Bucephalandren gehören zur Familie der Aracaea. Zu dieser Pflanzenfamilie gehören viele für den Gartenbau wichtige Zierpflanzen wie z.B. Philodendron, Anthurium, Spathiphyllum, aber auch viele wichtige Aquarienpflanzen-Arten wie Anubias, Cryptocoryne, Lagenandra, Lemna und Pistia.
Bucephalandren können sowohl als Aquarienpflanzen als auch über Wasser gedeihen. An Land sollten sie stets sehr feucht gehalten werden. Ihre Wuchsform bleibt bei emerser oder submerser Kultur unverändert. Als emerse Pflanzen wachsen Bucephalandren deutlich schneller als unter Wasser.
Die Bucephalandra-Arten kommen wildwachsend nur auf der Insel Borneo vor. Sie zählen damit zu den Endemiten, also Pflanzen deren Vorkommen auf ein eng begrenztes Areal beschränkt ist. Aufgrund ihrer natürlichen Lebensweise werden Bucephalandra zu den Rheophyten gezählt.
Bucephalandra-Arten haben verzweigte und kriechende Rhizome, die ca. 10 cm lang sind. Die kurz gestielten Blätter sind verkehrt-eiförmig bis verkehrt-lanzettlich und in der Regel ein wenig asymmetrisch. Der Blattrand ist eben oder wellig. Die Pflanzen bilden für die Aronstabgewächse typische Blütenstände. Blütenstände entstehen an emersen und submersen Pflanzen. Sie sind gestielt und bilden ca. 2 cm langen Blütenkolben mit weiblichen Blüten in unteren und männlichen Blüten in oberen Bereich. Die Blütenkolben sind umgeben von einen weißen bis blassrosa gefärbten, ca. 2-3 cm langen Spatha.
In Aquarien kann Bucephalandra auf Wurzeln, Kokosnüssen oder Holz aufgebunden werden. Die Erfahrungen aus Aquarienkultur und die Beobachtungen aus der Natur zeigen jedoch, das Bucephalandra am besten auf Gestein wächst. Hier kann man Granit, Lava Gestein oder Schiefer benutzen. Die Wurzeln haben die Fähigkeit selbst auf glatten Steinen sehr fest zu haften.
Die Rhizome sollen auf jeden Fall nicht mit Substrat bedeckt werden.
Bucephalandra wächst gern in sauerstoffreichem Wasser. Eine Strömung z.B. nah am Filter ist von Vorteil. In der aquaristischen Literatur gibt es verschiedene Angaben, Erfahrungsberichte und Meinungen über den Temperaturanspruch von Bucephalandra. Das hat sicher auch damit zu tun, dass die Wasserpflanzen aus verschiedenen Provinzen an unterschiedliche Temperaturen angepasst sind. Pflanzen aus hohen Lagen mögen etwas kühleres Wasser als Pflanzen die in Tiefland anzutreffen sind. Allgemein kann man sagen, das die meisten Bucephalandras noch mit Temperaturen um 18° C zufrieden sind, obwohl das optimale Wachstum bei Temperaturen um 22-24° C stattfindet. Aber auch Temperaturen bis 30° C werden vertragen. Bucephalandra ist sehr anpassungsfähig, wenn es um die Lichtintensität geht. Bei wenig Licht werden die Blätter etwas grösser, grüner und entwickeln nicht die für die jeweilige Variante charakteristische Ausfärbung. Bei guten Licht sind die Pflanzen insgesamt kompakter und die Blätter habe die intensive, sortentypische Farbe. Ausgewogene Düngergaben mit Mikroelementen und CO 2 Düngung haben einen positiven Einfluss auf Wachstum und Blattfarbe.
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Artikelnummer: AKW0549
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