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Der Rote Piranha (Pygocentrus nattereri, Syn. Serrasalmus nattereri), auch "Natterers Sägesalmler" genannt, ist ein Raubfisch aus dem tropischen Südamerika. Er gehört zur Gattung Pygocentrus und zur Familie der Sägesalmler (Serrasalmidae). Dieser Piranha hat das größte Verbreitungsgebiet.

 

Das Verbreitungsgebiet des Roten Piranha erstreckt sich über das Amazonas- und Orinocogebiet, alle Guayana-Länder sowie den Río de la Plata, Río Paraguay und den Río Paraná.

In Brasilien wird der Rote Piranha wegen seiner kräftigen roten Bauchfärbung oft Piranha Vermelha oder Piranha Caju und im spanischsprachigem Raum meist einfach nur Piraña genannt.

Der Rote Piranha ernährt sich überwiegend von Fischen, Insekten Krebstieren und Mollusken, er nimmt jedoch auch pflanzliche Nahrung zu sich.

Diese Fische sind typische Lauerjäger, die früh am Morgen und in der Abenddämmerung ihrer Beute auflauern. Sie verstecken sich in der Unterwasservegetation und schnappen sich ihre Beute von hinten. Der Rote Piranha jagt als Einzelgänger oder zusammen mit zwei oder drei Artgenossen.

 

Der Rote Piranha erreicht eine maximale Größe von etwa 30 cm, wobei die Männchen im Allgemeinen kleiner bleiben. Das bislang größte Exemplar wurde im Río Cuiaba im Pantanal im brasilianischen Bundesstaat Mato Grosso do Sul gefangen. Ein 3,8 Kilogramm schweres Exemplar stammte aus dem Rio Xingu.

 

Der Rote Piranha (Pygocentrus nattereri wird in freier Natur maximal etwa 15 Jahre alt. In Gefangenschaft kann er bis zu 30 Jahre alt werden.

 

Lebensweise, Lebensraum, Vorkommen:
Das Verbreitungsgebiet des Roten Piranha erstreckt sich über das Amazonas- und Orinocogebiet, alle Guayana-Länder sowie den Río de la Plata, Río Paraguay und den Río Paraná. Er kommt somit in Venezuela, Kolumbien, Französisch-Guayana, Surinam, Guayana, Ecuador, Peru, Brasilien, Bolivien, Paraguay, Argentinien und Uruguay vor.

Im brasilianischen Pantanal kommt er in den Flüssen und periodisch miteinander verbundenen Seen und Lagunen häufig vor. In Flüssen wie dem Rio Negro und Rio Machado, welche eine hohe Primärproduktion aufweisen, tritt er ebenfalls sehr häufig auf.

 

Ernährung:
Das Nahrungsspektrum des Roten Piranha (Pygocentrus nattereri) ist vielfältig, er ernährt sich von Fischen, Aas, Insekten, Krebsen, Weichtieren und nimmt auch pflanzliche Nahrung auf.

Kleinere Tiere begeben sich vorwiegend tagsüber auf Nahrungssuche, während mittlere und große Exemplare die Dämmerstunden am Morgen und am Abend bis etwa 22:00 Uhr bevorzugen. Innerhalb der Gruppen bilden sich Hierarchien heraus.

Typisch ist die Lauerjagd aus dichter Vegetation heraus, Gruppen von 20 bis 30 Exemplaren warten im Schutz von Vegetation auf potenzielle Beute. Diese wird üblicherweise von hinten oder unten angegriffen, nachdem sie das Versteck passiert hat. Angriffe werden häufig von Einzeltieren, gefolgt von ein bis zwei Artgenossen ausgeführt. Gelegentlich verlässt als Reaktion auf plötzliche Bewegungen im Wasser, ins Wasser gefallene Objekte oder Fischschwärme, die die Lauerstellung passieren, auch die ganze Gruppe die Deckung.

Neben dieser Überfalltaktik spielt auch die Verfolgungsjagd im offenen Wasser eine Rolle, auch ihr geht häufig eine Wartestellung in der Vegetation voraus. Bei der Jagd nach Insekten, Weichtieren und Krebsen werden Pflanzen oder der Gewässergrund visuell auf mögliche Beute untersucht, während der Fisch seine Position hält. Geeignete Nahrung wird dann mit einer plötzlichen Vorwärtsbewegung ergriffen ("scan-and-pick tactic").

Der Rote Piranha schließt sich immer wieder in Schwärmen zusammen, die weniger der Beutejagd, sondern vielmehr dem Schutz vor Fressfeinden wie Flussdelfinen, Kaimanen und Piracucus dient.

Der Zusammenschluss in Schwärmen senkt das Stressverhalten der Piranhas deutlich. Trennt man ein Individuum vom Schwarm, so zeigt es ein deutliches Angstverhalten wie eine verstärkte Atem- und Herzfrequenz.

Die Schwärme sind unbeständig, während sich die größeren adulten Exemplare im Kern des Schwarms aufhalten, finden sich die jüngeren Exemplare am Außenbereich und sind ständig auf Beutesuche. Der Erhaltungsbedarf der juvenilen Tiere ist höher als der der Alttiere, deswegen zeigen sie wesentlich mehr Aktivität und schnappen nach potenzieller Beute.

Adulte Exemplare haben in der Schwarmmitte höhere Überlebenschancen gegenüber Angriffen von Räubern und ernähren sich von den Resten, die von den Jungtieren übrig bleiben. Kommt es zum Fressrausch, dann können sich die Tiere teilweise auch gegenseitig verletzten.

Beobachtet wurde eine auffallend schnelle Wundheilung bei verletzten Piranhas. In Trockenzeiten werden die Schwärme, die sich normalerweise auf einen großen Wasserkörper verteilen, auf dichten Raum in Schwärmen von 50, 100 oder mehr Fischen und teilweise auch Fressfeinden zusammengedrängt zusammen, was ihre Aggressivität enorm steigert.

 

Roter Piranha (Pygocentrus nattereri)

Artikelnummer: AKW0541
29,90€Preis
inkl. MwSt. |
Anzahl
Nicht verfügbar
    • Herkunft: Südamerika (Amazonasbecken, Orinoco, Flusssysteme in Guayana, Paraguay und Paraná)
    • Wasserwerte: weich bis mittelhart, pH ca. 5,5 - 7,5
    • Temperatur: 20 - 28 °C
    • Beckengröße: ab 500 Liter
    • Futter: Fleischfresser: Fischfilet, Garnelen, Lebendfutter
    • Größe: 20 - 30 cm
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