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Die Familie der Riffbarsche (Pomacentridae)

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Hawaii-Preußenfische (Dascyllus albisella)

Blaues Schwalbenschwänzchen (Azurina cyanea)

Die Riffbarsche (Pomacentridae), die im Deutschen auch Jungfernfische oder Korallenbarsche genannt werden, sind küstennah lebende Meeresfische aus der Gruppe der Barschverwandten (Percomorphaceae). Zu den bekanntesten Riffbarschen gehören die Anemonenfische (Amphiprion), die in einer Symbiose mit großen Seeanemonen leben.

Carl von Linné, der Begründer des biologischen Klassifizierungssystems, hat schon im Jahre 1758 drei Riffbarsche mit Hilfe der binominalen Nomenklatur beschrieben.

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Samtanemonenfisch (Amphiprion biaculeatus)

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Gelbschwanz-Riffbarsch
(Microspathodon chrysurus)

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Schwarz gebänderte Demoiselle (Amblypomacentrus breviceps)

Verbreitung

Riffbarsche leben in den tropischen und subtropischen Zonen aller Weltmeere immer an den Küsten bei Fels- und Korallenriffen. Eine Art, der Mönchsfisch (Chromis chromis), lebt auch im Mittelmeer und im Schwarzen Meer. Durch die Lessepssche Migration durch den Sueskanal ist inzwischen auch Abudefduf saxatilis ins Mittelmeer zugewandert. Zwei Arten, Neopomacentrus taeniurus im westlichen Indopazifik und Stegastes otophorus in der Karibik, kommen im Brackwasser von Flussmündungen und im küstennahen Süßwasser vor. Die Arten der indo-australischen Gattung Dischistodus leben vor allem über Sand- und Schlammböden in geschützten Buchten und trübem Wasser.

Merkmale

Riffbarsche sind kleine, gedrungene, mehr oder weniger hochrückige Fische, die vier bis 35 Zentimeter lang werden. Der Körper ist mit Ctenoidschuppen bedeckt. Ihr Maul ist klein und mit konischen Zähnen, die oft bürstenartige Spitzen haben, besetzt. Die unteren Schlundzähne sind zusammengewachsen. Riffbarsche haben eine einzige durchgehende Rückenflosse mit 8 bis 17 Hart- und 11 bis 18 Weichstrahlen. Der vordere, hartstrahlige Teil ist bei allen Arten länger als der weichstrahlige. Die Afterflosse hat zwei, selten drei Hartstrahlen. Das Seitenlinienorgan ist unvollständig und endet unter dem weichstrahligen Teil der Rückenflosse. Im Unterschied zu den meisten anderen Fischen haben Riffbarsche nur ein Paar Nasenlöcher, die blind enden. Die meisten anderen Fische und auch Barsche haben zwei Paar durchgängige Nasengänge. Viele Arten der in tropischen Gewässern lebenden Riffbarsche sind bunt gefärbt, Rücken und Bauch oft unterschiedlich. Auch senkrechte Streifen kommen bei vielen Gattungen vor. Die Jungfische vieler Arten haben ein wesentlich prächtigeres Farbkleid als die Adulten.
Der größte Riffbarsch ist der leuchtend orange gefärbte Garibaldifisch (Hypsyops rubicundus), der im kühlen Wasser der Tangwälder an der kalifornischen Küste lebt.

Garibaldifisch (Hypsypops rubicundus)

Garibaldifisch neben einer großen Kolonie von Kalifornischen Korallenanemonen (Corynactis californica

Ernährung

Die meisten sind Zooplanktonfresser (Gattungen Abudefduf, Chromis und Dascyllus), andere Allesfresser oder Algenfresser, wie die Gattung Parma. Die Stegastes-Arten legen als Farmerfische Algenbeete auf abgestorbenen Steinkorallenästen an, verteidigen diese und zupfen schlecht schmeckende Algen, damit die besser schmeckenden gedeihen.

Fortpflanzung

Alle Riffbarsche betreiben Brutpflege. Sie laichen auf festen Substraten, entweder offen oder in Höhlen. Die Männchen oder das Paar bewachen und pflegen die Eier, bis die Larven schlüpfen. Der Schwalbenschwanz-Riffbarsch (Acanthochromis polyacanthus) und die drei Arten der Gattung Altrichthys beschützen, als einzige, auch nach dem Schlupf noch bis zu 4 Wochen lang die Jungen.

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Laichende Clownfische (Amphiprion percula)

Männchen besamt die eben abgelegten Eier

Das Männchen besamt die eben abgelegten Eier

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Laich von Amphiprion percula

Aquarienhaltung

Riffbarsche sind eine wichtige Fischfamilie für die Meerwasseraquaristik, da sie auch für den Anfänger in den meisten Fällen nicht allzu schwierig zu pflegen sind. Nur ihre Aggressivität bereitet oft Probleme. Dies gilt besonders für den oft angebotenen Dreipunkt-Preußenfisch (Dascyllus trimaculatus). Andere Arten, besonders Angehörige der Gattungen Microspathodon und Neoglyphodon, sind nur in ihrer Jugend attraktiv gefärbt und bekommen als adulte Fische eine einheitlich schlichte Färbung.
 

Neben den Anemonenfischen sind folgende Arten wegen ihrer schönen Farben und relativ geringen Aggressionsneigung als Aquarienfische besonders geeignet:​

  • Gelbschwanz-Demoiselle
    (Crysiptera parasema)

  • Blaues Schwalbenschwänzchen
    (Azurina cyanea)

  • Schwarzachsel-Schwalbenschwänzchen
    (Chromis atripectoralis)

  • Schwarzband-Schwalbenschwänzchen
    (Chromis retrofasciata)

  • Grünes Schwalbenschwänzchen
    (Chromis viridis)

  • Azur-Demoiselle
    (Crysiptera hemicyanea)

  • Talbots Demoiselle
    (Crysiptera talboti)

  • Gelbschwanz-Demoiselle
    (Crysiptera parasema)

  • Rotmeer-Preußenfisch

  • (Dascyllus marginatus)

  • Vierbinden-Preußenfisch
    (Dascyllus melanurus)

  • Gelbbauch-Demoiselle
    (Pomacentrus auriventris)

  • Neon-Demoiselle
    (Pomacentrus coelestis)

(Chromis viridis) in Southend-on-Sea aquarium, England..jpg

Chromis viridis im Southend-on-Sea-Aquarium (England)

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Gelbschwanz-Demoiselle (Crysiptera parasema) in einem Aquarium

Mönchsfisch (Chromis chromis
Diese Art wird im Gegensatz zu den vorgenannten nur sehr selten von Privatleuten gepflegt. In öffentlichen Aquarien mit Mittelmeer-Abteilung findet man sie jedoch regelmäßig.

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Unterfamilien, Gattungen und Arten der Riffbarsche

Äußere Systematik und Stammesgeschichte

Die Riffbarsche wurden oft in die Unterordnung der Lippfischartigen (Labroidei) gestellt. Die Verwandtschaft der Familien wurde durch die Anatomie der Schlund- und Kiemenregion gestützt. DNA-Sequenzierungen lassen aber keine Verwandtschaft zwischen Lippfischen, Papageifischen und Odaciden auf der einen und Buntbarschen, Brandungsbarschen und Riffbarschen auf der anderen Seite erkennen. Die ähnliche Schädelanatomie ist unabhängig voneinander zwei Mal entstanden.

Für die Riffbarsche, Brandungsbarsche und Buntbarsche und einige andere mit ihnen verwandte Taxa wird deshalb eine neue systematische Gruppe innerhalb der Barschverwandten, die Ovalentaria, vorgeschlagen.

Mit Palaeopomacentrus orphae aus der Monte-Bolca-Formation lassen sich die Riffbarsche fossil seit dem mittleren Eozän nachweisen.

Innere Systematik

Nach McCord und Kollegen (2021), sowie nach Tang und Mitarbeitern werden die Riffbarsche in vier Unterfamilien eingeteilt. An der Basis stehen die Microspathodontinae, eine Klade von neun, teilweise recht groß werdenden, auch in gemäßigten Gewässern lebenden und auch Pflanzen fressenden Gattungen, allen anderen Riffbarschen als Schwestergruppe gegenüber. Der lang gestreckte Füsilier-Riffbarsch (Lepidozygus tapeinosoma), der früher in eine eigene Unterfamilie gestellt wurde, gehört ebenfalls in die Microspathodontinae. Die Chrominae, die in einer älteren Klassifizierung von Gerald R. Allen noch fünf Gattungen beinhalteten, bestehen jetzt nur noch aus den Gattungen Azurina, Chromis, Dascyllus und Pycnochromis. Alle Chrominae sind kleine, überwiegend tropische, riffbewohnende, Schwärme bildende und Plankton fressende Riffbarsche, die in sehr enger, teilweise kommensaler Beziehung zu Steinkorallen leben. Die Gattung Abudefduf ist monophyletisch und ist die einzige der Unterfamilie Glyphisodontinae. Alle übrigen Riffbarsche werden in die Unterfamilie Pomacentrinae gestellt, darunter auch die Anemonenfische (Amphiprion), eine Gruppe von 28 bis 30 teilweise sehr nahe verwandten Arten, die sich vielleicht erst vor relativ kurzer Zeit in die heute existierenden Arten aufgespalten haben. Sie haben keine so herausgehobene Stellung, dass sie eine eigene Unterfamilie bilden können wie noch bei Allen. Die Gattung der Anemonenfische wird in den Tribus Amphiprionini gestellt.

Es gibt 30 Gattungen mit über 400 Arten. Die innere Systematik nach einer Mitte 2021 veröffentlichten Revision der Riffbarsche ist wie folgt:

  • Unterfamilie Microspathodontinae

  • Unterfamilie Chrominae

    • Azurina

    • Chromis

    • Preußenfische (Dascyllus)

    • Pycnochromis

  • Unterfamilie Glyphisodontinae

    • Abudefduf

  • Unterfamilie Pomacentrinae

    • Tribus Amphiprionini

      • Anemonenfische (Amphiprion)

    • Tribus Cheiloprionini

      • Cheiloprion

      • Chrysiptera

      • Dischistodus

      • Pomachromis

    • Tribus Hemiglyphidodontini

      • Acanthochromis

      • Altrichthys

      • Amblyglyphidodon

      • Hemiglyphidodon

      • Neoglyphidodon

    • Tribus Pomacentrini

      • Amblypomacentrus

      • Neopomacentrus

      • Pomacentrus

      • Pristotis

      • Teixeirichthys

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Unterfamilie Microspathodontinae

Die Familie der Microspathodontinae ist eine Unterfamilie der Riffbarsche (Pomacentridae) aus der Gruppe der Barschverwandten (Percomorphaceae).

Gattungen der Unterfamilie Microspathodontinae:

  • Parma

  • Plectroglyphidodon

  • Similiparma

  • Stegastes

Garibaldifisch
Hypsypops rubicundus

Der Garibaldifisch ist die größte Art der Riffbarsche (Pomacentridae). Er ist die einzige Art der Gattung Hypsypops und steht in den USA unter Naturschutz. Seine nächsten Verwandten ist die Gattung Parma aus dem südwestlichen Pazifik.

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Hypsypops rubicundus (c) uwkwaj

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Juveniler Hypsypops rubicundus (c) Alexis

Verbreitung:
Garibaldifische leben in den kühlen Gewässern der Tangwälder und an Felsküsten des östlichen Pazifik von Monterey bis nach Niederkalifornien und der Insel Guadalupe in Tiefen bis 30 Meter.
 

Aussehen:
Sie sind hochrückige, leuchtend orange gefärbte Tiere. Sie werden ca. 30 Zentimeter lang. Die Jungfische sind noch nicht so hochrückig und sind, bei hellroter Grundfarbe, blau gefleckt.
 

Namen:
Der Garibaldifisch ist benannt nach dem italienischen Freiheitskämpfer Garibaldi und seinen „Rothemden“ von 1860.

Hypsypops aus dem Griechischen bedeutet grob: „(Fisch) mit hohen Wangen“. Der Artname stammt dagegen aus dem Lateinischen: rubicundus bedeutet „hellrot, hochrot“.

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Hypsypops rubicundus (c) Avery Z Chipka

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Hypsypops rubicundus (c) Sara Thiebaud

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Hypsypops rubicundus (c) zlevine20

Füslilier-Riffbarsch
Lepidozygus tapeinosoma

Der Füslilier-Riffbarsch ist ein kleiner, etwa zehn Zentimeter lang werdender Meeresfisch, der im tropischen Indopazifik von der Küste Ostafrikas bis zu den Line-Inseln, dem Tuamotu-Archipel und den Marquesas vorkommt. Sein Verbreitungsgebiet erreicht im Norden die Ryūkyū-Inseln, im Süden Neukaledonien.

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Lepidozygus tapeinosoma (c) Francois Libert

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Lepidozygus tapeinosoma (c) uwkwaj

Merkmale:
Der Füsilier-Riffbarsch ähnelt mit seiner schlanken Gestalt und seiner Lebensweise den Füsilieren (Caesioninae). Er ist imstande seine Färbung abhängig von seiner Umgebung zu wechseln. Hoch über dem Riff Plankton jagende Fische sind grün-silbrig. Sie verdunkeln ihre Körperfärbung, wenn sie sich im Riff verstecken. Bei den Malediven wurde bei Elternpaaren, die ihre Gelege bewachen, eine Färbung mit farbigen Bändern festgestellt. Männchen zeigen einen gelben Fleck am Ende der Rückenflosse. Während der Balz färbt sich ihr Rücken olivgrün. Die zusammenhängende Rückenflosse wird von zwölf Hart- und 14 bis 18 Weichstrahlen gestützt.
 

Lebensweise:
Füsilier-Riffbarsche leben in großen Schwärmen, in strömungsreichen Lagunen und über Außenriffen in Wassertiefen von einem bis 30 Meter. Oft werden sie in Gesellschaft mit Fahnenbarschen beobachtet. Füsilier-Riffbarsche ernähren sich von Zooplankton.

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Lepidozygus tapeinosoma (c) Frank Krasovec

Lepidozygus tapeinosoma (c) Rinaldi Gotama

Lepidozygus tapeinosoma (c) Francois Libert

Parma

Parma ist eine Gattung der Riffbarsche (Pomacentridae). Sie ist eng mit dem Garibaldi-Fisch (Hypsypops rubicundus) der kalifornischen Küste verwandt.

Verbreitung:
Die Fische leben in Felsenriffen der kühlen Gewässern im Süden Australiens, Tasmaniens, des nördlichen Neuseeland, der Lord-Howe-Insel, der Norfolkinsel und Neu-Kaledoniens, wo sie sich vom Algenaufwuchs ernähren.
 

Aussehen:
Es sind hochrückige, 15 bis 29 Zentimeter lange, meist einfarbig dunkle Fische. Ihre Flossen tragen von der Basis bis zur Mitte Schuppen, ein Merkmal, das bei den Riffbarschen einmalig ist. Die Jungfische haben eine von den adulten Fischen abweichende, wesentlich buntere Färbung.

Arten:

  • Parma alboscapularis

  • Parma bicolor

  • Parma kermadecensis

  • Parma mccullochi

  • Parma microlepis

  • Parma occidentalis

  • Parma oligolepis

  • Parma polylepis

  • Parma unifasciata

  • Parma victoriae

Parma-Arten erreichen ein für Fische sehr hohes Alter. Untersuchungen der Ohrensteine männlicher Exemplare ergaben ein Alter von 150 Jahren. In tropische Gewässern lebende Riffbarsche erreichen ein durchschnittliches Alter von 10 Jahren.

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Parma alboscapularis (c) Zachary Roberts
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Parma alboscapularis (c) lcolmer

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Parma kermadecensis (c) Malcolm Francis

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P. mccullochi, juvenil (c) J. Martin Crossley

P. alboscapularis, jubvenil (c) Zachary Robertson

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P. kermadecensis, jubvenil (c) Malcolm Francis

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Parma microlepis (c) Erik Schlogl

Parma bicolor (c) Nigel Marsh

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Parma mccullochi (c) Brenton Prigge

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Parma microlepis, juvenil (c) Tony Strazzari

Plectroglyphidodon

Plectroglyphidodon ist eine Gattung der Riffbarsche (Pomacentridae), die in den flachen Korallenriffen des tropischen Indopazifik vorkommt.

Merkmale:
Es sind hochrückige, meist ein- oder zweifarbig gefärbte Fische. Äußerlich sehen sie den Arten der Gattung Parma ähnlich, unterscheiden sich von diesen aber durch ihre größeren Schuppen. Die Lippen der Plectroglyphidodon-Arten weisen zahlreiche Falten und Furchen auf, ähnlich wie die vergrößerten Lippen von Cheiloprion labiatus. Dies wird als eine Anpassung an ihre herbivore Ernährung gesehen. Im Unterschied zu anderen Riffbarschgattungen besitzen Plectroglyphidodon-Arten keine zusätzlichen narbigen Schuppen hinter den röhrenförmigen Seitenlinienschuppen.
 

Arten:
Zur Gattung Plectroglyphidodon gehören seit Juni 2021 insgesamt 20 Arten: Zehn Arten, die schon vor Juni 2021 zu Plectroglyphidodon gehörten, sowie zehn weitere Arten, die vorher in die Gattung Stegastes gestellt wurden und im Juni 2021 im Zuge einer Revision der Riffbarschsystematik zu Plectroglyphidodon gekommen sind, weil sie näher mit P. johnstonianus, der Typusart von Plectroglyphidodon, verwandt sind als mit der Typusart von Stegastes (Stegastes imbricatus).

​☛ Liste der Arten auf WoRMS (World Register of Marine Species)

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Plectroglyphidodon johnstonianus, die Ty

Plectroglyphidodon altus

Plectroglyphidodon imparipennis

Plectroglyphidodon johnstonianus, die Typusart

Similiparma

Similiparma ist eine artenarme Gattung der Riffbarsche (Pomacentridae), die im östlichen Atlantik in Felsriffen an den Küsten der makaronesischen Inseln (Azoren, Madeira, Ilhas Selvagens, Kanaren, Kapverden) und des Senegals vorkommt. Der wissenschaftliche Name der Gattung setzt sich aus dem lateinischen „similis“ (wie, ähnelt) und dem Namen der pazifischen Riffbarschgattung Parma zusammen und wurde wegen der Ähnlichkeit der beiden Gattungen vergeben. Die beiden Arten der Gattung wurden ursprünglich den Gattungen Abudefduf und Glyphidodon (jetzt ein Synonym von Abudefduf) zugeordnet.

Merkmale:
Similiparma-Arten werden 15 bis 16 cm lang, wobei die Körperlänge das 1,8- bis 1,9fache der Körperhöhe erreicht. Diagnostische Merkmale der Gattung sind die 13 Stachelstrahlen in der Rückenflosse, 30 bis 32 Schuppen in einer mittleren Längsreihe auf den Körperseiten, eine Seitenlinie mit 22 bis 24 Schuppen, 2 bis 3 Schuppen zwischen der Seitenlinie und der Basis des letzten Stachelstrahls der Rückenflosse.
 

Arten:

  • Kapverden-Demoiselle (Similiparma hermani)

  • Kanaren-Demoiselle (Similiparma lurida)

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Similiparma hermani (c) Sylvain Le Bris

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Similiparma lurida (c) Dennis Rabeling

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Similiparma hermani, juvenil (c) Sylvain Le Bris

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Similiparma lurida, juvenil (c) Dennis Rabeling

Stegastes

Stegastes ist eine Gattung der Riffbarsche (Pomacentridae). Die Gattung lebt weltweit verbreitet im Flachwasser tropischer und subtropischer Regionen des Atlantik und des Indopazifik. Im westlichen Atlantik (Bermudas, Karibik bis zur Küste Brasiliens) stellen die im Englischen als „Gregory“ bezeichneten Fische etwa die Hälfte der Riffbarscharten.

Merkmale:
Stegastes-Arten haben den für Riffbarsche typischen gedrungenen Körperbau. Sie erreichen je nach Art Längen von 7,5 bis 17 Zentimeter. Während junge Fische oft sehr bunt sind, mit leuchtendem gelb, blau oder rot, sind die ausgewachsenen Tiere schlicht, dunkel und meist einfarbig, bräunlich oder grüngrau gefärbt.

Lebensweise:
Die meisten Stegastes-Arten sind Allesfresser. Einige leben als Farmerfische und ernähren sich überwiegend herbivor von Fadenalgen. In ihrem Revier pflegen sie die ihnen schmeckenden Algenarten. Sie zupfen ungenießbare Algen vom Substrat, um den von ihnen bevorzugten Platz zu Wachstum zu verschaffen und verteidigen ihr Territorium gegenüber anderen Pflanzen fressenden Fischen, wie Doktor- und Kaninchenfische. Algenfressende kleine Wirbellose, wie Schnecken, Einsiedlerkrebse und einige Seesterne nehmen sie ins Maul und tragen sie davon.

Wie alle untersuchten Riffbarsche sind Stegastes Substratlaicher, sie bevorzugen als Laichplatz Höhlen oder Felsspalten.

Arten der Gattung Stegastes:

Zehn Arten wurden Mitte 2021 von Stegastes in die Gattung Plectroglyphidodon überführt, da phylogenetische Studien gezeigt hatten, dass sie näher mit der Typusart von Plectroglyphidodon verwandt sind als mit der von Stegastes.
 

​☛ Liste der Arten auf WoRMS (World Register of Marine Species)

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Stegastes albifasciatus (c) Floyd E. Hayes

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Stegastes flavilatus (c) Billy Bensted-Smith

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Stegastes flavilatus, juvenil (c) Fernando Olea

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Stegastes nigricans (c) Francois Libert

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Stegastes nigricans (c) Francois Libert

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Stegastes variabilis (c) Athila Bertoncini Andrade

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Unterfamilie Chrominae

Die Chrominae sind eine der Unterfamilien der Riffbarsche (Pomacentridae). Neben den Gattungen Azurina und Pycnochromis gehören zu ihnen die bekannten Preußenfische (Dascyllus) und die Gattung Chromis, die mit fast 50 Arten die größte Gattung der Riffbarsche ist. Alle Chrominae leben in größeren Verbänden, ernähren sich von Zooplankton und leben in Korallen- und Felsriffen in tropischen und subtropischen Bereichen des Atlantik und des Indopazifik.

Gattungen der Unterfamilie Chrominae:

  • Azurina

  • Chromis

  • Preußenfische (Dascyllus)

  • Pycnochromis

Chromis

Chromis ist die artenreichste Gattung der Riffbarsche (Pomacentridae). Im deutschen werden die Fische auch als Schwalbenschwänzchen bezeichnet.

Lebensraum:
Die Schwarmfische leben in subtropischen und tropischen Korallen- und Felsriffen des Atlantik und des Indopazifik. Sie bevorzugen Riffe, die periodisch starken Strömungen ausgesetzt sind.
Der Mönchsfisch (Chromis chromis), der im Mittelmeer, im Schwarzen- und Asowschen Meer und im Atlantik von Lissabon bis an die Küste Marokkos lebt und die Typusart der Gattung darstellt, ist die einzige Art, die ursprünglich in europäischen Gewässern vorkommt.

Zusammen mit den Fahnenbarschen gehören Chromis-Schwärme zum charakteristischen Bild der Außenriffhänge. Wie fast alle Riffbarsche bewohnen Chromis-Arten die oberen 15 bis 20 Meter der Wassersäule. Als Zooplanktonfresser finden sie jedoch auch in tieferen Zonen Nahrung. C. alpha, C. axillaris, C. delta und C. mirationis werden, neben nur drei weiteren Riffbarscharten auch unterhalb von 60 Metern angetroffen. C. abyssicola, C. leucura, C. struhsakeri, C. verater und C. woodsi kommen sogar noch unterhalb von 100 Metern vor.

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Chromis atripectoralis

Mönchsfisch (Chromis chromis), die Typusart der Gattung.jpg

Mönchsfisch (Chromis chromis)

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Chromis limbata

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Chromis nitida

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Chromis dispilus

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Chromis notatus

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Grüne Schwalbenschwänzchen (Chromis viridis)

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Chromis xanthura

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Chromis xouthos

Mönchsfisch
Chromis chromis

Der Mönchsfisch ist eine der am häufigsten vorkommenden Fischarten und war vor dem Bau des Sueskanals (Lessepssche Migration) die einzige Art der Riffbarsche (Pomacentridae) im Mittelmeer. Es handelt sich hierbei um einen kleinen Fisch (typischerweise bis 15 cm), der in lockeren Schwärmen im Freiwasser über Felsriffen oder über Seegraswiesen zu finden ist.
Die Lebenserwartung liegt bei maximal 9 Jahren

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Chromis chromis (c) Donald Davesne

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Chromis chromis, juvenil (c) JMRoque

Aussehen und Merkmale:
Der Mönchsfisch erreicht eine Länge von 134 mm und ein Gewicht von bis zu 40 g. Er hat eine durchgehende Rückenflosse (Dorsalis), die im vorderen Teil mit 14 Hartstrahlen besetzt ist, gefolgt von 9-11 Weichstrahlen.

Adulte Tiere sind meist kastanienbraun bis blauschwarz gefärbt, dabei ist die Pigmentierung am Rand der Schuppen verdichtet und dunkler, wodurch eine leichte Längsstreifung entsteht. Bauch- und Brustflossen sind nahezu transparent.

Der Mönchsfisch kann eine Nachtfärbung einnehmen, diese zeichnet sich durch eine violett‑graue Färbung des Körpers und der Flossen aus. Die Längsstreifung sowie die Musterungen gehen verloren. Ausschließlich die Schwanzflosse bleibt dunkel. Diese Färbung kommt vor allem bei den Freiwasserschläfern vor. Die Versteckschläfer und die Territorialinhaber bleiben meist in ihrer Tagfärbung – auch bei Nacht. Im Gegensatz dazu, verharren im Winter die meisten Mönchsfische den ganzen Tag in der hellen Nachtfärbung. Das ist vorrangig auf die schlechten Licht- und Sichtverhältnisse zurückzuführen.

Die territorialen Männchen können eine Balzfärbung einnehmen, müssen es aber nicht. Diese Färbung besitzt eine beinahe schwarze, blauschimmernde Grundfärbung. 

Die heranwachsenden Jungfische haben alle eine dunkelbraune, blauschwarze Grundfärbung, auf der sich leuchtend blaue Muster abheben. Im frühesten Stadium überzieht diese Musterung noch den ganzen Körper, wird jedoch mit zunehmender Größe geringer. Bei den ältesten Jungfischen reduziert sich die Musterung auf ein kleines leuchtendes V auf der Stirn. Alle Jungfische, unabhängig von der Größe, können die Farbmuster verschwinden lassen, sobald sie sich vom Substrat entfernen.

Verbreitungsgebiet und Lebensraum:
Das Verbreitungsgebiet des Mönchsfischs erstreckt sich über das Mittelmeer, das Schwarze Meer und das Asowsche Meer. Die Verbreitungsgrenze liegt an den atlantischen Küsten vor der Straße von Gibraltar.
Die Fische leben im Freiwasser, über Felsriffen oder über Seegraswiesen, in  3 bis 35 Metern Wassertiefe.

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Verbreitungsgebiet von Chromis chromis

C. chromis hält sich tagsüber im Freiwasser in Gruppen einige Meter über Felsriffen oder Seegraswiesen (Posidonia sp.) auf. Anzutreffen sind die Fische in einer Tiefe von bis zu 35 Metern, teilweise auch tiefer, dabei liegt das Hauptverbreitungsgebiet zwischen 10‑25 m. Im Sommer mit guten Sichtverhältnissen sind die Fressaggregate bis zu 20 m über dem Substrat aufzufinden, während sie im Winter bei schlechten Sichtverhältnissen in Bodennähe bleiben.

Für den Lebensraum spielen vor allem drei Faktoren eine wichtige Rolle. Dieser sollte ein gutes Angebot an Unterschlupfmöglichkeiten bieten, möglichst strömungsreich sein und ein gutes Nahrungsangebot aufweisen. Bevorzugt besiedelt werden deshalb große, strömungsreiche Felsriffe, die bewachsen und stark strukturiert sind. Dort können übergroße Populationen angetroffen werden, die abends teilweise in benachbarte Seegraswiesen abwandern müssen, aufgrund von Versteck- und Schlafplatzmangel. Unattraktivere Gebiete sind beispielsweise weite Seegraswiesen oder unstrukturierte Sandflächen. Seegraswiesen weisen nahezu unbegrenzte Versteckmöglichkeiten auf, sind allerdings sehr wenig strukturiert und meist vor Strömungen geschützt. Dennoch reichen in wenig bevorzugten Flächen einige Felsblöcke aus, um kleinere Populationen anzulocken. Die Populationen beinhalten dabei nur so viele Individuen, wie es an Unterschlupfmöglichkeiten für die Nacht gibt.

Generell kommen Wanderungen über größere Distanzen ohne Versteckmöglichkeiten nur selten vor, da sie große Risiken mit sich bringen. Damit ist C. chromis eine sehr substratgebundene Art.
 

Ernährung:
Mönchsfische sind selektive Planktonschnapper und verbringen den ganzen Tag mit Nahrungssuche. Dafür befinden sie sich in einer lockeren Formation („Fresswolke“), die bevorzugt in Turbulenzzonen von Felsriffen oder Blöcken steht. Bei anderer Beschaffenheit des Substrates entstehen möglicherweise langgezogene „Fressbalken“. Diese Formationen können unterschiedlich viele Individuen beinhalten, von einigen wenigen bis hin zu Tausenden. Über synchrone Schwimmbewegungen der Brustflossen verbleiben die Tiere in den jeweiligen Formationen. Fressaggregate können bis auf 1 m unter der Wasseroberfläche vorkommen, wobei sich die Entfernung vom Substrat nach den Sichtverhältnissen richtet. Dies wird vor allem im Winter sichtbar, da die Aggregate dann nur noch auf 2‑3 m über das Substrat aufsteigen. Sobald die Wassertemperaturen zu stark absinken (auf 7-9 °C), sind die Tiere überwiegend immobilisiert und die Nahrungsaufnahme wird eingestellt.

Ansonsten richtet sich die Fressbereitschaft nach dem Planktonangebot und auch nach der Strömungsstärke. Die verschiedenen Größenklassen halten sich in meist getrennten Verbänden auf, die je nach Größe in unterschiedlichen Entfernungen zum Fressen aufsteigen. Die maximale Entfernung vom Substrat steigt mit zunehmender Körpergröße an.

Die Nahrung besteht hauptsächlich aus Zooplankton, dessen größten Anteil mit 50 % Copepoden ausmachen. Des Weiteren werden Salpen, Appendikularien, Nauplien und Fischeier gefressen, diese allerdings mit einem sehr geringen Anteil. Die pflanzliche Nahrung beschränkt sich mit 2,5 % auf Algen.

Paarungsverhalten:
C. chromis weist eine monomorphe (gleich gestaltete) Getrenntgeschlechtlichkeit auf. Die Fortpflanzungssaison erstreckt sich von Juni bis September. Dabei versuchen die Männchen mit möglichst vielen Weibchen ablaichen zu können. Anschließend passen die Männchen auf ihr Gelege auf, bis die Larven schlüpfen. In einer Saison werden mehrere Zyklen durchlaufen, in denen die Männchen immer neue Territorien aufbauen. Ein Zyklus kann zwischen 5 und 8 Tagen andauern. Adulte Männchen errichten in jeder Saison zwischen 6 und 8 eigenständige, kurzzeitige Territorien, die gruppenweise angelegt werden. In großen Populationen sind bis zu mehreren tausend Männchen daran beteiligt.

Der Gelegeort wird von den Männchen gereinigt, indem sie durch Zupfen Posidonienblätter und Algenbüschel vom Substrat entfernen und Steine sowie kleine Gehäuseschnecken mit dem Maul wegtragen. Freier Aufwuchs und Sedimentauflagen werden schließlich durch Körperschlagen und Zittern abgetragen.

Sobald die ersten Signal- und Flattersprünge der Männchen gezeigt werden, kommen manche der Weibchen aus den Fressaggregaten aus dem Freiwasser herunter und verharren zunächst in einer Weibchenschicht in 1‑2 m Höhe über den Territorien. Dann beginnen die Weibchen sich bei den Männchen ihrer Wahl anzubieten, mit dem Ziel in das Territorium eingelassen zu werden. Im Territorium erfolgt die Eiablage, die ungestört bis zu 10 Minuten dauern kann, wenn das Weibchen vom Männchen nicht vertrieben wird. Das Männchen schirmt das Weibchen währenddessen ab und vertreibt Nachbarn und andere aufdringliche Weibchen. Kommt während der Eiablage ein weiteres Weibchen dazu, werden meist direkt beide vertrieben. Nach Eiablage werden diese nach Möglichkeit sofort vom Männchen besamt. Die Eier werden dann mit Frischwasser befächelt und oft bieten sich dann schon die nächsten Weibchen an, wodurch die Männchen mehrere Gelege verschiedener Weibchen in ihren Territorien haben.

Mönchsfische können das Geschlecht ihrer eigenen Artgenossen anhand äußerlicher Merkmale nicht unterscheiden. Das machen sich einige der kleinen, geschlechtsreifen Männchen ohne Territorium zunutze und tricksen andere Territorieninhaber aus, um die Eier selbst zu besamen. Nicht selten sind die Besamungsraten von Kleptogamen höher als die der Territorieninhaber. Dabei gibt es zwei unterschiedliche Strategien der kleptogamen Männchen.

Die „Flitzer“ versuchen schnell zu einem ablaichenden Weibchen zu gelangen und dessen Eier zu besamen. Dann flüchten sie sofort, bevor der Territorialinhaber überhaupt reagieren kann. Bei „Pseudoweibchen“ handelt es sich um Männchen, die sich bei Territorieninhabern als Weibchen präsentieren, um dann die Eier im Gelege nochmals zu besamen. Dabei bleibt es ungewiss, wie erfolgreich die nachträgliche Besamung ist. In den Laichfeldern wird es in dieser Phase sehr chaotisch, da um jeden Besamungserfolg gekämpft wird.


Brutpflege:
Die Gelege werden von den Territorieninhaber am ersten Tag eines Laichzyklus bezittert (zittern des ganzen Körpers mit Bauchkontakt zum Gelege) und im weiteren Verlauf hauptsächlich befächelt (heftiges Schlagen mit den Brustflossen). Dies wird auch während den Nächten praktiziert, weshalb Männchen in dieser Zeit nicht schlafen. Dauerte das Ablaichen mehrere Tage, werden die Eier vom Männchen in alte und neue Gelegebereiche eingeteilt und demnach bezittert oder befächelt. Unbefruchtete oder tote Eier werden herausgezupft und Laichräuber wie Labriden und Spariden werden verjagt.

Je nach Wassertemperatur schlüpfen die Larven nach 3-4 Tagen, allerdings immer zusammen zwischen 22 und 24 Uhr, wenn keine planktonivoren Fische mehr aktiv sind. Diese Uhrzeit ist unabhängig von der Tageszeit, an denen die Eier gelegt wurden. Die frisch geschlüpften Larven werden mit der Strömung abgetrieben. Die Männchen geben ihre Territorien am Morgen auf, nach dem die letzten Larven geschlüpft sind.

Feinde:
Die Prädatoren der subadulten und adulten Tiere sind beispielsweise die Bernsteinmakrele (Seriola dumerili), die Gemeine Meerbrasse (Sparus pagrus), der Zahnbrassen (Dentex dentex), der Europäische Wolfsbarsch (Dicentrarchus labrax) und der Braune Zackenbarsch (Epinephelus guaza). Weitere potentielle Fressfeinde sind die Mittelmeermuräne (Murena helena), der Meeraal (Conger conger), der Dunkle Gabeldorsch (Phycis phycis), Phycis blennoides, der Gewöhnliche Krake (Octopus vulgaris) und die Sepia (Sepia officinalis).
 

Taxonomie und Systematik:
Die Erstbeschreibung des Mönchsfischs erfolgte 1758 durch Carl von Linné in seiner Systema Naturae unter der Bezeichnung Sparus chromis. Die Gattung Chromis mit dem Mönchsfisch als Typusart, wurde im Jahr 1814 durch den französischen Zoologen Georges Cuvier eingeführt. Zu ihr gehören heute über 100 Arten.
 

Verwendung und Gefährdung:
Aufgrund der kleinen Größe wird C. chromis nur selten im kommerziellen Fischfang gefangen. Teilweise wird er als Köder verwendet, um größere Fische wie C. conger und D. dentex zu fangen.
In Aquarien wird die Art nur selten gehalten, meist nur in öffentlichen Einrichtungen mit Mittelmeerabteilung.

Nach der Einstufung im Jahr 2010 gilt die Art als nicht gefährdet 

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Chromis chromis

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Chromis chromis

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Chromis chromis

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Chromis chromis (c) Frédéric ANDRE

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Chromis chromis, juvenil (c) Gianfrs

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Chromis chromis (c) Luca Boscain

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Mönchsfisch teilt sein Versteck mit einer Scherengarnele (Stenopus spinosus) (c) Bernat Garrigós

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Chromis chromis (c) whodden

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Chromis chromis

(c) Falk Viczian Solarboot-Projekte gGmbH

Mönchsfische im Sea Life Konstanz:

Mönchsfische im Aquarium Rovinj (Kroatien):

Mönchsfische im Aquarium Pula (Kroatien):

Chromis tingting

Chromis tingting ist ein kleiner Riffbarsch, der im nordwestlichen Pazifik an der Südküste Japans (bei der Erstbeschreibung nachgewiesen in der Sagami-Bucht und der Suruga-Bucht), bei den Ryūkyū-Inseln und möglicherweise auch an der Küste von Südkorea vorkommt.

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Chromis tingting

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Chromis okamurai ist nahe verwandt mit Chromis tingting

Merkmale:
Die Fischart erreicht eine Standardlänge von etwa 10 cm. Sie ist silbrig-blaugrau bis silbrigweiß gefärbt mit einem schwarzen Fleck an der Basis der Brustflossen. Ein kurzer gelber Streifen erstreckt sich oberhalb des Mauls von Auge zu Auge. Die Iris ist silbrig-grau mit einem blauen Streifen im oberen Bereich. Der von Hartstrahlen gestützte vordere Abschnitt und der untere von Schuppen umgebene weichstrahlige Abschnitt der Rückenflosse sind dunkelgelb, grau oder schwarz. Der hartstrahligen Abschnitts zeigt einen sehr schmale blauen Saum. Der obere Teil des weichstrahlige Abschnitts ist gelb, grau bis transparent oder transparent ohne farbigen Einschlag. Die Afterflosse ist hellgelb bis graugelb mit einem hellblauen bis hell blaugrauen Rand. Die Schwanzflosse ist an der Basis hellgelb bis graugelb und im hinteren Bereich transparent bläulich oder grau. Die Bauchflossen sind blau, hellblau oder gräulich-transparent. Die Brustflossen sind an der Basis gelb; der Rest der Flossen ist transparent gelbgrau.
Chromis tingting bildet mit Chromis mamatapara, Chromis mirationis, Chromis okamurai und Chromis struhsakeri einen Komplex nah verwandter Arten mit silbrig-weißlicher Grundfarbe, gleicher Flossen- und Schuppenformel und je zwei filamentartig verlängerten Flossenstrahlen im oberen und unteren Bereich der Schwanzflosse. Von diesen Arten kann Chromis tingting durch die Färbung, eine geringere Anzahl an Kiemenreusenstrahlen und den größeren Augendurchmesser unterschieden werden.
 

Lebensraum:
Chromis tingting lebt an mit Korallen und Schwämmen bewachsenen Riffen in Tiefen von 25 bis 86 Metern und kommt dort zusammen mit Fischarten aus den Fahnenbarschgattungen Sacura, Pseudanthias und Tosanoides und der Lippfischgattung Pseudolabrus vor.

Grünes Schwalbenschwänzchen
Chromis viridis

Das Grüne Schwalbenschwänzchen ist eine Fischart aus der Familie der Riffbarsche (Pomacentridae).

Eine ähnliche Art ist das Schwarzachsel-Schwalbenschwänzchen (Chromis atripectoralis), das einen dunklen Fleck an der Basis der Brustflossen trägt.

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Grünes Schwalbenschwänzchen
(Chromis viridis) © Francois Libert

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Schwarzachsel-Schwalbenschwänzchen
(Chromis atripectoralis) © shierandrulist

Verbreitung und Lebensweise:
Die Fische leben in den Korallenriffen des tropischen Indopazifik, von Ostafrika bis zu den Inseln Ozeaniens (nicht bei Hawaii).

Sie leben in großen Schwärmen über buschförmigen Steinkorallen, meist der Gattung Acropora, in Tiefen von einem bis zwölf Meter. Sie sind ständig mit der Jagd auf Zooplankton beschäftigt. Eine wissenschaftliche Untersuchung hat ergeben, dass die Tiere etwa alle zwei Sekunden einen Nahrungspartikel aufnehmen. Taucht ein Fressfeind, z. B. ein Büschelbarsch (Cirrhitidae) auf, fliehen die Tiere zwischen Steine oder Korallenäste. Ist die Gefahr vorbei, so erscheinen zuerst die kleinen, später auch die großen Tiere wieder, um weiterzufressen. Das Grüne Schwalbenschwänzchen wird sieben bis neun Zentimeter lang.
 

Fortpflanzung:

Juvenile Grüne Schwalbenschwänzchen verstecken sich in den Ästen einer Koralle
Beim Grünen Schwalbenschwänzchen laicht ein Männchen mit mehreren Weibchen in einer Höhle ab. Die Männchen fächeln den Eiern frisches Wasser zu und fressen abgestorbene. Nach zwei bis drei Tagen schlüpfen die Larven, die zunächst pelagisch leben, bevor sie als Jungfische zum riffgebundenen Leben übergehen. Die Fische wurden auch schon im Aquarium gezüchtet.
 

Aquaristik:
In der Meerwasseraquaristik ist das Grüne Schwalbenschwänzchen ein sehr beliebter Zierfisch, es wird häufig angeboten. Im Gegensatz zu vielen anderen Riffbarschen ist es nicht allzu aggressiv und kann in einem kleinen Schwarm gehalten werden. Es ist allerdings nicht ganz einfach zu halten, da es ja ein Dauerfresser ist und sein Verdauungssystem auf die normalerweise nur zwei bis drei Fütterungen täglich nicht eingestellt ist. Zur Haltungsverbesserung kann ein Futterautomat tagsüber stündlich eine kleine Portion Futter geben.

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Chromis viridis (c) Ashley Parr

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Chromis viridis (c) afguemas

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Chromis viridis (c) Claire Goiran

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Chromis viridis (c) Dennis Rabeling

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Chromis viridis (c) Claire Goiran

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Chromis viridis (c) Debra Baker

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Chromis viridis (c) kuroshio

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Chromis viridis (c) Sylvain Le Bris

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Chromis viridis (c) Bernard DUPONT

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Chromis viridis (c) Pauline Rico

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Chromis viridis (c) orionsmcc

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Chromis viridis (c) uwkwaj

Preußenfische
Dascyllus

Die Preußenfische sind eine Gattung der Riffbarsche, die aus elf Arten besteht.

Die Tiere leben in tropischen Korallenriffen des Indopazifik und des Roten Meeres in einem kommensalen Verhältnis zu ästigen Steinkorallen, die ihnen als Deckung dienen. Preußenfische ernähren sich von Zooplankton.

Fortpflanzung:
Die Tiere legen auf festem Untergrund meist über tausend Eier. Die Elterntiere pflegen und verteidigen das Gelege. Nach dem Schlupf leben die winzigen Larven eine Zeit lang pelagisch und verbreiten sich mit den Meeresströmungen. Wandeln die Fische sich zur Adultform um, suchen sie Unterschlupf in Steinkorallenkolonien.

Der Hawaii-Preußenfisch, Strasburgs Preußenfisch und der Dreipunkt-Preußenfisch leben als junge Fische zeitweise wie Anemonenfische in Symbioseanemonen.

Dreifleck-Preußenfisch Dascyllus trimaculatusForschungsqualität (c) CORDENOS Thierry.jpg

Junge Dreifleck-Preußenfische in einer Seeanemone
(c) CORDENOS Thierry

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Auch ältere Exemplare halten sich gerne in der Nähe der schützenden Anemone auf (c) Francois Libert

Aquarienhaltung:

Preußenfische können leicht in Meerwasseraquarien gehalten werden, werden aber oft sehr aggressiv. Empfehlenswerte Pfleglinge sind nur der Rotmeer-Preußenfisch und der Vierbinden-Preußenfisch.

Der Dreibinden-Preußenfisch und eine weitere Art sind auch schon nachgezüchtet worden.

Arten der Gattung Dascyllus:

  • Dascyllus abudafur

  • Hawaii-Preußenfisch
    (Dascyllus albisella)

  • Dreibinden-Preußenfisch
    (Dascyllus aruanus)

  • Goldflossen-Preußenfisch
    (Dascyllus auripinnis)

  • Weißschwanz-Preußenfisch
    (Dascyllus carneus)

  • Gelbschwanz-Preußenfisch
    (Dascyllus flavicaudus)

  • Rotmeer-Preußenfisch
    (Dascyllus marginatus)

  • Vierbinden-Preußenfisch
    (Dascyllus melanurus)

  • Netz-Preußenfisch
    (Dascyllus reticulatus)

  • Strasburgs Preußenfisch
    (Dascyllus strasburgi)

  • Dreipunkt-Preußenfisch
    (Dascyllus trimaculatus)

Dascyllus abudafur bei Réunion. In der Mitte ein Picasso-Drückerfisch..jpg
Hawaii-Preußenfische (Dascyllus albisella).jpg

Dascyllus abudafur bei Réunion. In der Mitte ein Picasso-Drückerfisch.

Hawaii-Preußenfische (Dascyllus albisella)

Dreibinden-Preußenfische über einer Steinkoralle der Art Pocillopora meandrina (Aufnahmeort Nationalpark von Amerikanisch-Samoa).jpg

Dreibinden-Preußenfische über einer Pocillopora meandrina (Amerikanisch-Samoa)

Goldflossen-Preußenfisch (Dascyllus auri

Goldflossen-Preußenfisch (Dascyllus auripinnis)

Weißschwanz-Preußenfisch (Dascyllus carn

Weißschwanz-Preußenfisch (Dascyllus carneus)

Gelbschwanz-Preußenfisch (Dascyllus flavicaudus).jpg

Gelbschwanz-Preußenfisch
(Dascyllus flavicaudus)

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Netz-Preußenfisch (Dascyllus reticulatus)

Strasburgs Preußenfisch (Dascyllus stras

Strasburgs Preußenfisch (Dascyllus strasburgi)

Dreifleck-Preußenfisch (Dascyllus trimac

Dreifleck-Preußenfisch (Dascyllus trimaculatus)

Dreibinden-Preußenfisch
Dascyllus aruanus

Der Dreibinden-Preußenfisch ist eine Art aus der Familie der Riffbarsche (Pomacentridae). Die Fische leben in Lagunen und küstennahen Korallenriffen im westlichen Pazifik, nördlich bis zum südlichen Japan und südlich bis Sydney. Eine Line von den Line Islands über die Marquesas bis zum Tuamotu-Archipel bildet die östliche Grenze ihres Verbreitungsgebietes.

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Dreibinden-Preußenfisch (Dascyllus aruanus)

(c) Francois Libert

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Dreibinden-Preußenfische (Dascyllus aruanus)

(c) Sylvain Le Bris

Merkmale:
Dreibinden-Preußenfische werden 6,5 Zentimeter lang. Sie sind hochrückig und von weißer Grundfarbe. Drei breite schwarze Querbänder ziehen sich vom Ansatz der Rückenflosse über den Kopf zur Kehle, von der Mitte der Rückenflosse zu den schwarzen Bauchflossen und vom Hinterteil der Rückenflosse zur Afterflosse.

Lebensweise:
Dreibinden-Preußenfische leben in großen Schulen über verzweigten Acropora-Stöcken oder in kleineren Gruppen in isoliert stehenden Korallenstöcken außerhalb des eigentlichen Riffs. Sie ernähren sich von Zooplankton, kleinen bodenbewohnenden Wirbellosen und Algen.
 

Systematik:
Der Dreibinden-Preußenfisch bekam schon im Jahre 1758 durch Carl von Linné, den Begründer des biologischen Klassifizierungssystems, seine heute noch gültige Artbezeichnung aruanus. Linné ordnete die Art damals der Gattung Chaetodon zu.

Die im Roten Meer und im Indischen Ozean vorkommenden „Dreibinden-Preußenfische“ wurden im Dezember 2014 unter dem wissenschaftlichen Namen Dascyllus abudafur von Dascyllus aruanus abgetrennt. Verbreitungsgrenze der beiden Arten ist die Lombokstraße. Einer Mitte 2021 veröffentlichten Untersuchung zufolge stellen die Dreibinden-Preußenfische Polynesiens eine weitere eigenständige Entwicklungslinie dar. Sollten sie den Rang einer eigenständigen Art bekommen so steht dafür die Bezeichnung Dascyllus emamo zur Verfügung. 

Aquaristik:
Dreibinden-Preußenfische sind es teilweise noch immer beliebte Meerwasseraquarium und sind auch für Anfänger geeignet. Wegen der Einfuhr farbigerer Fische und ihrer Neigung zu aggressivem Verhalten werden sie heute nicht mehr so oft importiert. Im Aquarium sind die Tiere revierbildend. Bei guter Pflege laichen sie im Aquarium. Es ist auch schon gelungen, die Larven großzuziehen. Sie schlüpfen nach drei bis fünf Tagen.

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Dreibinden-Preußenfische (Dascyllus aruanus)
(c) Peter

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Dreibinden-Preußenfische (Dascyllus aruanus)
(c) Claire Goiran

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Dreibinden-Preußenfische (Dascyllus aruanus)
(c) Mike Burnett

Rotmeer-Preußenfisch
Dascyllus marginatus

Der Rotmeer-Preußenfisch ist eine Art aus der Familie der Riffbarsche (Pomacentridae). Die Fische leben im Roten Meer, im Golf von Oman im nordwestlichen Indischen Ozean und möglicherweise auch an den Küstenregionen dazwischen. Sie ersetzen dort den nah verwandten Netz-Preußenfisch (Dascyllus reticulatus) aus dem übrigen Indopazifik.

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Rotmeer-Preußenfisch (Dascyllus marginatus)

(c) Frank Krasovec

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Rotmeer-Preußenfische (Dascyllus marginatus)

(c) Dr. Thomas Dörner

Merkmale:
Rotmeer-Preußenfische werden fünf bis sechs Zentimeter lang und sind damit die kleinsten Preußenfische. Sie besitzen einen hochrückigen, seitlich abgeflachten Körper, der 1,4 bis 1,5 mal länger als hoch ist. Ihre Grundfarbe ist weißlich bis hellblau, die äußeren Bereiche von Rücken-, Bauch- und Afterflosse sind schwärzlich. Der Bereich um die Brustflossen ist dunkel. Ihre Schuppen sind gelblich bzw. etwas dunkler umrandet und verleihen den Fischen ein leichtes Netzmuster

Lebensweise:
Die Fische leben in Tiefen von einem bis 15 Metern in Korallenriffen assoziiert mit den Steinkorallengattungen Acropora, Porites und Stylophora. Sie ernähren sich von Zooplankton, kleinen bodenbewohnenden Wirbellosen und Algen. Wie alle Riffbarsche sind sie ovipar und betreiben Brutpflege.

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Rotmeer-Preußenfische (Dascyllus marginatus)
(c) Pauline Walsh Jacobson

Rotmeer-Preußenfisch (Dascyllus marginatus)
(c) josepvilanova

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Rotmeer-Preußenfisch (Dascyllus marginatus)
(c) Frank Krasovec

Vierbinden-Preußenfisch
Dascyllus melanurus

Der Vierbinden-Preußenfisch ist eine Art aus der Familie der Riffbarsche (Pomacentridae). Die Fische leben in Lagunen und küstennahen Korallenriffen im zentralen tropischen Indopazifik, von Sumatra über Neubritannien, den Salomon-Inseln bis nach Vanuatu, nach Norden über die Philippinen bis zu den Ryūkyū-Inseln, bei Yap, Palau und Pohnpei und südlich bis zum Great Barrier Reef und Neukaledonien, in Tiefen von einem bis 10 Metern. Neuerdings gibt es auch einen Nachweis über eine Population bei Tonga.

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Vierbinden-Preußenfisch (Dascyllus melanurus)
(Chromis viridis) © Wayne and Pam Osborn

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Vierbinden-Preußenfische (Dascyllus melanurus)
(Chromis atripectoralis) © Mark Rosenstein

Merkmale und Lebensweise:
Vierbinden-Preußenfische werden 6,5 Zentimeter lang. Sie sind hochrückig und von weißer Grundfarbe. Vier breite schwarze Querbänder ziehen sich über den Kopf, vom Beginn der Rückenflosse zu den Bauchflossen, vom Vorderteil des weichstrahligen Teils der Rückenflosse zur Afterflosse und am Ende der Schwanzflosse entlang. Entlang des Seitenlinienorgans haben sie 15 bis 19 Schuppen.

Die Fische leben in kleinen Schulen meist in isoliert stehenden verzweigten Acropora-Stöcken außerhalb des eigentlichen Riffs. Sie ernähren sich von Zooplankton, darunter Ruderfußkrebse, Muschelkrebse, Flohkrebse, den Larven größerer Krebstiere und Fischlaich.

Aquaristik:
Vierbinden-Preußenfische sind teilweise noch immer beliebte Zierfische im Meerwasseraquarium und sind auch für Anfänger geeignet. Wegen der Einfuhr farbigerer Fische und ihrer Neigung zu aggressivem Verhalten werden sie heute nicht mehr so oft importiert. Sie gelten aber als weniger aggressiv als andere Preußenfische. Im Aquarium sind die Tiere revierbildend. Bei guter Pflege laichen sie im Aquarium.

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Vierbinden-Preußenfisch (Dascyllus melanurus)
(c) Mark Rosenstein

Vierbinden-Preußenfisch (Dascyllus melanurus)
(c) Abby Hyde

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Vierbinden-Preußenfisch (Dascyllus melanurus)
(c) Emily Zucker

Pycnochromis

Pycnochromis ist die eine Gattung kleiner Riffbarsche (Pomacentridae) aus dem tropischen Indopazifik.

Fortpflanzung:
Die Tiere legen auf festem Untergrund meist über tausend Eier. Die Elterntiere pflegen und verteidigen das Gelege. Nach dem Schlupf leben die winzigen Larven eine Zeit lang pelagisch und verbreiten sich mit den Meeresströmungen. Wandeln die Fische sich zur Adultform um, suchen sie Unterschlupf in Steinkorallenkolonien.

Der Hawaii-Preußenfisch, Strasburgs Preußenfisch und der Dreipunkt-Preußenfisch leben als junge Fische zeitweise wie Anemonenfische in Symbioseanemonen.

Preußenfische können leicht in Meerwasseraquarien gehalten werden, werden aber oft sehr aggressiv. Empfehlenswerte Pfleglinge sind nur der Rotmeer-Preußenfisch und der Vierbinden-Preußenfisch.

Der Dreibinden-Preußenfisch und eine weitere Art sind auch schon nachgezüchtet worden.

Pycnochromis abruptus (c) Debra Baker.jpg
Pycnochromis acares (c) uwkwaj.jpg

Pycnochromis abruptus (c) Debra Baker

Pycnochromis acares (c) uwkwaj

Pycnochromis caudalis (c) Francois Libert.jpg
Pycnochromis delta (c) Frank Krasovec.jpg

Pycnochromis caudalis (c) Francois Libert

Pycnochromis delta (c) Frank Krasovec

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Pycnochromis fieldi (c) Sylvain Le Bris

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Pycnochromis flavipectoralis (c) Frank Krasovec

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Pycnochromis atripes (c) mattdowse

Zweifarben-Riffbarsch (Pycnochromis dimidiatus) (c) Frank Krasovec.jpg

Zweifarben-Riffbarsch
(Pycnochromis dimidiatus) (c) Frank Krasovec

Pycnochromis howsoni (c) terence zahner.jpg

Pycnochromis howsoni (c) terence zahner

Pycnochromis lineatus (c) Francois Libert.jpg
Pycnochromis nigrurus (c) Erik Schlogl.jpg

Pycnochromis lineatus (c) Francois Libert

Pycnochromis nigrurus (c) Erik Schlogl

Blaugelbes Schwalbenschwänzchen (Pycnochromis vanderbilti) (c) Frank Krasovec.jpg

Blaugelbes Schwalbenschwänzchen (Pycnochromis vanderbilti) (c) Frank Krasovec

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Unterfamilie Glyphisodontinae

​​Einzige Gattung der Unterfamilie Glyphisodontinae:

  • Abudefduf

Abudefduf

Abudefduf ist eine Gattung der Riffbarsche (Pomacentridae). Ihr Name kommt aus dem Arabischen, während sie im Englischen wegen der vielen Streifen mit „Sergeant major“ (so viel wie Oberstabsfeldwebel) bezeichnet werden. Abudefduf-Arten leben als Planktonjäger, Laichräuber und Resteverwerter in Korallen- und Felsriffen in tropischen und subtropischen Bereichen des Atlantik und des Indopazifik.

Die hochrückigen Tiere zählen zu den größeren Vertretern der Riffbarsche mit Längen von 13 bis 30 Zentimeter. Sie haben meist eine silbrige, bläuliche, weiße oder hellgraue Grundfarbe mit dunklen, senkrechten Streifen verschiedener Dicke und verschiedener Zahl.

Systematik
Nach einer phylogenetischen Studie ist die Gattung eine der vier Hauptkladen der Riffbarsche. Die karibischen und ostpazifischen Arten stehen den anderen Arten als Schwestergruppe gegenüber. Die westindopazifischen Arten werden zwei deutlich unterscheidbaren, unbenannten Kladen zugeordnet.

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Abudefduf concolor (c) Jaro Schacht_edit

Abudefduf abdominalis (c) David R

Abudefduf concolor (c) Jaro Schacht

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Scherenschwanz-Sergeant
(Abudefduf sexfasciatus) (c) Francois Libert

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Unterfamilie Pomacentrinae

Die Pomacentrinae sind eine Unterfamilie der Riffbarsche (Pomacentridae). Sie leben in Korallen- und Felsriffen in tropischen und subtropischen Bereichen des Atlantik und des Indopazifik.

Die Unterfamilie wurde vom US-amerikanisch-australischer Ichthyologen Gerald R. Allen in seinem Standardwerk „Riffbarsche der Welt“ noch als Sammeltaxon benutzt, um alle Riffbarschgattungen unterzubringen, die den anderen Unterfamilien nicht zuzuordnen sind. Seit einer phylogenetischen Studie aus dem Jahr 2009, stehen sie mit anderer Zusammensetzung, u. a. unter Einschluss der bei Allen noch in einer eigenen Unterfamilie geführten Anemonenfische, als monophyletisches Taxon fest.

Unterfamilie Pomacentrinae:

  • Tribus Amphiprionini

    • Anemonenfische (Amphiprion)

  • Tribus Cheiloprionini

    • Cheiloprion

    • Chrysiptera

    • Dischistodus

    • Pomachromis

  • Tribus Hemiglyphidodontini

    • Acanthochromis

    • Altrichthys

    • Amblyglyphidodon

    • Hemiglyphidodon

    • Neoglyphidodon

  • Tribus Pomacentrini

    • Amblypomacentrus

    • Neopomacentrus

    • Pomacentrus

    • Pristotis

    • Teixeirichthys

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Tribus Amphiprionini

Gattungen der Amphiprionini:

  • Amphiprion (einzige Gattung)

Anemonenfische
Amphiprion

Die Anemonenfische nach den beiden bekanntesten Arten häufig auch Clownfische genannt – sind eine in den Korallenriffen des tropischen Indopazifik vorkommende Gattung der Riffbarsche (Pomacentridae), die in enger Symbiose mit Seeanemonen lebt. Dabei leben die einzelnen Arten nur mit bestimmten Arten von Symbioseanemonen zusammen. Die Symbioseanemonen bieten den Anemonenfischen, die alle schlechte Schwimmer sind, Schutz vor Raubfischen. Auch die Anemonenfische schützen ihre Symbiosepartner vor Fressfeinden, z. B. Falterfischen. Annahmen, die Fische würden ihre Partner füttern, konnten nicht bestätigt werden, dagegen werden Symbioseanemonen, deren Fischpartner weggefangen wurden, bald von Falter- oder Feilenfischen gefressen.

Anemonenfische ernähren sich von Zooplankton, einige auch von Algen.

Der Glühkohlen-Anemonenfisch (A. ephippium), die Typusart der Gattung Amphiprion.jpg

Der Glühkohlen-Anemonenfisch (Amphiprion ephippium) ist die Typusart der Gattung Amphiprion

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Madagaskar-Anemonenfische (Amphiprion latifasciatus

Verbreitung:
Alle Arten leben in den tropischen Bereichen des Indopazifik und dort, wo tropisch warme Meeresströmungen weit nach Norden oder Süden reichen, z. B. an der Ostküste Japans, in Tiefen von einem bis 15 Metern. Amphiprion bicinctus kommt im Roten Meer vor. Die meisten Arten haben ein relativ enges Verbreitungsgebiet, nur Clarks Anemonenfisch (Amphiprion clarkii) ist fast über den gesamten tropischen Indopazifik verbreitet. Als ökologischer Generalist akzeptiert er auch alle Anemonen als Symbiosepartner. Am artenreichsten ist die Region um Neuguinea, bei Madang leben 10, bei den D’Entrecasteaux-Inseln acht Arten. Andere westpazifische Gebiete, wie Guam oder die Lizard Island im Great Barrier Reef sind die Heimat von fünf Arten. Im Roten Meer gibt es zwei Arten, bei den Komoren nur noch eine und die Küsten Hawaiis sind ohne Anemonenfische.

 

Fortpflanzung:
Bei Anemonenfischen liegt Proterandrie vor. Anemonenfische sind nach Erreichen der Geschlechtsreife zunächst männlich. Sie leben in Polyandrie, ein Weibchen mit mehreren Männchen, in einer oder einer kleinen Gruppe von Anemonen. Das dominierende, größte Tier in einer Anemone ist immer das einzige Weibchen. Stirbt das Weibchen, wandelt sich das stärkste Männchen in ein Weibchen um. Der Umwandlungsprozess beginnt sofort, dauert aber bis zur Vollendung insgesamt ein Jahr und mehr. Nach neueren Forschungsergebnissen sind Anemonenfische das erste Tier-Beispiel, bei dem die Umwandlung zuerst im Gehirn und danach in den Geschlechtsorganen stattfindet.

Die Eier werden in der Nähe des Fußes der Anemone abgelegt. Das Männchen säubert vor dem Ablaichen am Fuß der Anemone das Substrat. Nach der Eiablage wird das Gelege sieben bis acht Tage lang vom Männchen mit dem Maul gesäubert und mit den Brustflossen befächelt. Ein Gelege umfasst etwa 250 Eier.

Nach einer Woche schlüpfen die Larven, die zunächst eine planktonische Lebensweise, aber das Bestreben haben, möglichst in der Nähe des Geburtsortes zu bleiben. Das Larvenstadium dauert zwei bis drei Wochen. Danach streben die Jungfische auf der Suche nach einer Anemone zum nächsten Korallenriff und orientieren sich dabei mit Hilfe ihres Geruchssinns.

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Seychellen-Anemonenfisch (Amphiprion fuscocaudatus)
(c) Jane Kempler & Andrew Goldby Freelance 

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Falsche Clownfische (Amphiprion ocellaris) in ihrer Symbioseanemone
(c) Paul Sorensen 

Aquaristik:
Anemonenfische sind beliebte Pfleglinge in Meerwasseraquarien. Sie zählen zu den Meerwasser-Zierfischen, die häufig nachgezüchtet werden. Einige kommerziell interessante Arten, wie A. ocellaris und A. percula werden in großen Fischfarmen professionell vermehrt.

Systematik:
Die Anemonenfische haben innerhalb der Familie der Riffbarsche (Pomacentridae) keine so herausgehobene Stellung, dass sie eine eigene Unterfamilie bilden können, wie bei Allen, 1991. Sie werden heute zur Tribus Amphiprionini in die Unterfamilie Pomacentrinae gestellt.

Arten der Gattung Amphiprion:

​☛ Liste der Arten auf WoRMS (World Register of Marine Species)

Neben den „echten“ Arten wurden noch zwei Hybriden als eigenständige Arten beschrieben, der Weisskäppchen-Anemonenfisch (A. leucokranos) und Thielles Anemonenfisch (A. thiellei). Bei beiden handelt es sich wahrscheinlich um Hybriden zwischen A. chrysopterus und A. sandaracinos.

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Weißrücken-Anemonenfisch
(
Amphiprion akallopisos) (c) Jean-Paul Cassez

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Barriereriff-Anemonenfisch
(
Amphiprion akindynos) (c) joseph_dibattista 

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Allards Anemonenfisch
(
Amphiprion allardi) (c) Malcolm Francis

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Barbers Anemonenfisch
(
Amphiprion barberi) (c) Floyd E. Hayes

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Samtanemonenfisch (Amphiprion biaculeatus)

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Rotmeer-Anemonenfisch
(
Amphiprion bicinctus) (c) Tom Heijnen 

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Chagos-Anemonenfisch
(
Amphiprion chagosensis) (c) Joe Rowlett

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Mauritius-Anemonenfisch
(
Amphiprion chrysogaster) (c) Francois Libert 

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Orangeflossen-Anemonenfisch
(
Amphiprion chrysopterus) (c) terence zahner 

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Clarks Anemonenfisch
(
Amphiprion clarkii) (c) Royle Safaris

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Glühkohlen-Anemonenfisch
(
Amphiprion ephippium) (c) portioid

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Weissbinden-Glühkohlen-Anemonenfisch

(Amphiprion frenatus) (c) Sylvain Le Bris

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Seychellen-Anemonenfisch 
(Amphiprion fuscocaudatus) (c) Juan José Areso 

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Weißband-Anemonenfisch
(
Amphiprion latezonatus) (c) divercraig 

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Madagaskar-Anemonenfisch
(
Amphiprion latifasciatus) (c) Francois Libert

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McCullochs Anemonenfisch (A. mccullochi)
(c) Marine Explorer (Dr John Turnbull) 

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Schwarzflossen-Anemonenfisch
(
Amphiprion melanopus) (c) Mark Rosenstein

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Malediven-Anemonenfisch
(
Amphiprion nigripes) (c) Sylvain Le Bris 

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Falscher Clownfisch (Amphiprion ocellaris)
(c) Dr Cleeve Robertson 

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Falscher Clownfisch (Amphiprion ocellaris)

Schwarze Form (c) Nick Volpe

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Oman-Anemonenfisch (Amphiprion omanensis)

(c) cmarmotte

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Pazifischer Anemonenfisch
(
Amphiprion pacificus) (c) Motusaga Vaeoso 

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Echter Clownfisch
(
Amphiprion percula)

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Halsband-Anemonenfisch
(
Amphiprion perideraion) (c) terence zahner

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Sattelfleck-Anemonenfisch
(
Amphiprion polymnus) (c) uwkwaj

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Australischer Anemonenfisch
(
Amphiprion rubrocinctus) (c) Nick Volpe

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Oranger Anemonenfisch (A. sandaracinos)
(c) Jens Sommer-Knudsen 

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Goldschwanz-Anemonenfisch
(
Amphiprion sebae) (c) Mark Rosenstein

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Thielles Anemonenfisch
(
Amphiprion thiellei)

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Dreiband-Anemonenfisch
(
Amphiprion tricinctus) (c) uwkwaj 

Samtanemonenfisch
Amphiprion biaculeatus

Der Samtanemonenfisch ist mit einer maximalen Länge von 17 Zentimetern die größte Art der Anemonenfische. Männchen bleiben allerdings viel kleiner (6 bis 7 Zentimeter). Er unterscheidet sich von allen anderen Anemonenfischen durch einen Stachel am unteren Kiemendeckel, weshalb er auch Stachel-Anemonenfisch genannt wird. Der Samtanemonenfisch lebt in den Korallenriffen Südostasiens, Neuguineas, der Salomon-Inseln, Vanuatus und im Great Barrier Reef in Tiefen von einem bis sechs Metern. Er lebt mit der Blasenanemone (Entacmaea quadricolor) als Symbiosepartner zusammen.

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Amphiprion biaculeatus (c) Wayne and Pam Osborn

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Amphiprion biaculeatus (c) Jane Kempler & Andrew Goldby Freelance

Merkmale:
Der Samtanemonenfisch ist hell-, braun- oder bordeauxrot gefärbt. Jungfische und die kleinen Männchen sind eher leuchtend rot, die Weibchen werden zunehmend dunkler und sind im Alter eher kastanienfarben oder fast schwarz. Die Länge der Fische beträgt das 1,9- bis 2,3-fache der Körperhöhe. Ein Querstreifen zieht sich direkt hinter dem Auge über den Kopf, ein weiterer, zieht sich von der Einbuchtung zwischen dem stacheltragenden und dem weichstrahligen Teil der Rückenflosse bis vor die Afterflosse, ein dritter über den Schwanzflossenstiel. Die Streifen sind weiß, bei großen Weibchen auch grau, bei der Population um Sumatra und den Mentawai-Inseln gelb. Sie sind schmaler als bei den anderen Anemonenfischen.

Samtanemonenfische ernähren sich von Zooplankton und Algen.


Systematik:
Der Samtanemonenfisch erhielt durch Marcus Élieser Bloch als Chaetodon biaculeatus erstmals einen wissenschaftlichen Namen. Später wurde er der Gattung Premnas zugeordnet, die 1816 durch den französischen Zoologen Georges Cuvier eingeführt wurde. Phylogenetisch ist der Samtanemonenfisch die Schwesterart der Untergattung Actinicola (Eigentliche Clownfische) in der Gattung Amphiprion und mit Amphiprion ocellaris so nah verwandt, dass er sich mit ihm kreuzen lässt. In einer Mitte 2021 veröffentlichten Revision der Riffbarsche wurde der Samtanemonenfisch deshalb ebenfalls der Gattung Amphiprion zugeordnet.

Einige Autoren, wie Rudie H. Kuiter, sehen die gelbstreifigen Exemplare von Sumatra als eine eigenständige Art an, die die Bezeichnung Premnas epigramma bekam.

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Amphiprion biaculeatus (c) christiangloor

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Amphiprion biaculeatus (c) Abby Hyde

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Amphiprion biaculeatus (c) divercraig

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Amphiprion biaculeatus (c) Erik Schlogl

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Amphiprion biaculeatus (c) Sarah Whyte

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Amphiprion biaculeatus (c) David R

Clarks Anemonenfisch
Amphiprion clarkii

Clarks Anemonenfisch hat von allen Anemonenfischen die weiteste Verbreitung. Er lebt in den Korallenriffen Südostasiens, von der Küste Nordaustraliens bis Südjapan, von Melanesien bis in die nördlichen Gewässern des Indischen Ozeans und im Persischen Golf. Seine weite Verbreitung kommt von seiner für Anemonenfische langen planktonischen Larvenphase, in der die Larven von den Meeresströmungen weit verdriftet werden.

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Amphiprion clarkii (c) Mark Rosenstein

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Amphiprion clarkii (c) Kelly-Anne Masterman

Merkmale:
Clarks Anemonenfisch erreicht eine Maximallänge von 14 bis 15 Zentimeter. Die Grundfärbung ist schwarz, Teile von Kopf, Unterseite und Flossen sind gelblich oder orange. Auf den Körperseiten befinden sich drei weiße Querstreifen, der erste hinter den Augen, der zweite unterhalb des Übergangs vom hartstrahligen Abschnitt zum weichstrahligen Teil der Rückenflosse und der letzte auf dem Schwanzstiel. Die Schwanzflosse ist weiß oder gelb. Jungfische und adulte Tiere von Vanuatu oder Neukaledonien können auch fast vollständig gelborange gefärbt sein und nur die vorderen zwei weißen Querstreifen zeigen. Exemplare die in Symbiose mit Mertens Anemone (Stichodactyla mertensii) zusammenleben können mit Ausnahme der hellen Querstreifen und der Schwanzflosse auch völlig schwarz sein.

Als ökologischer Generalist akzeptiert Clarks Anemonenfisch alle zehn Symbioseanemonen als Partner. Es wurde beobachtet das Clarks Anemonenfisch die Symbioseanemonen zusammen mit dem Orangen Anemonenfisch (Amphiprion sandaracinos) bewohnt.

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Amphiprion clarkii (c) Pete McGee

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Amphiprion clarkii (c) Marek Koszorek

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Amphiprion clarkii (c) David Novo

Falscher Clownfisch
Amphiprion ocellaris

Der Falsche Clownfisch, der auch als Orangeringel-Anemonenfisch bekannt ist, lebt westlich des Verbreitungsgebietes des Echten Clownfischs (Amphiprion percula) in den Riffen Südostasiens, westlich bis zu den Andamanen und Nikobaren, nördlich bis zu den Ryukyu-Inseln und südlich bis an die Küste des nordwestlichen Australien. Die Verbreitungsgebiete der beiden Clownfisch-Arten überschneiden sich nicht.

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Amphiprion ocellaris (c) Andy

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Amphiprion ocellaris (c) Sylvain Le Bris

Pelzgroppen leben in Haremsgruppen, mit einem Männchen und mehreren Weibchen im tropischen Bereich des Pazifik und des Indischen Ozeans zwischen den Ästen der verzweigt wachsenden Steinkorallengattungen Acropora, Pocillopora und Stylophora. Dort halten sie sich mit ihren kräftigen Bauchflossen fest.
 

Merkmale:
Pelzgroppen werden drei bis fünf Zentimeter lang. Sie haben einen gedrungenen, seitlich stark abgeflachten Körper. Statt der Schuppen ist ihre Haut dicht mit kleinen rauen Hautpapillen besetzt, was ihnen ihr pelziges Aussehen gibt. Die Seitenlinie wird von röhrenförmigen Schuppen geschützt. Pelzgroppen werden ca. 5 cm groß. Das Maul ist endständig und klein. Die einzige Rückenflosse ist durch einen Einschnitt in eine von sechs bis acht Flossenstacheln gestützten Abschnitt und einem von 11 bis 14 weichen Flossenstrahlen gestützten Abschnitt geteilt. Wie die Skorpionfische (Scorpaeninae) besitzen Pelzgroppen Giftdrüsen in den Strahlen der Rückenflossen. Die Afterflosse hat zwei Stacheln und 11 bis 14 Weichstrahlen, die Brustflossen 11 bis 14 Flossenstrahlen. Die winzigen Bauchflossen werden von einem Stachel und zwei oder drei kurzen Weichstrahlen gestützt.
 

Lebensweise:
Ähnlich wie die Korallengrundeln leben die Pelzgroppen in den Korallenriffen des Indopazifik versteckt in ästigen Steinkorallen (Scleractinia) der Gattung Acropora und der Familie Pocilloporidae. Sie schwimmen schlecht und ernähren sich von Krebschen und anderen Kleintieren, die zwischen die Korallenäste geraten.

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Amphiprion ocellaris (c) divercraig

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Amphiprion ocellaris (c) Vinh Le

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Amphiprion ocellaris (c) Pauline Walsh Jacobson

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Amphiprion ocellaris (c) chinotto_chena

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Amphiprion ocellaris (c) Andy (c) luluchouette

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Amphiprion ocellaris (c) Zack

Echter Clownfisch
Amphiprion percula

Der Echte Clownfisch, auch Trauerband-Anemonenfisch genannt, lebt an der Küste Nord-Queenslands (im nördlichen Great Barrier Reef), an der Nordküste Neuguineas und in den Korallenriffen Melanesiens (Neubritannien, Neuirland, Salomonen und Vanuatu).

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Amphiprion percula (c) Mark Rosenstein

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Amphiprion percula (c) craigjhowe

Merkmale:

Der Echte Clownfisch wird sechs bis elf Zentimeter groß. Die Länge beträgt das 2,1- bis 2,4fache der Körperhöhe. Die Tiere sind leuchtend orange gefärbt, mit drei weißen Querstreifen, der mittlere mit einer nach vorne gerichteten Ausbuchtung. Die Streifen sind im Unterschied zu denen von Amphiprion ocellaris oft deutlich schwarz begrenzt. Die schwarzen Begrenzungen variieren in der Breite und können auch ineinander übergehen. Die Intensität der Streifung allein lässt eine sichere Artidentifizierung jedoch nicht immer zu. So gibt es Trauerbandanemonenfische mit kaum begrenzten Streifen und umgekehrt Orangeringelfische, deren Schwarzfärbung deutlicher hervortritt, bis hin zum Extremfall, melanistischen Farbmorphen. Daniel Knop empfiehlt zur Artdifferenzierung, die Anzahl der Hartstrahlen der oberen Rückenflosse heranzuziehen. Amphiprion percula hat eine höhere vordere Rückenflosse als sein Verwandter, mit 9 bis 10 Rückenflossenstacheln (während es bei Amphiprion ocellaris 10 bis 11 sind) und 14 bis 17 Weichstrahlen, die Afterflosse zwei Hart- und 11 bis 13 Weichstrahlen. Da dieses zuverlässige Erkennungsmerkmal jedoch nur auf guten Makro-Aufnahmen erkennbar ist, empfiehlt Knop die Augenfarbe als Unterscheidungskriterium zu nutzen. Während sie bei Amphiprion percula kräftig orange ist, sind die Augen von Amphiprion ocellaris eher braun-orange und erscheinen „verschmutzt“.
 

Symbiose:
Im Riff leben sie in Symbiose mit Seeanemonen. Diese schützen die Clownfische mit ihren nesselnden Tentakeln vor Fressfeinden. Auch die Clownfische schützen ihre Symbiosepartner vor Fressfeinden, z. B. Falter- oder Feilenfische. Sie selbst ernähren sich von Zooplankton – Ausscheidungen können der Seeanemone zugutekommen. Vor den Nesselzellen der Anemone schützen sich die Clownfische durch eine Schleimschicht: sie bewirkt, dass die Nesselzellen nicht ausgelöst werden. Der Schleim wird jedoch nicht vom Fisch produziert, sondern in einem länger dauernden Vorgang des Herantastens von der Anemone übernommen.

Der Echte Clownfisch lebt in Symbiose mit der Lederanemone (Heteractis crispa), der Prachtanemone (Heteractis magnifica) und der Riesenanemone (Stichodactyla gigantea).
 

Fortpflanzung und Geschlechtswechsel:
Dichogamie bedeutet Geschlechtswechsel im Laufe des Lebens bei beidgeschlechtlichen Tieren. Clownfische sind zuerst männlich und produzieren männliche Keimzellen und wechseln später, wenn das letzte Weibchen einer Gemeinschaft stirbt oder verschwindet, ihr Geschlecht und werden zu Weibchen, die Eizellen produzieren. Diese spezielle Form der Geschlechtsumwandlung nennt man Proterandrie oder Vormännlichkeit.

Die Fische laichen in unmittelbarer Nähe ihrer Anemone, meist am Fuß. Die Fischlarven werden nach dem Schlüpfen von der Strömung ins freie Wasser mitgenommen und oft weit verfrachtet, ehe die Jungfische – durch Geruchsreize der Küstenregion angelockt – sich neuerlich einem Symbiose-Partner nähern. Die Fische leben paarweise oder in Haremsgruppen mit einem Weibchen und mehreren Männchen in der Anemone, wobei der größte Fisch immer das Weibchen ist. Stirbt das Weibchen, so wechselt das größte Männchen das Geschlecht und wird zum Weibchen. Der Geschlechtswechsel wird durch das unter Stress ausgeschüttete Hormon Cortisol unterdrückt. Das größere Weibchen stresst die Männchen ihres Harems und verhindert dadurch deren Umwandlung zum Weibchen.

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Amphiprion percula (c) Tony Strazzari

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Amphiprion percula (c) Mark Rosenstein

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Amphiprion percula (c) Graham McMartin

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Amphiprion percula (c) Alastair Freeman

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Amphiprion percula (c) Mark Rosenstein

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Amphiprion percula (c) Graham McMartin

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Tribus Cheiloprionini

Gattungen der Cheiloprionini:

  • Cheiloprion

  • Chrysiptera

  • Dischistodus

  • Pomachromis

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Cheiloprion labiatus (c) SLouisy

Dischistodus perspicillatus (c) Frank Krasovec Weisser Riffbarsch.jpg

Weißer Riffbarsch (Dischistodus perspicillatus)
(c) Frank Krasovec

Chrysiptera hemicyanea (c) Jim Greenfiel

Azur-Demoiselle (Chrysiptera hemicyanea)
(c) Jim Greenfield

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Pomachromis fuscidorsalis (c) Francois Libert

Dischistodus melanotus (c) Mark Rosenste

Dischistodus melanotus (c) Mark Rosenstein

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Pomachromis exilis (c) uwkwaj

Chrysiptera

Chrysiptera (Synonym Glyphidodontops) ist eine Gattung indopazifischer Riffbarsche (Pomacentridae). Sie leben auf dem Riffdach und den Außenzonen der Korallenriffe und in Lagunen. Verbreitungsschwerpunkt sind die Küstengewässer Indonesiens und der Philippinen sowie das Rote Meer.

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Chrysiptera cyanea, die Typusart der Gattung

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Azur-Demoiselle (Chrysiptera hemicyanea)

Merkmale:
Chrysiptera-Arten sind relativ kleine Riffbarsche, die in den meisten Fällen eine Standardlänge von weniger als 7 cm erreichen. Die größte Art, Chrysiptera biocellata, wird maximal 12,5 cm lang. Die Standardlänge beträgt bei den meisten Arten das 2,1 bis 2,7fache der Körperhöhe. Chrysiptera-Arten sind oft auffallend bunt gefärbt. Die Kiefer sind mit zwei Zahnreihen besetzt. Die Ränder von Präoperculum und die Augenringknochen (Suborbitalia) sind in der Regel glatt.

Die Gattung ist nur ungenügend diagnostiziert und bedarf einer Revision, wobei sie wahrscheinlich in mehrere Gattungen aufgeteilt wird.


Systematik:
Die Gattung Chrysiptera wurde 1839 durch den englischen Naturforscher William Swainson als Untergattung von Glyphisodon (jetzt eine Synonym von Abudefduf) eingeführt. Fishbase listet im Juni 2021 36 Arten innerhalb der Gattung. Chrysiptera ist aber nicht monophyletisch, sondern besteht aus mindestens drei Kladen mit unterschiedlicher Stellung innerhalb der Riffbarschunterfamilie Pomacentrinae.

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Chrysiptera bleekeri

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 Chrysiptera rollandi

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Chrysiptera springeri

Gelbschwanz-Demoiselle
Chrysiptera parasema

Die Gelbschwanz-Demoiselle ist eine Art aus der Familie der Riffbarsche (Pomacentridae). Die Fische bewohnen die Korallenriffe an den Küsten des westlichen Indonesien, des malaysischen Bundesstaates Sabah, der Philippinen und der Ryūkyū-Inseln in Tiefen von einem bis 16 Metern. Die revierbildenden Fische halten sich immer in der Nähe von möglichen Verstecken auf.

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Gelbschwanz-Demoiselle (Chrysiptera parasema) © Francois Libert

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Gelbschwanz-Demoiselle (Chrysiptera parasema) © Sara Simmonds

Merkmale:
Gelbschwanz-Demoisellen werden fünf bis sechs Zentimeter lang. Die Körperhöhe beträgt 1,9 bis 2,2 Zentimeter

Systematik:
Die Gelbschwanz-Demoiselle wurde 1918 durch den US-amerikanischen Zoologen Henry Weed Fowler unter der Bezeichnung Abudefduf parasema erstmals wissenschaftlich beschrieben. Chrysiptera parasema bildet mit C. arnazae, C. giti und C. hemicyanea einen Komplex sich äußerlich nur minimal unterscheidender Arten mit unterschiedlichem Verbreitungsgebiet. Gemeinsam ist ihnen eine leuchtend blaue Grundfärbung und ein verschieden großer gelber Bereich im unteren und hinteren Körperabschnitt. Dieser Artenkomplex gehört innerhalb der nicht monophyletischen Gattung Chrysiptera zu einer monophyletischen Klade mit insgesamt zehn Arten. Die übrigen Mitglieder dieser Klade sind C. cymatilis, C. oxycephala, C. pricei, C. sinclairi, C. springeri und eine bisher unbeschriebene Art.
 

Aquaristik:
Gelbschwanz-Demoisellen sind beliebte Zierfische im Meerwasseraquarium. Sie sind nicht so aggressiv wie andere Riffbarsche, werden nicht zu groß, haben leuchtende Farben und sind auch für Anfänger geeignet. Bei guter Pflege laichen sie auch im Aquarium. Inzwischen ist es auch gelungen, die Larven großzuziehen.

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Chrysiptera arnazae (c) terence zahner

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Azur-Demoiselle (Chrysiptera hemicyanea)
(c) pclark2

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Chrysiptera cymatilis (c) Mark Rosenstein

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Chrysiptera oxycephala
(c) Wayne and Pam Osborn

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Chrysiptera springeri (c) uwkwaj

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Gruppe von Chrysiptera springeri 
(c) Susanne Spindler

Talbots Demoiselle
Chrysiptera talboti

Chrysiptera talboti ist eine Riffbarschart aus dem östlichen Indischen Ozean und dem westlichen Pazifik. Der Artname ehrt den Fischereiwissenschaftler und Direktor des Australian Museum in Sydney, Frank H. Talbot (1930–2024).

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Chrysiptera talboti (c) Wayne and Pam Osborn

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Chrysiptera talboti (c) uwkwaj

Beschreibung:
Chrysiptera talboti erreicht eine Länge von sechs Zentimetern. Sie hat einen gelben Kopf, gelbe Bauchflossen und einen großen schwarzen Fleck auf der Rückseite der Rückenflosse.

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Tribus Hemiglyphidodontini

​Gattungen der Hemiglyphidodontini:

  • Acanthochromis

  • Altrichthys

  • Amblyglyphidodon

  • Hemiglyphidodon

  • Neoglyphidodon 

Schwalbenschwanz-Riffbarsch 
Acanthochromis polyacanthus

Der Schwalbenschwanz-Riffbarsch ist der einzige Vertreter der Gattung Acanthochromis. Er kommt in den Korallenriffen des zentralen tropischen Indopazifik, rund um den Indo-australischen Archipel vor. Sein Verbreitungsgebiet umfasst die Küstengewässer von Indonesien, der Philippinen, Neuguineas, der Salomonen, Vanuatus und das Great Barrier Reef vor dem nordöstlichen Australien. Er lebt vor allem an steilen Riffkanten in Tiefen von einem bis 65 Metern und ernährt sich von Zooplankton.

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Schwalbenschwanz-Riffbarsch, Morphe vom Great Barrier Reef

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Schwalbenschwanz-Riffbarsch, indonesische Morphe

Merkmale:
Schwalbenschwanz-Riffbarsche werden elf bis 15 Zentimeter lang. Die Körperlänge beträgt das 1,7 bis 2,0fache der Körperhöhe. Hinsichtlich ihrer Färbung sind sie sehr variabel. Die indonesische Population ist einfarbig dunkelbraun, manchmal fast schwarz. Bei den Salomonen kommt eine blaugrüne Farbform vor, deren Rücken- und Afterflosse einen schwarzen Außenrand haben. Die Tiere am Great Barrier Reef sind graublau mit weißem Hinterleib und weißer Schwanzflosse. Jungfische sind braun mit einem goldgelben Streifen entlang der Seitenlinie.
 

Fortpflanzung:
Durch Beobachtungen im Aquarium ist auch das Fortpflanzungsverhalten der Tiere bekannt. Die Fische sind, wie alle Riffbarsche Substratlaicher, und kleben ihren Laich in einer Höhle oder versteckten Nische an die Wand. Ein Gelege hat nur 30 bis 80 für Fische sehr große Eier. Die Eier werden vom Paar bewacht und mit den Flossen befächelt um Frischwasser zuzuführen.

Bei einer Wassertemperatur von 25 °C schlüpfen nach 13 bis 14 Tagen voll entwickelte Jungfische, ein pelagisches Larvenstadium oder ein Dottersack für die Ernährung in den ersten Tagen nach dem Schlupf fehlen. Beträgt die Wassertemperatur 27 °C verkürzt sich die Zeitigungsdauer auf 11 bis 12 Tage. Ältere Berichte, das sich die Jungfische wie die der Diskusbuntbarsche (Symphysodon) von der Oberhaut ihrer Eltern ernähren, haben sich nicht bestätigt. Jungfische die getrennt von den Eltern aufgezogen wurden entwickelten sich völlig normal. Mit einer Schlupfgröße von fünf bis sechs Millimeter sind sie vom ersten Tag an in der Lage kleine planktonische Krebstierchen und deren Larven zu fressen.

Im Unterschied zu fast allen anderen Riffbarschen und fast allen anderen Meeresfischen erlischt das Brutpflegeverhalten der Elterntiere nicht nach dem Schlupf der Jungfische, sondern sie setzen es noch für mehr als drei Wochen fort und behüten und beschützen ihre Jungen. Dieses für Korallenfische fast einmalige Verhalten kommt außer bei den Schwalbenschwanz-Riffbarschen nur noch bei den drei Altrichthys-Arten, ebenfalls Riffbarsche und die Schwestergattung von Acanthochromis, und der nicht verwandten Weißstreifen-Aalgrundel (Pholidichthys leucotaenia) vor

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Acanthochromis polyacanthus 
(c) Mark Rosenstein

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Acanthochromis polyacanthus
(c) Erik Schlogl

Jungfische von  Acanthochromis polyacanthus 
(c) Mark Rosenstein

Altrichthys

Altrichthys ist eine drei Arten umfassende Riffbarschgattung, die im tropischen Westpazifik bei den Philippinen vorkommt.

Merkmale:
Altrichthys-Arten sind relativ hochrückig, seitlich stark abgeflacht und werden 6,5 bis 7,5 cm lang. Sie sind weitgehend einfarbig, grau, grünlich oder bläulich gefärbt. Die Ränder von Rücken- und Schwanzflosse können schwärzlich oder goldgelb gefärbt sein.


Lebensweise:
Altrichthys-Arten leben in Korallenriffen in relativ flachem Wasser und ernähren sich von Plankton. Wie alle Riffbarsche sind sie Substratlaicher und beide Elterntiere pflegen und schützen ihre Eier. Da ein pelagisches Larvenstadium bei dieser Gattung fehlt und Jungfische in ihrem frühen Lebensstadium im elterlichen Korallenstock (oft Porites cylindrica) beobachtet wurden, nimmt man an, dass bei den Altrichthys-Arten, ähnlich wie beim Schwalbenschwanz-Riffbarsch (Acanthochromis polyacanthus), das Brutpflegeverhalten der Elterntiere nach dem Schlupf der Jungfische nicht erlischt, sondern sie setzen es noch weiter fort und behüten und beschützen ihre Jungen auch noch einige Zeit nach dem Schlupf.


Arten der Gattung Altrichthys:
Bisher wurden drei Arten beschrieben.

  • Altrichthys alelia

  • Altrichthys azurelineatus

  • Altrichthys curatus

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Altrichthys alelia (c) Nicola Crockford

Altrichthys azurelineatus (c) shierandru

Altrichthys azurelineatus (c) shierandrulist

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Altrichthys curatus (c) Bernardi, G.

Amblyglyphidodon

Amblyglyphidodon ist eine Gattung indopazifischer Riffbarsche (Pomacentridae). Sie leben auf dem Riffdach und den Außenzonen der Korallenriffe und in Lagunen. Verbreitungsschwerpunkt sind die Küstengewässer Indonesiens und der Philippinen sowie das Rote Meer.
 

Merkmale und Lebensweise:
Die Fische werden 7,5 bis 11 Zentimeter lang und sind recht hochrückig. Entlang des Seitenlinienorgans haben sie 13–17 Schuppen.
Amblyglyphidodon-Arten leben paarweise und verteidigen ihr Territorium mit großer Aggressivität gegenüber Artgenossen und artfremden Fischen. Sie ernähren sich von Plankton, kleinen Krebstieren und Algen.

Arten der Gattung Amblyglyphidodon:

​☛ Liste der Arten auf WoRMS (World Register of Marine Species)

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Goldener Riffbarsch (Amblyglyphidodon aureus)
(c) uwkwaj

Amblyglyphidodon batunaorum (c) Wayne and Pam Osborn.jpeg

Amblyglyphidodon batunaorum
(c) Wayne and Pam Osborn

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Amblyglyphidodon curacao (c) portioid

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Weißbauch-Demoiselle (Amblyglyphidodon indicus) (c) Michal Honskus

Amblyglyphidodon leucogaster (c) Erik Schlogl.jpg

Amblyglyphidodon leucogaster (c) Erik Schlogl

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Amblyglyphidodon ternatensis
(c) John D Reynolds

Neoglyphidodon

Neoglyphidodon ist eine Gattung indopazifischer Riffbarsche (Pomacentridae). Sie leben auf dem Riffdach und den Außenzonen der Korallenriffe und in Lagunen. Verbreitungsschwerpunkt sind die Küstengewässer Indonesiens und der Philippinen.

Merkmale und Lebensweise:
Die Fische werden 13 bis 17 Zentimeter lang und sind recht hochrückig. Die Jungfische einiger Arten sind sehr bunt gefärbt, während ausgewachsene Tiere einfarbig braun oder schwarz sind.

​Neoglyphidodon-Arten leben paarweise und verteidigen ihr Territorium mit großer Aggressivität gegenüber Artgenossen und artfremden Fischen. Sie ernähren sich von Plankton, kleinen Krebstieren und Algen.

Arten der Gattung Neoglyphidodon:

​☛ Liste der Arten auf WoRMS (World Register of Marine Species)

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Augenfleck-Riffbarsch (Neoglyphidodon bonang)(c) prickly_sculpin

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Cross’ Riffbarsch (Neoglyphidodon crossi)
(c) patrick-louisy 

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Schwarzer Riffbarsch (Neoglyphidodon melas)
(c) Paul Asman 

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Smaragd-Riffbarsch (Neoglyphidodon oxyodon)
(c) Alexandra Hoschke

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Vielstachel-Riffbarsch (Neoglyphidodon polyacanthus) (c) Susan Prior 

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Tribus Pomacentrini

​Gattungen der Pomacentrini:

  • Amblypomacentrus

  • Neopomacentrus

  • Pomacentrus

  • Pristotis

  • Teixeirichthys 

Amblypomacentrus

Amblypomacentrus ist eine Fischgattung aus der Familie der Riffbarsche (Pomacentridae), die im Südchinesischen Meer an den Küsten Vietnams und der Philippinen, bei Indonesien, Neuguinea, der Küste von Queensland und bei den Salomon-Inseln vorkommt.

Merkmale:
Die Fische erreichen eine Länge von 6 bis 8 cm. Ihr Körper ist 2,1- bis 2,5-mal so lang wie hoch. Der Kopf ist vor und unterhalb der Augen unbeschuppt. Die Ränder von Präoperculum und Suborbitale (Augenringknochen) sind leicht gesägt. Die Kieferzähne stehen in einer Reihe und sind incisiform (meißelähnlich).


Systematik:
Die Gattung Amblypomacentrus wurde 1877 durch den niederländischen Ichthyologen Pieter Bleeker erstmals wissenschaftlich beschrieben. Sie war lange Zeit monotypisch mit A. breviceps als einziger Art. 2000 und 2004 wurde je eine weitere Art beschrieben und Mitte 2021 wurden drei schwarzweiß gefärbten Arten aus der polyphyletischen Gattung Chrysiptera der Gattung Amblypomacentrus zugeordnet.

Arten der Gattung Amblypomacentrus:

  • Zweifleck-Demoiselle
    (Amblypomacentrus annulata)

  • Amblypomacentrus breviceps

  • Amblypomacentrus clarus

  • (Amblypomacentrus kuiteri)

  • Dreiband-Demoiselle
    (Amblypomacentrus tricincta)

  • Amblypomacentrus vietnamicus

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Amblypomacentrus annulata (c) brudermann

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Amblypomacentrus clarus (c) Francois Libert 

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Amblypomacentrus breviceps (c) Thomas Menut 

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Amblypomacentrus tricinctus (c) Mark Rosenstein

Neopomacentrus

Neopomacentrus ist eine Gattung der Riffbarsche (Pomacentridae), die im tropischen Indopazifik vorkommt. Der wissenschaftliche Name der Gattung setzt sich aus dem griechischen „néos“, νέος (‚neu‘, ‚frisch‘, ‚jung‘) und dem Namen der Riffbarschgattung Pomacentrus zusammen und wurde wegen der Ähnlichkeit der beiden Gattungen vergeben.
 

Merkmale:
Neopomacentrus-Arten sind im Vergleich mit vielen anderen Riffbarschgattungen relativ langgestreckt und werden 6 bis 11 cm lang, wobei die Körperlänge das 2,2- bis 2,8fache der Körperhöhe erreicht. Die weichstrahligen, hinteren Abschnitte von Rücken- und Afterflosse, sowie die beiden Loben der eingebuchteten bis halbmondförmigen Schwanzflosse sind spitz ausgezogen. Der Rand des Präoperculum ist glatt oder leicht eingebuchtet. Die Kiefer sind mit zwei Zahnreihen besetzt. Die Zähne der äußeren Reihe sind schneidezahnähnlich (incisivor) mit eingebuchteten oder abgeflachten Spitzen.

Lebensweise:
Neopomacentrus-Arten kommen im tropischen Indopazifik vor und leben in Korallenriffen. Zwei Arten, N. aquadulcis und N. taeniurus, gehören zu den wenigen Riffbarscharten, die auch Süßgewässer und Brackwasser besiedelt haben und N. cyanomos ist es gelungen im Schutz von großen Offshore-Bohrplattform, die vom Pazifik in den Atlantik bewegt wurden, den Golf von Mexiko zu besiedeln. Neopomacentrus-Arten sind Zooplanktonfresser, die sich in großen Ansammlungen zusammen mit anderen Fischen, z. B. mit Fahnenbarschen, zur Nahrungsaufnahme in der Wassersäule in Riffnähe bewegen. Ihre gespaltene Schwanzflosse ist eine Anpassung an das schnelle und wendungsreiche Schwimmen, das zum Fang der Nahrung nötig ist.

Arten der Gattung Neopomacentrus:

​☛ Liste der Arten auf WoRMS (World Register of Marine Species)

Neopomacentrus anabatoides (c) craigjhow

Neopomacentrus anabatoides (c) craigjhowe

Neopomacentrus azysron (c) John Sear Kei

Keil-Demoiselle (Neopomacentrus azysron)
(c) John Sear

Neopomacentrus bankieri (c) hokoonwong_e

Neopomacentrus bankieri (c) hokoonwong

Neopomacentrus cyanomos (c) Pauline Wals
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Neopomacentrus miryae (c) Francois Libert

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Neopomacentrus violascens (c) uwkwaj

Pomacentrus

Pomacentrus ist eine Gattung indopazifischer Riffbarsche (Pomacentridae) und nach Chromis die zweitartenreichste Gattung dieser Familie. Etwa 72 % der Pomacentrus-Arten leben im westlichen und zentralen Pazifik, ca. 45 Arten im Australasiatischen Mittelmeer, wogegen die Gattung im Indischen Ozean weniger artenreich vertreten ist.

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Pomacentrus pavo, die Typusart der Gattung

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Pomacentrus bankanensis, Jungfisch mit Augenfleck im hinteren Bereich der Rückenflosse

Merkmale:

Pomacentrus bankanensis, Jungfisch mit Augenfleck im hinteren Bereich der Rückenflosse
Pomacentrus-Arten erreichen eine maximale Standardlänge von 8 bis 9 cm und haben einen mehr oder weniger gedrungenen Körper, dessen Höhe 1,8- bis 2,5-mal in der Standardlänge enthalten ist. Ihre Grundfärbung ist in den meisten Fällen bräunlich, grau, gelb oder blau oder eine Kombination dieser Farben. Jungfische, die kleiner als 3 bis 4 cm sind, zeigen im weichstrahligen Abschnitt ihrer Rückenflosse oft einen Augenfleck. Vor den Augen ist der Kopf in der Regel unbeschuppt.

Systematik:
Die Gattung Pomacentrus wurde 1802 durch den französischen Naturforscher Bernard Germain Lacépède aufgestellt. Sie ist die Typusgattung der Riffbarsche (Pomacentridae), die im Jahr 1832 durch den italienischen Zoologen Charles Lucien Jules Laurent Bonaparte erstmals beschrieben wurde. Einer 2009 veröffentlichten Studie zur Phylogenie der Riffbarsche zufolge ist Pomacentrus möglicherweise ohne Einbeziehung der Gattung Altrichthys nicht monophyletisch oder Altrichthys ist die Schwestergattung von Pomacentrus.

 

Arten der Gattung Pomacentrus:
Es gibt etwa 80 Arten. Da die pelagische Larvenphase bei vielen Vertretern der Gattung relativ kurz ist und die Larven dadurch wenig verbreitet werden, haben sich verschiedene Komplexe kryptischer Arten entwickelt, die nur ein sehr kleines Verbreitungsgebiet haben und sich äußerlich nur minimal unterscheiden. Die Arten werden in diesen Fällen vor allem aufgrund ihrer unterschiedlichen mtDNA unterschieden.

​☛ Liste der Arten auf WoRMS (World Register of Marine Species)

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Pomacentrus amboinensis

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Pomacentrus auriventris

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Pomacentrus lepidogenys

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Pomacentrus nagasakiensis

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Pomacentrus sulfureus

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Pomacentrus philippinus

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Pomacentrus vaiuli

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