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Orientalische Mangrove

Bruguiera gymnorhiza

 

Die Orientalische Mangrove ist ein Mangrovenbaum aus der Familie der Rhizophoraceae. Er wächst in den Küstenregionen des Indopazifiks und Ostafrikas, meist in der Nähe von Flussmündungen und oft in Gesellschaft von Rhizophora-Mangroven.
Bruguiera gymnorhiza ist ein für gewöhnlich 7–20 Meter hoher, immergrüner Baum. In seltenen Fällen kann er auch bis zu 36 Meter hoch werden.
Bruguiera gymnorhiza bildet meistens einen einzelnen Hauptstamm. In seltenen Fällen können es auch mehrere sein. Die Rinde ist rau und rissig und kann je nach Standort verschiedene Farben haben. In Australien ist die Rinde dunkelgrau bis schwarz, in Südostasien dunkelgrau bis dunkelbraun. Wächst Bruguiera gymnorhiza in sauerstoffarmen Böden, bildet sie eine Vielzahl an Lentizellen aus.

 

Im Vergleich zu anderen Arten der Gattung Bruguiera sind die gegenständigen, elliptisch geformten, ledrigen Laubblätter von Bruguiera gymnorhiza verhältnismäßig groß. Sie können bis zu 25 cm lang werden, in der Regel sind sie aber 12–20 cm lang und 3–9 cm breit. Die Oberseite ist glänzend dunkelgrün, während die Unterseite deutlich heller ist. Es sind Nebenblätter vorhanden.
Die gestielten, meist hängenden Blüten mit doppelter Blütenhülle erscheinen einzeln und achselständig. Die bis zu 5 cm langen Blüten sind glockenförmig und können in verschiedenen Farbformen auftreten. Ab einem Alter von 5 Jahren kann Bruguiera gymnorhiza blühen.


Anders als bei anderen Rhizophoraceae-Mangroven sind die Samen von Bruguiera gymnorhiza ihre langen zylindrischen Früchte. Die Samen wachsen direkt aus der Blüte, keimen dort (vivivpar) und fallen im reifen Zustand herab. Frische Samen sind hellgrün bis dunkelgrün gefärbt und weisen eine helle Spitze auf, nach der Trennung vom Mutterbaum färben sie sich langsam braun. Ihre Struktur ist gerillt.


Bruguiera gymnorhiza bildet hauptsächlich Kniewurzeln aus. Diese entstammen dem unterirdischen Wurzelnetzwerk und durchbrechen den Boden von unten heraus, um den Gasaustausch zu verbessern. Sie können im Radius von 10 Metern um den Baum herum entstehen, bis zu 60 cm in die Höhe ragen und sind mit einer Vielzahl von Lentizellen versehen. Je nach Standortbedingungen unterscheiden sich die Kniewurzeln in Form und Größe.

Wächst sie in Bereichen, in denen es zur Sedimentabtragung kommt, kann sie allerdings auch kleine Stützwurzeln ausbilden. Diese entspringen ähnlich wie bei Rhizophora-Arten dem Stamm und wachsen von dort aus Richtung Boden. Auch sie können Lentizellen ausbilden.

 

Verbreitung:
Bruguiera gymnorhiza ist an den Küstenregionen von Ostafrika, Australien und Asien heimisch. Dazu zählen Kenia, Madagaskar, Malediven, Mauritius, Mosambik, Seychellen, Somalia, Südafrika, Sudan, Tansania, Brunei Darussalam, Kambodscha, China, Indien, Indonesien, Japan, Malaysia, Myanmar, Philippinen, Singapur, Sri Lanka, Taiwan, Thailand, Vietnam, Australien, Fidschi, Guam, Mikronesien, Neukaledonien, Palau, Papua-Neuguinea, Samoa, Salomonen, Tonga und Vanuatu.

Mittlerweile kommt Bruguiera gymnorhiza auch in Florida vor.

 

Habitat:
Bruguiera gymnorhiza wächst bevorzugt im Gezeitenwatt in der Nähe von brackwasserhaltigen Flussmündungen. In Mangrovenwäldern ist sie eher in hinteren Bereichen zu finden. Selten kann man sie auch weiter im Landesinneren vorfinden.

Sie stellt kaum Ansprüche an den Boden und kommt sowohl mit sauerstoffarmen Schlamm als auch mit sandigen und steinigen Untergründen zurecht.

 

Namen:
Der geläufigste deutsche Name für Bruguiera gymnorhiza ist Orientalische Mangrove. Allerdings gibt es weitere Namen, die Verwendung finden: Durch ihre relativ großen Blätter und die orangen Blüte wird sie im Englischen Large-Leafed Orange Mangrove (Großblättrige orange Mangrove) oder Orange Mangrove genannt. Black Mangrove (Schwarze Mangrove) ist ebenfalls geläufig. Dort besteht allerdings Verwechslungsgefahr mit Avicennia germinans. Die Verwendung des Namens Karibische Mangrove ist irreführend, da Bruguiera gymnorhiza dort nicht heimisch ist.

Orientalische Mangrove (Bruguiera gymnorhiza)

Artikelnummer: AKW0635
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  • Bruguiera gymnorhiza vertägt:

    • Süßwasser
    • Brackwasser
    • Meerwasser

     

    Während die bekannte Rote Mangrove Rhizophora mangle nur in Ostafrika, Mittel- und Südamerika verbreitet ist, nimmt die Orange Mangrove Bruguiera gymnorhiza ähnliche ökologische Nischen im Rest der Welt ein. Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich von West-Afrika über Indien, Malesien bis zu Nord-Australien. Wie auch Rhizophora, gehört Bruguiera zur Familie der Rhizophoraceae innerhalb der Malpighiales und bildet ähnliche Stelzwurzelstrukturen. Bruguiera Mangroven lassen sich sehr küstennah z.B. in Flussmündungen finden und müssen dort täglich sehr stark schwankende Salzgehalte von fast salzfrei bis fast vollsalin tolerieren. Der Boden in diesen Bereichen ist gekennzeichnet von sehr feinen Sediment-Ablagerungen, die aus den angrenzenden Flüssen aus dem Inland angeschwemmt werden und sich über lange Zeiträume hier durch die verlangsamte Fließgeschwindigkeit absetzen. Der Großteil dieses Schlamms besteht also aus feinem, silikatischen Abrieb – Lehm. Dazu kommen organische Reste von Pflanzen und Detritus.

    Um sich in diesem wenig tragfähigem und oft änderndem Substrat zu verankern, bilden diese bis zu 20 m hoch werdenden Bäume ein Netzwerk an Stelzwurzeln aus, die die Pflanze in alle Richtungen oberflächlich weiter verankern.

    Ähnlich wie bei Rhizophora keimen die Samen auch bei Bruguiera schon an der Mutterpflanze, zur Ausbreitung gebracht werden praktisch voll entwickelte Jungpflanzen (Viviparie). Diese schwimmfähigen Jungpflanzen sind deutlich kürzer und dicker als bei Rhizophora und können oft an Stränden angespült gefunden werden. Finden diese Diasporen dann geeignetes Substrat, verankern sie sich sogleich mit den ersten Wurzeln und beginnen darauf auszutreiben.

    Bruguiera gymnorhiza (Orange Mangrove) kommt auch noch mit stark salzhaltigem Wasser zurecht, bei uns kommen Sie aber aus reinem Süßwasser und sind auch dauerhaft dafür geeignet.
    Eine Topfkultur im Anstau ist ebenfalls möglich.

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