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Steckbrief:

Japanischer Reisfisch, Reiskärpfling, Medaka

Rhodeus amarus

 

Haltungs-Temperatur:

18 - 24° C

 

Temeperatur-Toleranzbereich:

4 - 32° C 


pH-Wert:

7,0 - 8,0


Gesamthärte:
9–19 °dH

Wasserregion:
Mitte


Aquarium:
ab 60 Liter
 

Fütterung:
Allesfresser: Lebend-, Trocken- und Frostfutter
 

Haltung:
Das Becken sollte eine dichte Bepflanzung, jedoch auch viel freien Schwimmraum aufweisen. Zur Fortpflanzung brauchen Bitterlinge eine Teichmuschel und diese sollte unbedingt vorhanden sein.

 

Fortpflanzung:

Im Alter von zwei bis drei Jahren wird der Bitterling (Rhodeus amarus) geschlechtsreif. Seine Fortpflanzung ist hochgradig spezialisiert: zur Laichzeit (April - Juni) bei Wassertemperaturen von mehr als 17° C sucht sich das prächtig bunt gefärbte Männchen des Bitterlings eine Muschel aus, die es gegenüber anderen Rivalen verteidigt.

Das Weibchen des Bitterlings hat zur Fortpflanzungszeit eine bis zu 5 cm lange pinkfarbene Legeröhre (Ovipositor) ausgebildet, mit deren Hilfe es jeweils mehrere Eier in die Afteröffnung der Muschel einführt. Unmittelbar darauf gibt der männliche Bitterling seine Spermien ab, die über das Atemwasser der Muschel ins Innere gelangen und dort die Eier befruchten.

Der Laichvorgang wiederholt sich mehrmals, auch mit verschiedenen Partnern. Insgesamt werden pro Weibchen höchstens 40 -100 Eier in verschiedene Muscheln abgelegt.

Die befruchteten Eier des Bitterlings entwickeln sich dann innerhalb der Muschel zu schwimmfähigen Jungfischen, die schließlich die Muschel verlassen. Die jungen Bitterlinge können damit geschützt im Kiemenraum der Muschel schlüpfen und verlassen sie nach 2 bis 3 Wochen als ca. 1 cm lange Jungfische. Die Muschel wird dadurch nicht beeinträchtigt.


Nahrung:

Der Bitterling (Rhodeus amarus) ernährt sich vorwiegend von pflanzlichem Material, aber auch von kleinen Wirbellosen (Würmer, Kleinkrebse, Insektenlarven).

 

Wissenswertes:

Oryzias latipes erreicht eine Maximallänge von vier Zentimetern. Der Körper ist seitlich abgeflacht, der Kopf macht etwa ein Viertel der Standardlänge aus. Das Maul ist endständig mit etwa gleich langen Kiefern oder etwas längerem Unterkiefer. Die Augen sind mittelgroß und ragen nicht über die Kopfoberseite. Die Schuppen sind relativ große Cycloidschuppen, von denen entlang des Körpers 28 bis 32 liegen. Der Körper ist durchscheinend mit verstreut liegenden, dunklen Melanophoren, die von der Rückseite des Kopfes bis zum Ansatz der Rückenflosse und auf der Flanke vom Kopf bis zur Schwanzflosse mehr oder weniger deutliche dunkle Reihen bilden. Im Vergleich mit Oryzias sakaizumii ist die Schwanzflosse größer und die Augen stehen in der Regel tiefer.

 

Vorkommen und Gefährdung:

Oryzias latipes kommt in Asien in Japan, Korea, China und Vietnam vor. Er wurde im mittleren Nam Theun, Mekong, Irrawaddy, Salween, Roten Fluss und Nanpangjiang in Einzugsgebieten nachgewiesen.

Wie auch bei Oryzias sakaizumii sind Wildpopulationen neben Gefährdungen durch Flurbereinigungen und Pestiziden auch durch Aussetzen von Zuchtformen bedroht. Zuchtformen weisen jedoch andere Eigenschaften aus als Wildformen. In Gebieten, in denen Zuchtformen ausgesetzt werden, steigt die Zahl an Hybriden zwischen Zuchtformen und der reinen Art mit fortschreitender Hybridisierung immer weiter an. Diadurch besteht die Gefahr, dass reine Wildformen dort verschwinden werden. Die Japanische Medaka-Gesellschaft (Japan Medaka Association; J.M.A.) versucht, durch Aufklärung und weitere Maßnahmen dem entgegenzuwirken.

 

Lebensraum:

Erwachsene Tiere kommen in Teichen, Sümpfen, Reisfeldern und kleinen Fließgewässern vor. Sie bevorzugen langsam fließende Bäche. Oryzias latipes bewohnen vor allem Tieflandgewässer und Brackwasser, und auch Gezeitentümpel an den Küsten bestimmter Regionen in Japan und Korea bewohnen, denn sie können eine große Bandbreite an Salzgehalten vertragen. Sie sind Allesfresser. Die bevorzugte Temperatur liegt bei 18 °C bis 24 °C.

 

Zuchtformen, Haltung und Zucht:

Liebhaber züchteten vielerlei Farbformen, wobei da auch Oryzias sakaizumii mit verwendet wurde. Medaka sind im Aquarium und wenn es die Witterung erlaubt auch in Minteichen und außen stehenden Behältern leicht zu pflegen. Der bevorzugte pH-Wert liegt zwischen 7,0 und 8,0 pH, der bevorzugte Härtegrad bei 9–19 °dH (Grad deutscher Härte), eine Haltung in Brackwasser ist ebenfalls möglich. Der pH-Wert sollte nicht viel tiefer als 7 fallen.

 

Zucht:

Medaka sind bei konstant warmer Temperatur nach zwei bis drei Monaten geschlechtsreif, so dass in einem Jahr mehrere Generationen gezüchtet werden können. Die Weibchen tragen ihre Eier noch einige Zeit lang als Traube unter dem After mit sich herum, bevor sie sich in Zonen dichten Bewuchses oder an Wurzeln von Schwimmpflanzen oder zu einem künstlichen Laichmedium wie einem Laichmopp begeben, um dort ihre Eier abzustreifen. Die Eier sind robust und können ohne großen Aufwand versendet werden.

Medaka (Oryzias latipes)

Artikelnummer: AKW0341
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