Der Ringelsocken-Kopfsteher, häufig auch als Ringelsöckchen bezeichnet ist im Orinoco, dem Casiquiare, dem Rio Negro, dem Einzug des Rio Tapajos und im oberen Rio Xingu verbreitet, man nimmt an, dass die Art häufig übersehen wurde und ein noch größeres Verbreitungsgebiet hat. Die einzelnen Populationen unterscheiden sich zwar farblich etwas – den höchsten Rotanteil in den Körperringen haben die Ventuari-Fische, die aus dem Xingu z. B. sind eher gelb – aber insgesamt konnten Britski et al. bislang keine Unterschiede finden, die das Aufstellen neuer Arten oder Unterarten rechtfertigen würden.
Dieser außergewöhnliche Kopfsteher wird etwa 10-12 cm groß. Er ist darauf spezialisiert, die Unterseite von Hölzern abzuweiden. Ein ganz außergewöhnliches Merkmal der Art ist die „ausgefranste“ Unterlippe. Wie alle Kopfsteher ist die Art innerartlich etwas aggressiv, doch können durchaus mehrere Exemplare gemeinsam gepflegt werden. Die Beobachtung unserer Exemplare lässt die Annahme zu, dass die Männchen etwas kleiner und zierlicher als die Weibchen sind. Bei uns zeigen sich die Fische wenig empfindlich. Man sollte die Art allerdings etwas wärmer als üblich pflegen, 24°C stellen die Untergrenze der empfohlenen Temperatur dar.
Ringelsöckchen (Synaptolaemus latofasciatus)
- Herkunft: Orinoco- und Rio-Negro-Zuflüsse (Venezuela, Kolumbien, Brasilien)
- Wasserwerte: weich bis mittelhart, pH 5,5–7,5
- Temperatur: 24 – 28 °C
- Beckengröße: ab 120 cm
- Bepflanzung: Randbepflanzung, freier Schwimmraum
- Futter: Omnivor mit pflanzlichem Fokus: Flocken, Algenfutter, feines Frostfutter
- Geschlechts-Unterschiede: äußerlich kaum erkennbar
- Maximale Größe: 10 bis 12 cm

