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Schädlinge & Krankheiten der Honigbiene

Die Honigbiene (Apis mellifera) ist einer Vielzahl von Krankheitserregern und Schädlingen ausgesetzt, die oft eng miteinander verknüpft sind. Dies sind Organismen, die die Bienen direkt befallen oder ihre Vorräte und Waben zerstören. Die Krankheiten der Honigbiene werden durch Parasiten, Bakterien, Viren oder Pilze verursacht. Bienenkrankheiten lassen sich grob einteilen in Krankheiten der erwachsenen Biene und Brutkrankheiten. Daneben gibt es eine Reihe von Schädlingen, die zu Befallsymptomen wie Beunruhigung des Volkes, Wärmeverlust, Futtermangel und Krankheitsanfälligkeit führen können.

Derzeit sind 22 Honigbienenviren bekannt. Honigbienen können Viren wie z. B. das Flügeldeformationsvirus auf Wildbienen und Hummeln übertragen.

Varroamilbe in einer Brutzelle

Heutzutage ist die Varroamilbe, für uns Imker eine der größten Bedrohungen für unsere Honigbienen. Von anderen Krankheiten und Seuchen wurden wir, im Berchtesgadener Land, wahrscheinlich auch aufgrund der geographischen Lage des Berchtesgadener Talkessels, weitgehend verschont. Doch bereits im Nachbarlandkreis kam es schon mehrfach zu Fällen von Amerikanischer Faulbrut.
Auf dieser Seite wollen wir die häufigsten Schädlinge und Krankheiten der Honigbiene vorstellen, genauer auf die Varroose eingehen und euch Wissenswertes mitgeben über Herkunft, Verhalten und Bekämpfung der Bienenschädlinge. 

Belegstellen

Für gute Zuchtergebnisse und rasseechte Nachkommen der Bienen sollten die unbegatteten Königinnen vorzugweise nicht auf dem eigenen Stand begattet werden, sondern sind auf eine Belegstelle zu verbringen. Auf den Belegstellen wird durch einen Zuchtwart sichergestellt, dass sich nur Drohnen der gewünschten Bienenrasse auf den Drohnensammelplätzen zur Begattung der Königinnen befinden. Die Gewährleistung einer kontrollierten Paarung sorgt auch bei weiteren Nachzuchten für Königinnen der ursprünglichen Rasse ohne Einwirkungen von fremdem, genetischem Material. Die Führung eines Zuchtbuches sorgt für eine ausreichende Dokumentation der Nachzuchten und eine Nachvollziehbarkeit über Generationen der geförderten Eigenschaften des Zuchtmaterials. Die Sorgfalt mit welcher der Züchter seine Königinnen aussucht und heranzieht, spiegelt sich oftmals auch in den erzielten Resultaten wieder.

Der Schutzkreis

Laut Bayerischem Tierzuchtgesetz dürfen im Schutzkreis einer Belegstelle keine Bienen gehalten werden.
Eine Ausnahme bilden Bienenstände, welche dem Väterinäramt und dem Belegstellenleiter gemeldet wurden und auf denen nur Völker aufgestellt wurden, die nachweislich auf die jeweilige Zuchtlinie der Belegstelle umgeweiselt sind.
Eine weitere Ausnahme bilden die Vatervölker der Belegstelle und die, von den Züchtern fachgerecht erstellten Begattungseinheiten.
Der Schutzkreis liegt innerhalb eines 7,5 km großen Radiuses um das Bienenhaus der Belegstelle. Die Belegstelle und der Schutzkreis genießen staatlichen Schutz. Jeder Imker, der im Schutzkreis Bienen halten möchte, muss eigenständig dafür sorgen, dass seine Völker auf die jeweilige Linie umgeweiselt sind. Geeigneten Zuchtstoff kann man sich auf Anfrage leicht besorgen.
Das Gelingen einer Reinzuchtanpaarung auf einer Belegstelle hängt im Wesentlichen von den Imkern im Schutzkreis ab. Da auch unsere Imkerei im Schutzkreis einer Belegstelle liegt, in unserem Fall die Belegstelle Raggert des Imkervereins Berchtesgaden, haben wir eine besonders hohe Verantwortung.

Standort der Belegstelle Raggert im Nationalpark Berchtesgaden und Schutzkreis (Radius 7,5 km)

Schutzkreisgrenze im Bereich Ramsau bei Berchtesgaden. Innerhalb dieses Schutzkreises liegt auch unsere eigene Imkerei.

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