
Zucht & Vermehrung von Honigbienen
Nicht jeder Imker ist ein Bienenzüchter, denn im strengeren Wortsinn züchten nur die wenigsten Imker tatsächlich ihre Bienen. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass die natürliche Begattung von jungen Königinnen unkontrollierbar in der Luft stattfindet (Hochzeitsflug). Dabei sind mehrere Drohnen aus einem Einzugsgebiet von etwa hundert Quadratkilometern beteiligt. Was die Imker aber durchführen, ist eine gezielte Königinnenvermehrung, wobei sie ihr Ausgangsmaterial immer wieder, nach einigen wenigen Generationen, von Züchtern beziehen oder selbst Königinnenzucht betreiben. Zur Verbesserung des genetischen Materials gibt es Belegstellen. Eine weitere Methode zur gezielten Auslese ist die künstliche instrumentale Besamung von Bienenköniginnen (unter dem Mikroskop). Auf diese Variante wollen wir aber nicht genauer eingehen.

In der Welt der Honigbienen gibt es in jedem Bienenstock jeweils eine Bienenkönigin. Ein bis zwei Wochen nachdem sie geschlüpft ist, macht sie sich auf zum sogenannten Hochzeitsflug. Dabei versprüht die Königin einen auf Drohnen anziehend wirkenden Pheromon-Duft. Auf einem Drohnensammelplatz können sich bis zu 20.000 männliche Bienen einfinden. Diese müssen aber nicht zwangsläufig aus dem selben Bienenstock stammen wie die Königin, sondern können aus verschiedensten Völkern eintrudeln. Das hat auch seinen Sinn: Die Mischung verschiedener Bienenvolk-Gene bringt unterschiedliche Abstammungslinien hervor, wodurch die Arbeiterinnen meist robuster und agiler werden.
Die Bienenkönigin verfügt in der Regel über eine sehr große Auswahl an potenziellen Partnern. Dennoch fällt ihre Wahl meist auf lediglich zehn bis fünfzehn Drohnen, die sich mit ihr paaren dürfen. Der Paarungsakt vollzieht sich im Flug. Die Drohnen sterben noch während der Paarung oder aber kurz danach.
Jede Bienenkönigin vollzieht das Liebesprozedere nur ein einziges Mal. In der sogenannten Samenblase der Königin, werden die Spermien bis an ihr Lebensende aufbewahrt. Nach der Paarung ist die Eiablage die Hauptaufgabe der Bienenkönigin, um den Fortbestand des Bienenstocks zu sichern. Die Königin ist in der Lage selbst zu entscheiden, ob sie eine Drohne oder aber eine Arbeiterin erschaffen möchte. Sie entscheidet, ob sie ein unbefruchtetes Ei in die Wabe legt, woraus eine männliche Biene schlüpft, oder aber ein befruchtetes Ei, woraus sich Arbeiterinnen entwickeln.
Die Bienenkönigin
Die Bienenkönigin (im Zusammenhang kurz die Königin), auch der Weisel (fachsprachlich auch die Weisel), der Weiser, die Mutterbiene, die Bienenmutter, die Stockmutter und in früheren Zeiten auch der Bienenkönig genannt, ist das einzige geschlechtsreife weibliche Tier im Volk der Honigbienen. Ihr Hinterleib ist im Vergleich zu denen der beiden anderen Phänotypen Drohn und Arbeiterin deutlich länger und nimmt im Laufe des Lebens geringfügig an Volumen zu. In diesem sind mehrere voll entwickelte Eischläuche (Ovarien) vorhanden. Die Funktion der Königin besteht im Legen von Eiern und der pheromonellen Steuerung des Stocklebens zum Erhalt des Bienenvolks. Wie die Arbeiterinnen hat die Königin zwar auch einen Stachel, setzt diesen aber nur vor dem Hochzeitsflug zum Töten von Rivalinnen ein.
Bienenköniginnen werden herangezogen, wenn sich das Bienenvolk über das Schwärmen teilt, oder wenn die bisherige Königin gestorben ist oder aus Altersgründen (Pheromonmangel) ersetzt wird; letzteres wird Nachschaffung oder „stilles Umweiseln“ genannt.
Die Entwicklung erfolgt, wie auch die der Arbeitsbienen, aus befruchteten Eiern. Die jungen Königinnen sind zunächst gewöhnliche Schwestern der Arbeitsbienen und mit diesen bis zu 75 % verwandt. Genetisch sind also Königin und Arbeiterin identisch, doch durch den speziellen Futtersaft wird Genregulation durch Methylierung eingeleitet, was zu unterschiedlicher Genexpression und damit unterschiedlichem Verhalten und Funktion der Königin führt.
Im Gegensatz zu den Larven der Arbeiterinnen werden Königinnen aber über die gesamte Dauer des Larvenstadiums mit einem von den Ammenbienen in speziellen Kopfdrüsen erzeugten Futtersaft, dem Gelée royale, ernährt und in eigenen, senkrecht (statt waagrecht) ausgerichteten Weiselzellen aufgezogen. Diese werden von den Stockbienen entweder auf der Wabe durch Umbau erstellt (Nachschaffungszellen), oder extra an den Wabenunterkanten angesetzt (Schwarmzellen). Die Entscheidung zur Produktion neuer Weisel wird von den Arbeitsbienen getroffen, sofern die Konzentration bestimmter Pheromone einen bestimmten Grenzwert unterschreitet. Der Prozess tritt in aller Regel bei starkem Wachstum der Völker oder bei defekter Weisel ein.
Evolutionsbiologisch wird diese Verhaltensweise so erklärt, dass die Aufzucht einer neuen Königin die einzige Möglichkeit für die (unfruchtbaren) Arbeiterinnen darstellt, den eigenen Genpool in die nächste Generation zu transportieren. Auch die empirisch festgestellte Eusozialität der Arbeiterinnen wird so teilweise erklärt.



Begattung und Lebenszeit:
Junge, unbegattete Königinnen (auch Prinzessinnen genannt) fliegen im Alter von ein bis zwei Wochen ein- oder auch mehrmals zur Paarung mit bis zu 12 Drohnen aus. Bei diesen Hochzeitsflügen an sogenannten Drohnensammelplätzen nehmen sie den Samen der Drohnen in ihrer Samentasche auf. Dieser reicht für eine Lebenszeit von bis zu vier Jahren. Geht der Samenvorrat zu Ende, legt die Königin vermehrt unbefruchtete Eier, aus denen sich Drohnen entwickeln. Während der Vegetationszeit, wenn frische Brut vorhanden ist, wird eine solche Königin vom Volk durch Nachschaffung ersetzt.
Die Königin paart sich beim Hochzeitsflug mit mehreren Drohnen von verschiedenen Völkern. Da sie somit gemischtes Sperma erhält, zerfallen ihre diploiden Nachkommen, die Arbeiterinnen eines Volkes, in verschiedene Abstammungslinien, die sogenannten Fraktionen. Das bedeutet, dass die Arbeiterinnen verschiedener Fraktionen nicht zu 75 % miteinander verwandt sind und demnach etwas voneinander abweichende Verhaltensmerkmale aufweisen, was dem Bienenvolk eine höhere Fitness verleiht, als es bei einer Paarung der Weisel mit ausschließlich einer einzigen Drohne möglich wäre. So können bestimmte Fraktionen auf Bedingungen besser reagieren als andere Fraktionen, je nachdem, welche verhaltenswirksamen Gene sie besitzen.
Legeleistung:
Die Volksstärke eines Bienenvolkes schwankt im Jahreslauf. Bei den Bienen der gemäßigten Klimaregionen hat sie im zeitigen Frühjahr ihr Minimum und erreicht etwa zur Sommersonnenwende ihr Maximum. Bei den individuenstarken Rassen der Westlichen Honigbiene, z. B. der Buckfast-Biene, können das 50.000 Tiere sein. Zeitlich dazu passend beginnt die Königin nach einer Winterpause, wenn an drei aufeinander folgenden Tagen 10 Grad und mehr erreicht worden ist, in der Regel etwa Mitte/Ende Februar (Nordhalbkugel), mit dem Eierlegen und erreicht gegen Ende Mai Spitzenwerte von bis zu 2000 Eiern am Tag – mehr als ihr eigenes Körpergewicht.
Pheromonquelle:
Neben ihrer Hauptaufgabe, dem Eierlegen während der Vegetationszeit, gibt die Königin über ihre Mandibeln die sogenannte Königinnensubstanz ab. Diese enthält ein Pheromon, das die anderen Weibchen, die Arbeitsbienen, in ihrer Geschlechtlichkeit hemmt und für das Wohlbefinden des ganzen Insektenstaates sorgt.
So merken die Bienen z. B. am Fehlen dieser Pheromone innerhalb kurzer Zeit, dass ihre Königin gestorben oder durch einen imkerlichen Eingriff verloren gegangen ist. Passiert das zu einer Zeit, in der Brut vorhanden ist, so fangen die Bienen an, einige Brutzellen von jungen Arbeiterinnenlarven zu Weiselzellen umzubauen und darin durch die andere Ernährung neue Königinnen als Ersatz nachzuziehen („Nachschaffung“).
Der Hochzeitsflug
Sechs bis zehn Tage nachdem eine junge Bienenkönigin geschlüpft ist, geht diese bei guter Witterung auf den Hochzeitsflug, um sich auf einem Drohnensammelplatz mit mehreren Drohnen zu paaren, deren Spermien sie in ihrer Samenblase bis an ihr Lebensende aufbewahrt und verwendet. Die Paarung findet in der Luft, im Flug statt.
Der Hochzeitsflug und die damit verbundene Mehrfachpaarung ist eine wesentliche Voraussetzung für die Akzeptanz der Königin als alleiniges sich reproduzierendes Weibchen und die Vitalität der Gesamtheit des Bienenvolks (des Biens).
Königinnenzucht

Der Königinnenzucht kommt eine besondere Bedeutung in der Imkerei zur Gute, nicht jeder Imker ist in der Lage aus seinem Bestand über züchterische Maßnahmen geeignete Nachzuchten guter Königinnen zu gewinnen. In den meisten Fällen dient die „Zucht“ lediglich der Vermehrung von Königinnen ohne eine Wesensanalyse des Zuchtmaterials durchzuführen. Zucht bedeutet aber mehr als nur die reine Vermehrung, sondern heißt gleichzeitig auch eine Selektion und Auswahl eines geeigneten Zuchtmaterials vorzunehmen.
In den meisten Fällen werden Königinnen alle 1 – 2 Jahre ausgetauscht, reinrassiges Zuchtmaterial mit guten Eigenschaften und hoher Legeleistung kann auch länger Volk verbleiben. Die stetige Volkserneuerung mit jungen Königinnen bewirkt kontinuierlich starke Völker die einen hohen Umsatz an Bienenmasse vorweisen können. Oftmals sind Königinnen ausschlaggebend für schwache Völker, auftretende Krankheiten oder stechlustige Bienen. In diesen Fällen sollte schnellstmöglich eine Umweiselung vorgenommen werden. In der Zucht ist es vom Imker gewünscht, die guten Eigenschaften wie Wabensitz, Honig- und Legeleistung, geminderter Schwarmtrieb und Sanftmut zu fördern und unerwünschte Eigenschaften zu reduzieren. Oftmals spielen jahrelange Erfahrung bei der Selektion des geeigneten Zuchtmaterials mit in die Beurteilung der Königinnen mit hinein. Gezüchtet wird ausschließlich von den besten Völkern, welche den geforderten Eigenschaften am ehesten entsprechen.
Ein Blick über den Tellerrand zu anderen Imkern sollte dabei nicht fehlen, auch hier finden sich häufig gute Bienenvölker, von denen weitergezüchtet werden kann. Ein Austausch von Zuchtmaterial erhöht zudem die genetische Vielfallt am eigenen Standort. Für die Zucht werden junge Eier, die zwischen 1 – 3 Tage alt sind, verwendet und in künstliche Weiselzellen umgelarvt. Der Zuchtrahmen mit 30 – 60 jungen Weiselzellen wird dann zur Anzucht in einen Brutableger gegeben, in dem welchem die Weiseln bis kurz vor dem Schlüpfen am 16. Tag verbleiben. Um ein Abstechen der Königinnen oder einen Schwarmabgang zu verhindern, sind die Königinnen vor dem Schlüpfen zu käfigen oder nach der Verdeckelung gar in einem Brutschrank aufzuziehen.

Weiselbecher aus Kunststoff:
Zur Zucht eignen sich Weiselbecher aus Kunststoff, diese sind universell einsetzbar und passen in verschiedene Zuchtsysteme.

Begattungskästchen:
Zur Königinzucht eigenen sich vorallem kleine Begattungskästchen, welche nur wenig Bienen zur Besiedelung benötigen. Nach der Begattung der Königin können diese wieder kurzfristig aufgelöst werden.
Belegstellen
Für gute Zuchtergebnisse und rasseechte Nachkommen der Bienen sollten die unbegatteten Königinnen vorzugweise nicht auf dem eigenen Stand begattet werden, sondern sind auf eine Belegstelle zu verbringen. Auf den Belegstellen wird durch einen Zuchtwart sichergestellt, dass sich nur Drohnen der gewünschten Bienenrasse auf den Drohnensammelplätzen zur Begattung der Königinnen befinden. Die Gewährleistung einer kontrollierten Paarung sorgt auch bei weiteren Nachzuchten für Königinnen der ursprünglichen Rasse ohne Einwirkungen von fremdem, genetischem Material. Die Führung eines Zuchtbuches sorgt für eine ausreichende Dokumentation der Nachzuchten und eine Nachvollziehbarkeit über Generationen der geförderten Eigenschaften des Zuchtmaterials. Die Sorgfalt mit welcher der Züchter seine Königinnen aussucht und heranzieht, spiegelt sich oftmals auch in den erzielten Resultaten wieder.


Der Schutzkreis
Laut Bayerischem Tierzuchtgesetz dürfen im Schutzkreis einer Belegstelle keine Bienen gehalten werden.
Eine Ausnahme bilden Bienenstände, welche dem Väterinäramt und dem Belegstellenleiter gemeldet wurden und auf denen nur Völker aufgestellt wurden, die nachweislich auf die jeweilige Zuchtlinie der Belegstelle umgeweiselt sind.
Eine weitere Ausnahme bilden die Vatervölker der Belegstelle und die, von den Züchtern fachgerecht erstellten Begattungseinheiten.
Der Schutzkreis liegt innerhalb eines 7,5 km großen Radiuses um das Bienenhaus der Belegstelle. Die Belegstelle und der Schutzkreis genießen staatlichen Schutz. Jeder Imker, der im Schutzkreis Bienen halten möchte, muss eigenständig dafür sorgen, dass seine Völker auf die jeweilige Linie umgeweiselt sind. Geeigneten Zuchtstoff kann man sich auf Anfrage leicht besorgen.
Das Gelingen einer Reinzuchtanpaarung auf einer Belegstelle hängt im Wesentlichen von den Imkern im Schutzkreis ab. Da auch unsere Imkerei im Schutzkreis einer Belegstelle liegt, in unserem Fall die Belegstelle Raggert des Imkervereins Berchtesgaden, haben wir eine besonders hohe Verantwortung.

Standort der Belegstelle Raggert im Nationalpark Berchtesgaden und Schutzkreis (Radius 7,5 km)

Schutzkreisgrenze im Bereich Ramsau bei Berchtesgaden. Innerhalb dieses Schutzkreises liegt auch unsere eigene Imkerei.
Vermehrung über den Schwarmtrieb
Die Vermehrung von Bienenvölkern und Königinnen über den natürlichen Schwarmtrieb und die unkontrollierte Paarung der Königinnen mit ansässigen Drohnen kann nicht als klassische Zucht bezeichnet werden, sondern erzeugt vielmehr eine angepasste, gemischtrassige Biene, die oftmals auch als Landbiene bezeichnet wird. Die Landbiene ist eine an die regionalen Gegebenheiten angepasste Biene verschiedener Rassen, welche auch durch ausschließliche Standbegattung bereits nach wenigen Generationen entsteht.

Gezielte Königinnenzucht
In den gängigen Imkerkursen wird die Zucht von eigenen Königinnen oftmals übersprungen, da dieses Themengebiet den Rahmen eines wöchentlichen Imkerkurses schnell ausreizen würde. Dabei ist die Vermehrung von eigenen Königinnen relativ einfach, sofern man gewisse Rahmenbedingungen beachtet. Die klassische Vorgehensweise ausreichend Königinnen aus besten, ausgewählten Bienenvölkern nachzuziehen ist der Weg über einen Sammelbrutableger. Dieser wird 9 Tage vor der eigentlichen Zuchtserie aus verschiedenen Bienenvölkern durch zusammenlegen von offenen und verdeckelten Brutwaben sowie den ansitzenden Bienen erstellt. Der Sammelbrutableger stellt das spätere Pflegevolk für die Weiselzellen.
Nach 9 Tagen werden dem weisellosen Sammelbrutableger alle angesetzten Weiselzellen gebrochen, es darf keine übersehen werden, andernfalls wird die Zuchtserie nicht gelingen. Anschließend werden in vorgefertigte Weiselbecher Larven jüngsten Alters aus dem Zuchtvolk zugehängt, welche durch die aufstrebende Bienenmasse mit vielen Jungbienen schnell angepflegt und ausgebaut werden. Bereits 5 Tage später sollten alle Weiselzellen verdeckelt sein und müssen verschult werden, damit die schlüpfenden Königinnen sich nicht abstechen oder gar geschwärmt wird.
Dafür eignen sich gut Lockenwickler, die über die Weiselzellen gestülpt werden. Sie fungieren als kleine Käfige und halten die frisch geschlüpfte Königin gefangen. Insgesamt 13 Tage nach dem Umlarven sind die Königinnen geschlüpft und der Sammelbrutableger kann in einzelne Begattungseinheiten / Ableger mit jeweils einer Königin aufgeteilt werden.
Die Begattungseinheiten bestehen aus einer unbegatteten Weisel (Königin) und etwa 1000 Arbeiterinnen. Wenn man, wie in unserem Fall im Schutzkreis einer Belegstelle liegt, ist außerdem darauf zu achten, dass keine Drohnen mit in die Begattungskästchen kommen, da diese das Gelingen einer Reinzuchtanpaarung auf der Belegstelle gefährden würden.
Aus einem stark gebildeten Sammelbrutableger mit 8 vollflächigen Brutwaben können problemlos 12 – 15 Ableger gebildet werden.
Bienen über Ableger vermehren
Mit Ablegern kann eine Imkerei einfach und schnell vergrößert werden und die Schwarmstimmung wird gedämpft. Denn wenn alles blüht und die Bienen kräftig brüten, denken sie ans Schwärmen.
Die Brutflächen in den Bienenvölkern wachsen stetig und die ersten Schwärme sind in diesem Jahr ausgezogen. Alle sieben Tage steht jetzt eine Schwarmkontrolle an. Durch Schröpfen der Bienenvölker gibt man der Königin Platz zum Stiften (Eier ablegen). Außerdem sinkt die Gefahr, dass sich diese mit einem Teil des Bien auf den Weg macht, um sich eine neue Behausung zu suchen. Schröpfen bedeutet, Bienenmasse zu entnehmen und daraus Ableger zu bilden. Das dämpft nicht nur eine sich ankündigende Schwarmstimmung, sondern ist auch eine Möglichkeit, die Varroabelastung im Bienenvolk zu reduzieren.
Für die Ablegerbildung gibt es zwei unterschiedliche Varianten: den einfachen Brutwabenableger oder den Sammelbrutableger – wie er auch für die gezielte Königinnenzucht verwendet wird.
Einfacher Brutwabenableger
Ein einfacher Ableger (Brutwabenableger) ist die gängigste Methode zur Völkervermehrung und Schwarmverhinderung.
Für einen einfachen Brutwabenableger entnimmt man dem Bienenvolk ein oder zwei Waben mit verdeckelter und offener Brut (frischen Stiften). Aus der offenen Brut ziehen sich die Bienen innerhalb der kommenden drei Wochen eine neue Königin nach. Das geschröpfte Wirtschaftsvolk erhält dafür entsprechend eine oder zwei Mittelwände zum Ersatz.
Sitzen auf der Wabe oder den Waben, die den Ableger bilden nicht genügend Bienen, kann man die Bienen einer weiteren Wabe zusätzlich in die neue Zarge (oder einen speziellen Ablegerkasten) stoßen. Wichtig: Die Königin desgeschröpften Volkes darf nicht im Ableger landen. Sie verbleibt im Ursprungsvolk, ansonsten hätten wir einen ungewollten Königin-Ableger.
Die Ablegerwabe(n) kommen zusammen mit einer Futterwabe und einem Leerrähmchen (ausgebaut oder mit Mittelwand) an den Rand einer Zarge oder in einen Ablegerkasten. Die Reihenfolge sieht wie folgt aus: Brutwabe, Leerrähmchen, Futterwabe. Dann wird der Ableger an einen Ort außerhalb des Flugradius der Bienen gebracht, damit die Flugbienen nicht zurück zum Wirtschaftsvolk fliegen.
Am Ablegerstand darf das Flugloch nur gut eine „Bienenbreite“ geöffnet sein. So ist das kleine Bienenvolk vor räubernden Bienen geschützt. Drei Wochen später erhält der brutfreie Ableger eine Sprühbehandlung mit Milchsäure gegen die Varroamilbe.
Was wird benötigt:
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Eine leere Beute (Ablegerkasten).
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2–3 Brutwaben: Diese müssen „weiselrichtig“ sein, das heißt: Sie müssen verdeckelte Brut und vor allem jüngste Brut (Eier oder ganz kleine Rundmaden) enthalten, damit sich die Bienen eine neue Königin nachschaffen können.
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1–2 Futterwaben: Mit Honig und Pollen.
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Aufsitzende Bienen: Die Bienen, die bereits auf den Brutwaben sitzen, reichen oft nicht aus. Schüttle zusätzlich Bienen von 1–2 weiteren Brutwaben dazu (Vorsicht: Die alte Königin muss im Muttervolk bleiben!).
So wird´s gemacht:
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Suche die Königin: Stelle sicher, dass die alte Königin im Muttervolk verbleibt.
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Bestückung: Hänge die Brutwaben in die Mitte des Ablegerkastens, die Futterwaben links und rechts daneben.
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Bienen dazugeben: Schüttle zusätzliche Jungbienen in den Kasten.
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Flugloch: Verenge das Flugloch auf etwa 1–2 cm (Schutz vor Räuberei, da der Ableger klein ist).
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Standort:
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Variante A: Den Ableger mindestens 3 km weit wegstellen (damit die Flugbienen nicht zum alten Stock zurückfliegen).
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Variante B (am Stand): Den Ableger am selben Ort lassen, aber deutlich mehr Bienen dazuschütteln, da die alten Flugbienen zurückkehren werden.
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Was passiert danach?
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Nach 9 Tagen: Kontrolliere den Ableger. Die Bienen sollten „Nachschaffungszellen“ (Weiselzellen) auf der Brutwabe gezogen haben. Wenn es zu viele sind, breche die schwächsten aus und lasse nur 1–2 schöne Zellen stehen.
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Nach ca. 4 Wochen: Die neue Königin sollte geschlüpft, begattet worden sein und in Eilage gehen. Erst dann siehst du wieder frische Stifte.
Achte darauf, dass der Ableger immer genug Futter hat, besonders wenn schlechtes Wetter herrscht, da er anfangs keine eigenen Flugbienen hat.


Ablegerkasten mit Brutwaben-Ableger auf unserem ehemaligen Ablegerstand am Hochschwarzeck welcher über 3 km von unserem Bienenhaus entfernt lag. Diese Variante ist die bessere, aber nicht für jeden Imker ohne weiteres umsetzbar (Grundstück in passender Entfernung).
(c) boensch
Sammelbrutableger
Ein Sammelbrutableger ist ein künstlich gebildetes Bienenvolk, das aus Brutwaben mehrerer Spendervölker (meist 6–10 Waben) sowie den darauf sitzenden Bienen zusammengestellt wird. Diese Methode dient primär der effizienten Völkervermehrung, der Königinnenzucht und der Schwarmverhinderung in den Ursprungsvölkern.
Laut Otto Boecking eignet sich das Verfahren des Sammelbrutablegers für Imker mit mehr als fünf Bienenvölkern. Man entnimmt mehreren Völkern jeweils ein bis zwei Brutwaben und achtet wiederum darauf, dass keine Königin im Sammelbrutableger landet. Die Brutwaben kommen vereint in eine Zarge, die dann zusammen mit einer Futterwabe gut gefüllt ist.
So hat man einen „normalen“ Sammelbrutableger, der sich wie der einfache Ableger verhält, aber viel schneller erstarkt und zum Wirtschaftsvolk wird.
Vorteile und Zweck:
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Schwarmverhinderung: Durch das Entnehmen von 1–2 Brutwaben ("Schröpfen") wird der Druck in den starken Wirtschaftsvölkern reduziert.
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Königinnenzucht: Der Ableger verfügt nach wenigen Tagen über eine enorme Masse an jungen Ammenbienen, was ihn zum idealen "Pflegevolk" für die Aufzucht hochwertiger Königinnen macht.
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Varroa-Management: Da der Ableger zunächst keine legende Königin hat, entsteht eine Brutpause. In diesem brutfreien Zustand kann die Varroamilbe sehr effektiv bekämpft werden.
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Hohe Erfolgsrate: Die Vermischung von Bienen aus verschiedenen Völkern führt dazu, dass eine neu zugesetzte Königin oft besser angenommen wird, da kein einheitlicher "Volksgeruch" dominiert.
Schritt-für-Schritt-Anleitung:
Das klassische Verfahren (z. B. nach der 4-Schritte-Methode) folgt einem engen Zeitplan:
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Bildung des Ablegers
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Entnimm 8–10 Brutwaben (idealerweise überwiegend verdeckelt) aus verschiedenen gesunden Völkern.
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Wichtig: Stelle sicher, dass keine Königin mitgenommen wird.
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Füge mindestens eine Futterwabe und eine Pollenwabe hinzu.
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Verstelle den Ableger idealerweise an einen neuen Standort (außerhalb des Flugradius von ca. 3 km), damit die Flugbienen nicht zurückkehren
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Nach 9 Tagen: Kontrolliere den Ableger. Die Bienen sollten „Nachschaffungszellen“ (Weiselzellen) auf der Brutwabe gezogen haben. Wenn es zu viele sind, breche die schwächsten aus und lasse nur 1–2 schöne Zellen stehen.
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Nach ca. 4 Wochen: Die neue Königin sollte geschlüpft, begattet worden sein und in Eilage gehen. Erst dann siehst du wieder frische Stifte.
Sammelbrutwabenableger
(mit integrierter Königinnenzucht)
Möchte man nun die Königinnenzucht integrieren, gilt ein strikter Ablauf:
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Tag 0: Bildung des Ablegers
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Entnehmen Sie 8–10 Brutwaben (idealerweise überwiegend verdeckelt) aus verschiedenen gesunden Völkern.
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Wichtig: Stellen Sie sicher, dass keine Königin mitgenommen wird.
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Fügen Sie mindestens eine Futterwabe und eine Pollenwabe hinzu.
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Verstellen Sie den Ableger idealerweise an einen neuen Standort (außerhalb des Flugradius von ca. 3 km), damit die Flugbienen nicht zurückkehren.
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Tag 9: Zellen brechen & Zuchtstoff geben
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Alle im Ableger selbst gezogenen Nachschaffungszellen müssen sorgfältig ausgebrochen werden.
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Hänge nun einen Zuchtrahmen mit jungen Larven (Umlarven) oder eine edle Weiselzelle ein.
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Tag 14–19: Verschulen oder Aufteilen
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Die verdeckelten Königinnenzellen werden geschützt (verschult), damit die erste schlüpfende Königin die anderen nicht absticht.
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Oft wird der starke Sammelbrutableger nun in mehrere kleine Begattungseinheiten aufgeteilt.
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Vermehrung über Fluglings-Ableger
Eine sehr einfache Variante einen Flugling zu erstellen, die Bienenbeute einfach umzustellen. Es sollte bereits Mai sein, und es sollte gutes Flugwetter für die Bienen herrschen. Das ist insofern wichtig, damit die Bienenbrut im Flugling nicht des Nachts noch erfriert. Zur Sicherheit reicht es jedoch auch, ein paar Ammenbienen auf der Brutwabe zu lassen.
Flugling erstellen:
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Auf gutes Wetter warten!
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Die Bienenbeute einfach verstellen. Es reicht zwar sie einen halben Meter weiter zu rücken, zehn Meter ist aber noch besser, da sich Bienen zum Teil auch über den Geruch orientieren.
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An den Platz wo der Bienenstock stand, kommt jetzt eine neue Beute. Dort hinein hängt man eine Brutwabe, eine Mittelwand und eine Futterwabe. Auf der Brutwabe sollte sich jüngste Bienenbrut befinden. Das heißt: Es sollten Stifte oder frisch geschlüpfte Bienenmaden vorhanden sein. Die Fläche mit der jungen Brut sollte wenigstens handtellergroß sein. Man kann auch mehr Brutwaben oder Leerwaben, bzw. Futterwaben zuhängen. Weniger sollten es aber nicht sein. Zwischen Brutwabe und Futterwabe gehört eine bis zwei Mittelwände oder Leerwaben. Später im Jahr (ab Juni) empfiehlt es sich ggf. mehr als eine Brutwabe zu verwenden.
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Die Beute, bzw. Zarge sollte mit Waben aufgefüllt werden.
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Die Sammelbienen aus dem alten Volk, werden jetzt mit der Zeit alle in der neu aufgestellten Beute landen. Da keine Weisel vorhanden ist, werden sie sich aus der unverdeckelten Brut eine neue Bienenkönigin ziehen.
Sammlerinnen sind immer die ältesten Bienen eines Volkes, da sie in ihrem letzten Lebensabschnitt erst zu einer Sammelbiene werden. Das muss man beachten, wenn man eine Königin zusetzen möchte.
Es spricht nichts dagegen bei der Bildung eines Fluglings eine neue Königin zuzusetzen. Allgemein sind junge Bienen etwas williger in der Annahme einer Königin, allerdings ist das Risiko eines Verlustes der Königin gering, wenn man sie im Zusetzkäfig unter Futterteigverschluss zuhängt.
Flugling erstellen (Weiselrichtig):
Die andere Methode zur Erstellung eines Fluglings ist die Variante die Weisel mit in die neue Beute zu geben. Diese Variante hat den Vorteil, dass die Sammelbienen durch das Vorhandensein der Königin weiter sammelfreudig bleiben und damit ggf. noch Honig eintragen.
Vor- und Nachteile des Fluglings:
Das erstellen eines Fluglings ist in der Imkerei eine der wirkungsvollsten Methoden zur Schwarmverhinderung, denn ohne Flugbienen wird das Volk kaum Schwärmen. Allerdings sinkt die Honig-Ernte bei dieser Maßnahme durchaus etwas ab. Auch der Arbeitsaufwand durch das Umstellen und Umhängen ist zu beachten.
Zeichnung & Schlupfjahrmarkierung
Das Zeichnen von Königinnen gehört zu den Aufgaben eines Imkers.
Wir gehen hier kurz darauf ein, auch, wenn es natürlich jedem selbst überlassen bleibt, ob er seine Königinnen zeichnen / markieren möchte.
Die Jahresfarben sind international einheitlich und wiederholen sich alle fünf Jahre in der gleichen Reihenfolge, beginnend mit der Farbe Weiß. Der Turnus beläuft sich auf 5 Jahre, da davon ausgegangen werden kann, dass die Königin nicht älter wird (normalerweise erfolgt alle 2 Jahre ein Tausch der Königin). Die Zeichnung der Königin bietet zudem noch den Vorteil, diese bei der Durchsicht des Volkes schneller zu finden, falls dies nötig ist. Sollte bei einer Kontrolle plötzlich eine Königin ohne Zeichenplättchen auftauchen, kann von der "Stillen Umweiselung" ausgegangen werden (oder das Plättchen ist einfach abgefallen.
Aus unterschiedlichen Gründen, insbesondere zur Altersbestimmung und der schnellen Identifikation im Bienenstock, zeichnen Imker ihre Königinnen mit einem aufgeklebten, teils auch nummerierten, Opalith-Farbplättchen, Zeichenfarbe oder Zeichenstift auf dem Rückenpanzer des Thoraxsegments. So ist bei der Durchsicht des Volkes auf den ersten Blick zu erkennen, aus welchem Jahr die Königin stammt und wie alt sie ist.
Die Königin wird gezeichnet, indem sie aus dem Bienenstock kurzzeitig entnommen und in eine Haltevorrichtung eingesperrt wird. Mit einem mit Watte beschichteten Kolben wird der Platz für die Königin verringert, wodurch sie in der schmalen Öffnung, die sich am oberen Ende der Markierungsapparatur befindet, festgehalten wird. So kann der Imker das Insekt zeichnen und nach kurzem Trocknungsvorgang wieder in das Volk zurücklassen. Handelsübliche Plättchen enthalten mitunter winzige aufgedruckte Zahlen. Zur Befestigung wird ein ungiftiger Kleber verwendet.

Jahresmarkierungen für Bienenköniginnen


Bienen mit ungezeichneter Königin auf einer Brutwabe. In den unverdeckelten Waben sind die Larven zu erkennen (Foto: Waugsberg)

Bienen mit gezeichneter Königin. Die Markierung dient insbesondere zur Altersbestimmung und der schnellen Identifikation im Bienenstock.
Drohnen- und Buckelbrütigkeit
Bedrohlich für ein Bienenvolk ist der Verlust der Königin außerhalb der eigentlichen Brutzeit. In einem solchen Fall ist entweder gar keine Brut vorhanden, sodass auch keine neue Königin nachgeschafft werden könnte, oder es könnte zwar eine junge Königin aus der Brut nachgezogen werden, diese würde aber aufgrund des Fehlens von Drohnen oder geeigneten Umweltbedingungen für den Hochzeitsflug nicht begattet.
Im ersten Fall fangen nach einiger Zeit einige Arbeitsbienen, sogenannte Afterweisel, an, Eier zu legen (Buckelbrütigkeit oder Buckelbrut). Im zweiten Fall legt die junge Königin nach meistens drei bis vier Wochen nur unbefruchtete Eier (Drohnenbrütigkeit). Letzteres tritt auch ein, wenn der alten Weisel Sperma fehlt oder wenn sie erkrankt ist. In beiden Fällen entsteht ausschließlich Drohnenbrut (männliche Parthenogenese) in mitunter größerer Menge, woran das Bienenvolk dann aufgrund der fehlenden Volkserneuerung – also fehlender diploider Arbeiterinnen – zugrunde geht. In der Imkerei kann ein solches Volk mitunter durch das Entfernen der alten Königin, soweit vorhanden, und Einsetzen einer jungen Weisel gerettet werden, doch ist dieser Eingriff selten erfolgreich, denn zahlreiche Randbedingungen sind zu beachten und auch die Akzeptanz der Pheromone der Weisel durch die Arbeiterinnen spielt eine Rolle.

Von einer Afterweisel gelegte Eier. Auffällig ist, dass sich die Eier nicht in der Mitte des Zellenbodens befinden und eine Zelle doppelt bestiftet ist. (Foto: HaMF)
Eine Ausnahme stellt die Kapbiene Apis mellifera capensis dar. Fehlt die ursprüngliche Königin, so beginnen nach etwa drei Tagen ein paar Arbeiterinnen, unbefruchtete Eier zu legen, aus denen dann aber – und das ist das Besondere – überwiegend Arbeiterinnen entstehen (weibliche Parthenogenese). Aus diesen Eiern können sogar wieder Königinnen aufgezogen werden. Diese Möglichkeit setzt sich jedoch nicht als gewöhnliche Fortpflanzungmöglichkeit durch, da mit der Parthenogenese mittelfristig evolutionäre Nachteile verbunden sind.
Afterweisel / Drohnenmütterchen
Die echte Drohnenbrütigkeit tritt zumeist im Frühjahr oder Spätherbst auf, wenn kein oder nur noch ein sehr kleines Brutnest besteht. In der Regel war zum Zeitpunkts des Versterbens der begatteten Königin nicht mehr ausreichend junge Brut im Volk, sodass aus einer oder mehreren Arbeitsbienen sogenannte Afterweiseln oder Drohnenmütterchen entstehen, welche im Körperbau den normalen Arbeitsbienen sehr ähnlich sind, aber unbefruchtete Eier in die Zellen legen. Zu erkennen ist ein drohnenbrütiges Volk mit Afterweiseln über das uneinheitliche Brutnest, bei dem sich zumeist mehrere Eier in einer Zelle befinden, nicht über die gesamte Wabenfläche bestiftet wurde und die Eier zumeist an den Zellwänden geheftet wurden. Weil die eierlegenden Arbeitsbienen nicht zu erkennen sind, sollte zur Behandlung die Bildung eines Feglings genutzt werden.
Dabei werden alle Bienen sorgfältig von den Waben abgekehrt und die Beute ordentlich ausgeklopft. Es darf keine einzige Biene übersehen werden, denn jede von ihnen könnte eine Afterweisel sein. Die normalen Arbeiterinnen kehren anschließend zur Beute zurück. Afterweisel können aufgrund dessen, dass sie begonnen haben Eier zu legen, nicht mehr fliegen und somit nicht zum Bienenstock zurückkehren.
Anschließend ist dem Volk unmittelbar eine begattete Königin beizusetzen.
Als präventive Maßnahme gegen drohnenbrütige Völker hilft nur die rechtzeitige Erneuerung der Königin nach spätestens 2 Jahren. Ebenfalls ist ein sorgsamer Umgang mit den Bienen vorteilhaft, um die Königin bei der Durchsicht des Bienenvolkes nicht zu quetschen oder gar versehentlich zu töten. Nach spätestens 6 Wochen ab Auftreten der Drohnenbrütigkeit ist ein Totalverlust des Bienenvolkes unvermeidlich, denn nach spätestens 42 Tagen ist auch die letzte Arbeitsbiene am Ende ihres Lebenszyklus angekommen.

Ein weiselrichtiges Bienenvolk lässt sich sogar bei einem aufmerksamen Blick aufs Fluglocherkennen:
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Reger Polleneintrag: Das wohl sicherste äußere Anzeichen für ein weiselrichtiges Volk ist, wenn Bienen fleißig Pollen eintragen. Dies deutet darauf hin, dass Brut vorhanden ist, die mit Pollen versorgt werden muss.
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Stetiger Flugbetrieb: Ein gesundes Volk zeigt einen ruhigen, stetigen Flugbetrieb und Bienen fliegen zielstrebig ein und aus.
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Kein "Brausen": Im Gegensatz zu weisellosen Völkern, die oft ein charakteristisches, lautes, klagendes Geräusch (Brausen) am Flugloch zeigen, sind weiselrichtige Völker ruhiger.
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Sauberes Flugloch: Es befinden sich keine Anzeichen von Panik oder chaotischem Flugverhalten vor dem Flugloch.

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