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Steckbrief:

Koboldkärpfling, Moskitofisch, Texaskärpfling

Gambusia affinis

 

Größe: 

4 bis 7 cm

 

Temeperatur-Toleranzbereich:

4 - 42° C

 

Optimale Haltungstemperatur:
18 - 28° C

 

Aquariengröße:

ab 60 Liter

 

Ernährung:

Insekten und deren Larven, Krebstiere, Schnecken, Algen, pflanzliche Nahrung

 

Wissenswertes:

Der Koboldkärpfling (Gambusia affinis, auch Westlicher Moskitofisch, Texas- oder Silberkärpfling genannt, ist ein zur Bekämpfung von Stechmückenlarven vielerorts künstlich angesiedelter Fisch. Da er eine wichtige Rolle bei der Eindämmung der Malaria spielt, etablierte sich im englischsprachigen Raum die Bezeichnung mosquitofish. Gegen Ende des 20. Jahrhunderts wurden aber zunehmend auch die negativen Auswirkungen der Ansiedlung auf den Artenreichtum seiner neuen Lebensräume erforscht. Durch die enorme Anpassungs- und Reproduktionsfähigkeit des Koboldkärpflings gehört er weltweit zu den 100 invasivsten Tierarten.

 

Merkmale:

Der Koboldkärpfling ist von durchscheinend grauer bis brauner Farbe, die Seiten haben einen leicht bläulichen Schimmer. Gelegentlich finden sich auf dem Körper einige schwarze Sprenkel. Die Färbung variiert sowohl zwischen einzelnen Individuen als auch zwischen verschiedenen Populationen. Zusätzlich kann der Koboldkärpfling seine Helligkeit an die Umgebung anpassen. 

Weibchen können bis zu 7 cm groß werden, die Männchen bleiben mit maximal 4 cm kleiner. Wie bei allen Lebendgebärenden Zahnkarpfen ist die Afterflosse des Männchens zu einem Gonopodium umgebildet.

 

Lebensweise:

Ein wesentlicher Grund für die Ausbringung des Koboldkärpflings in vorher durch ihn nicht besiedelte Regionen war sein Fressverhalten. Durch den Verzehr von Moskitolarven sollte er die Bekämpfung der Malaria unterstützen. Tatsächlich ist sein Nahrungsspektrum aber wesentlich breiter. Er ernährt sich von ins Wasser gefallenen Insekten, Krebstieren, Schnecken, den Eiern, Larven und Puppen Wirbelloser sowie von Algen und anderer pflanzlicher Nahrung. Kaulquappen und die Eier von Amphibien verzehrt der Koboldkärpfling ebenfalls. Gejagt werden auch kleinere Fische, wobei es zu Kannibalismus kommen kann. Die Futtersuche erfolgt über die gesamte Dauer des Tages hinweg, der Morgen und die Abenddämmerung sind jedoch die Zeiten der intensivsten Nahrungsaufnahme. Ein Koboldkärpfling ist in der Lage, am Tag die Hälfte bis das Eineinhalbfache seiner Körpermasse zu konsumieren.

Koboldkärpflinge verhalten sich häufig sowohl fremden Fischen als auch den eigenen Artgenossen gegenüber sehr aggressiv. Die innerartlichen Auseinandersetzungen beschränken sich dabei nicht auf Drohgebärden, sondern beinhalten auch Bisse, Stöße und Drängeleien. In der Folge bilden sich Hierarchien heraus, in denen die großen Fische dominieren. Interessanterweise können dennoch immer wieder Koboldkärpflinge in Gruppen beieinanderschwimmend beobachtet werden, dabei halten die einzelnen Individuen nur minimalen Abstand voneinander.

Koboldkärpfling (Gambusia affinis)

Artikelnummer: AKW0350
6,90€Preis
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