Steckbrief:
Rötliches Torfmoos
Sphagnum rubellum
Sphagnum rubellum ist ein Torfmoos, das in der Gattung Torfmoose (Sphagnum) geführt wird und zu der Abteilung der Laubmoose (Bryophyta) gehört. Es wird im deutschen Sprachraum „Rötliches Torfmoos“ oder seltener auch „Rotes Torfmoos“ genannt.
Vorkommen:
Das Rötliche Torfmoos ist zirkumpolar in der Holarktis vom nordamerikanischen Kontinent mit Grönland, Kanada und dem nordwestlich gelegenen Bundesstaat Oregon und nordöstlichen Bundesstaaten der USA über Asien bis nach Europa verbreitet. Die europäischen Vorkommen werden beispielsweise mit Schweden, Polen, Deutschland, Frankreich und Italien angegeben; weitere mitteleuropäische Vorkommen werden aus Österreich und der Schweiz beschrieben.
Das Rötliche Torfmoos besiedelt oligotrophe und ombotrophe, nur durch Regenwasser versorgte Standorte in Hochmoorbereichen mit pH-Werten von 3,4 bis 5,6 und bildet ausgedehnte Matten und Bulte sowohl in niedrigen als auch hohen Lagen.
Das Rötliche Torfmoos findet man in Gesellschaft des Schmalblättrigen Torfmooses (Sphagnum angustifolium), mit dem Hain-Torfmoos (Sphagnum capillifolium), dem Trügerischen Torfmoos (Sphagnum fallax), dem Braunen Torfmoos (Sphagnum fuscum), dem Magellans Torfmoos (Sphagnum magellanicum), dem Warzigen Torfmoos (Sphagnum papillosum), mit Sphagnum recurvum und Sphagnum tenellum.
Das Rötliche Torfmoos kann mit dem Hain-Torfmoos (Sphagnum capillifolium) verwechselt werden. Unterscheidungsmerkmale sind jedoch stets gerade Astblätter und meist größere Köpfchen des Hain-Torfmooses. Weiters kann das Rötliche Torfmoos durch den Standort in Bülten auf Hochmooren von allen anderen roten Arten der Sektion Acutifolia unterschieden werden.
Kultivierung von Shagnum-Moosen im Moorbeet und am Teich:
Es gibt eine ganze Reihe einheimische Torfmoosarten, die sich hervorragend für einen Platz im Moorbeet eignen. Sie wachsen sowohl auf torfigem Boden als auch unter Wasser. Sphagnum-Moose sind die Grundlage unserer Moorbildung und Torflieferanten. Im Moorbeet bilden sie zahlreichen kleinen Tieren Schutz und zugleich eine Grundlage für andere Moorbeetpflanzen wie z.B. den rundblättrigen Sonnentau.
Beispiele zur Kultivierung werden im folgenden Abschnitt an drei verbreiteten Spagnum Arten, nämlich Sphagnum capillifolium, Sphagnum rubellum und Sphagnum angustifolium beschrieben.
Das Hain-Torfmoos Sphagnum capillifolium, auch Halbkugelkopfiges Torfmoos genannt wird am besten an den Rand des Moorbeetes gesetzt, denn auch in der Natur wächst in der Randzone der Moore, in lichten Wäldern und an moorigen Heideflächen.
Das Rote Torfmoos Sphagnum rubellum kommt dagegen in das etwas tiefer gelegene Zentrum des Moorbeetes; es braucht keinen Bodenkontakt, sondern wächst auf sich zersetzenden älteren Torfmoosschichten. Ersatzweise kann als Substrat auch ungedüngter Torf (Torf ist ja schließlich aus unter Luftabschluss zersetztem Sphagnum entstanden) oder – um unsere letzten europäischen Torfmoore zu schützen – gepresste Kokosfaser genommen werden. Torfmoose dürfen nur vom Regenwasser benetzt werden oder man verwendet ersatzweise auch weiches, kalkfreies Wasser aus dem Gartenteich, aber nie Leitungswasser!
Das Schmalblättrige Torfmoos Sphagnum angustifolium ist eine unserer häufigsten und am weitesten verbreiteten Hochmoorpflanzen. Es kann daher besonders vielseitig im Moorbeet eingesetzt werden, da es sowohl trockenere als auch unter Wasser stehende Bereiche toleriert. Torfmoose finden sogar Verwendung als Füllmaterial von Hanging Baskets oder Blumengestecken. Auch die im Gartenfachhandel erhältlichen Torfquelltöpfchen bestehen zum großen Teil aus gepresstem Torfmoos.
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Artikelnummer: AKW0393
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