Utricularia jamesoniana
(Canon del Diablo, Auyan Tepui)
Utricularia jamesoniana ist eine kleine, ausdauernde, epiphytische, fleischfressende Pflanze aus der Familie der Linsengewächse (Lentibulariaceae). Sie ist in Mittelamerika, den Antillen sowie im nördlichen und westlichen Südamerika heimisch. Genauer gesagt kommt sie in Bolivien, Brasilien, Kolumbien, Costa Rica, Ecuador, Französisch-Guayana, Guatemala, Guyana, Nicaragua, Panama, Peru, Suriname und Venezuela sowie auf den Inseln Guadeloupe, Hispaniola, Dominica und Martinique vor.
Die Art wurde 1860 erstmals von Daniel Oliver beschrieben und publiziert.
Ihr Lebensraum sind moosbewachsene Baumstämme in Bergnebelwäldern oder Tieflandregenwäldern in Höhenlagen von Meereshöhe bis 2.500 m. Sie blüht ganzjährig.
Alle Utricularias sind Fleischfresser und fangen kleine Organismen mit ihren Saugfallen. Landlebende Arten neigen dazu, winzige Fallen zu haben und ernähren sich von kleinen Protozoen und Rädertierchen.
Utricularia jamesoniana
Pflegebedingungen von Tepui-Pflanzen:
Die Klimaverhältnisse auf den Tepuis unterscheiden sich drastisch von denen in der Ebene. Dort sind vor allem die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht ausgeprägter, die Temperaturen sind im Allgemeinen niedriger, die Sonneneinstrahlung ist höher und durch konstanten Nebel und Regen ist es nasser als in der Ebene, wenn auch Niederschlagswasser nicht gespeichert wird, weil kaum Boden vorhanden ist und das Wasser sofort oberirdisch abläuft.All diese Bedingungen müssen auch bei der Pflege von Tepui-Pflanzen beachtet werden. Ähnlich wie auch bei anderen tropischen Hochlandpflanzen, brauchen die Tepui-Gewächse eine Nachtabsenkung. Am Tag sollte es nicht wärmer als 25° C und in der Nacht am besten nicht wärmer als 15° C.
Umso kühler es Nachts wird, umso besser. Temperaturen bis 5° C sind kein Problem. Auf manchen Tepuis kommen gelegentlich sogar Fröste vor. Am Tage wird es dann aber trotzdem wieder relativ warm.Außerdem ist eine hohe Luftfeuchtigkeit wichtig. Ein Überbrausen mit Regenwasser oder Osmosewasser, einmal am Tag kommt dem Wohlbefinden der Pflanzen sehr entgegen. In Terrarien lassen sind Beregnungsanlagen von Vorteil, welche per Zeitschaltuhr mehrmals tägliche Regenschauer simulieren. Wenn ein Terrarium für Tepui-Bewohner nicht an einem ausreichend kühlen Ort (z.B. Keller) steht um die nächtliche Temperaturabsenkung zu garantieren, so muss auch dafür Technik, in Form von Kühlaggregaten, Ventilatoren etc. eingesetzt werden.

