Der Kaisersalmler, auch Kaisertetra genannt, ist ein Süßwasserzierfisch aus der Salmlerfamilie Acestrorhamphidae. Er ist wegen seiner vergleichsweise unkomplizierten Haltung ein beliebter Aquariumsfisch.
Der Kaisertetra weist innerhalb der Familie der Salmler (Characidae) eine einzigartige Kombination aus dreizipfeliger Schwanzflosse und dem Fehlen der sonst für die Salmler so typischen Fettflosse auf. Adulte Kaisersalmler werden etwa 5 bis 8 cm groß.
Verbreitung und Lebensweise:
Ursprünglich stammt er aus dem Westen von Kolumbien in der kolumbianischen Region Choco und kommt im Río San Juan und dem Río Atrato und deren Nebenflüssen vor.
Nematobrycon-Arten leben in natürlicher Umgebung in kleinen Waldtümpeln, die nur zu Überschwemmungszeiten in Kontakt mit den Oberläufen von Flüssen kommen. Andere Quellen geben die Mündungsbereiche der entsprechenden Flusssysteme als Lebensraum an.
Aquaristik:
Nematobrycon palmeri wurde Ende der 50er Jahre vom Zierfischimporteur William A. Kyburz wiederentdeckt und ab den 60er Jahren erstmals in die USA eingeführt. Aufgrund ihrer für Salmler relativ unkomplizierten Vermehrung wird der aquaristische Bedarf heute überwiegend aus Nachzuchten gedeckt. Kaisersalmler eignen sich für Gesellschaftsbecken, wo sie in kleinen Gruppen von 8–12 Tieren, zur Ausbildung ihres spezifischen Sozialverhaltens gehalten werden sollten. Sie sollten dabei nicht mit zu lebhaften oder gar aggressiven Fischen vergesellschaftet werden. Die Beckenlänge sollte mindestens 70 cm betragen und die Haltung bei einer bei einer Temperatur von 23 bis 27 °C vorgenommen werden. Dominante Männchen zeigen manchmal ein ausgeprägtes Revierverhalten.
Ernährung:
Der Kaisersalmler ist ein Allesfresser, der sowohl tierische als auch pflanzliche Nahrung zu sich nimmt. Flockenfutter, pelletiertes Fischfutter oder Futtertabletten können für die Grundernährung ebenso herangezogen werden wie gefrorene oder lebende Artemia oder Mückenlarven.
Zucht:
Gelingt am besten in einem dicht bepflanzten, dünn besiedelten Artenbecken in weichem Wasser. Gut genährte Paare legen nach dem Balztanz ein einzelnes Ei auf Pflanzen ab. Da die Eltern Laichräuber sind, haben Eier und Jungtiere in einem dichten Bewuchs (z. B. Javamoos-Polster) statistisch höhere Überlebenschancen. Die etwa 2 mm langen Jungtiere können nach dem Schlupf in einem eigenen Aufzuchtbecken mit Staubfutter aufgezogen werden.Alternativ kann man auch balzende Zuchtpaare in ein kleineres mit dichtem Bodenbewuchs versehenes Ablaichbecken verbringen und nach ihrer Entfernung die schlüpfenden Jungtiere dort aufziehen.
Kaisertetra (Nematobrycon palmeri)
- Herkunft: Südamerika
- Wasserwerte: weich bis mittelhart
- Temperatur: 25 - 30 °C
- Aquariengröße: ab 60 cm
- Ernährungsweise: omnivor - Allesfresser
- Größe: 4 - 8 cm

