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Als Imker durchs Bienenjahr

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Westliche Honigbiene (Apis mellifera)
© calliopegirl

Der Bienenkalender

Das biologische Bienenjahr beginnt im Spätsommer (August) mit der Aufzucht der langlebigen Winterbienen und endet im darauffolgenden Juli mit der letzten Honigernte. Die Entwicklung des Volkes richtet sich dabei nicht nach starren Kalenderdaten, sondern nach den zehn Jahreszeiten des phänologischen Kalenders (Zeigerpflanzen) und der Witterung.

Spätsommer bis Winter

August – Januar (Vorbereitung und Ruhe)

August:
Das neue Bienenjahr startet. Die langlebigen Winterbienen werden erbrütet. Imker füttern das Volk mit Zuckerwasser für den Winter auf.

 

September & Oktober:
Die letzten Sommerbienen sterben. Sinken die Temperaturen unter den Gefrierpunkt, ziehen sich die Bienen im Kasten eng zur Wintertraube zusammen, um die Königin zu wärmen.

 

November bis Januar:

Absolute Winterruhe. Das Volk ernährt sich vom eingelagerten Futter. Im Dezember erfolgt bei Brutfreiheit die wichtige Restentmilbung gegen die Varroa-Milbe.

Frühling

Februar – April (Erwachen und starkes Wachstum)

Februar & März:

Bei den ersten milden Tagen über 10 °C starten die Bienen ihren Reinigungsflug, um ihre Kotblase außerhalb des Stocks zu leeren. Die Königin beginnt wieder mit der Eiablage.

 

April:

Die Brutaktivität explodiert mit dem Blühen von Weiden, Kirschen und Löwenzahn. Das Volk wächst rasant.

Sommer

Mai – Juli (Höhepunkt und Saisonende)

Mai:

Der Höhepunkt der Volksstärke wird erreicht (bis zu 60.000 Bienen). Es ist Haupterntezeit für den Frühtrachthonig (z.B. Raps) und der Beginn der Schwarmzeit, in der sich Völker durch Teilung natürlich vermehren.

Juni:

Zeit der maximalen Brut und der Sommerhonig-Ernte (Linde, Kastanie). Es findet die "Weiselerneuerung" statt, bei der oft neue Königinnen herangezogen werden.

 

Juli:

Das Bienenjahr neigt sich dem Ende zu. Bei der Drohnenschlacht werden die männlichen Bienen (Drohnen) aus dem Stock geworfen, da sie für den Winter nicht mehr gebraucht werden. Ende Juli erfolgt die letzte Honigschleuderung und der Start der Varroa-Behandlung

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