Steckbrief:
Edelkrebs, Europäische Flusskrebs
Astacus astacus
Temeperatur-Toleranzbereich:
4 - 25 ° C
pH-Wert:
6 - 9
Wasserregion:
Boden
Aquarium:
ab 80 Liter
Ernährung:
Der Edelkrebs ist nicht wählerisch beim fressen. Er frisst alle organische Reste wie zum Beispiel abgestorbene Pflanzen und tote Tiere wie Würmer, Schnecken usw.). Er ist praktisch die Gesundheitspolizei im Teich und sorgt für sauberes Wasser.Der Edelkrebs ist auf dem Grund als Sammler unterwegs, schwimmende Fische, Frösche oder Molche haben nichts von ihm zu befürchten - um diese kümmert er sich als Gesundheitspolizei so fern diese das Wasser "verpesten" würden (verstorben sind). Man kann Krebse zufüttern mit herkömmlichem Krebsfutter, Fischfutter oder aber auch ab und an Gemüse wie gelbe Rüben geschnitten - schmecken ihm vorzüglich. Zu Stücken von Fischfilet sagen die Krebse ebenfalls nicht nein.
Wissenswertes:
Der Edelkrebs oder Europäische Flusskrebs, kurz auch Flusskrebs ist die größte unter den in Europa heimischen Krebsarten. Die Flusskrebs-Art wird 15 bis 20 Jahre alt. Der wissenschaftliche Artname ist vom altgriechischen Wort astakos („Krebs“) abgeleitet.
Beschreibung:
Der Edelkrebs kann bis zu 20 cm (von Kopf- bis Schwanzspitze) groß werden und ein Gewicht von bis zu 350 g erreichen. Am Kopf sitzen zwei Fühlerpaare, wovon eines etwa 1/3 der Länge des Körpers hat. Das zweite Paar ist sehr kurz und nur aus der Nähe zu erkennen. Um die Augen herum befinden sich zwei Paar hörnerähnliche Gebilde (Postorbitalleisten), die die Augen schützen. Der Edelkrebs besitzt zwei Scheren, die zum Festhalten der Beute und zur Verteidigung dienen. Der Körper ist meist dunkelbraun bis rotbraun, insbesondere nach der Häutung erscheinen die Tiere zuweilen bläulich. Der Kopf- und Rückenpanzer ist spitz auslaufend. Scherenunterseiten und -gelenke sind rot (wichtiges Unterscheidungsmerkmal zu anderen Flusskrebsarten).
Lebensraum:
Der Edelkrebs bevorzugt sommerwarme, nährstoffreiche Gewässer der Niederung, er ist aber auch in Fließgewässern höherer Lagen zu finden. Die Sommertemperaturen müssen für 2 bis 3 Monate 16 °C erreichen, anderenfalls findet keine Entwicklung der Geschlechtsteile (Gonaden) und damit keine Vermehrung statt. Sehr schlammige Gewässer meidet der Krebs, da er gerne Wohnhöhlen gräbt. Diese werden in den Uferböschungen angelegt oder aber unter Steinen, Wurzeln und totem Holz. Er reagiert empfindlich auf chemische Verschmutzung, besonders auf Insektizide. Er hält keinen Winterschlaf, sondern ruht nur einige Wochen.
Verbreitung:
Ursprünglich kommt der Edelkrebs in fast ganz Europa vor. Er fehlt nur auf der Iberischen Halbinsel, in Nordengland und Irland.
Gefährdung:
Der Edelkrebs wird allgemein durch den naturfernen Gewässerbau und die Schadstoffbelastung der Gewässer erheblich zurückgedrängt. Die stärkste Bedrohung stellt jedoch die Krebspest dar. Die Krebspest wurde durch die Ansiedlung amerikanischer Flusskrebsarten (z. B. Signalkrebs oder Kamberkrebs) eingeschleppt. Diese Krebsarten sind Wirte für den Erreger, im Gegensatz zum Edelkrebs sterben sie aber nur in Ausnahmefällen daran. Die Konkurrenzüberlegenheit dieser neuen Arten hat die Situation zusätzlich verschärft und den Edelkrebs in fast allen europäischen Ländern so extrem dezimiert, dass er in Mitteleuropa nur noch in wenigen Inselbiotopen zu finden ist.
Die Gefährdungssituation wird in einigen Roten Listen gefährdeter Tierarten ausgewiesen.
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Artikelnummer: AKW0342
12,90€Preis
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