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Azooxanthellate Korallen 2
(Octocorallia)

Azooxanthellate Korallen sind häufig besonders farbig, wie diese Weichkoralle sehr gut veranschaulicht.

Azooxanthellate Weichkoralle Dendronephthya (pink) und azooxanthellate Steinkoralle Tubastraea (gelb-orange) im Mergui Archipel in Myanmar.

Korallen ohne Zooxanthellen

Bei azooxanthellaten Korallen handelt es sich, um all jene Arten, die keine photosynthetischen Dinoflagellaten in ihrem Gewebe einlagern und somit auch keine Stoffwechselprodukte von diesen Mikroorganismen beziehen können. Azooxanthellate Korallen sind deshalb auf eine ausreichende Futterversorgung angewiesen und können nicht, wie die meisten tropischen Korallen, hauptsächlich vom Licht leben. Viele azooxanthellate Blumentiere sind besonders intensiv gefärbt, wie zum Beispiel die Nephthyigorgia (Bild oben) oder die Dendronephthya (Bild unten) veranschaulichen. Daher werden azooxanthellate Korallen gerne in Aquarien gehalten, wo jedoch, um ein längerfristiges Gedeihen, dieser heiklen Tiere zu gewährleisten, ihre speziellen Haltungsanforderungen erfüllt werden müssen.

Azooxanthellate Weichkoralle am natürlichen Standort, in den tieferen, weniger lichtdurchfluteten Zonen des Korallenriffs.

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Azooxanthellate Weichkoralle (Siphonogorgia godeffroyi)
(c) Sylvain Le Bris

Was sind Zooxanthellen?

Zooxanthellen sind Protisten, die als Endosymbionten in einer Reihe von Lebewesen leben können. Bei den Zooxanthellen handelt es sich meistens um Dinoflagellaten, aber auch Chrysomonaden, Cryptomonaden oder Diatomeen kommen vor. Als Wirte kommen Rhizaria wie Kammerlinge (Foraminifera) und Strahlentierchen (Radiolaria), Steinkorallen (Scleractinia), viele Octocorallia, sonstige Blumentiere (Anthozoa), Feuerkorallen (Millepora), Riesenmuscheln (Tridacnidae), aber auch einige Quallenarten vor. Auch Nacktkiemer (Nudibranchia, z. B. Pteraeolidia ianthina) und Schwämme besitzen manchmal Zooxanthellen. Fast alle riffbildenden Steinkorallen, haben Zooxanthellen als Endosymbionten.
Die Zooxanthellen leben im Körper des Wirts und versorgen ihn mit Zucker, Stärke und anderen organischen Produkten. Sowohl der Wirt als auch die Protisten profitieren von der Symbiose, es handelt sich also um einen Mutualismus. Bei den Foraminiferen ist die Symbiose fakultativ, das heißt, beide Lebewesen gedeihen prinzipiell auch ohne einander. Die riffbildenden Steinkorallen tropischer Korallenriffe sterben dagegen, wenn sie ihre Zooxanthellen unter Stress ausgestoßen haben, ein Phänomen, das als Korallenbleiche bekannt ist.

Auf dem Bild:
Tropisches Meerwasseraquarium mit Weichkorallen und riffbildenden Steinkorallen. Für solche Aquarien ist eine sehr leistungsfähige Beleuchtung nötig, da hier in der Regel fast ausschließlich Korallen, die den Großteil ihres Energiebedarfs von den, im Gewebe eingelagerten Zooxanthellen beziehen, gehalten werden.

Haltung azooxanthellater Korallen im Aquarium

Azooxanthellate Korallen lassen die Herzen vieler Meerwasseraquarianer höherschlagen. Leider ist ihre Pflege oftmals recht schwierig, wobei man auch hier nicht verallgemeinern sollte, da jede Korallenart andere Ansprüche an Standort und Nahrung stellt. Die Pflegeansprüche unterscheiden sich also von Art zu Art. Es gibt azooxanthellate Korallen, die ein spezielles, schwach bis gar nicht beleuchtetes Filtriererbecken benötigen aber auch Arten, die sich selbst im stark beleuchteten, nährstoffarmen Riffbecken halten lassen.

Azooxanthellate Korallen, die keine Symbiosealgen enthalten, sondern sich allein durch Planktonfang und die Aufnahme gelöster Substanzen ernähren, besitzen meist eine kräftige, plakative Färbung. Mit Rot, Rosa, Gelb oder sogar Blau und Violett-Tönen faszinieren sie viele Riffaquarianer.
Unglücklicherweise ist ihre langfristige Haltung weit schwieriger als die ihrer Verwandten aus der Lichtzone welche photosynthetische Symbioten in ihrem Gewebe enthalten.
Die Steinkorallen unter ihnen bezeichnet man auch als NPS (Non Photosynthetic Scleractinians, nicht fotosynthetische Steinkorallen). Die weitaus meisten Arten azooxanthellater Korallen, die für die Pflege im Aquarium infrage kommen, gehören jedoch zu den achtstrahligen Blumentieren, den Octocorallia. In der Meerwasseraquaristik tauchen diese Korallen nur selten auf, was vor allem daran liegt, dass ihre Pflege sich als sehr schwierig herausgestellt hat. Folglich sind sie auch nicht sehr oft im Aquaristikfachhandel anzutreffen. 

Die Rote Seemannshand (Nephthyigorgia sp.), eine äußerst farbige, bis zu 12 cm große azooxanthellate Weichkoralle aus dem Indo-Pazifik.

Links & Downloads zum Thema Azoo-Korallen:

👉 Haltung und Pflege azooxanthellater Korallen (von Florian Gaudig)

👉 Beckenvorstellung und Erfahrungsbericht (von  Elisabeth)

Sehr gelungenes Azoo-Becken von Elisabeth mit verschiedenen Gorgonien, Peitschenkorallen, Tubastraeas und Seefedern.

Einen interessanten Vortrag über die Haltung und Pflege azooxanthellater Korallen hielt der Biologe und Azoo-Experte Florian Gaudig auf der Messe Fisch und Reptil in Ulm. 


Fütterungsempfehlung des Azoo-Experten Florian Gaudig für verschiedene azooxanthellate Korallen:

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Achtstrahlige Azoo-Korallen Art für Art:

Auf dieser Seite stellen wir die azooxanthellaten Korallen aus der Unterklasse der Octocorallia vor. Dazu gehören eine Vielzahl von Weich- und Lederkorallen, sowie viele Vertreter der Gorgonien und Hornkorallen.

Azooxanthellate Korallen
(Octocorallia, Ordnung Malacalcyonacea)

Die Malacalcyonacea sind eine von zwei Ordnungen der Achtstrahligen Korallen (Octocorallia). Wie alle Oktokorallen bilden die Arten der Ordnung Malacalcyonacea Tierkolonien, die aus vielen Einzelpolypen bestehen, die jeweils acht, in den meisten Fällen gefiederte Tentakel besitzen. Die Ordnung wurde erst Ende 2022 eingeführt und umfasst weitgehend die Holaxonia-Alcyoniina-Klade, die in vorherigen phylogenetischen Arbeiten als monophyletische Klade der Oktokorallen erkannt wurde. Die Ordnung setzt sich also vor allem aus Familien und Gattungen zusammen, die vorher den Holaxonia und den Weichkorallen (Alcyonacea) zugeordnet wurden, umfasst aber auch einige Familien und Gattungen der Röhrenkorallen (Stolonifera) und der Kalkachsenkorallen (Scleraxonia).

Die Verwandtschaftsbeziehungen innerhalb der Oktokorallen wurden durch DNA-Vergleiche bestimmt und die Morphologie spielte dabei eine untergeordnete Rolle, entsprechend gibt es innerhalb der Malacalcyonacea eine große Variabilität hinsichtlich der Wuchsformen. Die überwiegende Mehrheit der Familien der Malacalcyonacea haben entweder eine Skelettachse mit einem hohen Proteinanteil oder eine Skelettachse fehlt völlig. Die Bezeichnung Malacalcyonacea setzt sich zusammen aus „malacos“ (griechisch für weich) und Alcyonacea, der heute invaliden wissenschaftlichen Bezeichnung für die Weichkorallen, und verweist auf die Flexibilität der Tierkolonien. 

Acanthoaxiidae

Stamm: Cnidaria (Nesseltiere)
Klasse: Blumentiere (Anthozoa)

Unterklasse: Octocorallia
Ordnung: Malacalcyonacea
Familie: Acanthoaxiidae

Die Acanthoaxiidae sind eine Familie der Achtstrahligen Korallen (Octocorallia), die in flachen bis mäßig tiefen Bereichen des tropischen Indopazifiks, des Roten Meers und des östlichen Atlantiks vorkommt.

Zur Familie Acanthoaxiidae gehören zwei Gattungen mit je einer Art:

  • Acanthoaxis

  • Altumia

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Altumia delicata
A, B: Kolonien überwachsen Zweige schwarzer Korallen

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Altumia delicata
C:  Kolonien wachsen auf PVC-Gitter (Pfeilspitzen)

Merkmale:
Wie fast alle Oktokorallen bilden die Arten der Familie Acanthoaxiidae Kolonien, die aus vielen Einzelpolypen mit jeweils acht Tentakeln bestehen. Die Kolonien wachsen ohne Skelettachse als häutiger Überzug des Untergrundes (Gattung Altumia) oder mit Skelettachse baumartig und spärlich verzweigt (Gattung Acanthoaxis). Im letzteren Fall ist die Skelettachse proteinhaltig mit einem schmalen, hohlen, weichen, kreuzgekammerten Mittelkern und markanten Stacheln auf der Oberfläche. Trotz ihrer unterschiedlichen Wuchsform werden die zwei Gattungen in eine Familie vereint. Charakteristisches Merkmal der Familie Acanthoaxiidae ist das völlige Fehlen von Skleriten in allen Abschnitten der Kolonie. Die Arten der Acanthoaxiidae leben nicht mit Zooxanthellen in einer Endosymbiose und sind daher vollständig auf planktonische Nahrung angewiesen.

Acrophytidae

Stamm: Cnidaria (Nesseltiere)
Klasse: Blumentiere (Anthozoa)

Unterklasse: Octocorallia
Ordnung: Malacalcyonacea
Familie: Acrophytidae

Die Acrophytidae sind eine Familie der Achtstrahligen Korallen (Octocorallia), die an der Südspitze Afrikas im kühlen Agulhasbecken endemisch vorkommt.

Zur Familie Acrophytidae gehören drei Gattungen:

  • Acrophytum

  • Lampophyton

  • Pieterfaurea

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Acrophytum claviger
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Lampophyton spinatum

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Pieterfaurea khoisaniana

(c) jacques-alberts

Merkmale:
Wie fast alle Oktokorallen bilden die Arten der Familie Acrophytidae Kolonien, die aus vielen Einzelpolypen mit jeweils acht Tentakeln bestehen. Die Kolonien sind aufrecht stehend, unverzweigt und finger- oder keulenförmig und können äußerlich in einen polypenlosen Stiel und ein mit Polypen besetztes Polyparium unterteilt werden. Die gleichmäßig über die Oberfläche des Polypariums verteilten Polypen sind monomorph. Sie besitzen keine oder nur wenige Sklerite. Die Sklerite an der Oberfläche der Kolonie bestehen überwiegend aus großen Spindeln und Keulen. Sie sind im Stiel in Längsrichtung angeordnet. Um die Basis des Polypen sind sie oft in einer palisadenartigen Formation angeordnet. Im Innern der Kolonie fehlen die Sklerite oftmals, wenn vorhanden haben sie die gleiche Form wie an der Oberfläche. Die Kolonien sind oft auffällig gefärbt; ihre Sklerite sind dagegen farblos. Die Arten der Familie Acrophytidae leben nicht mit Zooxanthellen in einer Endosymbiose und sind dadurch ausschließlich auf planktonische Nahrung angewiesen.

Alcyoniidae

Stamm: Cnidaria (Nesseltiere)
Klasse: Blumentiere (Anthozoa)

Unterklasse: Octocorallia
Ordnung: Malacalcyonacea
Familie: Alcyoniidae

Die Alcyoniidae sind eine Familie der Achtstrahligen Korallen (Octocorallia), die in tieferen Regionen der gemäßigt temperierten und kalten Meere der nördlichen und südlichen Erdhalbkugel vorkommt. In die Familie Alcyoniidae wurden ursprünglich auch einige Lederkorallengattungen aus den Korallenriffen des tropischen Indopazifiks gestellt. Diese leben jedoch stets in einer Endosymbiose mit einzelligen, symbiotischen Algen (Zooxanthellen), während die Gattunge der Alcyoniidae ohne Zooxanthellen leben. Die tropischen Lederkorallen wurden deshalb in eine eigenständige Familie, die Sarcophytidae gestellt. Die Schwestergruppe der Alcyoniidae ist die Familie Carijoidae.

Zur Familie Alcyoniidae gehören acht Gattungen:

  • Alcyonium

  • Anthothela

  • Bellonella

  • Eleutherobia

  • Gersemia

  • Hedera

  • Kotatea

  • Lateothela

Mediterraner Seefinger (Alcyonium acaule)

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Alcyonium acaule (c) Bernat Garrigós

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Alcyonium digitatum (c) Bernard Picton

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Alcyonium coralloides

(c) Sylvain Le Bris

Alcyonium glomeratum

Photo: Matthieu Sontag, Licence CC-BY-SA

Gersemia rubiformis
(Neufundland, Kanada)

Alcyonium variabile

Kotatea raekura

Minabea aldersladei

Merkmale:
Die Arten der Familie Alcyoniidae bilden Tierkolonien, die aus vielen Einzelpolypen bestehen. Die Kolonien sind häutig, gelappt oder fingerförmig, baumartig mit einem einzigen Stiel oder dornenartig ohne Hauptstiel. Sie besitzen kein Achsenskelett. Das Coenenchym kann in eine äußere Schicht (Kortex) und eine innere Schicht (Medulla) unterteilt sein. Ist sie vorhanden, besteht die Medulla aus dicht gepackten, aber nicht verschmolzenen Skleriten, die durch einen Ring aus Kanälen vom Kortex getrennt sind. Die achtstrahligen, Polypen sind monomorph und können in der Regel vollständig in das Coenenchym zurückgezogen werden. In seltenen Fällen können sie sich nicht einziehen. Die Polypen sind meist gleichmäßig über die gesamte Kolonie verteilt, manchmal stehen sie an den Zweigspitzen dichter oder sind in Bündeln angeordnet. Die Sklerite der Polypen sind stäbchen-, keulen- oder spindelförmig. Im Coenenchym sind die Sklerite in den meisten Fällen in zwei Schichten angeordnet, die äußere Schicht besteht aus strahlen-, keulen-, spindel- oder stabförmigen Sklerite, die innere Schicht besteht aus längeren spindel- oder stabförmigen Skleriten, die dicht gepackt sein können, um das Innere zu schützen. Alle Arten der Familie Alcyoniidae sind ohne Zooxanthellen, sind also auf planktonische Nahrung angewiesen.

Mittelmeer-Seefinger
Alcyonium acaule

Der Mittelmeer-Seefinger ist eine Weichkorallenart aus der Familie der Alcyoniidae. Die Art kommt in mittleren Tiefen auf schattigen Felsen im Mittelmeer und angrenzenden Teilen des östlichen Atlantischen Ozeans vor.

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Alcyonium acaule (c) Frédéric ANDRE

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Alcyonium acaule (c) Albertini maridom

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Alcyonium acaule (c) Frédéric ANDRE

Beschreibung:
Der Mittelmeer-Seefinger ist eine Weichkorallenart, die häufig  Ansammlungen bildet. Die Färbung dieser Art kann von gelb, über rosa und braunrot bis zu braunorange variieren. Einzelne Kolonien können eine Höhe von maximal 20 cm erreichen. Die Körperoberfläche ist vom Fuß bis zur Spitze vollständig mit weißlichen Polypen bedeckt. Wie alle Weichkorallen nutzt sie ihre hydrostatische Skelettkapazität, um ihre Körperhaltung zu halten und zu kontrollieren.

 

Verbreitung und Lebensraum:

Diese Art ist im Mittelmeer endemisch, ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich jedoch auch über die portugiesische und spanische Atlantikküste. Sie kommt üblicherweise in Tiefen zwischen 12 und 135 Metern vor. Alcyonium acaule meidet direkte ungefilterte Lichteinwirkung und bevorzugt schattige Orte wie Überhänge oder Höhlen.

Ökologie:
Im Mittelmeer bildet Alcyonium acaule häufig dichte Ansammlungen, oft in Gesellschaft mit der Gelben Krustenanemone (Parazoanthus axinellae). Weitere Organismen in diesen artenreichen Lebensräumen sind Filtrierer wie Schwämme, Nesseltiere, Moostierchen und Manteltiere. Das Gestein ist mit Kalkrotalgen verkrustet. Zwischen diesen Organismen herrscht ein Lebensraumkonflikt. Während einer zweijährigen Forschungsstudie verschwanden mehrere kleine Alcyonium-Kolonien. Bei anderen kam es nur zu einem sehr geringen Koloniewachstum. Viele Kolonien zeigten im Sommer eine geringere Fressaktivität, wobei bis zu 90 Prozent der Korallen in einen Ruhezustand verfielen.

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Alcyonium acaule (c) Massimo Ponti

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Alcyonium acaule (c) motalec

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Alcyonium acaule (c) Sylvain Le Bris

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Alcyonium acaule (c) Sylvain Le Bris

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Alcyonium acaule (c) Frédéric ANDRE

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Alcyonium acaule (c) Glenn Biscop

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Alcyonium acaule (c) Pierre Corbrion

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Alcyonium acaule (c) Sylvain Le Bris

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Alcyonium acaule (c) Sylvain Le Bris

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Alcyonium acaule (c) xavi salvador costa

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Alcyonium acaule (c) Frédéric ANDRE

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Alcyonium acaule (c) Frédéric ANDRE

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Alcyonium acaule (c) Sylvain Le Bris

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Alcyonium acaule (c) Sylvain Le Bris

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Alcyonium acaule (c) Sylvain Le Bris

Tote Meerhand
Alcyonium digitatum

Die Tote Meerhand, auch Tote Mannshand, Nordische Korkkoralle oder Bastardschwamm genannt, ist eine Lederkoralle (Alcyoniidae). Sie ist handförmig verzweigt, manchmal auch klumpenförmig und erreicht meist eine Höhe von zehn, seltener von 15 Zentimetern. 

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Die Tote Meerhand ist die einzige Weichkoralle (Alcyoniidae), die in der Nordsee vorkommt. Unterwasserfoto vom Skagerrak, Schweden

Tote Meerhand (Alcyonium digitatum)
(c) Ana Santos

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Tote Meerhand (Alcyonium digitatum)
(c) Ana Santos

Merkmale und Lebensweise:
Die Tote Mannshand ist weiß, gelblich, hellorange oder rosa. Zur Festigung hat sie kleine Sklerite genannte Kalknadeln im Körper. 

Wie fast alle Korallen ist sie eine Tierkolonie, die aus vielen Einzelpolypen besteht. Das Innere der Kolonie wird von einer Vielzahl schmaler, kleiner Kanäle durchzogen, über die die einzelnen Tiere miteinander in Verbindung stehen. Die acht gefiederte Tentakel tragenden Polypen werden einen Zentimeter groß. Im Gegensatz zu den meisten ihrer Verwandten aus tropischen Meeren lebt sie nicht mit Zooxanthellen in Symbiose und ernährt sich ausschließlich vom Planktonfang. Das ist auch ein wichtiger Punkt bei der Aquarienhaltung. Die Koralle muss regelmäßig gefüttert werden, um längerfristig zu überleben. Bei ausreichender Versorgung mit geeigneter Nahrung ist die Tote Meerhand gut haltbar.
Da Form und Farbe der Toten Meerhand an ein Stück einer Wasserleiche erinnern, erhielt sie ihren makaberen deutschen Namen (ähnlich englisch dead man's finger).


Verbreitung und Lebensraum:

Die Tote Meerhand kommt in der Nordsee, im europäischen Atlantik, im Ärmelkanal und in der westlichen Ostsee vor. Im Mittelmeer ist die Gattung durch Alcyonium palmatum vertreten.
Sie lebt in Tiefen ab 20 Metern auf felsigen Untergründen, Molluskenschalen, Krebspanzern, versunkenen Schiffsrümpfen, über Bord gegangenen Dosen und Flaschen, an Molenwänden und Brückenpfeiler; in der oberen Dauerflutzone und tiefer.
 

Allgemeines:

Beobachtet man sie in einem Aquarium einen ganzen Tag lang, so kann man einen gleichmäßigen Rhythmus verfolgen, mit dem sich die Kolonie ändert. In der aktiven Phase pumpt sich die gesamte Kolonie mit Wasser voll, und die kleinen Polypen treten deutlich über die Oberfläche hervor, um aus dem Wasser kleine Planktonorganismen herauszufischen. Im zusammengeschrumpften (Ruhe-)Zustand sind die Einzeltiere vollständig eingezogen und hinterlassen an der Oberfläche nur noch kleine Warzen. Eine Kolonie entsteht durch Knospung aus einem einzigen Individuum. Die Tiere sind getrenntgeschlechtlich. Aus den Geschlechtsknospen, die an den Trennwänden des Hohlraumes sitzen, werden die Gameten ins freie Wasser entlassen und dort befruchtet. Aus ihnen entstehen kleine Wimpernlarven, die zum Bodenleben übergehen und zu einer neuen Kolonie auswachsen.

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Aquarienaufnahme von Alcyonium digitatum

Weiße Farbmorphe von Alcyonium digitatum

Alcyonium digitatum (Ozeaneum Stralsund)

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Alcyonium digitatum
(Kosterhavet Nationalpark, Schweden)

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Alcyonium digitatum am Naturstandort

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Alcyonium digitatum (c) Ana Santos

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Alcyonium digitatum (c) Dennis Rabeling

Alcyonium digitatum (c) Janine H.

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Alcyonium digitatum (c) Sylvain Le Bris

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Alcyonium digitatum (c) Tom Smith

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Alcyonium digitatum (c) Poul Erik Rasmussen

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Alcyonium digitatum (c) Sylvain Le Bris

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Alcyonium digitatum (c) Tony Gilbert

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Alcyonium digitatum (c) Guido Schmitz

Alcyonium variabile

Die Variable Weichkoralle (Alcyonium variabile) ist eine Weichkorallenart aus der Familie der Alcyoniidae.

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Alcyonium variabile (c) Georgina Jones 3

Alcyonium variabile (c) Georgina Jones

Alcyonium variabile (c) Peter Southwood

Alcyonium variabile (c) Georgina Jones

Beschreibung:
Variable Weichkorallen wachsen in kleinen Kolonien von bis zu 7 cm Größe. Sie sind pilzförmig und haben einen kurzen Stiel mit einem runden Kopf, der mit Polypen bedeckt ist. Der Stiel ist unterschiedlich hoch und kann auch fehlen. Die Farbe ist äußerst variabel und kann rot, violett, orange, weiß, gelb oder rosa sein. Die Färbung variiert oft zwischen Kolonie und Polypen.

 

Verbreitung:

Diese Art ist von der Kaphalbinsel bis ins südliche KwaZulu-Natal vor der südafrikanischen Küste bekannt und lebt in Tiefen von 13 bis 450 Metern.

 

Ökologie:

Alcyonium variabile ist in ihrem Ursprungsgebiet weit verbreitet. Kolonien haften meist an harten Substraten wie Felsen, Muscheln und sogar Krustenschwämmen an senkrechten Wänden.

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Alcyonium variabile (c) Georgina Jones

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Alcyonium variabile (c) Peter Southwood

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Alcyonium variabile (c) Peter Southwood

Anthogorgiidae

Stamm: Cnidaria (Nesseltiere)
Klasse: Blumentiere (Anthozoa)

Unterklasse: Octocorallia
Ordnung: Malacalcyonacea
Familie: Anthogorgiidae

Die Anthogorgiidae sind eine Familie der Achtstrahligen Korallen (Octocorallia), die in flachen bis mäßig tiefen Regionen des tropischen Indopazifiks und in seinen Nebenmeeren vorkommt.

Zur Familie Anthogorgia gehören 2 Gattungen, die sich sehr ähnlich sind:

  • Anthogorgia

  • Muricella

Anthogorgia sp.
(Pulau Aur, West Malaysia)

Anthogorgia sp.

(Pulau Aur, West Malaysia)

Seepferdchen (Hippocampus denise) an einer Muricella-Koralle

Merkmale:
Die Arten der Familie Anthogorgiidae bilden Tierkolonien, die aus vielen Einzelpolypen bestehen. Die Kolonien sind aufrecht stehende, stark verzweigte flache Fächer. Sie werden von einem proteinhaltigen, hohlgekammerten Achsenskelett gestützt. Das Coenenchym ist relativ dick. Die gleichmäßig über die Astoberflächen verteilten Polypen sind monomorph, können sich nicht in das Coenenchym zurückziehen. Sie sind hoch und zylindrisch oder kurz und kuppelförmig. Sie können durch zahlreiche Skleriten gepanzert sein. Die Sklerite im Coenenchym und in den Polypen haben die Form stumpfer Spindeln und sind mit großen Tuberkeln besetzt, in den Tentakeln sind die Sklerite kleine, gebogene Stäbchen. Die Sklerite können bunt gefärbt sein. Alle Arten der Familie Anthogorgiidae leben ohne Zooxanthellen, sind also auf planktonische Nahrung angewiesen. Die Arten der Familie Anthogorgiidae haben große Ähnlichkeit mit denen der Familie Astrogorgiidae. Diese können sich jedoch in das Coenenchym zurückziehen.

☛ Einzelne Gattungen und Arten der Familie Anthogorgiidae werden auf den Seite: Azooxanthellate Korallen 2 sowie Hornkorallen 1 genauer vorgestellt!

Aquaumbridae

Stamm: Cnidaria (Nesseltiere)
Klasse: Blumentiere (Anthozoa)

Unterklasse: Octocorallia
Ordnung: Malacalcyonacea
Familie: Aquaumbridae

Die Aquaumbridae sind eine Familie der Achtstrahligen Korallen (Octocorallia), die in tieferen Bereichen des tropischen Pazifiks und des westlichen Atlantiks vorkommt.

Zur Familie Acrophytidae gehören zwei Gattungen mit je einer Art:

  • Aquaumbra

  • Elbeenus

Aquaumbra klapferi

Merkmale:
Wie fast alle Oktokorallen bilden die Arten der Familie Aquaumbridae Kolonien, die aus vielen Einzelpolypen mit jeweils acht Tentakeln bestehen. Die Kolonien sind baumartig mit Zweigen oder fingerartigen Lappen, die von einem deutlich ausgeprägten Stiel ausgehen. Sie besitzen keine Skelettachse, sondern sind weich, schlaff, durchsichtig und geleeartig, ähnlich wie Quallen. Die Polypen sind gleichmäßig über die Oberflächen von Lappen und kleineren Ästen verteilt, fehlen aber am Stiel. Sie sind monomorph, können sich nicht zurückziehen, aber zusammenziehen. In den Polypen haben die Sklerite die Form von Stäbchen, Nadeln und gebogene Spindeln. Sie sind oft kragenförmig oder als Spitzen angeordnet. Auf der Oberfläche der Zweige und Lappen fehlen die Sklerite, im Innern des Coenenchyms sind sie nur spärlich vorhanden. Die Sklerite sind farblos. Die Arten der Aquaumbridae leben nicht mit Zooxanthellen in einer Endosymbiose und sind daher vollständig auf planktonische Nahrung angewiesen.

Astrogorgiidae

Stamm: Cnidaria (Nesseltiere)
Klasse: Blumentiere (Anthozoa)

Unterklasse: Octocorallia
Ordnung: Malacalcyonacea
Familie: Astrogorgiidae

Die Astrogorgiidae sind eine Familie der Achtstrahligen Korallen (Octocorallia), die in flachen bis mäßig tiefen Regionen des tropischen Indopazifiks und in seinen Nebenmeeren vorkommt.

Zur Familie Astrogorgiidae gehören 3 Gattungen:

  • Acanthomuricea

  • Anthoplexaura

  • Astrogorgia

Acanthomuricea uimea (c) Pierre-Louis St

Acanthomuricea uimea

(c) Pierre-Louis Stenger

Astrogorgia sp.

(Malediven)

Astrogorgia splendens

A: Kolonie B: Zweige im Detail C: Sklerite

Merkmale:
Die Arten der Familie Astrogorgiidae bilden Tierkolonien, die aus vielen Einzelpolypen bestehen. Die Kolonien sind aufrecht stehende, stark verzweigte, flache Fächer. Sie werden von einem proteinhaltigen, hohlgekammerten Achsenskelett gestützt. Die gleichmäßig über die Astoberflächen oder zweiseitig entlang gegenüberliegender Astränder verteilten Polypen sind monomorph und können sich in niedrige oder hohe Kelche zurückziehen. Die Sklerite in den Polypen haben die Form von Spindeln und Stäbchen und sind in acht Längsgruppen angeordnet. In den Tentakeln haben die Sklerite die Form kurzer Stäbchen und körniger Schuppen. Im äußeren Coenenchym sind nur Sklerite in Spindelform vorhanden, im inneren Coenenchym sind es kurze Spindeln oder Stäbchen. Die Arten der Familie Astrogorgiidae haben große Ähnlichkeit mit denen der Familie Anthogorgiidae. Diese können sich jedoch nicht in das Coenenchym zurückziehen. Alle Arten der Familie Astrogorgiidae leben ohne Zooxanthellen, sind also auf planktonische Nahrung angewiesen.

Capnellidae

Stamm: Cnidaria (Nesseltiere)
Klasse: Blumentiere (Anthozoa)

Unterklasse: Octocorallia
Ordnung: Malacalcyonacea
Familie: Capnellidae

Die Capnellidae sind eine Familie der Achtstrahligen Korallen (Octocorallia), die weltweit in flachen und tieferen Meeresregionen vorkommt. Die Familie wurde erst 2022 neu eingeführt. Alle Gattungen der Capnellidae gehörten vorher zur Familie Nephtheidae. Sie unterscheiden sich von dieser Familie vor allem durch die Form der Sklerite.

Zur Familie Capnellidae gehören fünf Gattungen:

  • Capnella

  • Drifa

  • Duva 

  • Eunephthya

  • Pseudodrifa

Die in nördlichen Meeren vorkommenden Gattungen Drifa, Duva und Pseudodrifa scheinen eine paraphyletische Verwandtschaftsbeziehung untereinander zu haben und sollten möglicherweise einer einzigen Gattung zugeordnet werden.

Capnella sp. im Scarborough Sea Life Center, England

Capnella gaboensis
(c) Harry Rosenthal)

Capnella imbricata-Ableger in unserer Korallenzucht-Anlage

Keniabäumchen (Capnella sp.) beim Ablaichen

Drifa glomerata (Quebec, Kanada)
(c) Claude Nozères

Eunephthya granulata (False Bay, Süd-Afrika)

(c) Georgina Jones

Eunephthya thyrsoidea (False Bay, Süd-Afrika)

(c) Peter Southwood

Eunephthya thyrsoidea
(Kapregion, Südafrika)

Eunephthya sp.
(Josh's Reef, Südafrika)

Merkmale:
Wie fast alle Oktokorallen bilden die Arten der Familie Capnellidae Kolonien, die aus vielen Einzelpolypen mit jeweils acht Tentakeln bestehen. Die Kolonien sind aufrecht stehend und buschig mit einem deutlich ausgebildeten „Stamm“. Eine feste Skelettachse fehlt. Die monomorphen Polypen sitzen auf den Zweigen, niemals auf größeren Ästen oder am Stamm. Sie können sich nicht zurückziehen aber zusammenziehen bzw. nach innen biegen. Die Sklerite der Polypen haben die Form von Spindeln und Stäbchen und sind mit komplexen Tuberkeln besetzt. Es kommen auch einseitig bestachelte Spindeln („Raupen“) und mit Dornen besetzte oder blattförmige Keulen vor. Auf der Außenhaut und im Innern des Stamms sind die Sklerite unregelmäßig, strahlenförmig oder sphäroidförmig. Abgesehen von der in den Tropen verbreiteten Gattung Capnella, die in einer Endosymbiose mit Zooxanthellen lebt, leben die Arten der Capnellidae nicht mit Zooxanthellen in Symbiose und sind dadurch auf planktonische Nahrung angewiesen.

Eunephthya

Eunephthya ist eine Gattung von Weichkorallen aus der Familie der Capnellidae. Die Gattung ist nur aus Südafrika bekannt.

Arten der Gattung Eunephthya:

☛ Liste der Gattungen auf WoRMS (World Register of Marine Species)

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Eunephthya celata (c) Peter Southwood

Eunephthya granulata (c) Georgina Jones

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Eunephthya thyrsoidea (c) Peter Southwood

Eunephthya celata

Eunephthya celata ist eine Weichkorallenart aus der Familie der Capnellidae.

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Eunephthya celata (c) wrecklessmarine

Eunephthya celata (c) wrecklessmarine

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Eunephthya celata (c) Georgina Jones

Blumenkohl-Weichkoralle
Eunephthya thyrsoidea

Die Blumenkohl-Weichkoralle (Eunephthya thyrsoidea) ist eine Art der kolonialen Weichkorallen aus der Familie der Capnellidae.

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Eunephthya thyrsoidea (c) Peter Southwood

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Eunephthya thyrsoidea (c) Peter Southwood

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Eunephthya thyrsoidea (c) Georgina Jones

Beschreibung:
Blumenkohl-Weichkorallen wachsen in Kolonien von bis zu 30 Zentimetern Höhe. Die Polypen haben einen Durchmesser von 0,2 cm. Sie wachsen als große weißliche Kolonie mit Seitenästen, die in Büscheln grau- oder braungefärbter Polypen enden.

 

Verbreitung:
Diese Art ist von der Kap-Halbinsel bis ins nördliche KwaZulu-Natal vor der südafrikanischen Küste sowie in Port Stephens in New South Wales bekannt und lebt in Wassertiefen von 10 bis 240 Metern.

Ökologie:
Die Art ist häufig an senkrechten Felswänden zu finden. Außerhalb der Nahrungsaufnahme zieht sie sich eng zusammen, wodurch ihre Ähnlichkeit mit einem Blumenkohl auffällt. Sie ernährt sich von der Wanderanemone Preactis millardae.

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Eunephthya thyrsoidea (c) Peter Southwood

Eunephthya thyrsoidea (c) Cape RADD

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Eunephthya thyrsoidea (c) Georgina Jones

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Eunephthya thyrsoidea (c) Peter Southwood

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Eunephthya thyrsoidea (c) Peter Southwood

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Eunephthya thyrsoidea (c) Peter Southwood

Carijoidae

Stamm: Cnidaria (Nesseltiere)
Klasse: Blumentiere (Anthozoa)

Unterklasse: Octocorallia
Ordnung: Malacalcyonacea
Familie: Carijoidae

Die Carijoidae sind eine Familie der Achtstrahligen Korallen (Octocorallia), die weltweit in flachen und mäßig tiefen Meeresregionen vorkommt.

Zur Familie Carijoidae gehören zwei Gattungen:

  • Carijoa

  • Cryptophyton

Carijoa riisei

Carijoa riisei

Ophiothela mirabilis in einer Carijoa riisei

Cryptophyton goddardi

(Monterey, Kalifornien) (c) Brenna Green

Cryptophyton jedsmithi

(Los Angeles County) (c) Siena McKim

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Cryptophyton jedsmithi
A: Ein nass konservierter Holotyp 
B–C: Lebender Holotyp, Details von Polypen;

Fotos: Jeff Goddard

Merkmale:
Die Arten der Familie Carijoidae bilden Tierkolonien, die aus vielen Einzelpolypen bestehen. Die Kolonien besitzen kein Achsenskelett, sondern sind an ihrer Basis durch bandartige Ausläufer (Stolonen) oder Membranen miteinander verbunden. Die gleichmäßig über die Stolonen verteilten Polypen sind monomorph und können sich zurückziehen. Axial stehende Polypen bilden hin und wieder Tochterpolypen an ihren Seiten, wodurch buschige Kolonien entstehen. Die Polypen besitzen keine oder nur wenige Sklerite. Wenn vorhanden, sind es glatte Stäbchen die in einer kragenförmigen Form angeordnet sein können. In den Stolonen und Polypenkelchen sind stäbchen- oder spindelförmige oder unregelmäßig ovale Sklerite vorhanden. Sie sind oft verzweigt und zu Klumpen verwachsen. Alle Arten der Familie Carijoidae leben ohne Zooxanthellen, sind also auf planktonische Nahrung angewiesen.

Eunicellidae

Stamm: Cnidaria (Nesseltiere)
Klasse: Blumentiere (Anthozoa)

Unterklasse: Octocorallia
Ordnung: Malacalcyonacea
Familie: Eunicellidae

Die Eunicellidae sind eine Familie der Achtstrahligen Korallen (Octocorallia), die in flachen bis mäßig tiefen Bereichen des östlichen Atlantiks und des Mittelmeers vorkommt.

Zur Familie Eunicellidae gehören zwei Gattungen:

  • Complexum

  • Eunicella

Complexum pusillum, Banc du Conflit, Tiefe 10 m.
A: Gesamtansicht eines kleinen Kolonienflecks
B: Vergrößerte Ansicht einiger Kolonien
C: kleines Stück Fels, besiedelt von C. pusillum, Schwämmen (grüner Pfeil) und Polycyathus cf. senegalensis (roter Pfeil).

Eunicella cavolinii

Kaltwassergorgonie (Eunicella verrucosa)
(c) Tony Gilbert

Merkmale:
Wie fast alle Oktokorallen bilden die Arten der Familie Eunicellidae Kolonien, die aus vielen Einzelpolypen mit jeweils acht Tentakeln bestehen. Die Kolonien sind aufrecht und mäßig stark zu zwei Seiten (planar) verzweigt. Als Ausnahme unter den gorgonienartigen Oktokorallen besitzen die zwei Gattungen der Eunicellidae in der Regel kein festes Achsenskelett. Wenn es ausnahmsweise vorhanden ist, besteht es aus einer proteinhaltigen Achse mit einem hohlen, kreuzgekammerten Mittelkern. Es gibt keine Form von Mineralisierung. Die Polypen sind monomorph und können sich in das Coenenchym oder in auffällige Polypenkelche, die gleichmäßig über die Zweige verteilt sind, zurückziehen. Die in den Polypen spärlich vorhandenen Sklerite haben die Form höckriger Stäbchen oder Spindeln. Sie sind oft in spitzen Winkeln angeordnet. Im Coenenchym sind die Sklerite Spindeln, Ovale, Doppelköpfe oder Stäbchen. Die Spindeln sind mit markanten Gürteln aus Tuberkeln versehen. Die Arten der Familie Eunicellidae leben in der Regel nicht mit Zooxanthellen in einer Endosymbiose und sind dann ausschließlich auf planktonische Nahrung angewiesen. Eine Symbiose mit Zooxanthellen kommt in Ausnahmefällen vor.

☛ Einige Vertreter der Eunicellidae werden auf den Seiten: Hornkorallen 1 und Blumentiere des Mittelmeeres genauer vorgestellt!

Euplexauridae

Stamm: Cnidaria (Nesseltiere)
Klasse: Blumentiere (Anthozoa)

Unterklasse: Octocorallia
Ordnung: Malacalcyonacea
Familie: Euplexauridae

Die Euplexauridae sind eine Familie aus der Unterklasse der Achtstrahligen Korallen (Octocorallia).

Euplexaura ist die einzige Gattung. Eplexaura-Arten kommen in flachen Regionen des tropischen Indopazifiks und seinen Nebenmeeren vor.

Arten der Gattung Euplexaura:
Zur Gattung Euplexaura gehören über 50 Arten.
→ Liste der Euplexaura-Arten auf Wikipedia

Euplexaura erecta © Marek Koszorek

Euplexaura erecta © portioid

Euplexaura sp. © Josy Lai

Merkmale:
Wie fast alle Oktokorallen bilden die Arten der Gattung Euplexaura Kolonien, die aus vielen Einzelpolypen mit jeweils acht Tentakeln bestehen. Die Kolonien sind aufrechte verzweigte Büsche oder flach verzweigte offene Fächer, manchmal auch unverzweigt und peitschenartig. Die Äste verzweigter Kolonien wachsen nicht wieder zusammen. Die Kolonien besitzen eine proteinhaltige hohle Skelettachse mit einem breitem, kreuzgekammertem Mittelkern. Das Coenenchym ist dick. Die gleichmäßig über die Astoberflächen verteilten Polypen sind monomorph und können sich in das Coenenchym, in seltenen Fällen auch in hervorstehende Kelche zurückziehen. Die Sklerite der Polypen sind groß und spindelförmig oder sie fehlen. Die Sklerite der Polypenkelche und der äußeren Coenenchymschicht sind oval oder sphäroid, gelegentlich sind es auch dicke Spindeln, die mit dicht angeordneten, komplexen Tuberkeln besetzt sind. Im innere Coenenchym sind stäbchenförmige oder kleine spindelförmige Sklerite mit einfachen Tuberkeln vorhanden. Die Arten der Gattung leben nicht mit Zooxanthellen in Symbiose und sind dadurch auf planktonische Nahrung angewiesen.

Blaue Gorgonie
Euplexaura erecta

Die Blaue Gorgonie stammt aus dem Indo-Pazifik und gelangt hin und wieder in den Aquaristikfachhandel. Die Haltungsparameter entsprechen denen, anderer azooxanthellater Gorgonien. Auch bei dieser schönen Koralle ist eine ausreichende Versorgung mit Plankton, Staubfutter und Ähnlichem erforderlich, um sie am Leben zu halten. Solche Korallen sind absolute Expertentiere und im Standart-Riffaquarium nicht lange haltbar.

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Die Bilder zeigen eine Blaue Gorgonie in unserer Aquarienanlage

Gorgoniidae

Stamm: Cnidaria (Nesseltiere)
Klasse: Blumentiere (Anthozoa)

Unterklasse: Octocorallia
Ordnung: Malacalcyonacea
Familie: Gorgoniidae

Die Gorgoniidae sind eine Familie der Achtstrahligen Korallen (Octocorallia), die in tieferen Meeresregionen im Atlantik und im Pazifik vorkommt.

Zur Familie Gorgoniidae gehören 13 Gattungen:

  • Adelogorgia

  • Antillogorgia

  • Callistephanus

  • Chromoplexaura

  • Eugorgia

  • Gorgonia

  • Leptogorgia

  • Olindagorgia

  • Pacifigorgia

  • Phycogorgia

  • Phyllogorgia

  • Psammogorgia

  • Pseudopterogorgia

Adelogorgia adusta

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Antillogorgia bipinnata

Chromoplexaura marki

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Eugorgia mutabilis

Violetter Seefächer (Gorgonia ventalina

Leptogorgia chilensis

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Olindagorgia gracilis

Pacifigorgia darwinii 

Phycogorgia fucata

Phyllogorgia dilatata 

Psammogorgia arbuscula

Pseudopterogorgia fredericki

Merkmale:
Wie fast alle Oktokorallen bilden die Arten der Familie Gorgoniidae Kolonien, die aus vielen Einzelpolypen mit jeweils acht Tentakeln bestehen. Die Kolonien sind aufrecht stehend und planar (zweiseitig) oder buschig verzweigt, netzartig miteinander verflochten oder gefiedert oder mit abgeflachten, blattartigen Wedeln ausgestattet. Im Innern der Kolonie befindet sich eine zentrale, proteinhaltige Skelettachse, die auch feste Bereiche aus nicht-skleritischem Carbonat-Hydroxylapatit (CHAp) enthalten kann. Die Skelettachse ist im Innern hohl, mit einem schmalen, quergekammerten Mittelkern. Die Polypen sind monomorph und können in das Coenenchym oder niedrige Polypenkelche zurückgezogen werden. Sie sind über die gesamte Kolonieoberfläche oder nur biseriell auf zwei Astseiten angeordnet. Die Sklerite der Polypen haben die Form abgeflachter Stäbchen mit glatten, gezackten, eingekerbten oder gelappten Rändern. Die Sklerite des Coenenchyms sind strahlenförmig oder kleine (<0,3 mm) Spindeln mit komplexen Tuberkeln und oft in regelmäßigen Reihen angeordnet. Die Sklerite der Gorgoniidae sind bei vielen Arten auffällig gefärbt. Viele Arten der Familie leben mit Zooxanthellen in einer Endosymbiose und beziehen von diesen einen Teil ihrer Nährstoffe, bei anderen ist das nicht der Fall und sie sind ausschließlich auf planktonische Nahrung angewiesen.

☛ Einige Vertreter der Gorgoniidae werden auf der Seite: Hornkorallen 1 genauer vorgestellt!

Malacacanthidae

Stamm: Cnidaria (Nesseltiere)
Klasse: Blumentiere (Anthozoa)

Unterklasse: Octocorallia
Ordnung: Malacalcyonacea
Familie: Malacacanthidae

Die Malacacanthidae sind eine Familie Achtstrahliger Korallen (Octocorallia), die nur eine einzige Gattung beinhaltet, die wiederum monotypisch ist und nur eine einzige Art enthält: Malacacanthus capensis, die an der Südspitze Afrikas im kühlen Agulhasbecken endemisch vorkommt. M. capensis ist somit das einzige Mitglied seiner Gattung und seiner Familie.

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Systematik:
Die Korallenart wurde 1900 durch den britischen Zoologen Sydney J. Hickson unter der Bezeichnung Heteroxenia capensis erstmals wissenschaftlich beschrieben. 1910 beschrieb der schottische Zoologe James Stuart Thomson die Koralle ein zweites Mal und gab ihr den Namen Malacacanthus rufus. Dies wurde als Synonymbeschreibung erkannt aber man stellte auch fest, dass die Koralle nicht zur Gattung Heteroxenia gehören kann. Deshalb ist Malacacanthus capensis die heute gültige Bezeichnung der Art. Sie ist die einzige Art der 2022 eingeführten Familie Malacacanthidae und Malacacanthus ist die namensgebende Gattung für die im gleichen Jahr aufgestellte Ordnung Malacalcyonacea. Eine morphologisch ähnliche Art ist Ceratocaulon wandeli von der Küste Islands, da aber keine molekularbiologischen Daten zu dieser Art vorliegen, ist es noch nicht möglich C. wandeli ebenfalls in die Familie Malacacanthidae einzuordnen.

Merkmale:
Wie fast alle Oktokorallen bildet Malacacanthus capensis Kolonien, die aus vielen Einzelpolypen bestehen. Die Kolonien bestehen aus einem zylindrischen Stiel ohne Achsenskelett, auf dem sich ein pilzförmiges Polyparium befindet. Auf dem Polyparium sitzen die Einzelpolypen. Es kann vollständig in den Stiel zurückgezogen werden. Der Stiel ist von einer rauen, hornartigen Kutikula bedeckt. Die Polypen sind dimorph, können zurückgezogen werden und sind gleichmäßig über die Oberfläche des Polypariums verteilt. Am Stiel sind keine Polypen vorhanden. Der gesamten Kolonie fehlen die Sklerite. Malacacanthus capensis lebt nicht mit Zooxanthellen in Symbiose und ist deshalb auf planktonische Nahrung angewiesen.

Melithaeidae

Stamm: Cnidaria (Nesseltiere)
Klasse: Blumentiere (Anthozoa)

Unterklasse: Octocorallia
Ordnung: Malacalcyonacea
Familie: Melithaeidae

Die Melithaeidae sind eine Familie der Achtstrahligen Korallen (Octocorallia), die im Indopazifik in flachen und mäßig tiefen Meeresregionen vorkommt. Eine Art lebt im tropischen Westatlantik.

Zur Familie Melithaeidae gehören fünf Gattungen:

  • Alertigorgia

  • Asperaxis

  • Iciligorgia

  • Melithaea

  • Solenocaulon

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Alertigorgia orientalis

Iciligorgia rubra (c) Anne Hoggett

Iciligorgia schrammi

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Melithaea ochracea

Melithaea ochracea

Solenocaulon tortuosum

Merkmale:

Wie fast alle Oktokorallen bilden die Arten der Familie Melithaeidae Kolonien, die aus vielen Einzelpolypen mit jeweils acht Tentakeln bestehen. Die aufrecht stehende Kolonien sind stark verzweigt, planar (zweiseitig) oder buschig und mehr oder weniger wirr. Die Zweige können eine blattförmige Form annehmen oder hohl sein. Die zentrale Skelettachse besteht aus zusammengewachsenen Skleriten, die in eine proteinhaltige oder kalzitische Matrix eingebettet sind. In der Skelettachse können sich starre Abschnitt (Internodien) aus mit Calcit verbundenen Skleriten und proteinhaltige, Sklerite enthaltende, flexible Knoten immer wieder abwechseln. Die Polypen sind monomorph. Sie sind flächendeckend, nur an den Zweigenden oder biserial an gegenüberliegende Seiten der Zweige angeordnet. Sie können sich in das Coenenchym oder in Polypenkelche zurückziehen. In der zentralen Skelettachse haben die Sklerite die Form von Nadeln, Spindeln oder von gewundenen, verzweigten oder zigarrenförmigen Stäbchen mit oder ohne Tuberkeln. In den Polypen sind die Sklerite gebogene Spindeln, gelegentlich keulenförmig und kragenartig angeordnet. Die Sklerite in den Tentakeln sind abgeflachte, gebogene Spindeln oder halbmondförmige Schuppen. Die Sklerite der Polypenkelche und der Außenhaut des Coenenchyms sind mit Höckern versehene Spindeln oder Ovale, Keulen, Sphäroide oder Scheiben. Die Sklerite sind in der Regel auffällig gefärbt. Die meisten Arten der Familie leben nicht mit Zooxanthellen in einer Endosymbiose und sind ausschließlich auf planktonische Nahrung angewiesen; einige wenige beziehen einen Teil ihrer Nährstoffe über die symbiontischen Zooxanthellen.

☛ Einige Vertreter der Melithaeidae werden auf der Seite: Hornkorallen 1 genauer vorgestellt!

Nephtheidae

Stamm: Cnidaria (Nesseltiere)
Klasse: Blumentiere (Anthozoa)

Unterklasse: Octocorallia
Ordnung: Malacalcyonacea
Familie: Nephtheidae

Die Nephtheidae sind eine Familie der Achtstrahligen Korallen (Octocorallia), die in den Korallenriffen des tropischen Indopazifiks und seiner Nebenmeere vorkommt. Die Schwestergruppe der Nephtheidae ist eine aus den Familien Capnellidae und Paralcyoniidae bestehende Klade.

Zur Familie Nephtheidae gehören neun Gattungen:

  • Chromonephthea

  • Coronephthya

  • Dendronephthya

  • Litophyton

  • Neospongodes

  • Pacifiphyton

  • Scleronephthya

  • Stereonephthya

  • Umbellulifera

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Chromonephthea sp.

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Dendronephthya australis

(c) Naomi Springett

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Dendronephthya hemprichi

(c) Jean-Paul Cassez

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Dendronephthya hemprichi

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Dendronephthya sp. in unserer Aquarienanlage

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Litophyton arboreum 

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Neospongodes atlantica

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Scleronephthya sp.

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Umbellulifera sp. (c) Jean-Paul Cassez

Merkmale:

Die Arten der Familie Nephtheidae bilden Tierkolonien, die aus vielen Einzelpolypen bestehen. Die Kolonien besitzen kein Achsenskelett sind baumförmig, oft stark verzweigt oder schirmförmig mit einem deutlich ausgebildeten Stamm. Die achtstrahligen Polypen befinden sich vor allem an den Enden der Verzweigungen, seltener an dicken Ästen oder am Stamm. Sie sind monomorph und können nicht zurückgezogen werden. Ihre Skleriten sind spindel- oder stabfömig und oft auffällig gefärbt. Im Inneren der Kolonie gibt es nur wenige Sklerite, an der Außenhaut sind sie unregelmäßig und oft strahlenartig verteilt. Viele Arten der Familie Nephtheidae leben in einer Endosymbiose mit einzelligen, symbiotischen Algen (Zooxanthellen), andere beherbergen keine Zooxanthellen, sind also auf plankonische Nahrung angewiesen. 

Dendronephthya

Dendronephthya ist eine Korallengattung aus der Unterklasse der Octocorallia. Sie ist im Roten Meer und im tropischen Indopazifik weit verbreitet. Sie wächst vor allem an Riffkanten, an Überhängen oder hängt von Höhlendächern herab.

Arten der Gattung Dendronephthya:

☛ Liste der Arten auf WoRMS (World Register of Marine Species)

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Dendronephthya australis © Harry Rosenthal

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Dendronephthya australis
© Marine Explorer (Dr John Turnbull)

Dendronephthya australis © Tony Strazzari.jpeg

Dendronephthya australis © Tony Strazzari

Dendronephthya decussatospinosa © Josy L

Dendronephthya decussatospinosa © Josy Lai

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Dendronephthya gigantea © Zack

Dendronephthya heterocyathus © Anne Hogg

Dendronephthya heterocyathus © Anne Hoggett

Merkmale:
Dendronephthya-Kolonien können eine Höhe von einem Meter erreichen und werden ausschließlich durch den inneren Wasserdruck stabilisiert. Hauptstamm und große Äste sind ohne Polypen. Diese sitzen in Knäueln an den Enden der Zweige. Wie bei allen Octocorallia haben die Dendronephthya-Polypen acht Tentakel. Sie können nicht komplett in die Äste eingezogen werden. Die Äste sind dicht mit spindelförmigen Skleriten versehen, so dass sie sich zusammengezogen rau anfühlen. In den Polypen sitzen kleinere, etwas über einen Millimeter lange Sklerite. Dendronephthya sind meist prächtig gelb, orange oder rot gefärbt. Die Farbe der Polypen unterscheidet sich oft von der der Äste. Dendronephthya lebt nicht mit Zooxanthellen in Symbiose, sondern ernährt sich ausschließlich durch den Fang von Phytoplankton.

Hemprichs Bäumchenkoralle
Dendronephthya hemprichi

Die Hemprichs Bäumchenkoralle (Dendronephthya hemprichi) ist eine Weichkorallenart aus der Familie der Nephtheidae.

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Dendronephthya hemprichi (c) Dennis Rabeling

Dendronephthya hemprichi (c) Ingo Rogalla

Dendronephthya hemprichi (c) Ingo Rogalla

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Dendronephthya hemprichi (c) Grete Pasch 

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Dendronephthya hemprichi (c) ariellebh

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Dendronephthya hemprichi (c) ealcaniz

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Dendronephthya hemprichi (c) angelscuba

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Dendronephthya hemprichi (c) krkzv

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Dendronephthya hemprichi
Foto: Jean-Paul Boerekamps

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Dendronephthya hemprichi (c) Ingo Rogalla

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Dendronephthya hemprichi (c) Ingo Rogalla

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Dendronephthya hemprichi (c) Hsini Lin

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Dendronephthya hemprichi (c) Tom Heijnen

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Dendronephthya hemprichi
Foto: Jean-Paul Boerekamps

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Dendronephthya hemprichi (c) Sylvain Le Bris

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Dendronephthya hemprichi (c) Rafi Amar

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Dendronephthya hemprichi (c) Rafi Amar

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Dendronephthya hemprichi (c) sebastien_lecomte

Scleronephthya

Scleronephthya ist eine Korallengattung aus der Unterklasse der Octocorallia. Sie ist im Roten Meer und im tropischen Indopazifik bis zu den Philippinen, Neuguinea, den Salomon-Inseln und Mikronesien verbreitet. Sie wächst vor allem an Riffkanten, an Überhängen oder hängt von Höhlendächern herab.

Arten der Gattung Scleronephthya:

☛ Liste der Arten auf WoRMS (World Register of Marine Species)

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Scleronephthya sp. (c) Dickson Wong

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Scleronephthya sp. (c) Ronald Werson

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Scleronephthya sp. (c) Sylvie Omnès

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Scleronephthya sp. (c) João Pedro Silva

Scleronephthya sp.

Scleronephthya sp.

Scleronephthya sp.

Scleronephthya sp.
(Pulau Sipadan, Sabah, Malaysia)

Scleronephthya sp.

Scleronephthya sp. (Malediven)

Scleronephthya sp.

Scleronephthya sp.
(Pulau Sipadan, Sabah, Malaysia)

Merkmale:
Scleronephthya-Kolonien wirken fleischig und haben kurze, sich verzweigende Stämme. Sie werden ausschließlich durch den inneren Wasserdruck stabilisiert. Hauptstamm und große Äste sind ohne Polypen. Diese sitzen in Knäuel an den Enden der Zweige. Wie bei allen Octocorallia haben die Scleronephthya-Polypen acht Tentakel. Sie können nicht komplett in die Äste eingezogen werden. Die Äste sind dicht mit spindelförmigen Skleriten versehen, so dass sie sich zusammengezogen rau anfühlen. Die Polypen haben keine Sklerite. Scleronephthya
-Arten sind meist prächtig gelb, orange oder rot gefärbt. Im unterschied zur nah verwandten Gattung Dendronephthya sind Stamm, Äste und Polypen normalerweise gleichfarbig. Scleronephthya-Arten leben nicht mit Zooxanthellen in Symbiose, sondern ernährt sich ausschließlich durch den Fang von Plankton.

Nephthyigorgiidae

Stamm: Cnidaria (Nesseltiere)
Klasse: Blumentiere (Anthozoa)

Unterklasse: Octocorallia
Ordnung: Malacalcyonacea
Familie: Nephthyigorgiidae

Die Familie Nephthyigorgiidae besteht aus einer einzigen Gattung (Nephthyigorgia) mit vier Arten.
Nephthyigorgia ist eine Gattung aus der Unterklasse der Achtstrahligen Korallen (Octocorallia), die in flachen und mäßig tiefen Regionen des tropischen Indopazifiks und seinen Nebenmeeren vorkommt.

Zur Gattung Nephthyigorgia gehören vier Arten:

  • Nephthyigorgia annectens

  • Nephthyigorgia aurantiaca

  • Nephthyigorgia crassa

  • Nephthyigorgia kükenthali

Nephthyigorgia sp. (c) Marleen Schouten

Nephthyigorgia sp. (c) portioid

Nephthyigorgia sp. (c) Josy Lai

Nephthyigorgia sp. (c) Josy Lai

Nephthyigorgia sp. (c) Josy Lai

Nephthyigorgia sp. in unserer Aquarienanlage

Merkmale:

Wie fast alle Oktokorallen bilden die Arten der Gattung Nephthyigorgia Kolonien, die aus vielen Einzelpolypen mit jeweils acht Tentakeln bestehen. Die Kolonien sind gelappt oder fingerförmig und besitzen oft einen kurzen Stiel. Eine Skelettachse fehlt. Die gleichmäßig über die Oberflächen der Lappen verteilten Polypen sind monomorph und können sich in große Polypenkelche zurückziehen. Sie fehlen am Stiel. Die Sklerite der Polypen haben die Form gebogener Spindeln und sind kragenförmig und als Spitzen angeordnet. Die Sklerite der Polypenkelche und der äußeren Coenenchymschicht sind groß, spindelförmig und mit komplexen Tuberkeln besetzt. In den Polypenkelchen sind sie in Längsrichtung angeordnet und auf der Oberfläche der Kolonie bilden sie eine dichte Schicht. Das Innere der Kolonie ist nur spärlich mit Skleriten ausgestattet. Oft sind die Sklerite farbig. Die Arten der Gattung Nephthyigorgia leben nicht mit Zooxanthellen in Symbiose und sind dadurch auf planktonische Nahrung angewiesen.

Nidaliidae

Stamm: Cnidaria (Nesseltiere)
Klasse: Blumentiere (Anthozoa)

Unterklasse: Octocorallia
Ordnung: Malacalcyonacea
Familie: Nidaliidae

Die Nidaliidae sind eine Familie der Achtstrahligen Korallen (Octocorallia), die in flachen bis tiefen Bereichen des tropischen Indopazifiks und des Atlantiks vorkommt.

Zur Familie Nidaliidae gehören vier Gattungen:

  • Agaricoides

  • Nidalia

  • Nidaliopsis

  • Orlikia

Nidalia simpsoni

(c) Sylvain Le Bris_edited.jpg

Nidalia sp. (c) Sylvain Le Bris

Nephthyigorgia sp. (c) Sylvain Le Bris

Merkmale:

Wie fast alle Oktokorallen bilden die Arten der Familie Nidaliidae Kolonien, die aus vielen Einzelpolypen mit jeweils acht Tentakeln bestehen. Die Kolonien sind unverzweigt oder gelegentlich gegabelt, mit einem ausgeprägten Stiel und einem halbkugelförmigem bis kugelförmigem oder handförmigem polypenbesetzten Abschnitt (Polyparium). Der Stiel ist starr und zylindrisch, hat aber keine feste Skelettachse. Die Steifheit resultiert aus dichten Schichten längs angeordneter Sklerite, die die zentralen Kanäle umgeben. Die über die Oberfläche des Polypariums verteilten Polypen sind monomorph oder dimorph und können in große Polypenkelche eingezogen werden. Die Sklerite der Polypen haben die Form gebogener Spindeln und sind kragenförmig oder Spitzen bildend angeordnet. In den Tentakeln sind die Sklerite stäbchen-, schuppen- und sternförmige, im Polypenkörper und am Gastralraum sind auch Sklerite in Form von kurzen Stäbchen, schmalen Spindeln, Ovalen oder achtförmigen Schuppen vorhanden. Im Stiel haben die Sklerite die Form großer, höckeriger, Spindeln bis Ovale. In den Innenwänden der Kanäle sind die Sklerite kürzere und dünnere Spindeln. Die Arten der Nidaliidae leben nicht mit Zooxanthellen in einer Endosymbiose und sind daher vollständig auf planktonische Nahrung angewiesen.

Paralcyoniidae

Stamm: Cnidaria (Nesseltiere)
Klasse: Blumentiere (Anthozoa)

Unterklasse: Octocorallia
Ordnung: Malacalcyonacea
Familie: Paralcyoniidae

Die Paralcyoniidae sind eine Familie der Achtstrahligen Korallen (Octocorallia), die weltweit in flachen und mäßig tiefen Meeresregionen vorkommt.

Zur Familie Paralcyoniidae gehören sechs Gattungen:

  • Ceeceenus

  • Dimorphophyton

  • Maasella

  • Nanalcyon

  • Paralcyonium

  • Studeriotes

Studeriotes longiramosa

Ceeceenus sp.

Ceeceenus sp. (c) Damien Brouste

Maasella edwardsi

Paralcyonium spinulosum

Paralcyonium spinulosum

Studeriotes sp. (c) Jean-Paul Cassez

Merkmale:

Wie fast alle Oktokorallen bilden die Arten der Familie Paralcyoniidae Kolonien, die aus vielen Einzelpolypen mit jeweils acht Tentakeln bestehen. Die Kolonien besitzen einen zylindrischen polypenlosen Stiel und darauf ein fingerförmiges oder verzweigtes Polyparium (polypentragender Abschnitt), das vollständig eingezogen werden kann. Eine zentrale Skelettachse fehlt. Die Polypen sind monomorph. Ihre Sklerite hben die Form von Blutplättchen, Stäbchen oder Spindeln und sind manchmal gebündelt angeordnet. Die Sklerite des Stiels besitzen in der Regel die Form langer Spindeln. Die Arten der Familie leben nicht mit Zooxanthellen in einer Endosymbiose und sind ausschließlich auf planktonische Nahrung angewiesen.

Maasella

Maasella ist eine Weichkorallengattung aus der Familie der Paralcyoniidae. Sie ist monotypisch, mit nur einer einzigen Art, Maasella edwardsi. Jeder Polyp hat normalerweise eine grünlich-braune oder goldbraune Farbe und acht gefiederte Tentakel. Diese Weichkoralle kommt im Mittelmeer und im Atlantischen Ozean in Tiefen zwischen 2 und 50 Metern vor. 

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Maasella edwardsi (c) Xavier Rufray

Maasella edwardsi (c) Xavier Rufray

☛ Maasella edwardsi wird auf der Seite: Blumentiere des Mittelmeeres genauer vorgestellt!

Paralcyonium

Paralcyonium ist eine monotypische Korallengattung aus der Familie der Paralcyoniidae. Die einizige Art Paralcyonium spinulosum kommt nur im Mittelmeer und im angrenzenden Atlantik vor.

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Paralcyonium spinulosum (c) Ana Santos

Paralcyonium spinulosum (c) Frédéric ANDRE.jpeg

Paralcyonium spinulosum (c) Frédéric ANDRE

Paralcyonium spinulosum (c) Ana Santos 2.jpeg

Paralcyonium spinulosum (c) Ana Santos

Paralcyonium spinulosum (c) Ana Santos 3.jpeg
Paralcyonium spinulosum (c) karinemanko.jpg

Paralcyonium spinulosum (c) Ana Santos

Paralcyonium spinulosum (c) karinemanko

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Paralcyonium spinulosum (c) Sylvain Le Bris

Studeriotes

Studeriotes ist eine Gattung azooxanthellater Weichkorallen aus der Familie der Paralcyoniidae. Vertreter dieser Gattung werden umgangssprachlich als Weihnachtsbaum-Korallen bezeichnet.

Die Gattung Studeriotes enthält folgende Arten:

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Studeriotes sp. (c) Tsu Soo Tan

Studeriotes sp. (c) caleidoskopable 3.jpg

Studeriotes sp. (c) caleidoskopable

Studeriotes sp. (c) caleidoskopable 2.jpg

Studeriotes sp. (c) caleidoskopable

Studeriotes sp. (c) Jean-Paul Cassez.jpg

Studeriotes sp. (c) Jean-Paul Cassez

Studeriotes sp. (c) Josy Lai.jpg

Studeriotes sp. (c) Josy Lai

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Studeriotes sp. (c) caleidoskopable

Paramuriceidae

Stamm: Cnidaria (Nesseltiere)
Klasse: Blumentiere (Anthozoa)

Unterklasse: Octocorallia
Ordnung: Malacalcyonacea
Familie: Paramuriceidae

Die Paramuriceidae sind eine Familie der Achtstrahligen Korallen (Octocorallia), die in allen Weltmeeren vorkommt, in den meisten Fällen in tieferen Meeresregionen.

Zur Familie Paramuriceidae gehören 26 Gattungen:

  • Acanthacis

  • Acanthogorgia

  • Anthomuricea

  • Astromuricea

  • Bebryce

  • Calicogorgia

  • Dentomuricea

  • Discogorgia

  • Echinogorgia

  • Echinomuricea

  • Guaiagorgia

  • Heterogorgia

  • Lapidogorgia

  • Lepidomuricea

  • Lytreia

  • Menacella

  • Menella

  • Muriceides

  • Paracis

  • Paramuricea

  • Paraplexaura

  • Placogorgia

  • Spinimuricea

  • Thrombophyton

  • Trimuricea

  • Villogorgia

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Acanthogorgia gracillima

Bebryce sulfurea

Echinogorgia sp.

Farbwechselnde Gorgonie
(Paramuricea clavata)

Farbwechselnde Gorgonie

(Paramuricea clavata)

Paraplexaura sp.
(c) Damien Brouste

Placogorgia sp.

Thrombophyton trachydermum (c) Em Lim

Villogorgia citrina

Merkmale:

Wie fast alle Oktokorallen bilden die Arten der Familie Paramuriceidae Kolonien, die aus vielen Einzelpolypen mit jeweils acht Tentakeln bestehen. Die Kolonien sind aufrecht stehend, buschig oder planar (zweiseitig), mehr oder wenig stark verzweigt, oft auch netzartig zusammengewachsen, in selteneren Fällen auch peitschenartig und nur wenig verzweigt. Die meisten Arten besitzen eine proteinhaltige Skelettachse. Diese ist hohl, mit einer breitem, quergekammerten Achse in der Mitte. Das Coenenchym ist normalerweise sehr dünn. Die monomorphen Polypen vieler Arten können sich in vorstehende Kelche zurückziehen, bei anderen Arten ist dies nicht möglich. Die Körperwand der Polypen ist durch eingelagerte Sklerite schwer gepanzert. Die relativ großen, spindelförmigen, gebogenen und stacheligen Sklerite sind oft zu kragenartig geformten Gebilden angeordnet. Im Coenenchym sind zwei Schichten vorhanden, eine äußere in der die Sklerite die Form dorniger Spindeln oder Sterne haben und eine innere Schicht mit einfachen oder verzweigten Spindeln. Die Arten der Paramuriceidae leben nicht in einer Endosymbiose mit Zooxanthellen und sind dadurch auf planktonische Nahrung angewiesen.

☛ Einzelne Gattungen und Arten der Familie Anthogorgiidae werden auf den Seiten: Blumentiere des Mittelmeeres sowie Hornkorallen 1 genauer vorgestellt!

Siphonogorgiidae

Stamm: Cnidaria (Nesseltiere)
Klasse: Blumentiere (Anthozoa)

Unterklasse: Octocorallia
Ordnung: Malacalcyonacea
Familie: Siphonogorgiidae

Die Siphonogorgiidae sind eine Familie der Achtstrahligen Korallen (Octocorallia), die in flachen Bereichen bis mäßig tiefen Bereichen des Indopazifiks und des westlichen Atlantiks vorkommt. Eine Art findet man auch im Mittelmeer.

Zur Familie Siphonogorgiidae gehören zwei Gattungen:

  • Chironephthya

  • Siphonogorgia
     

Die zwei Gattungen dieser Familie, gehörten früher zu den Nidaliidae, einer anderen Familie mit dichten Schichten längs angeordneter Sklerite. Möglicherweise sind Nidaliidae und Siphonogorgiidae Schwesterfamilien. DNA-Analysen deuten jedoch darauf hin, dass die Trennung beider Taxa schon vor sehr langer Zeit stattfand.

Chironephthya sp. (c) David Renoult

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Chironephthya sp. (c) Juraj Ahel

Siphonogorgia godeffroyi (c) uwkwaj

Merkmale:
Wie fast alle Oktokorallen bilden die Arten der Familie Siphonogorgiidae Kolonien, die aus vielen Einzelpolypen mit jeweils acht Tentakeln bestehen. Die Kolonien sind aufrecht oder herabhängend und planar (nur zu zwei Seiten) oder buschig stark verzweigt. Eine feste Skelettachse fehlt, die Äste sind aber unflexibel, aufgrund von dichten Schichten längs angeordneter Sklerite, die die zentralen Kanäle umgeben. Die gleichmäßig über die Oberfläche verteilten oder weitgehend auf die Enden der Äste beschränkten Polypen sind monomorph und können in Polypenkelche zurückgezogen werden. Die Polypenkelche sind bei der Gattung Chironephthya groß und scheidenartig, bei Siphonogorgia sind sie klein und unauffällig. Die Sklerite der Polypen haben die Form höckriger Spindeln und sind kragenförmig oder zu Spitzen angeordnet. In den Tentakeln haben die Sklerite die Form abgeflachter Stäbchen und gebogener Schuppen, in der Körperwand und im Gastralraum der Polypen sind es kleine Stäbchen. Die Sklerite der Polypenkelche sind kleinere Spindeln und Stäbchen. Auf den Oberflächen der Äste sind die Sklerite spindelförmig und mit komplexen, in Längsrichtung angeordneten Tuberkeln besetzt. Im Innern finden sich dünnere und kürzere spindel- und stäbchenförmige Sklerite. In der Regel sind die Sklerite auffällig gefärbt. Die Arten der Familie Siphonogorgiidae leben nicht mit Zooxanthellen in einer Endosymbiose und sind ausschließlich auf planktonische Nahrung angewiesen.

Chironephthya

Arten der Gattung Chironephthya sind azooxanthellate Weichkorallen aus der Familie der Siphonogorgiidae.

Arten der Gattung Chironephthya:

☛ Liste der Arten auf WoRMS (World Register of Marine Species)

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Chironephthya sp. (c) juju98.jpeg
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Scleronephthya sp. (c) Dickson Wong

Chironephthya sp. (c) juju98

Chironephthya variabilis

Siphonogorgia

Arten der Gattung Siphonogorgia sind azooxanthellate Weichkorallen aus der Familie der Siphonogorgiidae.

Arten der Gattung Siphonogorgia:

☛ Liste der Arten auf WoRMS (World Register of Marine Species)

Godeffroy-Weichkoralle
Siphonogorgia godeffroyi

Siphonogorgia godeffroyi ist eine Weichkorallenart aus der Familie der Siphonogorgiidae. Sie ist in der zentralen indopazifischen Region beheimatet. Ihr Verbreitungsgebiet umfasst Indonesien, die Philippinen und Papua-Neuguinea. Die Art wurde erstmals 1874 vom Schweizer Biologen Albert von Kölliker beschrieben.

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Siphonogorgia godeffroyi (c) Albert Kang

Siphonogorgia godeffroyi (c) Sylvain Le Bris

Siphonogorgia godeffroyi (c) Jean-Paul Cassez

Beschreibung:
Siphonogorgia godeffroyi ist eine Weichkoralle mit roten oder rosafarbenen kahlen Zweigen. Die Polypen sind weiß und sternförmig und konzentrieren sich auf die Spitzen kleiner Zweige. Diese Art ernährt sich von Plankton. Man findet sie in Tiefen zwischen 10 und 20 m. Sie wächst sowohl auf Fels- als auch auf Korallenriffen, auf Felsvorsprüngen, an Riffhängen und unter Überhängen.

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Siphonogorgia godeffroyi (c) Ingo Rogalla

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Siphonogorgia godeffroyi (c) Bernard DUPONT

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Siphonogorgia godeffroyi (c) Ivan Samra

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Siphonogorgia godeffroyi (c) Jean-Paul Cassez

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Siphonogorgia godeffroyi (c) lcolmer

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Siphonogorgia godeffroyi (c) Jean-Paul Cassez

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Siphonogorgia godeffroyi (c) Matthew Bokach

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Siphonogorgia godeffroyi (c) lcolmer

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Siphonogorgia godeffroyi (c) Susanne Spindler

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Siphonogorgia godeffroyi (c) Mark Rosenstein

Siphonogorgia godeffroyi (c) Susanne Spindler 2.jpeg

Siphonogorgia godeffroyi (c) Susanne Spindler

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Siphonogorgia godeffroyi (c) Matthew Bokach

Subergorgiidae

Stamm: Cnidaria (Nesseltiere)
Klasse: Blumentiere (Anthozoa)

Unterklasse: Octocorallia
Ordnung: Malacalcyonacea
Familie: Subergorgiidae

Die Subergorgiidae sind eine Familie der Achtstrahligen Korallen (Octocorallia), die in flachen bis mäßig tiefen Bereichen des tropischen Indopazifiks vorkommt.

Zur Familie Subergorgiidae gehören zwei Gattungen:

  • Annella

  • Subergorgia

Riesen-Fächerkoralle Annella mollis (c)

Riesen-Fächerkoralle (Annella mollis)

(c) Jean-Paul Cassez

Riesen-Fächerkoralle Annella mollis  (c)

Riesen-Fächerkoralle (Annella mollis)
(c) Luis P. B.

Subergorgia suberosa

(c) Robin White

Merkmale:

Wie fast alle Oktokorallen bilden die Arten der Familie Subergorgiidae Kolonien, die aus vielen Einzelpolypen mit jeweils acht Tentakeln bestehen. Die Kolonien sind aufrecht und planar (nur zu zwei Seiten) verzweigt, wobei die Zweige oft netzartig verwachsen sind. Die Skelettachse besteht aus ineinandergreifenden, teilweise verschmolzenen Skleriten, eingebettet in eine proteinhaltige Matrix. Die Skelettachse (Medulla) ist durch einen Ring von Kanälen vom äußeren Coenenchym getrennt. Die Sklerite der Skelettachse sind lang, glatt, verzweigen und gewunden. Die Polypen sind monomorph, können sich zurückziehen und sind rund um die Zweige oder nur an zwei gegenüberliegenden Seiten der Zweige angeordnet. Die Sklerite der Polypen haben die Form abgeflachter, gebogener Spindeln und sind kragenförmig oder als Spitzen angeordnet. Auf der Außenhaut haben die Sklerite die Form höckrige Spindeln oder Ovale, kleiner Doppelköpfe und Doppelräder. Die Arten der Familie Subergorgiidae leben nicht mit Zooxanthellen in einer Endosymbiose und sind ausschließlich auf planktonische Nahrung angewiesen.

☛ Einzelne Arten der Familie Subergorgiidae werden auf der Seite: Hornkorallen 1 genauer vorgestellt!

Tubiporidae

Stamm: Cnidaria (Nesseltiere)
Klasse: Blumentiere (Anthozoa)

Unterklasse: Octocorallia
Ordnung: Malacalcyonacea
Familie: Tubiporidae

Die Tubiporidae sind eine Familie der Achtstrahligen Korallen (Octocorallia), die in flachen bis mäßig tiefen Regionen des tropischen Indopazifiks und in seinen Nebenmeeren vorkommt.

Zur Familie Tubiporidae gehören zehn Gattungen:

  • Bathytelesto

  • Cyathopodium

  • Paratelesto

  • Rhodelinda

  • Rhodolitica

  • Scyphopodium

  • Stereotelesto

  • Stragulum

  • Telesto

  • Tubipora

Paratelesto sp. (c) portioid

Rhodolitica occulta

Stragulum bicolor

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Tubipora musica (c) Aaron Gustafson

Tubipora musica (c) Krylenko VV

Merkmale:

Die Arten der Familie Tubiporidae bilden Tierkolonien, die aus vielen Einzelpolypen bestehen. Die Kolonien besitzen kein Achsenskelett, sondern bilden aus verschmolzenen Skleriten feste Röhren, in denen die Polypen stecken. Diese sind durch ein Netzwerk von Ausläufern (Stolonen) oder Membranen miteinander verbunden. Durch die Ansammlung vieler Röhren können auch vertikal verlaufende Gebilde oder buschige Kolonien entstehen, die dann durch erhöhte Stolonen miteinander verbunden werden. Die gleichmäßig verteilten Polypen sind monomorph und können sich in die Röhren zurückziehen. Die Sklerite der Polypen und ihrer Tentakeln haben in den meisten Fällen die Form stachliger Spindeln oder Stäbchen. Sie können auch fehlen. Viele Arten der Familie Tubiporidae leben in einer Endosymbiose mit einzelligen, symbiotischen Algen (Zooxanthellen), andere beherbergen keine Zooxanthellen und sind dadurch auf planktonische Nahrung angewiesen.

☛ Tubipora musica wird auf der Seite: Achtstrahlige Korallen genauer vorgestellt!

Paratelesto

Arten der Gattung Paratelesto sind azooxanthellate Oktokorallen aus der Familie der Tubiporidae.

Arten der Gattung Paratelesto:

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Paratelesto sp. (c) uwkwaj.jpg
Paratelesto sp. (c) Damien Brouste.jpg

Paratelesto sp. (c) Damien Brouste

Paratelesto sp. (c) uwkwaj

Paratelesto sp. (c) Damien Brouste

Victorgorgiidae

Stamm: Cnidaria (Nesseltiere)
Klasse: Blumentiere (Anthozoa)

Unterklasse: Octocorallia
Ordnung: Malacalcyonacea
Familie: Victorgorgiidae

Die Victorgorgiidae sind eine Familie der Achtstrahligen Korallen (Octocorallia), die in tieferen Meeresregionen im Atlantik und im Pazifik vorkommt.

Zur Familie Victorgorgiidae gehören zwei Gattungen:

  • Trachythela

  • Victorgorgia

Trachythela sp.
(Mountains in the Sea Expedition 2004. NOAA ; Dr. Les Watling)

Trachythela rudis
(Yale University Peabody Museum)

Tiefwasser-Gorgonie (Victorgorgia alba

V. alba kommt aus dem West-Pazifik. Sie bewohnt lichtlose Bereiche und Tiefseegräben in 1394 bis 1829 Metern Wassertiefe und erreicht Größen von 33 cm.

Victorgorgia alba

(NOAA Okeanos Explorer Program, 2016 Deepwater Exploration of the Marianas, Leg 3)

Victorgorgia alba
(NOAA Okeanos Explorer Program, 2016 Deepwater Exploration of the Marianas, Leg 3)

Merkmale:

Wie fast alle Oktokorallen bilden die Arten der Familie Victorgorgiidae Kolonien, die aus vielen Einzelpolypen mit jeweils acht Tentakeln bestehen. Die Kolonien sind aufrecht stehend und mehr oder weniger verzweigt (Gattung Victorgorgia) oder ihre Polypen sind nur basal durch Stolonen oder Membranen miteinander verbunden (Gattung Trachythela). Eine zentrale Skelettachse fehlt. Das Coenenchym kann in eine äußere Schicht und eine innere Medulla unterteilt sein, wobei dazwischen eine ausgedehnte Grenzschicht vorhanden ist. Die zentrale Medulla ist von Kanälen durchzogen. Die Polypen sind monomorph und können sich in ihre Kelche zurückziehen. Sie sind über die gesamte Oberfläche der Kolonie verteilt, stehen an den Zweigenden aber dichter. Die Sklerite der Victorgorgiidae haben die Form von höckrigen Stäbchen, Spindeln und Keulen.
Von den Korallen der sehr ähnlichen Familie Alcyoniidae unterscheidet sich die Familie Victorgorgiidae vor allem hinsichtlich der Färbung. Während die Alcyoniidae vor allem rötlich oder gelblich sind, sind die Victorgorgiidae überwiegend purpur- oder magentafarben. Die Sklerite der Victorgorgiidae sind jedoch farblos. Die Arten der Familie leben nicht mit Zooxanthellen in Symbiose und sind dadurch auf planktonische Nahrung angewiesen.

Azooxanthellate Korallen
(Octocorallia, Ordnung Scleralcyonacea)

Die Scleralcyonacea sind eine von zwei Ordnungen der Achtstrahligen Korallen (Octocorallia). Wie alle Oktokorallen bilden die Arten der Ordnung Scleralcyonacea Tierkolonien, die aus vielen Einzelpolypen bestehen, die jeweils acht, in den meisten Fällen gefiederte Tentakel besitzen. Die Ordnung wurde erst Ende 2022 eingeführt und umfasst weitgehend die Calcaxonia-Pennatulacea-Klade, die in vorherigen phylogenetischen Arbeiten als monophyletische Klade der Oktokorallen erkannt wurde. Die Verwandtschaftsbeziehungen innerhalb der Oktokorallen wurden durch DNA-Vergleiche bestimmt und die Morphologie spielte dabei eine untergeordnete Rolle, entsprechend gibt es innerhalb der Scleralcyonacea eine große Variabilität hinsichtlich der Wuchsformen. 
Die Ordnung setzt sich aus den meisten Familien und Gattungen zusammen, die vorher den Calcaxonia zugeordnet wurden.

Außerdem umfasst die Ordnung die Seefedern (Pennatuloidea) und die Helioporidae, die ähnlich der Steinkorallen (Scleractinia) ein massives Skelett aus Aragonitkristallen bilden, sowie eine morphologisch heterogene Ansammlung früher den Alcyoniina, Röhrenkorallen (Stolonifera), Kalkachsenkorallen (Scleraxonia) und Holaxonia zugeordneter Familien und Gattungen. Die überwiegende Mehrheit der Familien der Scleralcyonacea haben entweder eine Skelettachse aus massivem Calciumcarbonat oder sie besteht aus kalzitisch zusammengewachsenen Skleriten. Die Bezeichnung Scleralcyonacea setzt sich zusammen aus „scler “ (griechisch für hart) und alcyonacea, der heute invaliden wissenschaftlichen Bezeichnung für die Klade, die alle Oktokorallen mit Ausnahme der Seefedern und der Helioporidae umfasste.

Chrysogorgiidae

Stamm: Cnidaria (Nesseltiere)
Klasse: Blumentiere (Anthozoa)

Unterklasse: Octocorallia
Ordnung: Scleralcyonacea
Familie: Chrysogorgiidae

Die Chrysogorgiidae sind eine Familie der Achtstrahligen Korallen (Octocorallia), die in allen Weltmeeren vor allem in größeren Tiefen vorkommt.

Zur Familie Chrysogorgiidae gehören sieben Gattungen:

  • Chrysogorgia

  • Iridogorgia

  • Metallogorgia

  • Pseudochrysogorgia

  • Radicipes

  • Ramuligorgia

  • Rhodaniridogorgia

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Chrysogorgia sp.
(c) Fisheries and Oceans Canada

Chrysogorgia sp.
(c) Fisheries and Oceans Canada

Iridogorgia magnispiralis

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Rhodaniridogorgia sp. (c) Papahānaumokuākea Marine National Monument.jpg

Iridogorgia magnispiralis

Metallogorgia sp.

Rhodaniridogorgia sp.(c) Papahānaumokuākea Marine National Monument

Merkmale:

Wie fast alle Oktokorallen bilden die Arten der Familie Chrysogorgiidae Kolonien, die aus vielen Einzelpolypen bestehen. Die Kolonien stehen aufrecht, sind auf unterschiedliche Weise verzweigt oder unverzweigt und durch eine stark verkalkte scheibenförmige, krustige oder wurzelartige Verbindung fest mit dem Untergrund verbunden. Sie besitzen eine Skelettachse aus festem (nicht skleritischem) konzentrisch geschichtetem Calciumcarbonat. Im Querschnitt ist die Skelettachse elliptisch oder kreisförmig; ihre Schichten sind normalerweise glatt (nicht wellig). Die Skelettachse ist spröde und zeigt einen mit metallischem Glanz. Sie ist nicht durchscheinend. Die Polypen sind monomorph und können sich nicht in die Polypenkelche zurückziehen aber zusammenziehen. Auf jedem Ast der Kolonie sind sie normalerweise nur in einer Reihe angeordnet. Die Sklerite sind oft länglich (oft mit einer taillenartigen Einschnürung) oder haben die Form von unregelmäßigen Schuppen, Platten, Spindeln und Stäbe. Oft sind sie abgeflacht. Bei Betrachtung in polarisiertem Licht zeigen die Schuppen ein kreisförmiges Muster. Alle Arten der Chrysogorgiidae leben nicht mit Zooxanthellen in Endosymbiose und sind ausschließlich auf planktonische Nahrung angewiesen.

Coralliidae

Stamm: Cnidaria (Nesseltiere)
Klasse: Blumentiere (Anthozoa)

Unterklasse: Octocorallia
Ordnung: Scleralcyonacea
Familie: Coralliidae

Die Coralliidae sind eine Familie der Achtstrahligen Korallen (Octocorallia), die in allen Weltmeeren vor allem in größeren Tiefen vorkommt. Die Familie enthält Arten, die sich äußerlich recht stark unterscheiden. So kommen typische Weich- bzw. Lederkorallen ebenso vor, wie hornkorallenartige Wuchsformen. Aufgrund dieser Unterschiede werden die Vertreter dieser Familie auch auf verschiedenen Seiten vorgestellt. Am ausführlichsten wird die Familie Coralliidae auf der Seite: Azooxanthellate Korallen 2 behandelt!

Zur Familie Coralliidae gehören 14 Gattungen:

  • Anthomastus

  • Bathyalcyon

  • Carotalcyon

  • Corallium

  • Hemicorallium

  • Heteropolypus

  • Minabea

  • Notodysiferus

  • Paragorgia

  • Paraminabea

  • Pleurocorallium

  • Pseudoanthomastus

  • Sibogagorgia

  • Sphaerasclera

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Corallium rubrum

Heteropolypus ritteri

Paragorgia stephencairnsi

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Paraminabea aldersladei

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Paraminabea rubeusa

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Sibogagorgia cauliflora

Merkmale:

Wie fast alle Oktokorallen bilden die Arten der Familie Coralliidae Kolonien, die aus vielen Einzelpolypen bestehen. Die Kolonien sind meistens halbkugelförmig bis fingerförmig, bestehen aus einem „Kopf“ mit einem auffälligen Stiel oder sind, in seltenen Fällen, spärlich bis stark verzweigt oder gelappt, meist nur zweiseitig (planar). Ein zentrales, aus verschmolzenen oder unverschmolzenen Skleriten bestehendes Achsenskelett besteht nicht. Die Polypen sind dimorph und können sich in das Coenenchym oder den Cortex der Achse zurückziehen. Neben den Fresspolypen (Autozooide) gibt es auch tentakellose Schlauchpolypen (Siphonozooide), die für die Fortpflanzung zuständig sind. In den Polypen haben die Sklerite die Form kleiner Spindeln, Ovalen, Keulen oder Strahlen oder sie fehlen völlig. Die Sklerite des Coenenchyms sind strahlenförmig und Sphäroide ohne komplexe Tuberkel auf der Oberfläche. Bei einigen Arten finden sich auch stumpfe Stäbe und Spindeln. Die Sklerite sind oft auffällig gefärbt, bei den meisten Arten sind sie rot. Die meisten Arten der Coralliidae leben nicht mit Zooxanthellen in Symbiose und sind deshalb auf planktonische Nahrung angewiesen, einige wenige Arten leben in einer Endosymbiose mit Zooxanthellen und beziehen dadurch Zucker, Stärke und andere organische Produkte.

☛ Einzelne Gattungen und Arten der Familie Coralliidae werden auf den Seiten: Weich- & LederkorallenBlumentiere des Mittelmeeres sowie Hornkorallen, Gorgonien & Seefächer 2 genauer vorgestellt. Am ausführlichsten wird die Familie auf der Seite: Azooxanthellate Korallen 2 behandelt!

Edelkoralle
Corallium rubrum

Die Edelkoralle, auch Rote Koralle oder Blutkoralle genannt, ist eine den Gorgonien ähnelnde Oktokoralle aus dem westlichen und zentralen Mittelmeer und dem angrenzenden östlichem Atlantik an den Küsten Portugals und Marokkos, bei den Kanarischen und den Kapverdischen Inseln. Sie lebt in Tiefen von 2 bis 280 Metern, im flacheren Wasser ausschließlich im Schatten in Höhlen und unter Überhängen.

Wie fast alle Oktokorallen bildet die Edelkoralle Kolonien, die aus vielen Einzelpolypen bestehen. Die Kolonien werden zwischen 5 und 30 cm groß und sind unregelmäßig und spärlich verzweigt, bei kontinuierlicher starker Strömung bildet die Koralle auch Krusten. Kolonien von über einem Meter Größe und Gewichten von bis zu 30 Kilogramm sind durch übermäßige Ausbeutung für die Schmuckherstellung verschwunden. Die Enden der Zweige sind 3 bis 5 mm dick, die Basis großer Kolonien kann bis zu 3 cm stark sein. Die kalkigen Äste der Kolonie werden aus verschmolzenen Skleriten gebildet. Das lebende Coenenchym ist zinnoberrot, dunkelrot bis leuchtend rot, seltener auch pink oder weiß gefärbt und kontrastiert deutlich von den weißen, mehr oder weniger transparenten Polypen, die 8 gefiederte Tentakel besitzen. Edelkorallenkolonien wachsen nur 2 bis 8 mm pro Jahr.

Die Edelkoralle kann mit der Krustenbildenden Lederkoralle (Parerythropodium coralloides) und einigen Moostierchen, wie der Trugkoralle (Myriapora truncata) oder dem Elchgeweih-Moostierchen (Schizotheca serratimargo) verwechselt werden. Erstere hat jedoch kein eigenes Kalkskelett, sondern überzieht tote Gorgonien, letztere sind orange gefärbt und haben Astenden, die wie abgeschnitten wirken.

Die Edelkoralle ist lichtscheu und wächst vor allem unterhalb einer Tiefe von 40 Metern, bis in Tiefen von über 100 Metern (maximal 280 m), seltener in flacherem Wasser im Schutz von Höhlen. Freistehend, in schwachem Licht, ohne den Schutz von Überhängen oder in Spalten, kommt sie nur unterhalb einer Tiefe von 80 Metern vor. Die Edelkoralle ernährt sich von Zooplankton. Edelkorallen werden von verschiedenen bohrenden Schwämmen besiedelt.
Edelkorallenkolonien sind in den meisten Fällen getrennt geschlechtlich. Die Eizellen werden im weiblichen Polypen befruchtet, entwickeln sich dort bis zur Planulalarve weiter, werden dann ausgestoßen und leben einige Tage planktonisch, bis sie sich auf eine feste Unterlage festsetzen. Die Planulalarve wandelt sich dann zum Primärpolypen, der sich weiter, durch Knospung vermehrt und eine neue Kolonie bildet.
Die Haltungsempfehlungen entsprechen weitgehend den weiter oben genannten Gorgonien. Temperaturmaximum ist 19 °C. Eine regelmäßige Fütterung mit Staubfutter und Plankton ist unabdingbar.

Corallium rubrum:

Paragorgia

Paragorgia ist eine Korallengattung aus der Familie Coralliidae. Paragorgia-Arten sind Tiefseekorallen, die keine Symbiose mit Zooxanthellen eingehen, da sie in  Wassertiefen von über 1000 Metern leben, wohin kein Sonnenlicht mehr gelangt.

Arten der Gattung Paragorgia:

☛ Liste der Arten auf WoRMS (World Register of Marine Species)

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Paragorgia arborea
(c) Fisheries and Oceans Canada

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Paragorgia arborea (c) dfopacific

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Paragorgia arborea
(c) Fisheries and Oceans Canada

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Paragorgia arborea (c) sunhill

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Paragorgia arborea
(c) Fisheries and Oceans Canada

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Paragorgia arborea (c) Joe Kunkel

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Paragorgia coralloides

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Paragorgia coralloides

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Paragorgia johnsoni

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Paragorgia johnsoni

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Paragorgia pacifica
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Paragorgia pacifica
(c) Fisheries and Oceans Canada

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Paragorgia pacifica
(c) Fisheries and Oceans Canada

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Paragorgia pacifica
(c) Fisheries and Oceans Canada

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Paragorgia pacifica
(c) Fisheries and Oceans Canada

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Paragorgia stephencairnsi (c) Neil McDaniel

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Paragorgia stephencairnsi (c) Neil McDaniel

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Paragorgia stephencairnsi (c) Neil McDaniel

Paragorgia stephencairnsi (c) Neil McDan

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Paragorgia stephencairnsi (c) Neil McDaniel

Paragorgia arborea

Paragorgia arborea ist eine Korallenart aus der Familie Coralliidae, die wegen ihrer knolligen Zweigspitzen allgemein als Kaugummikoralle bekannt ist. Sie wächst hauptsächlich in Tiefen zwischen 200 und 1.300 Metern bei Temperaturen zwischen 3 und 8 °C. Sie kommt weit verbreitet im Nordatlantik und im Nordpazifik auf Meeresbergen und Hügeln vor und wurde erstmals 1758 vom schwedischen Naturforscher Carl Linnaeus beschrieben. P. arborea ist eine Stammart, die anderen Arten in Tiefseekorallenökosystemen einen Lebensraum bietet.

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Paragorgia arborea

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Paragorgia arborea

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P. arborea wächst an einem großen Schwamm

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Paragorgia arborea

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Paragorgia arborea und Schlangensterne in der Nähe des EITS-Robotter.  (Bahamas)

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Paragorgia arborea wächst neben einem weißen Trompetenschwamm. 

Paraminabea

Paraminabea ist eine seltene Gattung aus der Familie Coralliidae, die in tropischen Korallenriffen unter Überhängen und in Höhlen vorkommt. Die Gattung wurde 1999 von Williams & Alderslade aufgestellt, um einige tropische Arten aus der vor Japan und Neuseeland vorkommenden Lederkorallengattung Minabea auszugliedern. Seit 2022 gehört die Gattung nicht mehr zur Familie Alcyoniidae, sondern wurde in die Familie Coralliidae überführt.

Paraminabea-Arten ähneln einer kleinen zehn Zentimeter langen Möhre. Ihr Stamm ist rot oder orange und selten verzweigt. Aus diesem ragen in der Nacht wenige, weiße lange Fresspolypen („Autozooiden“), während die winzigen tentakellosen Schlauchpolypen („Siphozooiden“) immer versenkt bleiben. Die Gattung lebt nicht mit Zooxanthellen in Symbiose und ernährt sich von Plankton.

Arten der Gattung Paraminabea:

☛ Liste der Arten auf WoRMS (World Register of Marine Species)

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Paraminabea acronocephala
(c) Debra Baker

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Paraminabea aldersladei

(c) Dan Schofield

Paraminabea aldersladei (c) Benoît Segerer.jpeg

Paraminabea aldersladei

(c) Benoît Segerer

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Paraminabea aldersladei

(c) Sylvain Le Bris

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Paraminabea aldersladei

(c) Sylvain Le Bris

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Paraminabea aldersladei

(c) Sylvain Le Bris

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Paraminabea hongkongensis (c) Josy Lai 3.jpeg

Paraminabea aldersladei

(c) uwkwaj

Paraminabea hongkongensis

(c) Josy Lai

Paraminabea hongkongensis

(c) Josy Lai

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Paraminabea hongkongensis

(c) Josy Lai

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Paraminabea rubeusa

(c) Dickson Wong

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Paraminabea rubeusa

(c) Josy Lai

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Paraminabea rubeusa

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Paraminabea rubeusa

(c) Josy Lai

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Paraminabea rubeusa

(c) Josy Lai

Sibogagorgia cauliflora

Sibogagorgia cauliflora ist eine Korallenart aus der Familie Coralliidae.
Das Verbreitungsgebiet von Sibogagorgia cauliflora erstreckt sich beidseitig der USA von der Pazifikküste Alaskas, dem Ost-Pazifik, dem West-Atlantik, dem Golf von Mexiko bis zur Karibik.
Die Tiefseeart kommt bathypelagial vor. Das Bathypelagial reicht von 1000 bis zu 4000 Metern Tiefe.
Der Druck beträgt in dieser Tiefenzone bis zu ca. 400 bar (4.000 Tonnen pro Quadratmeter bzw. 400 kg pro Quadratzentimeter. In solchen Tiefen ist kein Licht mehr vorhanden, nur Fische und Bakterien können Licht in Form von Biolumineszenz erzeugen. Sibogagorgia cauliflora kann eine Größe von bis zu 150 cm erreichen. 

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Die Bilder zeigen:
Sibogagorgia cauliflora
auf dem Davidson Seamount. Der Davidson Seamount ist einer der größten Unterwasservulkane in US-amerikanischen Gewässern. Von seiner Basis bis zur Spitze misst er 2.280 Meter, doch sein Gipfel liegt immer noch 1.250 Meter unter der Wasseroberfläche.

Cornulariidae

Stamm: Cnidaria (Nesseltiere)
Klasse: Blumentiere (Anthozoa)

Unterklasse: Octocorallia
Ordnung: Scleralcyonacea
Familie: Cornulariidae

Die Cornulariidae sind eine monogenerische Familie der Achtstrahligen Korallen (Octocorallia), mit der einzigen Gattung Cornularia, deren Vertreter in flachen Bereichen des südöstlichen Atlantiks und im Mittelmeer vorkommen.

Zur Gattung Cornularia gehören zwei Arten:

  • Cornularia cornucopiae

  • Cornularia pabloi

Röhrenkoralle Cornularia cornucopiae (c) Pierre Corbrion.jpeg
Cornularia cornucopiae (c) Juliette Aminian Biquet.webp
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Röhrenkoralle (Cornularia cornucopiae)
(c) Pierre Corbrion

Röhrenkoralle (Cornularia cornucopiae)
(c) Juliette Aminian Biquet

Cornularia pabloi

(c) Kolonie in situ. Holotyp, RMNH Coel. 40197:

(d) erhaltene Kolonie;

(e) Polypen in unterschiedl. Retraktionsgrad;

(f) Polypen in Kutikulahülle zurückgezogen.

(© Catherine S McFadden, Harvey Mudd College)

Merkmale:

Wie fast alle Oktokorallen bilden die Arten der Gattung Cornularia Kolonien, die aus vielen Einzelpolypen mit jeweils acht Tentakeln bestehen. Die Polypen wachsen flächenförmig den Untergrund bedeckend. Sie sind basal durch röhrenförmige Stolonen verbunden. Die Polypen sind monomorph und können sich vollständig in röhrenförmige Kelche zurückziehen. Stolonen und Kelche sind von einer dicken Chitinhülle (Kutikula) bedeckt. Sklerite sind weder in den Polypen noch in den Stolonen vorhanden. Die Arten der Gattung Cornularia leben nicht mit Zooxanthellen in einer Endosymbiose und sind deshalb vollständig auf planktonische Nahrung angewiesen.

☛ Cornularia cornucopiae wird auf den Seiten: Weich- & Lederkorallen, sowie Blumentiere des Mittelmeeres genauer vorgestellt!

Ellisellidae

Stamm: Cnidaria (Nesseltiere)
Klasse: Blumentiere (Anthozoa)

Unterklasse: Octocorallia
Ordnung: Scleralcyonacea
Familie: Ellisellidae

Die Ellisellidae sind eine Familie der Achtstrahligen Korallen (Octocorallia), die in allen Weltmeeren von flachen Küstenbereichen bis in größere Tiefen vorkommt.

Zur Familie Ellisellidae gehören zehn Gattungen:

  • Ctenocella

  • Dichotella

  • Ellisella

  • Heliania

  • Junceella

  • Nicella

  • Phenilia

  • Riisea

  • Verrucella

  • Viminella

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Ctenocella pectinata

Ctenocella pectinata (c) Jean-Paul Cassez.jpg

Ctenocella pectinata (c) Jean-Paul Cassez

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Dichotella gemmacea

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Ellisella ceratophyta

Ellisella elongata

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Heliania spinescens

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Viminella sp. (c) Debra Baker.jpeg

Junceella fragilis

Verrucella pallida

Viminella sp. (c) Debra Baker

Merkmale:

Wie fast alle Oktokorallen bilden die Ellisellidae Kolonien, die aus vielen Einzelpolypen mit jeweils acht Tentakeln bestehen. Die Kolonien wachsen aufrecht unverzweigt oder mehr oder weniger verzweigt oder netzförmig mit miteinander verwachsenen Zeigen. Die Skelettachse besteht aus festem nicht durch zusammengewachsene Sklerite gebildetem Calciumcarbonat. Die Polypen sind monomorph, können sich nicht zurückziehen aber sehr stark zusammenziehen. Die Sklerite sind in allen Teilen der Kolonie ähnlich. Sie haben die Form kleiner Doppelköpfe, manchmal als asymmetrischer Keulen, symmetrischer Strahlen, Stäbchen oder Spindeln mit einer Einschnürung in der Mitte. Sie sind normalerweise auffällig gefärbt. Die meisten Gattungen der Ellisellidae lebten nicht mit Zooxanthellen in Symbiose und ernähren sich ausschließlich durch den Fang von Plankton. Eine wenige Arten besitzen Zooxanthellen und beziehen von diesen einen Teil der benötigten Nährstoffe.

☛ Einzelne Arten und Gattungen der Familie Ellisellidae werden auf der Seite: Hornkorallen, Gorgonien & Seefächer 2 genauer vorgestellt.

Keratoisididae

Stamm: Cnidaria (Nesseltiere)
Klasse: Blumentiere (Anthozoa)

Unterklasse: Octocorallia
Ordnung: Scleralcyonacea
Familie: Keratoisididae

Die Keratoisididae sind eine Familie der Achtstrahligen Korallen (Octocorallia), die weltweit in tiefen Bereichen der Meere vorkommt.

Zur Familie Keratoisididae gehören neun Gattungen:

  • Acanella

  • Bathygorgia

  • Cladarisis

  • Eknomisis

  • Isidella

  • Jasonisis

  • Keratoisis

  • Lepidisis

  • Orstomisis

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Keratoisis sp. (c) jgrimshaw.png
Lepidisis sp_edited.jpg

Isidella tentaculum
(c) Fisheries and Oceans Canada

Keratoisis sp.

(c) jgrimshaw

Lepidisis sp.
(c) Dr Cherisse Du Preez

Merkmale:

Wie fast alle Oktokorallen bilden die Arten der Familie Keratoisididae Kolonien, die aus vielen Einzelpolypen mit jeweils acht Tentakeln bestehen. Die Kolonien sind aufrecht stehend, unverzweigt oder mehr oder weniger buschig verzweigt. An hartem Substrat bilden sie eine Haftscheibe mit einem hohen Calciumcarbonat-Anteil aus, in weichem Sediment verankern sie sich mit einem wurzelähnlichen Haftorgan. Sie besitzen eine gegliederte Skelettachse in der sich normalerweise hohle oder massive Internodien aus nicht-skleritischem Calciumcarbonat und proteinhaltige, keine Sklerite enthaltende Knoten immer wieder abwechseln. Die jüngeren Teilen der Kolonie können flexibel sein. Die Kolonien können sich sowohl an den Internodien als auch an den Knoten verzweigen. Die monomorphen Polypen können sich nicht zurückziehen aber zusammenziehen. Die Sklerite der Polypen haben die Form von Nadeln, Spindeln, Stäbchen oder Schuppen und sind längs oder schräg entlang des Polypenkörpers angeordnet. Bei vielen Arten ragen eine oder mehrere nadelförmige Sklerite zwischen den Tentakeln hervor. Im Coenenchym sind die Sklerite ähnlich geformt aber kleiner. Normalerweise sind im Mund und im oberen Gastralbereich ebenfalls Sklerite vorhanden, darunter höckerige oder stachelige Stäbchen und Doppelsterne. Die Arten der Familie Keratoisididae leben nicht mit Zooxanthellen in einer Endosymbiose und sind deshalb vollständig auf planktonische Nahrung angewiesen.

☛ Einige Bilder zu Arten aus den Gattungen der Familie Ifalukellidae gibt es auf den Seiten: Hornkorallen, Gorgonien & Seefächer 2!

Ifalukellidae

Stamm: Cnidaria (Nesseltiere)
Klasse: Blumentiere (Anthozoa)

Unterklasse: Octocorallia
Ordnung: Scleralcyonacea
Familie: Ifalukellidae

Die Ifalukellidae (Synonym: Huziogorgiidae) sind eine Familie der Achtstrahligen Korallen (Octocorallia), die in allen Weltmeeren sowohl in flachen Bereichen als auch in und größeren Tiefen vorkommt.

Zur Familie Ifalukellidae gehören vier Gattungen:

  • Ifalukella

  • Huziogorgia

  • Plumigorgia

  • Trichogorgia

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Ifalukella yanii

(c) portioid

Plumigorgia hydroides (c) Charlène Selva.jpeg

Plumigorgia hydroides

(c) Charlène Selva

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Trichogorgia capensis

Merkmale:

Wie fast alle Oktokorallen bilden die Arten der Familie Ifalukellidae Kolonien, die aus vielen Einzelpolypen bestehen. Die Kolonien stehen aufrecht und sind mehr oder weniger unregelmäßig seitlich planar (zweiseitig) oder buschig verzweigt und durch eine verkalkte Haftscheibe fest mit dem Untergrund verbunden. Sie besitzen eine Skelettachse, die entweder proteinhaltig und nicht verkalkt ist, oder sie ist fest und besteht aus nicht skleritischem, konzentrisch geschichtetes Calciumcarbonat. Ihre Schichten sind nahezu glatt und nicht in einem radialen Muster ausgerichtet. Die Polypen sind monomorph und können sich zurückziehen. Sklerite fehlen in der gesamten Kolonie oder sie sind winzig kleine (<0,1 mm) ovale oder längliche Körnchen, meist mit mittlerer Einschnürung. Viele Arten der Ifalukellidae leben nicht mit Zooxanthellen in Endosymbiose und sind ausschließlich auf planktonische Nahrung angewiesen, andere dagegen leben mit Zooxanthellen in Symbiose und beziehen von diesen einen Teil der Nährstoffe.

☛ Einige Bilder zu Arten aus den Gattungen der Familie Ifalukellidae gibt es auf der Seite: Hornkorallen, Gorgonien & Seefächer 2!

Mopseidae

Stamm: Cnidaria (Nesseltiere)
Klasse: Blumentiere (Anthozoa)

Unterklasse: Octocorallia
Ordnung: Scleralcyonacea
Familie: Mopseidae

Die Mopseidae sind eine Familie der Achtstrahligen Korallen (Octocorallia), deren Vertreter in relativ flachen Regionen der Weltmeere auf der südlichen Erdhalbkugel vorkommen.

Gattungen:
Zur Familie Mopseidae gehören 30 Gattungen, von denen die meisten nur wenig erforscht sind.
→ Liste der Arten auf WoRMS (World Register of Marine Species)

 

Alle Gattungen der Mopseidae gehörten bis 2021 in die Familie Isididae und bildeten dort die Unterfamilien Mopseinae und Circinisidinae. Da sie molekularbiologischen Daten zufolge aber nicht die Schwestergruppe der Unterfamilie Isidinae sind, wurden die Mopseinae 2021 in den Familienrang erhoben und die Gattungen der Circinisidinae ebenfalls dieser Familie zugeordnet.

Pteronisis plumacea (c) tarnh.jpeg

Pteronisis plumacea
(c) tarnh

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Pteronisis whiteleggei
(c) Kai Squires

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Sphaerokodisis australis
(Bare Island, Sydney, Australien)

Merkmale:

Die Arten der Familie Mopseidae bilden Tierkolonien, die aus vielen Einzelpolypen bestehen. Die Kolonien verfügen über ein Achsenskelett, das abwechselnd aus festen Abschnitten (Internodien) aus nicht-skleritischem Calciumcarbonat und flexiblen, proteinhaltigen Knoten besteht. Sie sind aufrecht und buschig oder flächig. Die Verzweigungen entspringen vor allem an den Internodien, seltener an den Knoten. Die monomorphen Polypen können sich nicht in das Coenenchym zurückziehen, können sich aber zusammenziehen. Die Sklerite der Polypen haben die Form glatter, höckriger oder dorniger Schuppen oder Platten. Meist sind sie breit, seltener schmal. Es gibt jedoch auch Sklerite in Form von schmalen, flachen Spindeln. Die Sklerite der Coenenchymoberfläche sind einseitig stachelige Spindeln oder sie sind geformt wie unregelmäßige Blutplättchen. Alle Arten der Familie Mopseidae leben ohne Zooxanthellen und sind daher auf planktonische Nahrung angewiesen.

Parasphaerascleridae

Stamm: Cnidaria (Nesseltiere)
Klasse: Blumentiere (Anthozoa)

Unterklasse: Octocorallia
Ordnung: Scleralcyonacea
Familie: Parasphaerascleridae

Die Familie Parasphaerascleridae umfasst nur eine Gattung, Parasphaerasclera, deren Vertreter in flachen Bereichen des tropischen Indopazifiks und an der Küste des südlichen Afrikas vorkommen.

Zur Gattung Parasphaerasclera gehören neun Arten:

  • Parasphaerasclera albiflora

  • Parasphaerasclera aurea

  • Parasphaerasclera grayi

  • Parasphaerasclera kimberleyensis

  • Parasphaerasclera morifera

  • Parasphaerasclera nezdoliyi

  • Parasphaerasclera rotifera

  • Parasphaerasclera valdiviae

  • Parasphaerasclera zanahoria

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Parasphaerasclera aurea

Parasphaerasclera aurea Gattung Gymnothorax (c) Peter Southwood.jpg

P. aurea und Muräne (Gattung: Gymnothorax)
(c) Peter Southwood

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Parasphaerasclera grayi
(c) Damien Brouste

Parasphaerasclera grayi Lembeh Strait, Sulawesi, INDONESIA (c) Bernard DUPONT.jpg

P. grayi (Lembeh Straße, Sulawesi)  
(c) Bernard DUPONT

Parasphaerasclera valdiviae Kap-Halbinsel, Südafrika (c) Peter Southwood.jpg

P. valdiviae (Kap-Halbinsel, Südafrika)
(c) Peter Southwood

Parasphaerasclera valdiviae (c) wrecklessmarine.jpeg

Parasphaerasclera valdiviae
(c) wrecklessmarine

Merkmale:

Wie fast alle Oktokorallen bilden die Arten der Gattung Parasphaerasclera Kolonien, die aus vielen Einzelpolypen mit jeweils acht Tentakeln bestehen. Die Kolonien fingerförmig oder gelappt. Ein Stiel ist mehr oder weniger deutlich ausgebildet. Eine feste Skelettachse fehlt. Die monomorphen, mit Ausnahme des Stiels über die gesamte Kolonieoberfläche verteilten Polypen können sich vollständig in das Coenenchym zurückziehen. Die Sklerite im Innern und an der Oberfläche der Kolonie haben die Form von strahlenförmigen und höckerigen Sphäroiden, gelegentlich sind sie als Stäbchen und Kreuze ausgebildet. Die Sklerite sind auffällig gefärbt. Die Polypen sind ohne Sklerite. Die Arten der Gattung Parasphaerasclera leben nicht mit Zooxanthellen in einer Endosymbiose und sind deshalb vollständig auf planktonische Nahrung angewiesen.

Parisididae

Stamm: Cnidaria (Nesseltiere)
Klasse: Blumentiere (Anthozoa)

Unterklasse: Octocorallia
Ordnung: Scleralcyonacea
Familie: Parisididae

Die Familie Parisididae umfasst nur eine Gattung, Parisis, deren Vertreter in flachen bis mäßig tiefen Bereichen des tropischen Indopazifiks vorkommen.

Zur Gattung Parisis gehören fünf Arten:

  • Parisis australis

  • Parisis fruticosa

  • Parisis laxa

  • Parisis minor

  • Parisis poindimia

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Parisis fruticosa (c) Jean Roger

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Parisis fruticosa (c) Damien Brouste

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Parisis fruticosa (c) Damien Brouste

Merkmale:

Wie fast alle Oktokorallen bilden die Arten der Gattung Parisis Kolonien, die aus vielen Einzelpolypen mit jeweils acht Tentakeln bestehen. Die Kolonien wachsen aufrecht und sind mehr oder weniger planar (zweiseitig) oder buschig verzweigt. Sie besitzen eine gegliederte Skelettachse, in der sich feste, kalkhaltige, aus verschmolzenen Skleriten gebildete Internodien und proteinhaltige, mit Skleriten versetzte Knoten immer wieder abwechseln. Die Kolonien verästeln nur an den Internodien. Internodien und Knoten sind längs gerillt. Die gleichmäßig über die Oberflächen aller Zweige verteilten Polypen sind monomorph und können nicht zurückgezogen werden. Sie können sich jedoch stark zusammenziehen und haben dann die Erscheinung konischer Buckel auf den Zweigen der Kolonie. Die Sklerite in den Polypen, auf der Oberfläche der Kolonie und in den Internodien sind unregelmäßig oder haben die Form von Plättchen, die mit Tuberkeln versehen sind. In den Knoten haben sie die Form gelappter Stäbchen. Die Arten der Gattung Parisis leben nicht mit Zooxanthellen in einer Endosymbiose und sind ausschließlich auf planktonische Nahrung angewiesen.

Pleurogorgiidae

Stamm: Cnidaria (Nesseltiere)
Klasse: Blumentiere (Anthozoa)

Unterklasse: Octocorallia
Ordnung: Scleralcyonacea
Familie: Pleurogorgiidae

Die Pleurogorgiidae sind eine Familie der Achtstrahligen Korallen (Octocorallia), die im Pazifik und im Indischen Ozean vor allem in mäßig tiefen Bereichen und in größeren Tiefen vorkommt.

Zur Familie Pleurogorgiidae gehören zwei Gattungen:

  • Aurogorgia

  • Pleurogorgia

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Aurogorgia tasmaniensis in 910 Metern Tiefe

(Huon Marine Park, Tasmanien)

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Pleurogorgia militaris

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Pleurogorgia militaris

Merkmale:

Wie fast alle Oktokorallen bilden die Arten der Familie Pleurogorgiidae Kolonien, die aus vielen Einzelpolypen bestehen. Die Kolonien stehen aufrecht, sind unverzweigt oder verzweigt, und mit dem Untergrund durch eine kräftige, verkalkte Haftscheibe verbunden. Sie besitzen eine spröde Skelettachse, die aus festem, nicht skleritischem Calciumcarbonat besteht, das in konzentrischen Schichten angeordnet ist. Die Schichten sind normalerweise glatt und nicht wellig. Im Querschnitt ist die Skelettachse elliptisch oder kreisförmig. Sie hat einen metallischer Glanz, ist aber nicht durchscheinend. Die auf den Ästen in einer Reihe angeordneten Polypen sind monomorph, können sich nicht zurückziehen aber zusammenziehen. Die Sklerite in der Körperwand der Polypen und im Coenenchym sind in zwei Schichten angeordnet. In der unteren Schicht haben sie die Form länglicher und höckerigen Schuppen, abgeflachter Spindeln und Platten, in der oberen Schicht sind es Platten und blattartige Sphäroide. In den Tentakeln sind die Sklerite glatte und höckerige Schuppen, Platten und blattartige Sphäroide. Alle Arten der Pleurogorgiidae leben nicht mit Zooxanthellen in Endosymbiose und sind ausschließlich auf planktonische Nahrung angewiesen.

Primnoidae

Stamm: Cnidaria (Nesseltiere)
Klasse: Blumentiere (Anthozoa)

Unterklasse: Octocorallia
Ordnung: Scleralcyonacea
Familie: Primnoidae

Die Primnoidae sind eine Familie der Achtstrahligen Korallen (Octocorallia), die in allen Weltmeeren sowohl in flachen Bereichen als auch in und größeren Tiefen vorkommt.

Gattungen der Familie Primnoidae:

Mit fast 50 Gattungen sind die Primnoidae die gattungsreichste Familie der Oktokorallen
→  Link zur Auflistung aller Gattungen der Primnoidae auf Wikipedia

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Parastenella gymnogaster
(c) dfopacific

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Perissogorgia vitrea
(c) lcolmer

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Plumarella penna
(c) Alex Hoschke

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Primnoa pacifica

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Primnoella australasiae
(c) Matty Testoni

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Primnoella chilensis
(c) Ulrich Pörschmann

Merkmale:

Wie fast alle Oktokorallen bilden die Arten der Familie Primnoidae Kolonien, die aus vielen Einzelpolypen bestehen. Die Kolonien stehen aufrecht, sind auf unterschiedliche Weise verzweigt oder unverzweigt und normalerweise durch eine scheibenförmige, kalkhaltige Verbindung fest mit dem Untergrund verbunden. Sie besitzen eine Skelettachse aus festem (nicht skleritischem) Calciumcarbonat. Nur die Gattung Mirostenella hat eine flexible Skelettachse. Der Querschnitt der Skelettachse zeigt wellenförmige, konzentrische Schichten aus verkalktem Material, die in das hornartige Gorgonin eingebettet sind und aus einem longitudinalen (nicht radialen) Verkalkungsmuster resultieren. Die äußere Oberfläche der Skelettachse ist in der Regel in Längsrichtung gerillt. Die durch schuppenartig angeordneten Kalkschuppen stark gepanzerten Polypen sind monomorph und können sich nicht in die Polypenkelche zurückziehen. Jeder Polypenkelch hat acht dreieckige Deckelschuppen, die einen verschließbaren Deckel bilden, eine variable Anzahl (in der Regel acht) Randschuppen und eine variable Anzahl (oft acht) von Reihen längs verlaufender Körperwandschuppen. Im Coenenchym sind die Sklerite überwiegend schuppenförmig, einige Gattungen haben eine innere Schicht aus sphäroidförmigen mit Tuberkeln besetzten Skleriten, die die Wände der Längskanäle bilden. Alle Arten der Primnoidae leben nicht mit Zooxanthellen in Endosymbiose und sind ausschließlich auf planktonische Nahrung angewiesen.

☛ Einige Bilder zu Arten aus den Gattungen der Familie Primnoidae gibt es auf den Seiten: Hornkorallen, Gorgonien & Seefächer 2!

Sarcodictyonidae

Stamm: Cnidaria (Nesseltiere)
Klasse: Blumentiere (Anthozoa)

Unterklasse: Octocorallia
Ordnung: Scleralcyonacea
Familie: Sarcodictyonidae

Die Sarcodictyonidae sind eine Familie der Achtstrahligen Korallen (Octocorallia), die in den kalten Bereichen aller Weltmeere sowie in größeren Tiefen vorkommt.

Zur Familie Sarcodictyonidae gehören zwei Gattungen:

  • Sarcodictyon

  • Telestula

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Sarcodictyon catenatum
(c) Sylvain Le Bris

Sarcodictyon catenatum wächst an Neptungras
(c) Sylvain Le Bris

Telestula sp.
(c) Debra Baker

Merkmale:

Wie fast alle Oktokorallen bilden die Arten der Familie Sarcodictyonidae Kolonien, die aus vielen Einzelpolypen bestehen. Die Kolonien besitzen keine Skelettachse. Die Polypen sind nur basal durch bandartige Stolonen miteinander verbunden sind, die jedoch zu größeren Auswüchsen verschmelzen können. Die gleichmäßig über die Oberfläche der Kolonie verteilten Polypen sind monomorph und können sich in kurze oder sehr hohe Polypenkelche (Anthocodien) zurückziehen. Größere Polypen können sekundäre Tochterpolypen hervorbringen die seitlich hervorwachsen. Stolone und Polypenkelche sind von einer dünnen Kutikula bedeckt. Die Sklerite der Polypen haben die Form kleiner, stumpfer Stäbchen mit tuberkulösen Verzierungen. Sie sind oft nur spärlich vorhanden, wenn zahlreicher sind sie in Längsreihen angeordnet. In den Ploypenkelchen und Stolonen haben die Sklerite die Form von sternförmigen Platten, Kreuzen, oder es sind sechsstrahlige oder unregelmäßig geformte, verzweigte Formen mit zahlreichen Tuberkeln. Alle Arten der Sarcodictyonidae leben nicht mit Zooxanthellen in Endosymbiose und sind ausschließlich auf planktonische Nahrung angewiesen.

☛ Die Art  Sarcodictyon catenatum wird auf der Seite: Weich- & Lederkorallen sowie Blumentiere des Mittelmeeres genauer vorgestellt! 

Spongiodermidae

Stamm: Cnidaria (Nesseltiere)
Klasse: Blumentiere (Anthozoa)

Unterklasse: Octocorallia
Ordnung: Scleralcyonacea
Familie: Spongiodermidae

Die Spongiodermidae sind eine Familie der Achtstrahligen Korallen (Octocorallia), die in flachen und mäßig tiefen Bereichen des westlichen Atlantiks, des östlichen Pazifiks und an der Küste des südlichen Afrikas vorkommt.

Zur Familie Spongiodermidae gehören sechs Gattungen:

  • Callipodium

  • Diodogorgia

  • Homophyton

  • Sclerophyton

  • Titanideum

  • Tripalea

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Callipodium rubens
(c) Vicencio de la Cruz-Francisco

Diodogorgia nodulifera

Homophyton verrucosum
(c) aspearton

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Titanideum suberosum (c) reefwatcher

Tripalea clavaria (c) Gonzalo Bravo

Tripalea clavaria (c) Nicolás Battini

Merkmale:

Wie fast alle Oktokorallen bilden die Arten der Familie Spongiodermidae Kolonien, die aus vielen Einzelpolypen bestehen. Die Tiere leben den Untergrund krustenartig überwachsend oder als aufrechte, unverzweigte oder spärlich verzweigte Kolonie oder planar mit dichotomer Verzweigung. Eine Skelettachse kann fehlen oder sie ist vorhanden und besteht dann aus dicht gepackten Skleriten, eingebettet in proteinhaltiges Gorgonin. In der Skelettachse ist die zentrale Medulla von einem Ring längs verlaufender Kanäle umgeben. Ein sekundäres Ringkanalsystem kann das Innere von äußeren Kortex trennen. Die gleichmäßig über die Oberfläche der Kolonie verteilten Polypen sind monomorph und können sich in Polypenkelche zurückziehen, die bündig mit der Oberfläche abschließen. Die Sklerite der zentralen Medulla haben die Form kräftiger Stäbchen und sind oft gegabelt, verzweigt und/oder stachelig. Sie sind in der Achse in Längsrichtung angeordnet. Die Sklerite der Kolonieoberfläche umfassen immer strahlenförmige und es können auch Spindeln, Ovale und Doppelköpfe dabei sein. Alle Arten der Spongiodermidae leben nicht mit Zooxanthellen in Endosymbiose und sind ausschließlich auf planktonische Nahrung angewiesen.

Diodogorgia

Diodogorgia ist eine Gattung gorgonienartiger Korallen aus der Familie Spongiodermidae. ​

Arten der Gattung Diodogorgia:

☛ Liste der Arten auf WoRMS (World Register of Marine Species)

Rote Fingergorgonie 
Diodogorgia nodulifera

Diodogorgia nodulifera gibt es in den Farben gelb-orange und rot bis dunkelrot. Die Art lebt nicht in Symbiose mit Zooxanthellen und ernährt sich daher auf eine Ernährung durch den Fang von Mikroplankton angewiesen.

Das Vorkommen von Diodogorgia nodulifera erstreckt sich an der amerikanischen Westküste von Kanada über die USA bis zur Karibik.

Die Art bildet verzweigte Kolonien. Sie besitzt weiße Polypen, die aus den weit auseinander liegenden Zweigen hervorkommen und das Mikroplankton aus dem Wasser fangen. Die Verbreitung dieser Art beschränkt sich auf Riffzonen mit niedrigem Nährstoff- und Lichtangebot, wo keine störenden Algen auf den Korallen wachsen. Mindestens ebenso wichtig ist deshalb eine starke Strömung, damit die Polypen sich regelmässig öffnen und die Gorgonie nicht veralgt und degeneriert.

 

Aquarienhaltung:

Diodogorgia nodulifera wird in der Regel aus Tiefwassergebieten mit Überhängen und Höhlen gesammelt. Diese Bedingungen können in einem normalen Aquarium nur schwer nachgestellt werden. Unserer Erfahrung nach scheinen kühlere Temperaturen um 18 °C dieser Gorgonie besser zu bekommen als tropisch warme 25 °C, vielleicht ein Hinweis auf die Herkunft aus tieferen Wasserzonen. Trotz regelmäßiger Fütterung überleben diese Gorgonien in Aquarien meist nicht lange.

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Rote Fingergorgonie (Diodogorgia nodulifera)
(c) Neil DeMaster

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Diodogorgia nodulifera
(Isla Juventud, Kuba)

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Diodogorgia nodulifera und andere azooxanthellate Korallen in unserer Anlage.

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Rote Fingergorgonie (Diodogorgia nodulifera) in unserer Aquarienanlage

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Rote Fingergorgonie (Diodogorgia nodulifera) in unserer Aquarienanlage

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Rote Fingergorgonie (Diodogorgia nodulifera) in unserer Aquarienanlage

Homophyton

Homophyton ist eine Gattung gorgonienartiger Korallen aus der Familie Spongiodermidae. ​​Nach neuesten Untersuchungen ist die Gattung monotypisch. Die einzige Art innerhalb der Gattung ist Homophyton verrucosum. Die Art Homophyton vickersi wurde in eine andere Gattung verschoben und heißt nun Anthothela vickersi. 
Homophyton verrucosum
 kommt nur vor der Küste Südafrikas vor.

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Homophyton verrucosum (c) aspearton

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Homophyton verrucosum (c) Georgina Jones

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Homophyton verrucosum (c) Georgina Jones

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Homophyton verrucosum (c) Georgina Jones

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Homophyton verrucosum (c) wrecklessmarine

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Homophyton verrucosum (c) kerrysink

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Homophyton verrucosum (c) Peter Southwood

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Homophyton verrucosum (c) Peter Southwood

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Homophyton verrucosum (c) Peter Southwood

Tripalea

Tripalea ist eine monotypische Gattung gorgonienartiger Korallen aus der Familie Spongiodermidae. ​​Die einzige Art innerhalb der Gattung ist Tripalea clavaria, die bislang nur von der Küste der Stadt Mar del Plata am Westatlantik in Argentinien bekannt ist.

Kolonien von Tripalea clavaria haben ein fingerförmiges Aussehen, meist ohne Verzweigungen, und sind orange- oder rosafarben.
Die Kolonien siedeln auf felsigem Substrat, seltener auch auf Muschelschalen in Wassertiefen von 14 bis 35 Metern.

Tripalea clavaria ist eine zooplanktivore Gorgonie, die sich von einer Vielzahl von Organismen ernährt, insbesondere von den Larven der Miesmuschel Mytilus platensis.

Weibliche Kolonien werden deutlich häufiger als männliche Kolonien angetroffen, die nur von Februar bis Juni, wenn Spermien vorhanden waren, identifiziert werden konnten.

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Tripalea clavaria (c) Gonzalo Bravo.jpg

Tripalea clavaria 
Alle Bilder: (c) Gonzalo Bravo (CC BY-NC)

Seefedern
Pennatuloidea

Stamm: Cnidaria (Nesseltiere)
Klasse: Blumentiere (Anthozoa)

Unterklasse: Octocorallia
Ordnung: Scleralcyonacea
Überfamilie: Pennatuloidea

Die Seefedern (Pennatuloidea) sind eine Überfamilie der Achtstrahligen Blumentiere (Octocorallia), welche die Sand- und Schlickböden aller Weltmeeren besiedeln. Sie leben meist in größeren Tiefen, nur in den Tropen auch im Flachwasser. Derzeit sind etwa 440 Arten beschrieben, von denen aber nur knapp die Hälfte gültig ist.

Systematik:
Traditionell sah man die Seefedern als eine der drei Ordnungen der Octocorallia an. Eine neuere phylogenetische Untersuchung verwirft jedoch diese ranghohe Stellung und ordnet die Seefedern nur noch als Überfamilie in die Ordnung Scleralcyonacea ein, die neben den Malacalcyonacea eine von zwei großen Kladen der Octocorallia darstellt. Schwestergruppe der Seefedern ist die Familie Ellisellidae.
 

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Pennatula phosphorea

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Ptilosarcus gurneyi

Merkmale:

Die streng symmetrisch angeordnete Polypenkolonie ist sehr zäh und kräftig gebaut. Sie erinnert in ihrer Form an eine Feder. Von einem zentralen Stamm, der auf einem leicht anschwellbaren Grabfuss steht, zweigen im oberen Teil in einer Ebene zahlreiche Seitenäste ab, auf denen die einzelnen Polypen stehen. Die Festigkeit der Kolonie beruht auf der Einlagerung von Hornsubstanz (Pennatulin) und Kalknadeln, die platten- (am Fuß) oder nadelförmige Gestalt haben.

Die Polypen sind durch ihre geringe Größe (etwa 1 mm) und fehlende Färbung sehr unscheinbar. Die Farbe des Korallenskeletts ist meist leuchtend violettrot, innen jedoch viel heller. Eine Kolonie erreicht eine Höhe von 40 cm. Seefedern gehören zu den Achtstrahligen Blumentieren (Octocorallia). Ihre Polypen haben immer acht gefiederte Tentakel. Sie unterscheiden sich von allen anderen Blumentieren dadurch, dass sie einen Primär- oder Axialpolypen besitzen, der aus zwei Teilen besteht: einem Fuß, der im Sand- oder Schlammboden eingegraben ist, und einem ins freie Wasser ragenden Teil, von dem die anderen Polypen abzweigen. Bei Irritationen können sie sich vollständig in ihren Fuß zurückziehen. Die Tiere sind bilateral symmetrisch und meist federförmig. Sie sind Filtrierer und ernähren sich von kleinstem Plankton.

Einige Arten können biologisch erzeugtes Licht ausstrahlen (Biolumineszenz).Die Gruppe der Seefedern stellt innerhalb der Blumentiere eine außerordentlich hoch entwickelte Organisationsstufe dar. Die Polypen sind untereinander durch ein sehr einfaches Nervensystem verbunden und reagieren bei äußeren Einflüssen deshalb auch wie ein einziges Tier. Ähnlich wie die Tote Meerhand wechseln Phasen der Polypenkontraktion mit denen der Expansion. Im Dunkeln leuchten die Kolonien häufig und locken so Planktonorganismen an, die sie mit ihren kleinen Tentakelköpfen wegfangen und verschlingen. Die Kolonien sind getrenntgeschlechtlich und die Geschlechtsprodukte werden ins freie Wasser abgegeben, wo dann die Befruchtung stattfindet. Aus dem befruchteten Ei bildet sich eine Planulalarve, die zum Bodenleben übergeht und zu einem Primärpolypen auswächst. Aus diesem einzelnen Tier entsteht durch Knospung eine ganze Kolonie. Bisher ist nur bei der Art Pennatula prolifera eine ungeschlechtliche Vermehrung bekannt. Bei dieser Art schnürt sich der obere Teil des Stockes ab und bildet eine neue Kolonie.

Pennatula sp.

Verbreitung und Lebensraum:
Das Vorkommen der Überfamilie der Seefedern ist kosmopolitisch. An den europäischen Küsten kommen Seefedern im Atlantik, im Ärmelkanal, in der Nordsee, der westlichen Ostsee und im Mittelmeer vor.
Lebensraum der Seefedern sind Ton-, Sand- und Weichböden in 20 bis 2000 Meter Tiefe. Meist kommen sie erst in größeren Tiefen vor, nur in tropischen Meeren auch im Flachwasser.

Fossilbericht:
Seefedern werden immer wieder mit Vertretern der Ediacara-Fauna, wie beispielsweise Charnia, in Verbindung gebracht. Allerdings lehnen Jonathan B. Antcliffe und Martin D. Brasier diese Verbindung kategorisch ab. Auch der Nachweis aus dem kambrischen Burgess-Schiefer ist zweifelhaft. Sichere Nachweise stammen erst aus der Unterkreide und dem Paläogen. Die kalzifizierte Achse ist im Querschnitt sehr ähnlich aufgebaut wie die Belemniten aus Jura und Kreide. Verwechslungen mit fossilen Seefedern waren ein Grund für den angeblichen Nachweis von Belemniten im „Tertiär“ (Paläogen und Neogen). Umgekehrt hat sich ein vermeintlicher Rest einer Seefeder aus der Obertrias als der Rest eines belemnoiden Cephalopoden entpuppt.

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Acanthoptilum gracile
(c) Neil McDaniel

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Acanthoptilum gracile
(c) Neil McDaniel

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Actinoptilum molle 
(c) Georgina Jones

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Anthoptilum grandiflorum 
(c) Marilyn Thorne

Balticina willemoesi
(c) Gregory C Jensen

Balticina willemoesi
(c) Neil McDaniel

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Balticina willemoesi
(c) Gregory C Jensen

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Cavernularia pusilla
(c) Samuel JEGLOT

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Cavernularia pusilla
(c) Bernat Garrigós

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Pennatula phosphorea
(c) Emil B

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Pennatula phosphorea
(c) Tony Gilbert

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Cavernularia pusilla
(c) Bernat Garrigós

Pennatulacea sp.

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Pteroeides argenteum
(c) karinemanko

Pteroeides argenteum (c) Marisa Agarwal_

Pteroeides argenteum
(c) Marisa Agarwal

Pteroeides griseum
(c) Julien Renoult

Pteroeides griseum
(c) Pascal GIRARD

Pteroeides griseum (voll expandiert)
(c) Pascal GIRARD

Pteroeides sp.

Ptilosarcus gurneyi
(c) Brenna Green

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Ptilosarcus gurneyi (Gestrandetes Exemplar)

(c) bork

Ptilosarcus gurneyi
(c) KJ

Ptilosarcus gurneyi

(c) KJ

Ptilosarcus gurneyi
(c) Rachel Munger

Ptilosarcus gurneyi

(c) Sara Thiebaud

Ptilosarcus gurneyi

(c) sharon_jeffery

Ptilosarcus undulatus
(c) Billy Bensted-Smith

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Ptilosarcus undulatus
(c) daniela_s

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Renilla amethystina

(c) Cristian M. Galván Villa

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Renilla koellikeri

(c) Charlotte Seid

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Renilla koellikeri

(c) Siena McKim

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Renilla reniformis

(c) Mike Brady

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Sarcoptilus grandis

(c) environ

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Sarcoptilus grandis
(c) environ

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Sarcoptilus grandis
(c) Fiona McQueen

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Sarcoptilus grandis

(c) Josh Moloney

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Sarcoptilus grandis

(c) Richard Ling

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Sarcoptilus shaneparkeri

(c) David Spencer Muirhead

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Sarcoptilus shaneparkeri

(c) Tim Karnasuta

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Sclerobelemnon burgeri

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Scytaliopsis djiboutiensis

(c) Rafi Amar

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Scytalium tentaculatum

(c) Peter

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Stylatula elongata

(c) Josh Maxwell

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Stylatula elongata

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Stylatula elongata

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Stylatula elongata

(c) Siena McKim

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Umbellula sp.

(c) Fisheries and Oceans Canada

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Umbellula sp.

(c) Fisheries and Oceans Canada

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Tauchrobotter sammelt Umbellula sp. für Forschungszwecke

Umbellula sp. für Forschungszwecke gesammelt

(c) Fisheries and Oceans Canada

Veretillum cynomorium

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Veretillum cynomorium

(c) Ana Santos

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Veretillum cynomorium

(c) Dennis Rabeling

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Veretillum cynomorium

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Virgularia bromleyi

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Virgularia mirabilis

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Virgularia schultzei

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(c) Peter Southwood

Virgularia schultzei

(c) Tony Strazzari

Mit freundlicher Unterstützung von:

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