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Utricularia campbelliana
(Wei Tepui)

 

Utricularia campbelliana ist eine kleine, epiphytische, mehrjährige, fleischfressende Pflanze der Gattung Utricularia. Sie ist im nördlichen Südamerika endemisch und kommt in Guyana und Venezuela vor, höchstwahrscheinlich auch in Brasilien, obwohl es aus diesem Land keine gesicherten Funde gibt. Die Pflanze wurde 1887 von Daniel Oliver erstmals beschrieben und veröffentlicht. Benannt ist sie nach William Hunter Campbell, einem Anwalt und Amateurbotaniker aus Georgetown, Guyana. Ihr Lebensraum sind Baumstämme, Äste und Stelzwurzeln (vorwiegend von Bonnetia-Arten) in Höhenlagen zwischen 1.500 und 2.500 Metern, sie wurde aber auch schon in Höhenlagen bis zu 690 Metern gefunden. Die Blütezeit liegt zwischen August und April. In seiner 1989 erschienenen Monographie über die Gattung merkte Peter Taylor an, dass mindestens ein Exemplar von einem Kolibri besucht wurde und dass es wahrscheinlich sei, dass sowohl U. campbelliana als auch U. quelchii von Vögeln bestäubt werden.

Utricularia campbelliana

Artikelnummer: AKW0672
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  • Pflegebedingungen von Tepui-Pflanzen:
    Die Klimaverhältnisse auf den Tepuis unterscheiden sich drastisch von denen in der Ebene. Dort sind vor allem die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht ausgeprägter, die Temperaturen sind im Allgemeinen niedriger, die Sonneneinstrahlung ist höher und durch konstanten Nebel und Regen ist es nasser als in der Ebene, wenn auch Niederschlagswasser nicht gespeichert wird, weil kaum Boden vorhanden ist und das Wasser sofort oberirdisch abläuft.

    All diese Bedingungen müssen auch bei der Pflege von Tepui-Pflanzen beachtet werden. Ähnlich wie auch bei anderen tropischen Hochlandpflanzen, brauchen die Tepui-Gewächse eine Nachtabsenkung. Am Tag sollte es nicht wärmer als 25° C und in der Nacht am besten nicht wärmer als 15° C.
    Umso kühler es Nachts wird, umso besser. Temperaturen bis 5° C sind kein Problem. Auf manchen Tepuis kommen gelegentlich sogar Fröste vor. Am Tage wird es dann aber trotzdem wieder relativ warm. 

    Außerdem ist eine hohe Luftfeuchtigkeit wichtig. Ein Überbrausen mit Regenwasser oder Osmosewasser, einmal am Tag kommt dem Wohlbefinden der Pflanzen sehr entgegen. In Terrarien lassen sind Beregnungsanlagen von Vorteil, welche per Zeitschaltuhr mehrmals tägliche Regenschauer simulieren. Wenn ein Terrarium für Tepui-Bewohner nicht an einem ausreichend kühlen Ort (z.B. Keller) steht um die nächtliche Temperaturabsenkung zu garantieren, so muss auch dafür Technik, in Form von Kühlaggregaten, Ventilatoren etc. eingesetzt werden.

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