Heliamphora huberi
(Amuri Tepui, Venezuela)
Die Sumpfkrüge (Heliamphora) sind eine Pflanzengattung in der Familie der Schlauchpflanzengewächse (Sarraceniaceae). Es sind präkarnivore Pflanzen. Bis auf wenige Ausnahmen kommen Heliamphora-Arten auf schwer zugänglichen Tafelbergen am Nordrand des Amazonasbeckens vor.
Heliamphora huberi stammt vom Chimantá-Massiv in Venezuela, wo sie in Höhenlagen von 1850 bis 2200 Metern wächst.
Die Pflanzen weisen folgende Merkmale auf:
Die Kannen sind röhrenförmig, im unteren Drittel bauchig und im oberen Bereich trichterförmig erweitert. Sie erreichen eine Länge von 10 bis 20 cm und eine Breite von bis zu 4-6 cm im oberen Teil.Die Färbung variiert von grün bis rötlich, besonders unter starkem Licht.
Nektarlöffel: Ein charakteristisches Merkmal der reinen Art ist der ausgeprägte, nach oben gebogene Punkt (Haken) am Nektarlöffel (Deckel).
Heliamphora huberi
Pflegebedingungen von Tepui-Pflanzen:
Die Klimaverhältnisse auf den Tepuis unterscheiden sich drastisch von denen in der Ebene. Dort sind vor allem die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht ausgeprägter, die Temperaturen sind im Allgemeinen niedriger, die Sonneneinstrahlung ist höher und durch konstanten Nebel und Regen ist es nasser als in der Ebene, wenn auch Niederschlagswasser nicht gespeichert wird, weil kaum Boden vorhanden ist und das Wasser sofort oberirdisch abläuft.All diese Bedingungen müssen auch bei der Pflege von Tepui-Pflanzen beachtet werden. Ähnlich wie auch bei anderen tropischen Hochlandpflanzen, brauchen die Tepui-Gewächse eine Nachtabsenkung. Am Tag sollte es nicht wärmer als 25° C und in der Nacht am besten nicht wärmer als 15° C.
Umso kühler es Nachts wird, umso besser. Temperaturen bis 5° C sind kein Problem. Auf manchen Tepuis kommen gelegentlich sogar Fröste vor. Am Tage wird es dann aber trotzdem wieder relativ warm.Außerdem ist eine hohe Luftfeuchtigkeit wichtig. Ein Überbrausen mit Regenwasser oder Osmosewasser, einmal am Tag kommt dem Wohlbefinden der Pflanzen sehr entgegen. In Terrarien lassen sind Beregnungsanlagen von Vorteil, welche per Zeitschaltuhr mehrmals tägliche Regenschauer simulieren. Wenn ein Terrarium für Tepui-Bewohner nicht an einem ausreichend kühlen Ort (z.B. Keller) steht um die nächtliche Temperaturabsenkung zu garantieren, so muss auch dafür Technik, in Form von Kühlaggregaten, Ventilatoren etc. eingesetzt werden.

