Der Meerbarbenkönig (Apogon imberbis), auch Roter Mittelmeer-Kardinalbarsch genannt, ist ein kleiner orangeroter Fisch aus der Familie der Kardinalbarsche (Apogonidae), der in der Schwachlichtzone (Circalittoral) an Felsküsten des Mittelmeers vorkommt.
Apogon imberbis ist ein 10–12 cm (maximal bis 15 cm) langer Fisch mit einem ovalen und lateral abgeflachten Körperbau. Die Färbung ist einheitlich leuchtend orange bis zinnoberrot, mit leichten schwarzen Sprenkeln an Rücken und Kiemendeckeln. In direktem Tageslicht oder in Stresssituationen kann die Färbung stark ausblassen.Der Rand des Praeoperculums ist leicht gezahnt. Der Unterkiefer steht leicht vor, was zu einem leicht oberständigen Maul führt. Die Zähne sind sehr klein und dünn (villiform) und in Bändern im Kiefer angeordnet.
Der Kopf hat eine auffällig große Mundspalte, die schräg nach oben gerichtet ist und weit hinter dem Auge endet. Die schwarzen Augen sind ebenfalls sehr groß und können einen Durchmesser haben, der fast die Länge der ersten Rückenflosse (Dorsalis) erreicht.
Die Tiere beider Geschlechter sehen gleich aus und können beide ein Maximalalter von 5 Jahren erreichen.
Der Meerbarbenkönig ist der einzige heimische Vertreter der Kardinalbarsche (Apogonidae), der im Mittelmeer vorkommt. Er ist im gesamten Mittelmeer anzutreffen und sein Verbreitungsgebiet erstreckt sich außerdem auch in den Ostatlantik, von Portugal die Westküste Afrikas entlang, bis zum Golf von Guinea. Auch bei den Kanaren, Madeira und den Azoren kommt er häufig vor.
Der Meerbarbenkönig kommt vorwiegend in der Schwachlichtzone (Circalitoral) von Felsküsten vor. Tagsüber versteckt er sich einzeln oder in kleinen Gruppen an dunklen Stellen wie in Höhlen, Spalten und unter Steinen und Überhängen. In der Dämmerung und Nacht verlässt er sein Versteck und macht sich freischwimmend auf die Suche nach Nahrung.Der Meerbarbenkönig kommt vorwiegend in einer Tiefe von 10–200 m vor, während er in geringer Tiefe sehr selten anzutreffen ist. Im Winter werden oft größere Tiefen aufgesucht.
Die bevorzugte Nahrung des Meerbarbenkönigs sind Krustentiere und kleine Fische, aber auch Zooplankton, Fischlaich und Fischbrut stehen auf seinem Speiseplan.
Roter Mittelmeer-Kardinalbarsch
Apogon imberbis
Kategorie:
Kardinalbarsche
Vorkommen:
Algerien, Angola, Äquatorialguinea, Argentinien, Ascencion, St. Helena & Tristan da Cunha, Azoren, Benin, Bosnien und Herzegowina, Elfenbeinküste, Europäische Gewässer, Frankreich, Gambia, Ghana, Golf von Guinea, Griechenland, Guinea-Bissau, Israel, Italien, Kamerun, Kanarische Inseln, Kapverdische Inseln, Kongo, Kroatien, KwaZulu-Natal (Provinz an der Ostküste Südafrika), Liberia, Libyen, Madeira, Malta, Marokko, Mauritanien, Mittelmeer, Monaco, Montenegro, Nigeria, Nord-Afrika, Ost-Afrika, Portugal, Rotes Meer, São Tomé und Principé, Senegal, Sierra Leone, Slovenien, Spanien, Straße von Gibraltar, Süd-Afrika, Togo, Tunesien, Türkei, West Sahara, West-Atlantik, Westliche Indische Inseln, Zypern
Meereszone:
Subtidal (Sublitoral, Infralitoral), ständig von Wasser bedeckte flache (neritische) Schelfregion, unterhalb der Niedrigwasserlinie bis zur Schelfkante in durchschnittlich 200 Meter Tiefe
Meerestiefe: 10 - 200 Meter
Habitate:
Felsige, harte Meeresböden, Meeresstrand, Riff verbunden, Schlammige, nicht verfestigte Böden, Unterwasserhöhlen
Größe: bis zu 15cm
Temperatur: 13,3°C - 20,9°C
Futter:
Invertebraten (Wirbellose), Karnivor (fleischfressend), Kleine Fische
Aquarium: ab 500 Liter
Apogon imberbis - Meerbarbenkönig
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