Steckbrief:
Belem-Süßwasserstechrochen, Scobina-Rochen
Potamotrygon scobina
Temperatur:
26 - 32 °C
pH-Wert:ca. 6,8-7,5
Gesamthärte:5 - 15 °dH
Nitrat:bis 200 mg/l (besser 100 mg/l)
Nitrit: unter 0,1 mg/l (sollte im nicht messbaren Bereich liegen)
Wasserregion:
Boden
Beckengröße:
ab 180 x 60 cm für ein einzelnes Männchenab 200 x 80 cm für ein Paar
Schwierigkeit:
nicht für Anfänger geeignet!
Fütterung:
Insektenlarven, Mollusken, Mysis, Futterfische (z.B. Stinte), Süßwassergarnelen, kleine Krebse, Regenwürmer, Krill
Haltung:
Da Rochen sehr viel Nahrung zu sich nehmen, können sich durch die Ausscheidungen die Wasserwerte schnell verschlechtern. Eine gute Filterung und ein regelmäßiger Wasserwechsel sind daher unerlässlich.Der Bodengrund sollte aus weichem Kies (kein Quarzsand!) bestehen. Zu scharfkantiger Sand oder Kies, wie z.B. Quarzsand, kann zu Mikroverletzungen der Haut und damit zu Infektionen führen.
Es besteht auch die Möglichkeit, Rochen ohne Bodensubstrat auf dem blanken Boden zu pflegen (erfordert jedoch eine Eingewöhnung des Tieres).
Wir empfehlen die Haltung dieser Rochen in kleinen Gruppen (z.B. 1 Männchen + 2 Weibchen). Rochen sind im Allgemeinen friedlich und nicht territorial. Die Tiere sollten jedoch ausreichend gefüttert werden (mindestens 2 x täglich), um Futterneid zu vermeiden. Diese Rochen sind aktive Schwimmer und benötigen daher ein geräumiges Becken.
Wissenswertes:
Der Belem-Rochen (Potamotrygon scobina) ist ein Süßwasserfisch aus der Gattung Potamotrygon und der Familie der Süßwasserstechrochen (Potamotrygonidae). Dieser Rochen kann einen Scheibendurchmesser von etwa 35 cm (Weibchen) erreichen
Der Scobina-Rochen stammt aus Südamerika, wo er endemisch im Amazonasbecken vorkommt. Sein englischer Name lautet "Raspy river stingray". Die Art ist durch den Verlust ihres Lebensraumes bedroht. Die Ausfuhr aus Brasilien ist verboten.
Für weitere Infos über die Giftigkeit des Stachels siehe die Beschreibung der Familie der Süßwasserstechrochen (Potamotrygonidae).
- die Körperform des Scobina-Rochens ist fast kreisrund, jedoch etwas länger als breit
- die Körperfärbung variiert von hell- bis dunkelbraun
- die Körperscheibe ist mit einer dunklen netzartigen Zeichnung überzogen
- auf der Oberseite des Scobina-Rochens befinden sich helle kreisförmige Ocelli (Augenflecken), die dunkel umrandet sind
- diese Flecken sind in der Körpermitte am größten und werden zum Rand hin kleiner
- diese Zeichnungsmerkmale erinnern an den Pfauenaugen-Stechrochen (Potamotrygon motoro)
- die Bauchseite des Scobina-Rochens ist weißlich. Oft ist ein dunkler Fleck in der Mitte zu sehen, am Rand sind dunkle Zeichnungen zu erkennen. Die Unterseite des Schwanzes zeigt dunkle Querstreifen
- auf der Oberseite des Schwanzes befinden 3 Dornenreihen, die sich während des 1. Lebensjahres entwickeln
- wie bei allen Süßwasserstechrochen ist auch der Schwanz des Scobina-Rochens mit einem Giftstachel versehen. Dieser ist sehr spitz, scharf und gezackt
- Männchen bleiben deutlich kleiner als die Weibchen. Sie sind außerdem kontrastreicher gefärbt als diese
Belem-Süßwasserstechrochen ♂ (Potamotrygon scobina)
Sie erhalten ein männliches Tier des Belem-Süßwasserstechrochens aus eigener Nachzucht.
Süßwasser-Stechrochen verfügen über Giftstachel. Beim Umgang mit den Tieren ist daher äußerste Vorsicht geboten!

