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Orectanthe sceptrum

 

Orectanthe sceptrum ist eine in Südamerika auf dem Roraima-Tepui heimische Pflanzenart aus der Gattung Orectanthe. Es handelt sich um eine mehrjährige krautige Pflanze, die Wuchshöhen von über 2 m erreicht. Der caudiciforme Stängel ist kurz und selten länger als 20 cm lang. Die zahlreichen bis zu 40 cm langen verhärteten, spitzen Laubblätter sind in einer starken basalen Rosette um den Stängel verteilt. Der Rand ist rot-braun verfärbt. Mit der Blüte bildet sich ein bis zu 2 m langer Langtrieb, an dem sich zumeist drei Brakteen bilden, auf denen die Blüten sitzen.

 

Orectanthe sceptrum ist auf dem Roraima-Tepui, einem 2810 m hohen Tafelberg im Dreiländereck der Staaten Venezuela, Guyana und Brasilien, endemisch. Die Art ist auf dem ganzen Tepui weitverbreitet und findet sich auf dem Staatsgebiet aller drei Anrainerstaaten. Sie wächst dort auf steinigen, nährstoffarmen Geröllhalden in Höhenlagen von 500 bis 2700 m NN. Der Boden kann auch extrem feucht sein.

Orectanthe sceptrum

Artikelnummer: AKW0665
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  • Pflegebedingungen von Tepui-Pflanzen:
    Die Klimaverhältnisse auf den Tepuis unterscheiden sich drastisch von denen in der Ebene. Dort sind vor allem die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht ausgeprägter, die Temperaturen sind im Allgemeinen niedriger, die Sonneneinstrahlung ist höher und durch konstanten Nebel und Regen ist es nasser als in der Ebene, wenn auch Niederschlagswasser nicht gespeichert wird, weil kaum Boden vorhanden ist und das Wasser sofort oberirdisch abläuft.

    All diese Bedingungen müssen auch bei der Pflege von Tepui-Pflanzen beachtet werden. Ähnlich wie auch bei anderen tropischen Hochlandpflanzen, brauchen die Tepui-Gewächse eine Nachtabsenkung. Am Tag sollte es nicht wärmer als 25° C und in der Nacht am besten nicht wärmer als 15° C.
    Umso kühler es Nachts wird, umso besser. Temperaturen bis 5° C sind kein Problem. Auf manchen Tepuis kommen gelegentlich sogar Fröste vor. Am Tage wird es dann aber trotzdem wieder relativ warm. 

    Außerdem ist eine hohe Luftfeuchtigkeit wichtig. Ein Überbrausen mit Regenwasser oder Osmosewasser, einmal am Tag kommt dem Wohlbefinden der Pflanzen sehr entgegen. In Terrarien lassen sind Beregnungsanlagen von Vorteil, welche per Zeitschaltuhr mehrmals tägliche Regenschauer simulieren. Wenn ein Terrarium für Tepui-Bewohner nicht an einem ausreichend kühlen Ort (z.B. Keller) steht um die nächtliche Temperaturabsenkung zu garantieren, so muss auch dafür Technik, in Form von Kühlaggregaten, Ventilatoren etc. eingesetzt werden.

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