Steckbrief:
Bitterling
Rhodeus amarus
Temperatur:
15° C - 24° C
pH-Wert:6,5 - 7,4
Gesamthärte:
< 10°
Wasserregion:
Mitte
Aquarium:
ab 80 Liter
Fütterung:
Allesfresser: Lebend-, Trocken- und Frostfutter
Haltung:
Das Becken sollte eine dichte Bepflanzung, jedoch auch viel freien Schwimmraum aufweisen. Zur Fortpflanzung brauchen Bitterlinge eine Teichmuschel und diese sollte unbedingt vorhanden sein.
Fortpflanzung:
Im Alter von zwei bis drei Jahren wird der Bitterling (Rhodeus amarus) geschlechtsreif. Seine Fortpflanzung ist hochgradig spezialisiert: zur Laichzeit (April - Juni) bei Wassertemperaturen von mehr als 17° C sucht sich das prächtig bunt gefärbte Männchen des Bitterlings eine Muschel aus, die es gegenüber anderen Rivalen verteidigt.
Das Weibchen des Bitterlings hat zur Fortpflanzungszeit eine bis zu 5 cm lange pinkfarbene Legeröhre (Ovipositor) ausgebildet, mit deren Hilfe es jeweils mehrere Eier in die Afteröffnung der Muschel einführt. Unmittelbar darauf gibt der männliche Bitterling seine Spermien ab, die über das Atemwasser der Muschel ins Innere gelangen und dort die Eier befruchten.
Der Laichvorgang wiederholt sich mehrmals, auch mit verschiedenen Partnern. Insgesamt werden pro Weibchen höchstens 40 -100 Eier in verschiedene Muscheln abgelegt.
Die befruchteten Eier des Bitterlings entwickeln sich dann innerhalb der Muschel zu schwimmfähigen Jungfischen, die schließlich die Muschel verlassen. Die jungen Bitterlinge können damit geschützt im Kiemenraum der Muschel schlüpfen und verlassen sie nach 2 bis 3 Wochen als ca. 1 cm lange Jungfische. Die Muschel wird dadurch nicht beeinträchtigt.
Nahrung:Der Bitterling (Rhodeus amarus) ernährt sich vorwiegend von pflanzlichem Material, aber auch von kleinen Wirbellosen (Würmer, Kleinkrebse, Insektenlarven).
Wissenswertes:
Der Bitterling (Rhodeus amarus) ist ein relativ kleiner Süßwasserfisch, der eine max. Größe von ca. 9-10 cm erreichen kann.
Da die Fortpflanzung des Bitterlings zwingend an das Vorkommen von Fluss- und Teichmuscheln gebunden ist, müssen vor allem die Gefährdungsursachen für diese Muscheln wie Faulschlammbildung, Trockenlegung oder Verlandung der Gewässer vermieden werden.
Dies kann unter anderem durch die Erhaltung bzw. die Wiederanbindung von Altwässern sowie durch schonend durchgeführte Unterhaltungsmaßnahmen geschehen.
Von weiterer entscheidender Bedeutung ist die weitere konsequente Verringerung von Nährstoffeinträgen in die Gewässer. Der Bitterling braucht Wasser, was nicht allzu verschmutzt ist und gilt damit auch als Indikator für ein sauberes, unbelastetes Gewässer.
- der Körper des Bitterlings ist hochrückig und seitlich abgeflacht
- der Bitterling besitzt einen kleinen Kopf mit enger, endständiger Mundspalte
- der Bitterling besitzt große Schuppen, die Seitenlinie ist unvollständig und endet nach der 5. oder 6. Schuppe
- die Rücken- und Afterflosse des Bitterlings ist ziemlich lang
- der Rücken ist grau- grün bis oliv, die Flanken silbrig glänzend mit blaugrüner Flankenbinde
von der Körpermitte bis zum Schwanz - der Bauch des Bitterlings ist weißlich bis schwach rötlich
- die Rückenflosse des Bitterlings ist dunkel, die anderen Flossen meist farblos
- beim Milchner sind in der Laichfärbung die Brust und der Bauch ausgedehnt rot bis orange, die Oberseite und Flanken blaugrün glänzend und auf dem Kopf befindet sich ein grobkörniger Laichausschlag
- die Weibchen haben während der Laichzeit eine zu einer langen Legeröhre ausgezogene Analpapille
- der Bitterling hat 34 - 38 Schuppen in der längsten Reihe

