis zehn, selten auch bis zu 14 Eiern. Ihre Färbung kann sehr variabel sein, sie reicht von einfarbig gelblich bis braun und ist gelegentlich fein schwarzbraun gesprenkelt.
Unterarten der Zwergwachtel:
-
Synoicus chinensis chinensis:
Vorkommen von Indien und Sri Lanka ostwärts über Indochina bis Südost-China, Taiwan und der Malaiischen Halbinsel. -
Synoicus chinensis colletti:
Verbreitet im Northern Territory in Australien. -
Synoicus chinensis lepidus:
Heimisch im Bismarck-Archipel.
-
Synoicus chinensis lineatus:
Vorkommen auf den Philippinen, Borneo und Sulawesi (inklusive Togean-Inseln). -
Synoicus chinensis lineatulus:
Beheimatet von Lombok ostwärts bis nach Timor. -
Synoicus chinensis novaeguineae:
Leben in den Gebirgen Neuguineas.
-
Synoicus chinensis palmeri:
Verbreitet auf Sumatra und Java. -
Synoicus chinensis papuensis:
Vorkommen im Südosten Neuguineas. -
Synoicus chinensis trinkutensis:
Heimisch auf den Nikobaren, möglicherweise auch Andamanen. -
Synoicus chinensis victoriae:
Beheimatet in Ostaustralien.

Synoicus chinensis ssp. chinensis (c) harshithjv

Synoicus chinensis ssp. lineatus (c) Dixon Lau

Synoicus chinensis ssp. victoriae (c) Indra Bone
Zwergwachteln als Ziervögel:
Zwergwachteln werden seit langer Zeit in China als Ziervogel gehalten. Gebräuchlich war es, diese während der Winterzeit in den Rocktaschen mitzuführen, um sich an ihnen die Hände zu wärmen.
Nach Europa wurden die Vögel bereits 1794 eingeführt. Sie sind bis heute beliebte Ziervögel, was dazu führte, dass verschiedene Farbschläge, wie pastellfarbene Wachteln und Wachteln ohne Kielzeichnung, erzüchtet wurden. Unterschätzt wird allerdings regelmäßig der Platzbedarf, den diese kleinen Vögel benötigen. Für eine artgerechte Haltung sollte die Voliere pro Zwergwachtelpaar nicht kleiner sein als ein Quadratmeter. Zwergwachteln können mit kleineren Vögeln, die sich hauptsächlich im oberen Bereich der Voliere aufhalten, etwa mit Prachtfinken oder verschiedenen Tauben, vergesellschaftet werden.
Die in Gefangenschaft gehaltenen Wildformen sind selten Kreuzungen verschiedener Unterarten und differieren in ihrer Gefiederfärbung fast nicht. Gezüchtet wurden aber eine Reihe unterschiedlicher Farbschläge der Nominatform, so dass auch weiße, silberne, rehbraune, isabellfarbene, geperlte und gescheckte Farb-Mutanten existieren. Auch Hähne ohne die oben beschriebene Maske sind inzwischen gezüchtet worden, bekannt als silber und dunkelbraun ohne Maske. Bei den dazugehörigen Hennen sind die Schaftstriche auf den Federn nicht mehr zu erkennen.

Zwergwachtel beim Brüten (Foto: karstenknuth)


Plusternder Zwergwachtelhahn (c) Jade Neo GC
Schneegebirgswachtel
Synoicus monorthonyx
Die Schneegebirgswachtel ist eine Art der Familie der Fasanenartigen. Sie wurde früher als einzige Vertreterin der Gattung Anurophasis angesehen. Heute wird sie zusammen mit der Chinesischen Zwergwachtel, der Adansonwachtel und der Ypsilonwachtel in die Gattung Synoicus gestellt. Sie kommt ausschließlich in Südostasien vor. Ähnlich wie die Schwarzwachtel zählt die Schneegebirgswachtel zu den am wenigsten erforschten Hühnervögeln. Die Art gilt als gefährdet.

Synoicus monorthonyx (c) wisnuprabowo83

Synoicus monorthonyx (c) Nigel Voaden
Die Schneegebirgswachtel erreicht eine Körperlänge von 25 bis 28 Zentimetern und wiegt etwa 401 Gramm. Beim Männchen ist die Grundfärbung des Gefieders ein rötliches Kastanienbraun. An den Kopfseiten, der Kehle und der Körperunterseite fehlen jegliche Markierungen. Die Ohrflecken, die Brust und die Flanken weisen dagegen breite schwarze Querstreifen auf. Das Weibchen ist deutlich heller. Die Querstreifen im Gefieder sind etwas weniger ausgeprägt als beim Männchen. Jungvögel haben unregelmäßigere und häufig durchbrochene Querstreifen.
Die Art kommt ausschließlich in den schneebedeckten Gebirgen Neuguineas und Javas vor. Besiedelt werden unter anderem die Carstensz-Pyramide und das Wilhelminagebirge. Der Lebensraum sind alpine Matten auf Nordhängen und Plateaus in Höhenlagen zwischen 3100 und 4200 Meter.
Über die Lebensweise der Schneegebirgswachtel ist nahezu nichts bekannt. Bislang wurde sie überwiegend einzeln oder in Paaren beobachtet. Nur in Ausnahmefällen sah man mehr als drei Schneegebirgswachteln gemeinsam. Bislang wurde nur ein Nest gefunden, das drei Eier enthielt. Die Nahrung besteht aus Grassamen, Blättern, Blüten, Raupen und anderen Wirbellosen.
Ypsilonwachtel
Synoicus ypsilophorus
Die Ypsilonwachtel ist eine Vogelart aus der Familie der Fasanenartigen (Phasianidae), die hauptsächlich im australasiatischen Grasland vorkommt.
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Synoicus ypsilophorus (c) Ben Ackerley

Synoicus ypsilophorus (c) rodgerp
Die Ypsilonwachtel ist die größte Wachtel Australiens. Sie ist gänzlich braun gesprenkelt und variiert von einem gelblichen bis rötlichen Braun. Die Oberseite ist fein weiß-silbrig gestreift, die Unterseite mit einem V-förmigen, grau-weißen Streifenmuster. Der Kopf ist schmucklos mit einem dunklen Augenfleck. Das Weibchen ist generell weniger rötlich mit stärkeren Streifen.
Die Nominatform Synoicus ypsilophorus ypsilophorus von Tasmanien ist die größte der Unterarten und hat gelbe Augen (im Gegensatz zu Synoicus ypsilophorus australis mit roten Augen).
Die Ypsilonwachtel bewohnt feuchtes Grasland mit dichter Vegetation, hohes tropisches Grasland, sumpfige Küstenheiden, Melaleuca- und Banksia-Dickichte und Spinifex-Savannen. Sie sind meistens paarweise oder in Gruppen von 10 bis 20 Vögeln anzutreffen. Bei Störung fliegen sie blitzartig pfeifend auf, verschwinden aber sehr schnell wieder in der Deckung.
Unterarten der Ypsilonwachtel:
-
Synoicus ypsilophorus raaltenii:
Mittlere und östliche Kleine Sundainseln, Tanimbarinseln -
Synoicus ypsilophorus pallidior:
Sumba und Sawu -
Synoicus ypsilophorus saturatior:
Tiefländer des nördlichen Neuguineas
-
Synoicus ypsilophorus dogwa:
Tiefländer des zentralen bis südlichen Neuguineas (Trans Fly Savanne) -
Synoicus ypsilophorus plumbeus:
Huon-Halbinsel und Neuguinea -
Synoicus ypsilophorus monticola:
Bergländer des südöstl.Neuguineas
-
Synoicus ypsilophorus mafulu:
Mittelmontanes östliches und südöstliches Neuguinea -
Synoicus ypsilophorus australis:
Australisches Festland -
Synoicus ypsilophorus ypsilophorus:
Tasmanien

Synoicus ypsilophorus ssp. australis (c) baronsamedi

Synoicus ypsilophorus ssp. australis (c) Indra Bone

Synoicus ypsilophorus ssp. ypsilophorus (c) timrudman

Tribus Polyplectronini
Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Hühnervögel (Galliformes)
Familie: Fasanenartige (Phasianidae)
Unterfamilie: Pavoninae
Tribus: Polyplectronini
Die folgenden Gattungen und Arten werden den Polyplectronini zugerechnet:
Pfaufasanen (Polyplectron)
-
Bronzeschwanz-Pfaufasan
(Polyplectron chalcurum) -
Rothschild-Pfaufasan (P. inopinatum)
-
Annampfaufasan (P. germaini)
-
Indochina-Pfaufasan (P. bicalcaratum)
-
Malaienpfaufasan (P. malacense)
-
Borneo-Pfaufasan (P. schleiermacheri)
-
Palawan-Pfaufasan (P. napoleonis), früher (P. emphanum)
Spornhühner (Galloperdix)
-
Rotspornhuhn
(Galloperdix spadicea) -
Perlspornhuhn
(Galloperdix lunulata) -
Ceylonspornhuhn
(Galloperdix bicalcarata)
Haematortyx
-
Rotkopfwachtel
(Haematortyx sanguiniceps)
Rotkopfwachtel
Haematortyx sanguiniceps
Die Rotkopfwachtel ist eine Art aus der Familie der Fasanenartigen. Sie ist die einzige rezente Vertreterin ihrer Gattung und kommt ausschließlich auf Borneo vor

Haematortyx sanguiniceps (c) Paul G. Schrijvershof

Haematortyx sanguiniceps (c) Christoph Moning

Haematortyx sanguiniceps (c) Sebastian Ow
Die Rotkopfwachtel erreicht eine Körperlänge von 25 Zentimetern und wiegt durchschnittlich 330 Gramm. Der Sexualdimorphismus ist nicht besonders stark ausgeprägt. Männchen haben einen leuchtend roten Kopf, Hals und Brust. Das übrige Gefieder ist rußschwarz, lediglich das Ende der Unterschwanzdecke ist gleichfalls rot. Weibchen sind matter gefärbt und insgesamt brauner.
Die Rotkopfwachtel kommt ausschließlich in den Bergen im Norden Borneos vor. Die Art gilt aufgrund von Lebensraumverlust als potentiell gefährdet. In geeigneten Habitaten kommt sie jedoch noch häufig vor. Sie bewohnt vor allem die Wälder am Fuß von Bergen. Gewöhnlich ist sie in Höhenlagen zwischen 1000 und 1.500 Höhenmetern anzutreffen.
Die Nahrung der Rotkopfwachtel besteht aus Beeren und Insekten. Die Art scharrt allerdings nicht besonders intensiv. Die Fortpflanzungsgewohnheiten sind weitgehend unbekannt. Das Gelege besteht aus acht bis neun Eiern. Die Brutzeit beträgt in menschlicher Obhut zwischen 18 und 19 Tagen.

Unterfamilie Rollulinae
Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Hühnervögel (Galliformes)
Familie: Fasanenartige (Phasianidae)
Unterfamilie: Rollulinae
Die Unterfamilie Rollulinae enthält folgende Gattungen und Arten:
-
Schwarzwachtel
(Melanoperdix nigra) monotypisch -
Straußwachtel
(Rollulus rouloul) monotypisch
-
Augenwachtel
(Caloperdix oculea) monotypisch -
Waldrebhühner
(Arborophila) 15 Arten
-
Udzungwawachtel
(Xenoperdix udzungwensis) monotypisch
Schwarzwachtel
Melanoperdix niger
Die Schwarzwachtel ist eine Art aus der Familie der Fasanenartigen. Sie ist die einzige Art in der Gattung Melanoperdix und kommt ausschließlich in Südostasien vor. Schwarzwachteln erreichen eine Körperlänge von 24 bis 27 Zentimetern. Die Weibchen bleiben dabei etwas kleiner. Sie wiegen etwa 280 Gramm.

Melanoperdix niger ♂ (c) Ganjar Cahyadi

Melanoperdix niger ♀ (c) frank_lambert
Schwarzwachteln haben einen auffälligen Sexualdimorphismus. Die Männchen haben ein überwiegend glänzend schwarzes Gefieder. Die Weibchen sind dagegen kastanienbraun. Kinn und Kehle, Bauch und die Unterschwanzdecken hellen in ein Ocker auf.
Das Verbreitungsgebiet der Schwarzwachteln ist Malaysia, Sumatra und Borneo. In der Region von Singapur fehlen sie mittlerweile. Sie besiedeln Regenwälder der Tiefebene auf der Malaiischen Halbinsel und Hänge auf Borneo. Auf Borneo kommen sie bis in Höhenlagen von 1.200 Metern vor.
Die Schwarzwachtel ist eine der am wenigsten erforschten Hühnervogelarten. Möglicherweise ist dies darauf zurückzuführen, dass die Schwarzwachtel ein sehr scheuer und wenig ruffreudiger Vogel ist. Sie wurde bislang sowohl einzeln auch als paarweise beobachtet. Auf Borneo wurden bislang fünf Nester gefunden mit Fundzeitpunkten im Januar, Mai und September. Auf Borneo wurden Dunenküken einmal im Oktober beobachtet, auf der Malaiischen Halbinsel dagegen bereits im August und Jungvögel im Zeitraum August bis September. Bei in menschlicher Obhut gepflegten Schwarzwachteln betrug die Gelegegröße fünf bis sechs Eier, die Brutzeit betrug 18 bis 19 Tage.
Straußwachtel
Rollulus rouloul
Die Straußwachtel ist eine Vogelart aus der Familie der Fasanenartigen (Phasianidae) und ist die einzige Art ihrer Gattung, der Straußwachteln (Rollulus). Heimat der Straußwachteln ist Südostasien.
In weiten Teilen ihrer Verbreitungsgebiete sind die Straußwachteln mittlerweile wegen der großflächigen Habitatzerstörung durch anhaltende Abholzung selten geworden. Sie scheinen aber anpassungsfähiger als andere Glattfußhühner Südostasiens zu sein.

Straußwachtel-Paar (c) Brian Gratwicke

Straußwachteln (c) Gideon Lam
Die Straußwachtel erreicht eine Körperlänge von etwa 25 bis 27 cm und ein Gewicht von 150 bis 190 g. Die Körperform ist annähernd kugelrund. Der dunkelgraue bis schwarze Schnabel beider Geschlechter ist im Ansatz rot, der Schwanz ist kurz und die Beine sind rötlich, wobei die Füße keine Sporen besitzen. Der Augenbereich ist unbefiedert und leuchtend rot gefärbt. Die weitere Färbung beider Geschlechter ist unterschiedlich. Der Kopf der Weibchen ist schiefergrau und das Gefieder überwiegend oliv- bis grasgrün, die rundlichen Flügel sind kastanienbraun. Die nur geringfügig größeren Männchen weisen ein metallisch glänzendes schwarzes Gefieder auf, das bei Sonneneinstrahlung leuchtend grünlich, bläulich und violett durchschimmert. Die Flügelenden schimmern leicht bräunlich. Markantes Zeichen des Männchens ist der rote Schopf auf dem Hinterkopf, der aus borstigen roten bis rotbraunen Federn besteht.
Das Verbreitungsgebiet der Straußwachtel umfasst Süd-Myanmar, Südthailand, Malaysia, Sumatra und Borneo sowie die Inseln des Mergui-Archipels. Die Art besiedelt hier vor allem den dichten, immergrünen, tropischen Regenwald sowie Bambushaine, aber auch Lichtungen mit Buschwerk. Sie kommt eher im Tiefland und bis in Höhen von 1.550 m über NN vor.
Die tagaktiven Straußwachteln leben in kleinen Gruppen am Waldboden. Bei Gefahr oder anderen Störungen laufen sie fort, wenn nötig, flattern sie auch eine kurze Strecke in allen Richtungen davon. Straußwachteln fressen neben Sämereien und Früchten vor allem Insekten. Dabei suchen sie allein oder als Paar den Waldboden scharrend ab.
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Rollulus rouloul ♂ (c) Sebastian Ow

Rollulus rouloul ♀ (c) Sebastian Ow

Straußwachtelgruppe (c) benjamynweil
Augenwachtel
Caloperdix oculeus
Die Augenwachtel ist eine Art aus der Familie der Fasanenartigen. Sie ist die einzige rezente Vertreterin der Gattung Caloperdix und kommt in Südostasien vor. Es werden drei Unterarten für diese Art unterschieden. Die Art ähnelt den Waldrebhühnern, ihr fehlt jedoch unter anderem der unbefiederte Fleck hinter den Augen, der für diese Gattung charakteristisch ist, und sie hat kräftige Sporne an den Füßen. Die Art gilt als bedroht, da ihr Lebensraum zunehmend zerstört wird.


Caloperdix oculeus (c) Gregory Greene
Caloperdix oculeus (c) Ben Tsai蔡維哲
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Caloperdix oculeus (c) John Sterling
Die Augenwachtel erreicht eine Körperlänge von 23 bis 27 Zentimetern. Sie wiegt etwa 230 Gramm. Es existiert kein Sexualdimorphismus. Kopf, Nacken, Brust und die Flanken sind kräftig rotbraun, die Kehle und die Kopfseiten sind etwas blasser.
Das Verbreitungsgebiet der Augenwachtel reicht vom extremen Süden Myanmars bis in den Süden der Halbinsel Thailands sowie über die Malaiische Halbinsel bis nach Sumatra und Borneo. Der Lebensraum der Augenwachtel sind immergrüne und halb-immergrüne Regenwälder, Sumpfgebiete, trockene Hügelwälder und Sekundärwald mit Bambusbewuchs. Sie kommt vom Tiefland bis in Höhenlagen von 1200 Metern vor. In weiten Teilen ihres Verbreitungsgebietes ist sie im Tiefland verschwunden. So ist sie in Thailand mittlerweile ein ausgesprochen seltener Hühnervogel. Im malaysischen Tiefland ist ihr Verbreitungsgebiet stark fragmentiert. Auf Sumatra stellen Sekundärwälder mittlerweile ihren wichtigsten Lebensraum dar.
Die Lebensweise der Augenwachtel ist bislang weitgehend unerforscht. Auf der Malaiischen Halbinsel wurde sie nach bestätigten Beobachtungen einzeln oder in Paaren gesehen. Es gibt nicht bestätigte Beobachtungen von kleinen Gruppen. Die Nahrung besteht aus Beeren, Sämereien, Gräsern und Käfern. Über die Fortpflanzungsgewohnheiten liegen bislang aus freier Wildbahn nur Einzelbeobachtungen vor. In menschlicher Obhut gepflegte Augenwachteln legen pro Gelege acht bis zehn Eier. Die Brutzeit beträgt 18 bis 20 Tage.
Udzungwawachtel
Xenoperdix udzungwensis
Die Udzungwawachtel ist eine Art aus der Familie der Fasanenartigen. Sie kommt ausschließlich in Tansania vor und wurde erst 1994 wissenschaftlich beschrieben. Steve Madge nennt sie eine der aufregendsten ornithologischen Entdeckungen im ausgehenden 20. Jahrhundert. Einem Ornithologen fielen in einem tansanischen Waldcamp die sporenlosen Läufe dieses Hühnervogels auf. Dadurch angeregte Nachforschungen führten zur Entdeckung und Erstbeschreibung der Art.

Udzungwawachteln (Foto: Heinrich Human)

Udzungwawachtel (Foto: Heinrich Human)
Udzungwawachteln erreichen eine Körperlänge von 29 Zentimetern und wiegen 220 Gramm. Ein Geschlechtsdimorphismus ist nicht vorhanden. Beide Geschlechter haben eine schwarze Stirn. Die Kopfoberseite und der Nacken sind olivbraun.
Kinn und Kehle sowie Teile der Ohrflecken sind rötlich. Ein Fleck hinter den Augen ist rotbraun mit dunkleren Streifen. Brust, Flanken und Körperunterseite sind grau, wobei jede Feder einen ovalen schwarzen Fleck aufweist. Die Körperoberseite ist olivbraun mit rötlichbraunen und schwarzen Querstreifen. Der Schwanz besteht aus 14 Federn, was sie unter anderem von den Waldrebhühnern (Arborophila) unterscheidet. Die Läufe weisen keine Sporen auf und der Schnabel ist klein und rot.
Die Udzungwawachtel kommt nur in wenigen Gebirgen in Tansania vor. Ihr Lebensraum sind immergrüne Bergwälder in Höhenlagen zwischen 1350 und 1950 Metern. Die Udzungwawachtel lebt gewöhnlich in kleinen Gruppen von bis zu acht Individuen. Einzelne Udzungwawachteln werden jedoch gleichfalls beobachtet. Ihre Nahrung findet die Udzungwawachtel, indem sie auf dem Waldboden scharrt. Die Nahrung besteht zu einem großen Teil aus Wirbellosen sowie einigen Sämereien.

Verbreitungsgebiet der Udzungwawachtel in Tansania:
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Xenoperdix udzungwensis obscurata (rot)
-
Xenoperdix udzungwensis udzungwensis (blau)
Die Udzungwawachtel ist ein waldbewohnender Hühnervögel, der enger mit den Waldrebhühnern Südostasiens als mit den äußerlich ähnlichen, afrikanischen Frankolinen verwandt ist. Es wird daher vermutet, dass es sich wie beim Kongopfau bei der Art um ein Relikt aus dem Miozän handelt, als sich der Tethys-Ozean kurz schloss und es so zu einem Austausch von Tieren zwischen Afrika und Indien kommen konnte.

Mittlerweile ist auch anhand von Genanalysen die Verwandtschaft zwischen der Udzungwawachtel und den südostasiatischen Waldrebhühnern, sowie der Schwarzwachtel (Melanoperdix nigra), der Straußwachtel (Rollulus rouloul) und der Augenwachtel (Caloperdix oculea), die ebenfalls alle in Südostasien vorkommen, belegt. Zusammen mit der Udzungwawachtel bilden die südostasiatischen Wachteln die Unterfamilie Rollulinae in der Familie der Fasanenartigen (Phasianidae).

Zahnwachteln (Odontophoridae)
Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Hühnervögel (Galliformes)
Familie: Zahnwachteln (Odontophoridae)
Die Zahnwachteln sind keine Wachteln im eigenen Sinn. Da sie aber in Form, Gestalt und Verhalten den "Echten" Wachteln aus den Gattungen Coturnix und Synoicus sehr ähnlich sind, werden sie auf dieser Seite ebenfalls vorgestellt.
Die Zahnwachteln sind eine Familie in Nord- und Südamerika, sowie mit zwei Arten auch in Zentralafrika beheimateter Hühnervögel (Galliformes). Die Vertreter dieser Familie ähneln den altweltlichen Rebhühnern und Wachteln, mit denen sie aber nur entfernt verwandt sind.
Zahnwachteln haben eine typisch hühnerartige Gestalt. Sie sind gedrungen gebaut, kurzhalsig, kurzbeinig, kurzschnäblig und meistens auch kurzschwänzig (Ausnahme: Dendrortyx). Sie ähneln gestaltlich stark den Rebhühnern und Wachteln und liegen auch in der Größe zwischen diesen; diese reicht von 17 cm (Langbeinwachtel) bis 37 cm (Langschwanzwachtel).
Die folgenden Gattungen und Arten werden den Zahnwachteln zugerechnet:
-
Unterfamilie Odontophorinae
-
Callipepla
-
Douglaswachtel
(Callipepla douglasii), nordwestliches Mexiko -
Helmwachtel
(Callipepla gambelii), südwestliche USA, nordwestliches Mexiko -
Schopfwachtel
(Callipepla californica), westliches Nordamerika von Washington bis Baja California -
Schuppenwachtel
(Callipepla squamata),
südliche USA, nördliches Mexiko
-
-
Colinus
-
Virginiawachtel
(Colinus virginianus),
östliche USA, östliches und südliches Mexiko, Kuba -
Schwarzkehlwachtel oder Schwarzkehlzahnwachtel
-
(Colinus nigrogularis), Mittelamerika, von Chiapas bis Nicaragua
-
Fleckenwachtel
(Colinus leucopogon), Guatemala bis Costa Rica -
Haubenwachtel
(Colinus cristatus),
Panama, Kolumbien, Venezuela
-
-
Cyrtonyx
-
Montezumawachtel
(Cyrtonyx montezumae), südwestliche USA, Mexiko -
Tränenwachtel
(Cyrtonyx ocellatus), Mittelamerika, Chiapas bis Nicaragua
-
-
Dactylortyx
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Singwachtel
(Dactylortyx thoracicus),
Zentralmexiko bis Honduras
-
-
-
-
Dendrortyx
-
Bartwachtel
(Dendrortyx barbatus), Hidalgo -
Guatemalawachtel
(Dendrortyx leucophrys), Mittelamerika, Chiapas bis Costa Rica -
Langschwanzwachtel
(Dendrortyx macroura),
Zentral- und Südmexiko
-
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Odontophorus
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Capueirawachtel
(Odontophorus capueira), östliches Brasilien, Paraguay -
Kastanienwachtel
(Odontophorus hyperythrus), Kolumbien -
Kragenwachtel
(Odontophorus strophium), Kolumbien -
Marmorwachtel
(Odontophorus gujanensis),
Costa Rica, Panama, nördliches Südamerika -
Rotbrustwachtel
(Odontophorus speciosus),
Ecuador, Peru, Bolivien -
Rotstirnwachtel
(Odontophorus erythrops), Kolumbien, Ecuador -
Schwarzohrwachtel
(Odontophorus melanotis), Mittelamerika,
Honduras bis Panama -
Schwarzrückenwachtel
(Odontophorus melanonotus), Kolumbien, Ecuador -
Schwarzstirnwachtel
(Odontophorus atrifrons), Kolumbien, Venezuela -
Streifengesichtwachtel
(Odontophorus balliviani),
Peru, Bolivien
-
-
-
-
-
Sternwachtel
(Odontophorus stellatus),
Peru, Bolivien, Westbrasilien -
Tacarcunawachtel
(Odontophorus dialeucos),
Panama, Kolumbien -
Tropfenwachtel
(Odontophorus guttatus), Südmexiko bis Panama -
Venezuelawachtel
(Odontophorus columbianus), Venezuela -
Weißkehlwachtel
(Odontophorus leucolaemus),
Costa Rica, Panama
-
-
-
-
Oreortyx
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Bergwachtel
(Oreortyx pictus), nordamerikanische Westküste, Washington bis Baja California
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-
Philortyx
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Bindenwachtel
(Philortyx fasciatus),
südwestliches Mexiko
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Rhynchortyx
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Langbeinwachtel
(Rhynchortyx cinctus),
Honduras bis Ecuador
-
-
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Unterfamilie Ptilopachinae
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Ptilopachus
-
Nahanfrankolin
(Ptilopachus nahani),
Osten der Demokratischen Republik Kongo -
Felsenrebhuhn
(Ptilopachus petrosus),
Zentralafrika
-
-
Helmwachtel
Callipepla gambelii
Die Helmwachtel, auch Gambel- oder Gambelschopfwachtel genannt, ist eine im Südwesten der Vereinigten Staaten und im Nordwesten Mexikos vorkommende Hühnervogelart aus der Familie der Zahnwachteln.

Callipepla gambelii (c) Emilie Chen

Callipepla gambelii (c) lonnyholmes

Helmwachtel-Paar mit Küken (c) lonnyholmes
Die Helmwachtel ist mit 23–27 cm Körperlänge durchschnittlich etwas kleiner als ein Rebhuhn. Männchen wiegen durchschnittlich 161 g, Weibchen 156 g. Auffälligstes Merkmal ist die von der Stirn aus nach vorne ragende, kommaförmige, schwarze Haube.
Das Verbreitungsgebiet der Helmwachtel reicht von der östlichen Mitte Kaliforniens über das südliche Nevada und Utah bis in die westliche Mitte Colorados und südwärts bis ins südöstliche Kalifornien, durch Arizona und New Mexico in den äußersten Südwesten von Texas. Ferner erstreckt es sich in Mexiko über den Nordosten von Baja California, durch Sonora einschließlich der Isla Tiburón, die Küstengebiete Sinaloas und den Norden Chihuahuas. Eingeführt wurde die Helmwachtel auf Hawaii, auf San Clemente Island und in der nördlichen Mitte Idahos. Die Helmwachtel lebt in Wüstengebieten mit Strauchvegetation. Sie ist eine charakteristische Art der Sonora-Wüste und kommt auch in der Mojave-Wüste vor. Zu den drei hauptsächlichen Wüstenformen, die sie besiedelt, gehören heiße Täler mit Mesquitebäumen, aride Hochländer mit einem Bewuchs aus Akazien, Palmlilien und Opuntien sowie Beifußsteppen kühleren Klimas, in denen die Wintertemperaturen bis unter den Gefrierpunkt reichen. Gelegentlich kommt sie auch an strauchbewachsenen Flussläufen oder in bewässertem Kulturland vor. Fehlen frische oder sukkulente Pflanzen, kann die Art auf das Vorhandensein von Wasserstellen angewiesen sein. Die Höhenverbreitung reicht von der Ebene bis auf 1800 m.
Es werden bis zu sieben Unterarten anerkannt, die sich im Grauton der Oberseite und der Beigefärbung der Unterseite unterscheiden. ☞ Unterarten (Verlinkung zu Wikipedia)
Kalifornische Schopfwachtel
Callipepla californica
Die Schopfwachtel, auch Kalifornische Schopfwachtel genannt, ist eine Art aus der Familie der Zahnwachteln. Es werden vier Unterarten unterschieden, die anhand der Färbung der Körperoberseite differenziert werden. Sie verdanken ihren Namen der Federhaube, die bei beiden Geschlechtern vorkommt.

Schopfwachtel- Hahn
Foto: Carey_Knox_Southern_Scales

Schopfwachtel-Henne mit Küken
(c) Sam Moynan

Schopfwachteln (Callipepla californica)
(c) Tom Rickman
Schopfwachteln fressen überwiegend Gras- und Kräutersamen sowie gelegentlich Baumsamen und Früchte. Adulte Vögel fressen in geringem Maße auch kleine Wirbellose. Schopfwachteln halten sich überwiegend am Boden auf, schlafen jedoch in Bäumen. Sie sind Bodenbrüter, die ihr Nest versteckt in Bodenmulden anlegen und mit Blättern und Halmen auspolstern. Die Brutzeit ist verhältnismäßig spät und fällt in den Zeitraum Juni bis September.
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Schopfwachteln erreichen eine Körperlänge von 23 bis 25 Zentimetern. Männchen und Weibchen sind ähnlich gefärbt, das Federkleid der Weibchen ist jedoch etwas matter, das Männchen hat zusätzlich einen schwarzen Kehldeckel und eine Gesichtsverzierung.
Ihr Verbreitungsgebiet umfasst die nordamerikanische Westküste. Sie ist außerdem als Neozoon eingebürgert in British Columbia, auf Hawaii, in Neuseeland, in Chile, in Argentinien, in Uruguay, in Brasilien, in Peru, in Südafrika und auf der Norfolkinsel und auf King Island in Australien. In Europa gab es Einbürgerungsversuche z. B. in Dänemark, Italien und auf Korsika. Nur auf Korsika gibt es aktuell einen sich selbst erhaltenden Bestand an der Ostküste. Der Lebensraum der Schopfwachtel sind aride Grasländer und verbuschtes Gelände vom Meeresniveau bis in Höhenlagen von 2.450 Metern. Die Art bevorzugt Regionen, in denen Büsche eine Höhe zwischen einem und sieben Metern erreichen. Auch vom Menschen stark geformte Landschaften werden genutzt, wenn diese in hinreichender Nähe zu Wasserstellen liegen. Die Schopfwachtel ist überwiegend ein Standvogel. Kleine Trupps, die gewöhnlich zwischen zehn und vierzig Vögel umfassen, bewohnen normalerweise Winterquartiere von einer Größe zwischen 9,6 und 33,6 Hektar.
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(c) Arturo Ruiz Villanueva
(c) Marshal Hedin
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Es sind fünf Unterarten bekannt. ☞ Unterarten (Verlinkung zu Wikipedia)
Schopfwachteln und Mensch:
Im Südwesten der Vereinigten Staaten von Nordamerika ist die Schopfwachtel ein wichtiges Federwild. Seit den 1960er Jahren ist der Bestand dort deutlich zurückgegangen, was aber vor allem auf eine Veränderung des Lebensraumes zurückgeführt wird. Im Verbreitungsgebiet in Mexiko ist die Art noch relativ häufig und hat von der Umwandlung von Wäldern in Weideflächen profitiert. Die Schopfwachtel ist der Staatsvogel von Kalifornien.
Schopfwachteln sind als Ziervogel sehr beliebt. Sie lassen sich sehr gut in Volieren gemeinsam mit baumbewohnenden Vogelarten halten. Nicht empfehlenswert ist dagegen die Haltung gemeinsam mit anderen Hühnervögeln.
Schuppenwachtel
Callipepla squamata
Die Schuppenwachtel ist ein in den Halbwüsten des Südwestens der Vereinigten Staaten und in Zentral-Mexiko vorkommender Vogel. Die Schuppenwachtel ist mit 22–29 cm Körperlänge kleiner als ein Rebhuhn und wiegt 151–202 g. Sie ist eine relativ plump wirkende Zahnwachtel mit relativ kurzem Schwanz und gerundeten Flügeln.

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Callipepla squamata (c) laurasare

Callipepla squamata (c) Alberto Sánchez
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Es werden vier Unterarten anerkannt, die sich vorwiegend durch die Färbung der Oberseite unterscheiden.
☞ Unterarten (Verlinkung zu Wikipedia)
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(c) Alvaro Rojas (brújula de aves)
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(c) Greg Lasley
Das Verbreitungsgebiet der Schuppenwachtel deckt sich nahezu mit der Ausdehnung der Chihuahua-Wüste und den angrenzenden Wüstensteppen. Es reicht vom südöstlichen Arizona, dem Norden New Mexicos, der östlichen Mitte Colorados und dem südwestlichen Kansas südwärts durch West-Oklahoma, die westliche Mitte und den Süden von Texas bis nach Nord- und Zentralmexiko. Dort erstreckt sich das Areal vom Nordosten Sonoras, Chihuahua und Coahuila ostwärts bis Nuevo León und Tamaulipas sowie südwärts durch Durango und San Luis Potosí bis in den Nordosten von Jalisco, nach Guanajuato, Querétaro und den Nordwesten Hidalgos. Einbürgerungen oder Einbürgerungsversuche gab es auf Hawaii, im mittleren Washington, im Osten Nevadas und in Nebraska. Die Schuppenwachtel besiedelt Halbwüsten und aride Gebüschformationen, wobei sie abwechslungsreichere Flächen mit 1–7 m hohen Sträuchern und anthropogenen Strukturen bevorzugt, zu eintöniges Grasland aber meidet. Entscheidend für ein Vorkommen ist oft das Vorhandensein von Wasserstellen, die Art nimmt aber auch weitere Flugstrecken zum Trinken in Kauf. Die Höhenverbreitung reicht von der Ebene bis in 2450 m Höhe, in Mexiko von 1000 bis 2000 m.
Die Schuppenwachtel zeigt ein recht breites Nahrungsspektrum, das vorwiegend aus Sämereien, aber auch aus Insekten und grüner Pflanzennahrung oder Früchten besteht.
Haubenwachtel
Colinus cristatus
Die Haubenwachtel ist eine Vogelart der Gattung Colinus aus der Familie der Zahnwachteln (Odontophoridae). Sie lebt von Mittelamerika bis ins nördliche Südamerika und auf zahlreichen Inseln der Karibik, wie den Niederländischen Antillen.
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Colinus cristatus (c) Herb Yeates
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Colinus cristatus (c) David W K Foster
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Colinus cristatus (c) David Monroy R
Die Nominatform der Haubenwachtel erreicht eine Körperlänge von 18 bis 22 cm und ein Gewicht von 130 g. Männchen und Weibchen sind einander ähnlich. Beim Männchen sind die Stirn und bisweilen der gesamte Oberkopf sowie die langen Federn der Haube weiß oder blass gelbbraun; manchmal sind die Federn der Haube auch dunkel.
Die Haubenwachtel ist in Mittelamerika vom Südwesten Costa Ricas über Panama bis nach Kolumbien beheimatet. Von dort reicht das Verbreitungsgebiet über das gesamte nördliche Südamerika und Inseln der Niederländischen Antillen wie Aruba und Curaçao bis ins nordöstliche Brasilien. Der natürliche Lebensraum der Haubenwachtel sind Grassavannen, Waldränder und das Dickicht der tropischen und gemäßigten Zonen.
Die Haubenwachtel sucht ihre Nahrung, abwechselnd mit den Füßen scharrend, am Boden. Dabei bleibt sie in Deckung, verhält sich reglos, um nicht entdeckt zu werden oder bewegt sich schnell zur nächsten Stelle. Sie ernährt sich von Samen, Früchten und Insekten. Das Brutgeschäft beginnt in der Mitte bis zum Ende der Trockenzeit oder später, die Jungvögel werden im November flügge. Das Nest wird durch Gras verborgen, das Gelege besteht aus bis zu 15 Eiern.
Es werden 13 Unterarten anerkannt. ☞ Unterarten (Verlinkung zu Wikipedia)
Virginiawachtel
Colinus virginianus
Die Virginiawachtel, seltener auch Virginia-Baumwachtel genannt, ist ein in Amerika heimischer Hühnervogel aus der Familie der Zahnwachteln. Sie gilt als die am weitesten verbreitete und bekannteste Vertreterin der Familie und weist zahlreiche Unterarten auf.

Colinus virginianus (c) Andrea Kingsley

Colinus virginianus (c) Greg Lasley
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Colinus virginianus (c) Faby Galleta
Die 24–27 cm lange Virginiawachtel wird bei einer Flügelspannweite von 36–41 cm zwischen 140 und 200 g schwer. Der Vogel trägt ein braun gesprenkeltes Gefieder mit hellerer Unterseite, wobei beim Männchen die Musterung kräftiger ausfällt als beim Weibchen. Weiterhin unterscheiden sich die Geschlechter beim Überaugenstreif und beim Kehlfleck, welche beim Männchen weiß, beim Weibchen aber beigefarben sind.
Die Virginiawachtel kommt vom südlichen Kanada bis zum Golf von Mexiko zwischen Atlantikküste und Rocky Mountains natürlich vor. Weiter westlich (in Kalifornien, Oregon und Washington) wurde sie zu Jagdzwecken ausgesetzt. Obwohl die Virginiawachtel in Teilen ihres Verbreitungsgebietes noch häufig ist, ist ihr Bestand in den Vereinigten Staaten insgesamt auffällig zurückgegangen und fehlt in Teilen ihres früheren Verbreitungsgebietes vollständig. Als Ursachen des Bestandsrückgangs gelten Habitatvernichtung und die Ausbreitung der in den USA eingeschleppten Roten Feuerameise.
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Die Virginiawachtel lebt in buschreichen Wiesen und lichten Wäldern. Sie brütet an Waldrändern. In landwirtschaftlich genutzten Regionen nutzt sie Hecken und Gebüsche für die Nestanlage.
In Europa gab es Einbürgerungsversuche z. B. in Frankreich, Italien, Irland, Großbritannien, Deutschland, Kroatien, Spanien, Slowenien und Schweden. Nur in Nordwestitalien und möglicherweise in Kroatien und Frankreich gibt es aktuell sich selbst erhaltende Bestände.
Die Virginiawachtel lebt außerhalb der Brutzeit in Gruppen von 5 bis 30 Tieren. In der Nacht liegen sie kreisförmig in einer Erdmulde, mit den Köpfen nach außen, um sich gegenseitig zu wärmen und Fressfeinde aus jeder Richtung rasch zu erkennen.
Die Brutperiode beginnt im Süden Nordamerikas ab Mitte März, in nördlicheren Regionen dagegen bis Ende Mai. Virginiawachteln können zwei Bruten pro Jahr großziehen.
Es werden 21 Unterarten anerkannt, die in vier Gruppen aufgeteilt werden. Eine Unterart ist mittlerweile ausgestorben.
Rufende, männliche (links) und weibliche Virginiawachtel
(c) Araks Ohanyan
(c) Mike Stewart
Virginiawachtel und Mensch:
Die Virginiawachtel zählt zu den wichtigsten Federwildarten Nordamerikas. Wegen der Bedeutung der Jagd auf sie erhielt sie im US-Bundesstaat Tennessee sogar den Titel „official game bird“ (offizielles Federwild).
Deswegen wurde die Virginiawachtel außerdem als Federwild in mehreren Weltregionen angesiedelt. Eingeführt wurde sie unter anderem im Nordwesten Nordamerikas, das nicht zu ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet gehört, auf den Bahamas, auf verschiedenen Inseln der Karibik sowie in Neuseeland. Einbürgerungsversuche gab es außerdem auf den Britischen Inseln sowie in Mittel- und Südeuropa.
Die Virginiawachtel ist ebenfalls ein sehr beliebter Ziervogel, weswegen es bei der Virginiawachtel z. B. weiße, rotbraune oder isabellfarbene Tiere gibt. Die Wachteln können paarweise gehalten werden, es empfiehlt sich jedoch einen Hahn mit mehreren Hennen, nicht aber mit anderen Hähnen, zu halten. Eine Vergesellschaftung mit baumbewohnenden Vögel, wie Sittichen oder Tauben, ist möglich, jedoch nicht mit anderen bodenbewohnenden Vogelarten. Virginiawachteln sollten am besten in dicht bepflanzten Außenvoliere mit einem gut geschützten Schlag gehalten werden.
Montezumawachtel
Cyrtonyx montezumae
Die Montezumawachtel, auch Massenawachtel genannt, ist eine Art der Zahnwachteln. Sie kommt ausschließlich in der Neuen Welt vor. Die Tiere erreichen eine Körperlänge von 21 bis 23 Zentimetern. Die Weibchen sind in der Regel etwas kleiner. Sie wiegen im Schnitt 193 Gramm, während die Männchen im Schnitt 209 Gramm wiegen.
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Cyrtonyx montezumae ♂ links, ♀ rechts
(c) Rich Kostecke

Cyrtonyx montezumae
(c) Nature Ali

Zwei Montezumawachtel-Hähne
(c) Jesus Vadillo
Das Verbreitungsgebiet der Montezumawachtel erstreckt sich von Südarizona über Neumexiko und Texas bis nach Nordmexiko. Dort lebt sie in bergigem, offenen Waldland mit Wacholdern, Kiefern und Eichen. In den Vereinigten Staaten ist die Montezumawachtel ein seltener und nur lokal verbreiteter Brutvogel. In Mexiko ist die Art häufiger und weiter verbreitet, allerdings gehen auch hier die Bestände durch Lebensraumverluste zurück.
Mit ihren kräftigen Beinen kann sie Knollen und Zwiebeln aus dem Boden scharren, sonst frisst sie verschiedene Samen- und Insektenarten, die sie mit ihrem kurzen Schnabel aufpickt.
Die Montezumawachtel ist eine monogam lebende Vogelart. Das Nest ist eine flache Mulde, die mit Gräsern ausgelegt wird und normalerweise unter einem Grasbüschel oder in dichter Krautvegetation versteckt liegt. Nach jetzigem Erkenntnisstand ist das Männchen an dem Bau der Nistmulde beteiligt. Auf dem Gebiet der USA brüten Montezumawachteln gewöhnlich im Zeitraum Juni bis September. In Mexiko beginnt die Fortpflanzungszeit dagegen bereits gegen Ende März und die Vögel ziehen hier häufig zwei Bruten groß. Das Gelege besteht aus sechs bis im Extremfall 28 Eiern.
Schwarzrückenwachtel
Odontophorus melanonotus
Die Schwarzrückenwachtel ist eine wenig erforschte Vogelart aus der Familie der Zahnwachteln (Odontophoridae). Sie kommt in Ecuador und in Kolumbien vor.

Odontophorus melanonotus (c) dushenkov

Odontophorus melanonotus (c) Trevor Van Loon

Odontophorus melanonotus (c) Gordon Karre
Die Schwarzrückenwachtel erreicht eine Größe von 24 bis 27 cm. Das Gewicht der Männchen liegt bei 226 Gramm, das der Weibchen bei 220 Gramm. Das Gefieder ist überwiegend bräunlich-schwarz gefärbt. Kehle und Brust sind rötlich kastanienfarben.
Die Schwarzrückenwachtel bewohnt subtropische Regenwälder in Höhenlagen zwischen 1.100 und 1.900 m. Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich auf die Regionen Esmeraldas, Carchi, Imbabura, Pichincha und Cotopaxi im nordwestlichen Ecuador und auf Nariño im südwestlichen Kolumbien.

Die Lebensweise der Schwarzrückenwachtel ist noch nicht hinreichend erforscht.
Vermutlich verlässt sie den dichten Wald, wenn sie auf Nahrungssuche geht. Nachweise gibt es auch aus sekundären Wäldern mit dichtem Unterholz und aus Laubwaldflächen an Steilhängen.
Gewöhnlich ist die Schwarzrückenwachtel in Gruppen von zwei bis zehn Individuen zu beobachten. Frisch geschlüpfte Junge wurden zwischen Juli und August beobachtet. Die Nahrung besteht aus Wirbellosen und Früchten.
Streifengesichtwachtel
Odontophorus balliviani
Die Streifengesichtwachtel ist eine wenig erforschte Vogelart aus der Familie der Zahnwachteln (Odontophoridae). Sie kommt in Peru und in Bolivien vor.
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Odontophorus balliviani (c) sabinaphilippe
Die Streifengesichtwachtel erreicht eine Größe von 26 bis 28 cm. Das Gewicht der Männchen liegt bei 311 Gramm, das der Weibchen bei 324 Gramm. Haube und Scheitel sind kastanienfarben mit einer lohfarbenen Umrandung.
Die Streifengesichtwachtel bewohnt subtropische Nebelwälder sowie morastige Wiesen in Höhenlagen zwischen 2.000 und 3.000 m.
Über die Lebensweise der Streifengesichtwachtel ist kaum etwas bekannt. Die Eiergröße beträgt 38 × 26,8 mm.
Bergwachtel
Oreortyx pictus
Die Bergwachtel ist eine Vogelart aus der Familie der Zahnwachteln. Sie ist die einzige Art der Gattung Oreortyx.
Der Vogel hat eine durchschnittliche Gesamtlänge von 26 bis 29 cm und eine Spannweite von 35 bis 40 cm. Sein Gewicht beträgt 230 bis 292 g. Bergwachteln haben relativ kurze, abgerundete Flügel. Sie haben ein braunes Gesicht und eine graue, bläuliche Brust.

Oreortyx pictus (c) Larry H Moore

Oreortyx pictus (c) Ryan Donnelly
Verbreitungsgebiet der Bergwachtel umfasst die nordamerikanische Westküste in den Vereinigten Staaten und Mexiko vom Bundesstaat Washington bis Niederkalifornien. In den USA kommt sie in den Bundesstaaten Washington, Oregon, Kalifornien und Nevada vor, in Mexiko nur in Baja California. Knochenfunde in Höhlen belegen auch ein Vorkommen in New Mexico nach dem Ende der letzten Eiszeit. Die Bergwachtel bewohnt Mischwälder, Chaparrals und Wiesen in gebirgigen Gegenden



(c) Jim Carretta
(c) Alan Dahl
Das Weibchen legt in der Regel 9 bis 10 Eier in einer einfachen Mulde in der Vegetation verborgen, oft auf der Basis eines Baums oder Strauchs. Die Brutzeit dauert 21 bis 25 Tage, in der Regel vom Weibchen und nur selten vom Männchen bebrütet. Die Küken sind Nestflüchter, das Nest verlassen sie mit ihren Eltern innerhalb weniger Stunden nach dem Schlüpfen.
Die Gattung Oreortyx hat sich innerhalb der Familie der Zahnwachteln schon vor mindestens 6 Millionen Jahren herausgebildet und ist damit früher entstanden als die Gattung Colinus.
Es wurden fünf Unterarten beschrieben. ☞ Unterarten (Verlinkung zu Wikipedia)
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Bergwachteln (c) Jerry James
Bindenwachtel
Philortyx fasciatus
Die Bindenwachtel ist eine Vogelart aus der Familie der Zahnwachteln. Sie ist die einzige Art der Gattung Philortyx.
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Philortyx fasciatus (c) Brian Amilpa

Philortyx fasciatus (c) Carlos Palomera
Die Bindenwachtel erreicht eine Größe von 18 bis 21 cm. Die Männchen wiegen im Durchschnitt 130 Gramm, die Weibchen 126 Gramm. Brust und Bauch sind weiß mit einer schwarzen Bänderung.
Die Bindenwachtel kommt in den Bundesstaaten Jalisco, Guerrero, Morelos und Puebla im südwestlichen Mexiko vor.
Die Bindenwachtel bewohnt trockenes und halbtrockenes tropisches Buschland, Grasland und die angrenzenden landwirtschaftlich genutzten Flächen sowie überwucherte Weiden. Sie ist von Meereshöhe bis in Höhenlagen über 1500 m anzutreffen, am häufigsten jedoch in niederen Lagen.
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Philortyx fasciatus (c) Carlos Palomera

Die Nahrung der Bindenwachtel besteht hauptsächlich aus den Samen der Gattungen Desmodium und Crotalaria sowie aus Sonnenblumensamen, Disteln, Kornraden, Kroton, Bohnen, Sesam, Insekten und Schmetterlingsraupen. Die Bindenwachtel nistet zwischen August und September.
Nahanfrankolin
Ptilopachus nahani
Der Nahanfrankolin ist eine Vogelart aus der Familie der Zahnwachteln. Mit einem Bestand von 30.000–70.000 lebenden Exemplaren gilt er seit 1988 als bedrohte Art.
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Ptilopachus nahani ♂ (c) Phil Chaon

Ptilopachus nahani ♀ (c) Tommy Andriollo

Ptilopachus nahani ♂ (c) Tommy Andriollo
Der Nahanfrankolin ist 23–26 cm lang und lebt verborgen im Wald. Sein schwarzer Unterleib ist mit auffälligen weißen Punkten gemustert.
Der Nahanfrankolin ist in den Wäldern im Osten der Demokratischen Republik Kongo von Yangambi ostwärts und in Zentral- und Westuganda in Budongo, Bugoma und Mabira beheimatet. Neueste Untersuchungen ergaben in Uganda eine Population von ca. 32.800–59.100 Exemplaren. Da die Wälder seiner Heimat immer schneller zerstört werden, wird angenommen, dass auch die Population des Nahanfrankolins stark zurückgeht. Sowohl der massive Einschlag zur Holzgewinnung und die Industrialisierung der Region, als auch die Bejagung durch Minenarbeiter, die sein Fleisch und seine Eier nutzen, beschleunigen den Niedergang der Population. Ein weiteres großes Problem ist die Ansiedlung des ursprünglich in Südostasien beheimateten Papiermaulbeerbaums, der als invasive Art die heimischen Bäume nach und nach verdrängt.
Der Nahanfrankolin lebt im Flachland in Primärwäldern und bevorzugt flussnahe sumpfige Gebiete. In Uganda taucht er sowohl in naturbelassenen wie industriell genutzten Wäldern auf, auch in Mischwäldern. Teilweise nähert er sich zur Futtersuche auch den Waldrändern und sucht sogar unbewaldete Flächen auf. Er zieht es aber vor, im dichten Unterholz Nahrung zu suchen. Er ernährt sich vor allem von Insekten, jungen Trieben, Samen und Knospen. Der Nahanfrankolin lebt paarweise und verteidigt sein Revier hartnäckig das ganze Jahr über. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der Periode kurz vor Beginn der Regenzeit. Er baut sein Nest am Boden zwischen den Wurzeln großer Bäume.
Felsenrebhuhn, Felsenwachtel
Ptilopachus petrosus
Das Felsenrebhuhn, auch Felsenwachtel, Felsenhühnchen oder Felsenhenne genannt – ist eine Art aus der Familie der Zahnwachteln. Es kommt ausschließlich in Afrika vor und unterscheidet sich von anderen afrikanischen Hühnervögeln durch den nur geringfügig ausgeprägten Sexualdimorphismus, die spornenlosen und roten Läufe und den hühnerähnlichen Schwanz, der aus 14 Schwanzfedern besteht. Es werden zwei Unterarten unterschieden. Die Art gilt als ungefährdet.
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Ptilopachus petrosus (c) CORDENOS Thierry

Ptilopachus petrosus (c) ONG OeBenin

Ptilopachus petrosus (c) markus lilje
Das Felsenrebhuhn erreicht eine Größe von 23 bis 28 Zentimetern und wiegt durchschnittlich 190 Gramm.
Das Felsenrebhuhn kommt in Zentralafrika zwischen dem 7. und 17. nördlichen Breitengrad vor. Das Verbreitungsgebiet reicht von der Küste Gambias und Senegals über Guinea-Bissau, Guinea und Sierra Leone, dem Süden Malis, Burkina Faso, dem Südwesten Nigers, dem Süden des Tschads, dem Norden der Elfenbeinküste und Ghanas, Togo, Benin, Nigeria und dem Norden Kameruns sowie der Zentralafrikanischen Republik und dem Nordosten Zaires bis zum Sudan, dem Norden Ugandas sowie dem Westen Kenias. Isolierte Populationen gibt es in Äthiopien und dem Norden Eritreas.
Der Lebensraum ist trockenes, felsiges Land in Höhenlagen zwischen 600 und 1.500 Höhenmetern. Sehr häufig findet man Felsenrebhühner in dichtem Busch an der Basis von Felssteilwänden und auf mit großen Steinen bedeckten Hängen.
Das Felsenrebhuhn ist ein sehr scheuer und leicht zu übersehender afrikanischer Hühnervogel. Er fällt Beobachtern meist auf, wenn er Sandbäder auf unbefestigten Wegen nimmt. Felsenrebhühner sind sozial lebende Vögel. Sie kommen in Paaren oder in Gruppen von drei bis vier, gelegentlich auch von 15 bis 20 Vögeln vor. Die Nahrung besteht aus Sämereien und kleinen Beeren, die in den frühen Morgen- und späten Abendstunden gesucht werden. Während der heißesten Zeit des Tages ruhen die Felsenrebhühner im Schatten von Felsen oder Pflanzen. Sie sind gelegentlich fernab von Wasserstellen zu beobachten.
Das Nest ist eine Bodenmulde an der Basis eines Felsens oder Baumes. Das Gelege umfasst vier bis sechs Eier. Die Fortpflanzungszeit variiert in Abhängigkeit mit dem Verbreitungsgebiet. Möglicherweise sind einsetzende Regenfälle Auslöser der Balz.

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→ Hühner-Hof.com

